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Leserbrief
Zu
zwei Fragen, die in den letzten Tagen in Euren Artikeln angesprochen
werden, will ich mich kurz äußern.
Von
K.M. vom 23. Januar 2010
Erstens
der Umgang mit dem Gen. Hammer. (die
Redaktion hat sich entschlossen , dieses Thema abzuschließen und nichts
mehr zu bringen. Die Inhalte dieser Debatte wurden gelöscht)
Zweitens
die Besetzung Haitis durch US-Truppen. Mir
scheint, daß hinter dieser Aktion des US-Imperialismus mehr stecken
kann als die Besetzung Haitis.
Die
USA haben in Lateinamerika deutlich an Einfluß verloren und nicht nur
da. Sowohl das europäische Monopolkapital als auch der asiatische
Wirschaftsblock (vor allem China)
machen den US-Monopolen mächtig Konkurrenz auf den Weltmärkten. Die
Ausbeutung der irakischen Beute gestaltet sich ebenfalls nicht nach den
Wünschen der US-Monopole. Sie müssen sie mit anderen europäischen,
asiatischen und russischen Monopolen teilen.
Die
ehemals weltweite, unangefochtene Hegemonie des US-Imperialismus ist
zumindest gefährdet, wenn nicht gar aufgehoben. Er befindet sich in
Abwehrkämpfen und Rückzugsgefechten. Er verfügt nicht mehr über die
ökonomische Macht um seine Konkurrenten auf diesem Gebiet in die
„Schranken“ zu weisen. Aber er verfügt über militärische Macht,
die noch den meisten Konkurrenten überlegen scheint. So in die Enge
gedrängt rückt es in den Bereich der realen Möglichkeit, dass
der US-Imperialismus zu einem Befreiungsschlag ausholt, seine bekannte
Aggressivität nochmals deutlich steigert und zu jedem Verbrechen bereit
ist.
Sieht
man sich die geographischen Karten der Region an, wird erkennbar, dass
Haiti ein geeignetes Aufmarschgebiet und Bereitstellungsraum für militärische
Angriffe auf Kuba und auf Venezuela ist. Der US-Imperialismus will (und
aus seiner Sicht muß er) aus den Abwehrkämpfen und Rückzugsgefechten
raus und wieder die Initiative gewinnen.
Warum
sonst verlegt er tausende Soldaten und
Kriegsmaterial und keine Helfer und Hilfsmaterial?
km
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