black Channel

Wichtige Rubriken und Beiträge

+++Neu+++

Newsletter bestellen

zur Homepage

Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Kampf den ideologischen Diversanten

Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands

Gegen den imperialistischen Krieg

Black Channel

Betrieb&Gewerkschaft

Bildung, Kultur & Wissen

Wider den Block der
Rechten und Trotzkisten

zur Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wissenschaftlicher Sozialismus

Aus den Ländern

Links

Impressum

Archiv

Intern

Proletarischer Internationalismus

zurück

Demokratie ist so spannend…

Die Schmierenkomödie Präsidentenwahl

Von Günter Ackermann

Kommunisten-online vom 2. Juli 2010 – Gestern lief auf allen Kanälen das Schauspiel der Wahl des obersten Frühstücksdirektoren dieser Republik. Der bisherige, Horst Köhler, war bekanntlich diesem Land vor Monatsfrist abhanden gekommen. Der hatte nämlich mal einen wahren Satz – wenn auch ungewollt – gesagt und das wurde sein Verhängnis.[1] Köhler hatte nämlich nicht bedacht, dass er nicht der Wahrheitsonkel der Nation ist, sondern nur der oberste Dampfplauderer. Er musste zurücktreten und ein Nachfolger musste her.

Da die Politik der Regierung im Volk schlecht ankommt, weil deren Repräsentanten zu offenkundig lügen oder, wenn mal nicht, mehr oder weniger offen die Politik für die Konzerne und die Reichen  machen – das taten auch die Minister der Großen Koalition, aber sie warfen ja, wie einhellig behauptet, die Milliarden in den Rachen der Banken, damit die Welt vor dem Untergang bewahrt wurde oder in den der Konzerne, weil sie angeblich Arbeitsplätze retten wollten – weil also die Regierung sich besser verkaufen möchte, wollte man gleich einen Neuanfang des Volksbetrugs wagen.

Da war die Bundesarbeitsministerin im Gespräch. Die hatte als Familienministerin, die Wohltat der Kinderbetreuung unter drei Jahre dem Volk beschert – bei genauerem Hinsehen entpuppt  das sich zwar als Luftnummer – aber sie kommt mit ihren blonden Haaren beim Volk gut an.

Frau Merkel und ihre Leute jedoch hatten noch was anderes im Sinn: Sie wollten der Dame Merkel auch potentielle Konkurrenten um das Kanzleramt aus dem Weg räumen.

Damit war man in letzter Zeit recht erfolgreich. Der Hessen-Koch steigt aus der Politik aus und bekommt einen gut bezahlten Posten in der Wirtschaft. Der Premier aus dem Ländle wurde erfolgreich nach Brüssel weggelobt, der aus NRW hat eine Wahl verloren, bleibt also nur der Wulff aus Hannover. Dass der gut dampfplaudern kann, wurde schon mehrfach berichtet und er verkauft seine schwarz-gelbe Landesregierung ganz gut im Lande. Der schaffte das, was Merklelwesterwelle nicht schaffen: das Volk betrügen und trotzdem populär zu sein. Das war der richtige für unsere Kanzlerin.

Die SPD wollte das aber nicht durchgehen lassen. Sie musste sich erst voriges Jahr von den Fleischtöpfen der Regierung von der Westerwelle-Gang vertreiben lassen. Die Vertriebenen sannen auf Rache. Ein Kandidat musste her, der das andere Lager aufmischt und trotzdem gut zu verkaufen ist und nicht die Spur eines Spur eines Zweifels aufkommen lassen durfte, ein gestandener reaktionärer Betonkopp zu sein.

Sie kamen auf den emeritierten Pfaffen, Ex-DDR-Dissi und Stasi-Aktenverwalter Gauck. Für ihn wirbelten dann auch die Werbetrommel der SPD, der Grünen und der gesamten bürgerlichen  Presse – die Merkel lässt sich ja nicht mehr gut verkaufen und der Schnösel Westerwelle schon gar nicht. Gauck wurde zum Helden hochstilisiert und gewann Tag für Tag an Popularität.

