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Im
Namen der nationalen Sicherheit, der Demokratie, der
Menschenrechte, der Freiheit und sonstiger Lügenmärchen des
Imperialismus und seiner Salon-Journaille und Politiker ...
EX-CHEF-FOLTERER
DER GESTAPO VON PINOCHET IST HEUTE PROFESSOR AM COLLEGE DES PENTAGONS IN
WASHINGTON
von
Jean-Guy Allard
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Caracas,
17. Dezember 2010, Tribuna Popular. (auf
Kommunisten-online am 19.Dezember 2010) – Hier geht es um einen
weiteren Fall eines skandalösen lateinamerikanischen Mörders und
Folterers, der in den USA Zuflucht gefunden hat, wo er dank seiner
Kontakte zu US-Geheimdiensten ein Luxusleben führt. Jaime García
Covarrubias war Chef des Bereiches Abwehr bei der DINA, der Geheimen
Staatspolizei der faschistischen Militärjunta von Augusto Pinochet in
Chile. Seit 2001 arbeitet er in Washington als Professor für Nationale
Sicherheitsbelange im Zentrum für Studien der Hemisphäre und somit in
einer Bildungseinrichtung des Pentagon, des
US-Verteidigungsministeriums.
In
Chile enthüllte man die Folterpraktiken dieses brutalen Gestapo-Chefs
der einstigen dortigen faschistischen Militärdiktatur. Er wird heute
beschuldigt, dass er seine Opfer dazu zwang, sexuelle Perversitäten
untereinander zu veranstalten. Im September 2010 musste García
Covarrubias auf Gerichtsbeschluss hin im Zusammenhang mit grausigsten
Folterfällen jener Zeit nach Chile reisen. Ehemalige ihm unterstellte
Militärangehörige klagten ihn formell an, „mit unmenschlicher
Brutalität und Misshandlung“ nicht nur gegen Gefangene, sondern auch
gegen die eigenen Soldaten im Regiment „Tucapel“ in der südchilenischen
Stadt Temuco vorgegangen zu sein.
Laut
der chilenischen Internetseite www.memoriaviva.com war Jaime García
Covarrubias Angehöriger des Generalstabs der DINA und Chef ihrer
Abteilung Abwehr. Er leitete auch die Firma Pedro Diet Lobos, ein
„kommerzielles Unternehmen der DINA zur Tarnung von geheimdienstlichen
Umtrieben in Chile und im Ausland“. Im November 1988 übernimmt er die
Geheimdienstbehörde der Regierung Chiles und war drei Jahre lang
Berater des Präsidialamts.
„Es
wird berichtet, dass er eine jener Personen war, die für Pinochet die
Reden schrieben und den faschistischen Diktator berieten“, so besagte
Internetseite.
„ER
TAT SICH HERVOR DURCH SEINE GRAUSAMKEIT UND MISSHANDLUNGEN“
In
den juristischen Ermittlungen klagte eines der Opfer des vom Pentagon
eingestellten „Professors“ ihn an, dass er ihn zusammen mit weiteren
Gefangenen gefoltert hatte: „Der Offizier Jaime García Covarrubias
begann uns zu schlagen. Wir mussten uns entkleiden. Er zwang uns dann,
sodomitische Handlungen untereinander vorzunehmen, ohne Ende.“ Dies
sagte der ehemalige Gefangene Herman Carrasco Carrasco aus. Ein weiterer
Gefangener, Victor Maturana, bestätigte: „Von meinen Folterern konnte
ich den Hauptmann Nelson Ubilla und die Leutnants Manuel Vásquez Chahuán
und Jaime García Covarrubias identifizieren.“
Der
einstige Soldat Héctor Barra Reyes erklärte vor Gericht: „Ich
erinnere mich, dass Hauptmann Nelson Ubilla und die Brüder Jaime und
Raimundo García Covarrubias die Gefangenen an dem Ort verhörten, wo
sie sie folterten.“ Und dieser Zeuge fügte hinzu, dass die
Misshandlungen „hauptsächlich von dem mit dem Namen Jaime“ begangen
wurden.
