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Hätte Gagarin in den Weltraum fliegen dürfen?

Von whs

Arbeiterkorrespondenz auf Kommunisten-online vom 25. Januar 2011 Wie können wir Neubundis doch froh sein, dass der Enthüllungsjournalismus endlich auch in unseren Breiten Einzug hielt. Stellt Euch vor, wir wären immer außen vor geblieben. Was hätten wir alles nicht erfahren.

Die Tageszeitung heute hat  es nun endlich enthüllt Juri Alexejewitsch Gagarin hätte durchaus nicht der erste Mann im Weltall sein dürfen. Damit ist auch die von den Kommunisten so gern herbei geredete Überlegenheit auf  der SU auf dem Raumfahrtsektor eine dramatische Lüge eben dieser Kommunisten. Irgendwie haben  es  unsere Apologeten der Bourgeoisie schon immer gewusst, sie konnten  es bloß nie beweisen.

Jetzt endlich aber ist  es heraus. „Die Russen“ hatten die Reise Gagarins schon für den Dezember 1960 geplant, aber eine gigantische Katastrophe in Baikonur ließ sie davon Abstand nehmen.

Was  war geschehen? Auf einer Rampe, die mit  dem  Weltraumprojekt nichts, aber auch gar  nichts zu tun hatte, war  eine Versuchsrakete explodiert. Dieser Explosion fielen (nach Darstellung der Tageszeitung) 126 Menschen zum Opfer. Natürlich wurde das vertuscht. In den USA wurde zu dieser Zeit nichts vertuscht. Dort herrschte ja Pressefreiheit und keine militärische Geheimhaltung.

Aber das ist nicht der Gegenstand meiner Betrachtung. Erstaunlich ist zunächst, dass dieser Sachverhalt erst 20 Jahre nach Öffnung der russischen Archive an das Tageslicht gelangt. Es wäre also nicht verwunderlich, dass heraus käme, auch dieses Dokument entstand in Jelzins Fälscherwerkstatt. Aber sei´s drum. Nehmen wir einmal an, es entspricht den Tatsachen, da uns andere Informationen nicht vorliegen.

Auf einer Rampe explodiert eine Rakete, die mit der WOSTOK-Rakete nichts zu tun hat, denn sie entstammt einem völlig anderen Programm. Die Explosion auf dieser Rampe hat auch keine Auswirkungen auf die Startrampe der WOSTOK J. A. Gagarins, weil die weit genug entfernt ist. Nun stellt sich eine Frage.

Warum sollte jemand den Start einer Weltraummission vier Monate zurück stellen, obwohl weder die Raketen noch die Rampen etwas miteinander zu tu haben? Warum sollte jemand den Start vier Monate zurückstellen, obwohl die Explosion (laut Tageszeitung) keinerlei Auswirkung auf Rakete und Rampe der Weltraummission hatte? Angst? Angst wovor? Vor der eigenen Courage? Vor dem Zorn des ZK? Vor dem Zorn Chruschtschows?

Was wir aus dieser Meldung entnehmen können, ist die Tatsache, dass der Sowjetunion angelastet werden soll, sie sei bei allen ihren Projekten über Leichen gegangen. Nun gibt es zwar keine direkten Beweise, denn auch die Millionen Toten, die STALIN auf dem Kerbholz haben soll harren immer noch stichhaltiger Beweise. Aber Goebbels wusste damals schon, man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, etwas davon bleibt hängen.

Zum Zweiten kann man damit noch eine andere Fliege klatschen, um die Überlegenheit des kapitalistischen Systems zu beweisen: die USA haben darauf geachtet, dass ihren Astronauten nichts passieren kann.

Nun kann man den Schwarzen Peter hin und her schieben. Fakt ist, bei solchen Projekten wird es trotz größter Sorgfalt immer Verletzte und Tote geben, das hängt ganz einfach mit der Kompliziertheit der Systeme und der Lebensfeindlichkeit des Kosmos zusammen. Fakt ist aber auch, dass die Sowjetunion unter der Leitung des leninistischen ZK,  und dessen Generalsekretär J.W. STALIN erfolgreich die Industrialisierung gemeistert hatte und dem deutschen Faschismus den Todesstoß versetzt hatte.

Die Amerikaner hatten sich noch während des Zweiten Weltkrieges und unmittelbar danach wesentliche Vorteile hinsichtlich der Raketentechnologie des faschistischen Deutschlands gesichert. Trotz dieses Vorteiles gelang es ihnen nicht, die Entwicklungen der Sowjetunion zu verhindern bzw. ihnen zuvor zu kommen. Auch Chruschtschow und seine Clique konnten es trotz Terminhetzerei nicht verhindern.

