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73.000
Blogs und Online-Archive von US-Behörden
geschlossen
US-IMPERIALISMUS
SPIELT CHEF-ADMINISTRATOR IM INTERNET
von
Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Kommunisten-online
vom 18. Juli 2010 – TorrentFreak veröffentlichte diese Angaben
und illustrierte damit, wie die USA als Staatsmacht im Interesse großer
Konzerne derzeit ganz massiv gegen den Austausch von Dateien im Internet
vorgehen, durch welchen mit Copyright geschützte Inhalte von privat zu
privat weiterverbreitet worden sind. Nachdem erst Anfang Juli 2010
diverse Websites in den USA von den Providern auf Druck der US-Behörden
geschlossen wurden, wurde nun auch gegen zehntausende Blogger massiv
vorgegangen.
BurstNet
als Provider vieler dieser Blogger stellte kurzerhand seine
Dienstleistung für diese Nutzer ein, nachdem US-Behörden wegen
„Speichern bestimmten Materials auf dem Server“ gegen BurstNet
vorgingen. Zugleich nahmen die US-Behörden Einfluss, damit BurstNet
keine Einzelheiten dieses Schlags gegen die bisherigen
Internetfreiheiten bekanntgeben soll, sondern darüber Stillschweigen
der Öffentlichkeit gegenüber bewahrt.
Bei
der kaum zu glaubenden extrem hohen Zahl von 73.000 Blog-Seiten in den
USA, die da kurzerhand abgeschaltet worden sind, ist natürlich klar,
„dass nicht alle dieser Blogger durch Copyright geschützte Inhalte
untereinander austauschten, sondern hier pauschal eine Sanktion völlig
unverhältnismäßig durchgesetzt worden ist. Auch kann gar nicht
zutreffen, was Regierungsstellen in den USA da von „Schädigung der
US-Regierung“ und der „nationalen Sicherheit der USA“ als Begründung
von sich geben.
TorrentFreak
ist eines der vielen Opfer dieser Maßnahmen der US-Behörden: „Ich
habe meine ganze persönliche Internetseite verloren. Und ich habe
nichts, um sie wiederherzustellen, weil es unmöglich gemacht worden
ist, mit Blogetery.com auch nur Kontakt aufzunehmen.“
Wir
meinen, „dass dies offenbar erst der inländische Auftakt des
US-Imperialismus ist, sich des Internets vollständig zu bemächtigen
und sich zum Chef-Administrator darin aufzuspielen. Schließlich beschäftigen
sich mittlerweile hoch bezahlte Teams tausender Fachkräfte als direkt
dem US-Oberkommando der Streitkräfte und Geheimdienste unterstellte
Machtstruktur mit der völligen Unterwerfung des Internets weltweit
unter die Interessen des US-Imperialismus.
Da
werden die „Cuban Five“ und andere antiimperialistische Inhalte
derzeit bei Facebook geschlossen. Dies sind klare Vorboten für alsbald
zu erwartende Hexenjagden imperialistischer Geheimdienste im Internet
gegen alles, was an antiimperialistischen Inhalten im Internet
existiert. Natürlich soll diese Wahrheit nicht an das Licht der Öffentlichkeit
gelangen, denn hoch lebe die hehre bürgerliche Meinungsfreiheit in den
Sonntagsreden aller demagogischen Politiker im Solde der CIA.
Die
Tatsachen sprechen jedoch für sich. Und der Klassenkampf hat
bekanntlich nie aufgehört und wird in diesem Jahrhundert auch nicht
aufhören, erst recht nicht auf der unter der Obama-Administration ganz
gezielt ins Visier genommenen Ebene des Internets. Wir müssen uns also
auf Unvorhergesehenes vorbereiten. Naiv, da alles einem Server und
Provider anzuvertrauen und sich darauf zu verlassen, „dass es da
sicher für alle Zeiten verwahrt und zugänglich ist.
(gestützt
auf http://www.rebelion.org/noticia.php?id=109830) |