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Aktienboom: Investoren handeln mit Wertpapieren an der Shanghaier Börse. Die schnelle Entwicklung des Aktienmarktes hat Chinas Unternehmen auch dabei geholfen, ihre Unternehmensführung zu reformieren und besser auf dem Markt zu agieren.

Beijing Review

Die Herrschenden in China fordern:

Anerkennung Chinas als kapitalistisches Land

Anmerkung Roter Webmaster

 

Die Herrschenden in China fordern:

Anerkennung Chinas als kapitalistisches Land

Anmerkung Roter Webmaster

Kommunisten-online vom 14. Dezember 2011 – Wir erklären es seit langer Zeit: In China gibt es keinen Sozialismus mehr, dort herrscht der Kapitalismus. In Deutschland aber gibt es viele, die sich an einem Strohhalm klammern  und behaupten, trotz der vielen Fakten – China sei nach wie vor sozialistisch Das behaupten sie, trotz des Wissens um  Hungerlöhne, maßloser Ausbeutung und Unterdrückung der Arbeiterklasse, Verelendung der Massen auf der einen und  maßlosem Reichtum ein er Minderheit auf der anderen Seite.

Sie lassen sich in dieser Beurteilung auch nicht von der Tatsache beirren, dass China alle wesendlichen  Erscheinungen des Kapitalismus zu bieten hat und keine, die für Sozialismus sprechen  - sieht man vom Nehmen der Staatspartei und der Landesfahne mal ab.

Dabei sagen  selbst kommunistische Parteien, die sich zu Mao tsetung bekennen, dass das heutige China kapitalistisch sei. So die einzige KP weltweit. Die sich in einem bewaffneten Volkskrieg befindet: die der KP der Philippinen. Sie bekennt sich zu den Ideen des verstorbenen Gründers der Volksrepublik China und distanziert sich allerdings von dem heutigen Machthaber in Peking.

Und jetzt kommen diese selbst dazu. Ihre Behauptungen, das was dort herrsche, sei eine Spielart des Sozialismus hat nämlich  dazu geführt, dass der Westen gegen Waren aus China, mit der Behauptung, dort herrschen Reste von Planwirtschaft Handelssanktionen verhängen konnte und das schadete dem chinesischen Export.

Jetzt verlangen  sie die Anerkennung dessen, dass in China Marktwirtschaft – somit Kapitalismus – herrsche.

Mal sehen, ob die Apologeten der These, dass das Sozialismus sei, sich nun überzeugen lassen. Immerhin. Die Herrschenden in China wollen endlich als kapitalistisch anerkannt werden.

G.A.

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Chinas Partei und Staatsführung bekennt sich zum Kapitalismus

von Reinhold Schramm (Bereitstellung)
- und fordert die internationale Anerkennung Chinas als „freie Marktwirtschaft“.
(Beijing Rundschau am 07.12.2011)

Kommunisten-online vom 14. Dezember 2011 – »Nach 30 Jahren marktorientierter Reformen und zehn Jahren WTO-Mitgliedschaft kann China beachtliche Erfolge bei der Öffnung seiner Märkte vorweisen. Trotzdem sprechen Chinas wichtigste Handelspartner - darunter die EU, die USA, Japan und Indien - dem Land noch immer den Status einer freien Marktwirtschaft ab.
Die Folge: China wird vermehrt Ziel von Dumping- und Subventionsvorwürfen. Vor allem Chinas Exportunternehmen leiden unter der Situation.«
(Beijing Rundschau)

»Dabei hat China die Weltgemeinschaft in den vergangenen drei Jahrzehnten mit beachtlichen Fortschritten bei seinen marktwirtschaftlichen Reformen verblüfft. Bis heute haben bereits 97 der insgesamt 153 Mitglieder der Welthandelsorganisation Chinas Status als Marktwirtschaft anerkannt. Die wichtigsten Handelspartner des Landes aber - darunter die EU, die USA, Japan und Indien - zögern noch immer nachzuziehen.« (Vgl.)

