black Channel

Wichtige Rubriken und Beiträge

+++Neu+++

Newsletter bestellen

zur Homepage

Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Kampf den ideologischen Diversanten

Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands

Gegen den imperialistischen Krieg

Black Channel

Betrieb&Gewerkschaft

Bildung, Kultur & Wissen

Wider den Block der
Rechten und Trotzkisten

zur Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wissenschaftlicher Sozialismus

Aus den Ländern

Links

Impressum

Archiv

Intern

Proletarischer Internationalismus

zurück

Milchlieferant und Milchfan:

Angela Merkel und Chinas Premier Wen Jiabao

Die Chinesen saufen unsere Milch weg, essen unseren Käse und Butter, verfahren unser Benzin und verheizen unsere Kohle

Oder?

Von Gerd Höhne/3. August 2007

siehe auch

Die Preise für Molkereiprodukte explodieren und mit ihnen, so der entsprechende Lobbyistenverband, auch die Lebensmittelpreise. Überhaupt seien die Lebensmittelpreise viel zu niedrig, nur 12% des Einkommens werden in Deutschland zum Fressen verbraucht. Das soll sich nun ändern.

Zwar – das sagten die Lobbyisten nicht – gibt ein Millionär logischerweise relativ weniger Geld zum Futtern aus, als ein Hartz IV-Empfänger, Kleinrentner oder Geringverdienender, aber das ist eine vernachlässigenswerte Größe für diese Herrschaften.

Natürlich sind die deutschen Supermarktketten und Milchverarbeiter, die Nahrungsmittelindustrie, die Agrarfabriken usw. unschuldig dran. Sie treiben doch nicht die Preise nach oben, die doch nicht. Sie haben nur unser Wohl im Sinn, dass wir genug preiswerte und gesunde Nahrung bekommen.

Die Chinesen sind es! Wie immer. Ihr Energiehunger lässt unsere Gasversorger vor Sorge die Preise steigen – die Gewinne auch – auch die Stromkonzerne erhöhen voll Sorge um unsere Versorgung und um ihre gute Bilanz – vorsorglich die Preise. Auch hier sind die Chinesen dran Schuld. Die Porsches, Mercedes und VWs im Himalaja und am Jangtse, in Kanton, Peking und Shanghai, gesteuert von gelben Männchen, treiben die Preise hoch.

Und jetzt schicken sie sich auch noch an, die Nahrungsgrundverorgung der Europäer zu schädigen: jetzt trinken die auf einmal Milch.

Das taten die Chinesen in  ihrer Geschichte noch nie, Milch war unbekannt und die meisten vertragen sie auch nicht. Warum auf einmal jetzt?

In „Die Welt“, der rechten Zeitung aus dem Springer-Verlag, steht am 16. Mai 2007 unter der Überswchrift „Chinas Durst lässt Milchpreise steigen“:

„Premier Wen Jiabao wurde nach seinem Wunsch gefragt: Der chinesische Ministerpräsident gab im April 2006, als er eine Milchviehstation in der Yangtse-Stromstadt Chongqing aufsuchte, die richtige Antwort. Er hinterließ eine Inschrift für die Station: "Ich habe einen Traum. Jeder Chinese, zuerst die Kinder, sollten eines Tages täglich einen halben Liter Milch trinken können."

Also: Genosse Hu Jintao, als guter Schüler des Vorsitzenden Mao, will mittels des erhöhten Milchkonsums von Null Glas auf 1,2 Milliarden Glas am Tag. die Widersprüche im Imperialismus erhöhen, damit dieser zu Fall gebracht werden kann. Frei nach Mao: "Das Milchglas, das sie erhoben, spritzt auf ihre eigenen Füße." So gehorsam die Chinesen den Worten des Vorsitzenden gehorchen, trinken sie das auch.

Dabei liegt es auf der Hand: Wenn die 1,2 Milliarden Chinesen die von Hu Jintao geforderte Menge trinken, dann sind das 600 Mio Liter am Tag, im Jahr 219 Milliarden Liter.