Gauck als Kandidat hatte noch einen Nebeneffekt: Man konnte trefflich gegen die DDR und den Sozialismus hetzen und man brachte die Linkspartei in Schwulitäten. Dass deren Kandidatin chancenlos bleibt, war klar. Aber – egal was sie macht – man kann wieder einmal Linke als Doofköppe vorführen. Denn: wählten die Delegierten der Linkspartei Gauck, verliert sie ihr Gesicht und pktr Glaubwürdigkeit, sie wählen einen  der übelsten Antikommunisten und Kriegsbefürworter; wählten sie aber Wulff, dann wählten sie den Kandidaten der Merkel und Westerwelles. Ich muss sagen, sie zogen sich ganz gut aus der Affäre.

Am 30. Juni 2019 ging es eigentlich in Berlin um nichts. Es wurde nichts entschieden, es gab keine Milliarden für wen auch immer und es wurde nichtmal erneut in die Tasche des Volkes gegriffen. Auch neue Kriegseinsätze der Bundeswehr standen nicht zur Abstimmung. Allerdings im Schatten dieser Wahl konnte man verkünden, dass die Arbeitslosigkeit zurück gegangen sei und das als Erlog der Merkkel und Konsorteen verkaufen. Das da nur die prekären Beschäftigungsverhältnisse zunahmen und die Vollzeitjobs nach wie vor abnehmen, saft man nicht.

Der Traum, der Merkel und ihren Vize mit der Wahl ein neues Image zu basteln, ging dennoch daneben. Die eigenen Wahlleute wollten der Kanzlerin einen Denkzettel verpassen und  wählten Gauck – Wulff fiel durch und das gleich zweimal.

Spannende Demokratie, was? Naja, was sich da auf offener Bühne abspielte, war nur ein Theaterstück. Hier wurde nur ein gut bezahlter Posten  vergeben, dessen einzige Funktion es ist, im Nadelstreifen rum zu laufen, salbungsvolle Reden zu halten und durch die Welt zu reisen. Tourismus im nationalen Interesse also. Und einen auf Populismus zu machen, damit der d eutsche Michel dem deutschen Bundesreich nicht abtrünnig wird und sich nach links orientiert. Mehr nicht.

Das andere, uns das letzte Hemd auszuziehen, die Sozialleistungen, Renten, Löhne, Arbeitslosengeld aus der Tasche zu ziehen, die Krankenversicherung noch mehr zu verschlechtern, Milliardengelder für Konzerne und das Aushecken neuer Kriege, das geschieht hinter verschlossenen Türen. Auch das war ja dieser Tage der Fall. Aber darüber schweigen die Herrschaften lieber.

G.A.


[1]  Wir berichteten darüber siehe

zurück

Notorischer Kommunistenhasser Gauck fiel durch...

WURDE UNS EIN BND-AGENT ALS BUNDESPRÄSIDENT ERSPART?

von Jens-Torsten Bohlke

Kommunisten-online vom 2. Juli 2010 – Nicht etwa, dass Christian Wulff Anlass für Jubelgeschrei im Amt des Bundespräsidenten bieten würde. Doch ist er immerhin ein seriöser Vertreter seiner Klasse, der Bourgeoisie, des Finanzkapitals. Und damit ist er berechenbar und lässt hoffen, dass wir es bei ihm mit einem bürgerlichen Realpolitiker zu tun haben.

Gauck hingegen ist ein wütender antikommunistischer Einpeitscher übelster Sorte. Er kostete ein recht privilegiertes Leben als Pfarrer voller gewährter Sonderrechte aus, weil er sich bei den Staatsorganen der DDR einzuschleimen verstand. Dahinter steckte allerdings nur die Taktik eines Staatsfeindes der DDR und notorischen Antikommunisten, der auf seinen Moment lauerte, wo er im Schatten der offen ausbrechenden Konterrevolution wiederum sein Süppchen würde kochen können. Demgemäß sollte der Bundespräsidenten-Posten nun die Krönung für diesen Musterknaben der finstersten deutschen Reaktion werden. Belohnung gar für den Doppelagenten Gauck? Warten wir mal ab, was die BND-Archive eines Tages ergeben.

Wurde uns ein BND-Agent als Bundespräsident erspart? Ausschließen lässt sich dies überhaupt nicht.

zurück

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62360100430433407436., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage 
(Bitte eMail-Adresse und Verwendungszweck immer angeben!)

  Bitte immer angeben!