»Und das, obwohl die Anerkennung des Status letztlich nur eine Frage der Zeit ist: Spätestens 2016 wird China international automatisch als Marktwirtschaft eingestuft werden, so sehen es die Regelung der WTO vor. Eine frühere Anerkennung würde vor allem Chinas Exporteuren viele der derzeitigen Sorgen ersparen. Sie kämpfen mit einer steigenden Zahl von Handelsstreitigkeiten.«

„Der Westen hat die Frage von Chinas Status als Marktökonomie bisher genutzt, Handelsprotektionismus zu betreiben“, sagt Song Hong, Wissenschaftler am Institut für globale Ökonomie und Politik der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften.

»Bereits 16 Jahre in Folge ist China Ziel der meisten Anti-Dumping-Maßnahmen weltweit {...} China ist damit Ziel von rund 33 Prozent aller Anti-Dumping-Investigationen weltweit.« (Vgl.)

»Gerade weil viele westliche Länder China den Status einer Marktwirtschaft absprechen, betrachten sie die Preise auf dem chinesischen Markt als unzuverlässige Größen {...} Stattdessen dienen Preise anderer Länder, so genannter „Ersatzstaaten“, in denen die Produktionskosten oft wesentlich höher liegen als in China, als Berechnungsgrundlage. Auf diese Weise wird China leicht als Ziel von Dumping- und Subventionsvorwürfe.« (Vgl.)

„Die niedrigen Preise, die von chinesischen Exporteuren veranschlagt werden, spiegeln tatsächlich die realen Marktbedingungen im Billig-Land China wider. Sie sind kein Resultat von Subventionen oder anderen Verzerrungsmechanismen, wie man sie üblicherweise in planwirtschaftlichen Systemen findet“, erklärt Song.

»Vize-Außenministerin Fu Ying bemängelt, dass die von der EU, den USA und anderen westlichen Ländern angelegten Kriterien mittlerweile zu einem großen Hemmnis für die chinesische Wirtschaft geworden seien. Streng genommen erfüllten auch zahlreiche andere Länder, die von der EU aber im Gegensatz zu China als Marktwirtschaften anerkannt würden, die von den westlichen Staaten angelegten Kriterien nicht, so Fu. Die EU solle China in Sachen Anerkennung des marktwirtschaftlichen Status fair behandeln, fordert die Ministerin.« (Vgl.)

„Die USA nutzen den Marktwirtschaftsstatus derzeit als Feilschinstrument, um China zu Zugeständnissen etwa bei der Frage der Wechselkursrate des Yuan gegenüber dem Dollar oder US-Schatzbriefen zu zwingen“, sagt He Weiwen, Leiter der Chinesischen Gesellschaft für WTO-Studien.

»Russland sei bereits 2002 von den Vereinigten Staaten als Marktwirtschaft anerkannt worden, obwohl das Land noch immer kein WTO-Mitglied sei, so He. Auf dem vom Washingtoner Forschungsinstitut Heritage Foundation erstellten Index für Wirtschaftsfreiheit rangierte China 2011 aber klar vor Russland.« (Vgl.)

< [Anm. im Klartext: Die deutschen und europäischen Konvertiten dürften immer noch ihre idealistisch-ideologischen Probleme haben, mit der Anerkennung der objektiven Realität des Kapitalismus in China. Sie werden auch weiterhin ihre vulgärmarxistischen Erklärungsmuster bzw. Theorien für den “Sozialismus chinesischer Prägung“ finden, - für die ideologische Umtopfung des Kapitalismus und schließlich auch - in Folge - für den Imperialismus ‘internationaler Prägung’ etc.] >

„Die undurchsichtigen Standards westlicher Nationen in dieser Frage behindern unseren Außenhandel massiv“ [- wie sollte sonst der Imperialismus bzw. die „Marktwirtschaft“ ‘internationaler Prägung’ funktionieren? -] , sagt Mei Xinyu, Außerordentlicher Forschungsrat der Akademie für Internationalen Handel und Wirtschaftskooperation. -

„Ob die EU China den Status einer freien Marktwirtschaft zuspricht, ist meiner Meinung nach eher eine politische und keine substantielle Frage“, fügt Mei Xinyu hinzu.

»Zhang Yansheng, Leiter des Instituts zur Erforschung ausländischer Wirtschaftssysteme {...}, erklärt, dass bis heute kein Land der Welt als reine Marktwirtschaft definiert werden könne.« -

„Wenn die EU und die Vereinigten Staaten China allerdings schon vor Ablauf der offiziellen Frist 2016 als Marktwirtschaft anerkennen würden, könnte das unsere Zusammenarbeit im Bereich Handel und Investitionen entscheidend vertiefen, sagt Zhang Yansheng.