Ebenso ist es mit dem Preissprüngen bei Lebensmitteln. Die Chinesen fressen uns alles weg, das führt zu Hungersnöten, der Imperialismus kommt in innere Krisen und peng, er wird zerschlagen. Beim  Erdöl, Stahl, Kohle usw. macht er das schon geraume Zeit. Allerdings kaufen sie alles noch bei westlichen Konzernen – außer Erdöl, das China in Venezuela und dem Iran kauft. Aber die westlichen Konzerne geraten in Abhängigkeit und sitzen in der Falle. Ist das nicht klug und schlau? Darauf muss man erstmal kommen.

Dass die Nahrungsmittel-Multis das ganz anders sehen, liegt auf der Hand. Sie bekommen strahlende Augen und erhöhen vorsorglich die Preise.

Problem ist aber, dass der Mensch nicht dazu geschaffen ist, lebenslang Milch zu konsumieren. Im Magen von Säuglingen ist ein bestimmtes Enzym, das den Milchzucker in der Muttermilch der Ernährung zufügt. Da in Europa und den Ländern des Westens, auch Erwachsne Milch verzehren, blieb dieses Enzym erhalten. Ein Europäer muss sogar Milch verkonsumieren, sonst funktioniert die Verdauung nicht richtig. Aber man versuche mal, das erste Mal Rohmilch zu trinken. Ein stabiles Klo ist da von Vorteil.

In vielen asiatischen Ländern aber trank man seit tausenden von Jahren keine Milch und aß keine Milchprodukte. Die meisten erwachsenen Chinesen haben das Enzym nicht und vertragen folglich Milch auch nicht. Allen Visionen des Regierungschefs zum trotz.

China gehört zu dem am dichtesten besiedelten Ländern der Welt. Um ihre Nahrungsmittel herstellen zu können, werden sogar künstliche Terrassen angelegt, wo Reis angebaut wird. Rinder aber brauchen Weideland, das ist in China aber knapp. Also spielt Rindfleisch und Rinderzucht, also auch die Milchproduktion, eine sehr geringe Rolle. Um den Fleischbedarf zu befriedigen werden solche Fleischtiere gezüchtet, die wenig oder kaum Land brauchen, also Schweine und Geflügel.

In der Tradition Chinas spielt die Rinderhaltung keine Rolle. Ich habe mal mit einem mir bekannten chinesischen Journalisten gesprochen. Dem sagte ich, dass ich die „faulen“ Enteneier der chinesischen Küche etwas sonderbar fände. Er schaute mich belustigt an und sagte, dass er auch keine faule Milch verzehren könne, wie es die Europäer machen. Er meinte Käse.

Wenn Angie Merkel sagt, alle Deutschen sollten einmal im Monat eines der berühmten „faulen“  Enteneier essen, steigen verständlicherweise die Enteneierpreise in China. Das wiederum wird die Wahrscheinlichkeit von Infektionen mit der Vogelgrippe erhöhen. Deshalb sagt das die große Vorsitzende mit der Roten Sonne im Herzen , Genossin Angie, auch nicht. Aber folgen würde dem wohl auch kaum ein Deutscher. Dabei schmecken diese „faulen“ Eier gar nicht mal schlecht, wenn auch etwas langweilig. Und diese Eier bringen unseren Magen und Därme nicht in Aufruhr, wie es Milch bei den Chinesen macht.

Ihr Problem: niemand hat eine Kuh, niemand verkauft Milch. Lässt sich daraus der Anstieg des Tourismus aus China in den Westen und die USA erklären? Steigen jetzt auch die Flugpreise, die Preise für Hotelbetten, die Fahrpreise der Bahn  usw. Immerhin, wenn 1,2 Milliarden Chinesen Deutschland überfluten um hier Butter, Käse und Milch zu erstehen, wird es eng bei uns und die Leute trinken Benzin, denn das ist dann billiger...

Ach ja: Steigen nun auch die Milchviehpreise? Immerhin: Mit dem Export von mind.  500 Millionen europäischen Hochleistungskühen nach China pro Jahr ist zu rechnen. Die Folge wird sein, die Keramikindustrie wird die Preise erhöhen, denn der Bedarf an deutschen Kloschüsseln in China wird steigen.

G.H.

zurück

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62360100430433407436., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage 
(Bitte eMail-Adresse und Verwendungszweck immer angeben!)

  Bitte immer angeben!