Laut
Aussage des ehemaligen Militärangehörigen Oscar Inostroza „tat sich
der Leutnant Jaime García Covarrubias durch seine Grausamkeit und
Misshandlungen an den Gefangenen und an seinen eigenen unterstellten
Rekruten hervor“. Dieselbe Anklage formulierte der ehemalige Soldat
Enrique Moreno: „Bei Leutnant Jaime García erinnere ich mich an seine
Brutalität gegenüber den Gefangenen.“
Der
derzeitige Professor einer „renommierten Bildungseinrichtung“ des
Studienzentrums des Pentagon wird auch der kaltblütigen Ermordung von
sechs Kommunisten durch ihn selbst und weitere Geheimdienst-Offiziere
verdächtigt.
In
seinen eigenen Aussagen vor Gericht erkannte der derzeitige Professor im
Solde des Pentagons an, dass er zur DINA, also zur Gestapo von Pinochet
gehörte, und zwar als Ausbilder von Geheimdienstagenten in Verhörtechniken
und geheimdienstlicher Abwehrtätigkeit. Dafür erhielt er nach eigenen
Worten in seinem Leben „etliche Auszeichnungen“.
„EIN
SEHR SCHWERWIEGENDER TATBESTAND“
„Es
ist sehr schwerwiegend, dass ein ehemaliger Agent der DINA, der
weiterhin in einem rechtlichen Verfahren wegen Folterns von Gefangenen
unter Anklage steht und zum Ausbilder in Unterdrückungstechniken wurde,
weiterhin in einer Einrichtung des Pentagons der USA verbleibt“,
kommentiert Hugo Gutiérrez, der Vorsitzende des
Menschenrechtsausschusses des Abgeordnetenhauses von Chile. „Dieser
Herr kann nicht weiterhin in den USA in einer Bildungseinrichtung des
Pentagon beschäftigt werden. Die Anklagen gegen ihn sind sehr viele und
sehr schwerwiegend“, fügte der der Kommunistischen Partei Chiles
angehörende auf Menschenrechte spezialisierte Rechtsanwalt Gutiérrez
hinzu. Gutiérrez sprach gemeinsam mit dem sozialdemokratischen
Abgeordneten Tucapel Jiménez, welcher ebenfalls Mitglied des
Menschenrechtsausschusses des Repräsentantenhauses ist, sowie dem
ehemaligen politischen Gefangenen Herman Carrasco, einem der Ankläger
von García Covarrubias, beim US-Botschafter Alejandro D. Wolff in der
Botschaft der Vereinigten Staaten in Santiago de Chile vor.
Unter
anderen Beweisdokumenten fand sich ein im Gefängnis verfasster Bericht
des einstigen Chefs der DINA, Manuel Contreras, über seine Reise in die
USA im August 1975, in welchem von einigen „Arbeitssitzungen“ mit
General Vernon Walters, dem stellvertretenden Leiter der CIA, zugleich
rechte Hand des damaligen US-Präsidenten George Bush, die Rede ist. Im
Verlauf dieser Beratungen zeigte sich Walters „sehr interessiert“
daran, dass Contreras die Geheimdienstzentrale DISIP in Caracas
besuchte, wo die sieben höchsten Geheimdienstoffiziere kubanischer
Herkunft waren und zur CIA gehörten. Einer von ihnen war Luis Posada
Carriles, damals Chef der Allgemeinen Abteilung für Sicherheit.
Einige
Monate später wurde in Bonao, Dominikanische Republik, die CORU
(Koordination der Vereinigten Revolutionären Organisationen) unter
Anleitung der CIA gegründet. Diese Gruppierung aus in den USA ansässigen
kubanischen Terrororganisationen wurde bald darauf von Orlando Bosch
geleitet und arbeitete eifrig mit der Geheimpolizei von Pinochet
zusammen. Bosch und Posada leben heute als freie Menschen in Miami im
US-Bundesstaat Florida. Sie feiern dort in aller Öffentlichkeit
unbehelligt ihre terroristischen Verbrechen.
Quelle:
http://www.tribuna-popular.org/
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