»Chinas Reformen tragen Früchte«

»Eine Marktwirtschaft zeichnet sich dadurch aus, dass Angebot und Nachfrage über die Verteilung von Ressourcen sowie die Preise von Waren und Dienstleistungen bestimmen. In nicht-marktwirtschaftlichen Systemen hingegen entscheidet die Regierung über Produktionsgüter und Produktionsmengen sowie die Preisgestaltung für Waren und Dienstleistungen.« -

»Sowohl die USA als auch die EU verweisen im Falle Chinas auf Überbleibsel vermeintlicher planwirtschaftlicher Strukturen, die es nicht zuließen, China als Marktwirtschaft anzuerkennen.« {...} (Siehe: Beijing Rundschau!)

»Nicht von der Hand zu weisen ist, dass der staatliche Einfluss sowie planwirtschaftliche Mechanismen in China in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen sind. 2008 machten die Einnahmen der chinesischen Regierung nur noch rund 21,8 Prozent des BIP des Landes aus. Das geht aus dem „Bericht über die Entwicklung der chinesischen Marktwirtschaft 2010" hervor, der vom Institut für Ökonomie und Ressourcenmanagement der Beijing Normal University veröffentlicht wurde. Der Anteil lag damit unter dem weltweiten Durchschnitt von 26,9 Prozent.«

»Der einst dominante, staatliche Sektor schrumpft verhältnismäßig, wohingegen der private Sektor zunehmend wächst und immer produktiver und profitabler wird.« {...} (Vgl.)

„Der private Sektor macht heute mehr als die Hälfte der chinesischen Wirtschaft aus und stellt mindestens 70 Prozent aller Arbeitsplätze“, erklärt Huang Mengfu, Vorsitzender des Gesamtchinesischen Dachverbandes für Industrie und Handel.

»Durch die Umwandlung von uneffizienten Staatsbetrieben in Aktiengesellschaften stimuliert die chinesische Regierung die Wirtschaftsdynamik zusätzlich. Daten des Berichtes der Beijing Normal University belegen, dass bis 2008 bereits 988 der insgesamt 1293 staatlichen Betriebe, d.h. rund 77 Prozent, in Kapitalgesellschaften mit mehreren Aktionären umgewandelt wurden.«

»Auch der Bereich Unternehmensführung wurde reformiert und durch die Etablierung von Verwaltungsräten, einem System der Vorstandsvergütung, Anteilseignerstrukturen und finanzieller Transparenz deutlich effektiver gemacht. 2008 hielten bereits rund 92 Prozent der umgewandelten 988 ehemaligen Staatsbetriebe Aktionärsversammlungen ab, 95 Prozent verfügten über einen Verwaltungsrat, rund 81 Prozent über einen Aufsichtsrat.«

»Begleitet wurden die Reformen von einer bis dahin nie da gewesenen Öffnung nach außen mit dem Ziel, neue Exportmärkte zu erschließen und ausländische Investitionen, Technologien und Management-Know-how ins Land zu holen. China gewährte ausländischen Investoren Eintritt in eine Reihe staatlich kontrollierter Sektoren, etwa die Bereiche Finanzen, Bankwesen, Versicherungen, Wertpapiere und Gesundheitswesen. Damit erfüllte das Land eine seiner zentralen Zusagen gegenüber der WTO.«

{...} (Bitte nicht glauben, stets vollständig und kritisch lesen, insbesondere die Originalquellen!)

»Zhung Jian, Chefökonom für den Bereich China bei der Asiatischen Entwicklungsbank, sagt, China sei mittlerweile im Großen und Ganzen zu einer freien Marktwirtschaft geworden, in der die Preise der meisten Produkte durch die Bedürfnisse des Marktes bestimmt würden.« {...} (Siehe Quelle)

„Es ist an der Zeit, dass der Westen Chinas Leistungen der letzten Jahre bei der Öffnung seiner Märkte anerkennt“, fordert Xu Hongcai, Wirtschaftsexperte. {...}

{...} Vgl. Beijing Rundschau.

Quelle: Beijing Rundschau am 07.12.2011: »China kämpft weiter um Anerkennung als freie Marktwirtschaft« Ein Bericht von Hu Yue.
http://german.beijingreview.com.

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