So ist der erste Flug in das Weltall durch einen Sowjetbürger auch nicht das verdienst Chruschtschows sondern diese Errungenschaft ist der beharrlichen Politik STALINs geschuldet und ist das Verdienst seines Wirkens und des Wirkens seiner Genossen in Partei und Staat der Sowjetunion. Wenn jemand heute dieses Ereignis zu schmälern versucht, ist es ein neuer Anlauf, um STALINs Ansehen in Russland und der Welt zu untergraben.

Solange unsere Feinde uns schmähen, wissen wir, wir machen unsere Sache richtig. Erst wenn sie uns loben müssen wir hellhörig werden, denn dann liegen wir falsch. Unter diesem Gesichtspunkt hat Jossip Wissarionowitsch STALIN ganze Arbeit geleistet.

Rot Front

 Werner

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Stell Dir vor:

Es ist Krieg und keiner geht hin; oder:

Was machen deutsche  Soldaten in Afghanistan?

Von whs

Arbeiterkorrespondenz auf Kommunisten-online vom 25. Januar 2011 Es ist nur gut, dass unseren Talkshows die Kriegstreiber nicht allzu schnell ausgehen, wo kämen wir sonst hin. Die ganze gute militaristische Tradition der deutschen Bourgeoisie ginge baden. So was kann kein „guter Deutscher“ zulassen.

Worum geht´s denn nun eigentlich, wird sich der Leser fragen. Es geht um die Bundeswehr, speziell um deren Afghanistan-Einsatz. Unsere Soldaten (oder wäre der Begriff „Landser“ angebrachter?) beschweren sich über fehlende Unterstützung der „Heimatfront“. Frau Anne Will wollte dies offensichtlich ändern. Ob es ihr gelungen  ist, wage ich zu bezweifeln. Aber natürlich konnten die Kriegstreiber ihre Argumente ungestört verbreiten, während sich Kriegsgegner schon in die Schranken weisen lassen mussten.

Wovon Frau Heike Groos (Ärztin und Kompaniechefin) spricht, kann ich sehr wohl nachvollziehen, war ich doch selbst Soldat. Zwar nicht in der Bundeswehr, ich habe in der NVA gedient, die nie einen Auslandseinsatz durchzuführen hatte, da sie nur der Verteidigung der DDR diente. Deshalb hatte die NVA auch die Unterstützung der Bevölkerung. Nun ergibt sich die Frage, warum die Bundeswehr diese Unterstützung nicht hat.

Nach Frau Groos fühlen sich viele Soldaten zu Hause bespuckt und beleidigt (gleiche Aussage im vorher gezeigten „Tatort“), weil inzwischen 70% der Deutschen den Afghanistan-Einsatz ablehnen. Nun stellt sich allerdings die Frage, haben die Soldaten das nicht vorher gewusst? Lesen sie keine Zeitungen? Da stand es schon eine ganze Weile immer wieder in den Schlagzeilen, dass die Mehrheit des deutschen Volkes diesen Einsatz ablehnt. Auch die Tatsache, dass den Rückkehrern entgegengehalten wird, sie hätten da nicht hingehen brauchen und seien damit selbst schuld, ist zumindest in Teilen nicht von der Hand zu weisen.

Wer geht denn eigentlich nach Afghanistan und warum? Nach Afghanistan gehen ausschließlich Freiwillige. Sie bekommen ihren Wehrsold zu Hause weiter gezahlt. In Afghanistan erhalten sie aber auch nochmal Wehrsold. Nun will ich nicht alle über einen Kamm scheren, manche mögen das Gesülze der Bundesregierung von der Hilfe für Afghanistan glauben (was nicht gerade für Intelligenz spricht). Aber zumindest ein Teil geht wegen des Geldes.

Nun wissen wir seit dem Dreißigjährigen Krieg, dass Soldaten, die für Geld kämpfen, Söldner sind. Dabei ist es egal, ob sie vorgeben für hehre Ziele zu kämpfen. Wichtig ist die Tatsache, dass sie sich dafür fürstlich bezahlen lassen. Wer aber sich als Söldner verdingt, sollte nicht das Volk in die Pflicht nehmen, wenn ihm daraus Schaden erwächst.

Es fällt mir nicht leicht dies zu schreiben, aber es ist nun mal so. Auch wenn uns das nicht gefällt, so sind die Tatsachen. Und Tatsachen sind nun mal ein hartnäckig Ding. Bisher kam noch niemand an ihnen vorbei.

Nun aber noch einige Gedanken zu den Teilnehmern der Diskussion. Dabei fiel mir besonders Herr Matussek auf, seines Zeichens Spiegel-Journalist. Er zeigte sehr deutlich, dass er diesen Krieg gegen das afghanische Volk für gerechtfertigt hält. Warum? Nach Herrn Matusseks Ansichten wurde ein Schreckensregime abgelöst, das die Bevölkerung Afghanistans als Geiseln genommen hätte. Er legte sich aber nicht fest, ob er den Einmarsch der Bundeswehr in  Nordkorea, Myanmar, Sudan, Jemen, Somalia, Coté de Ivoire und anderen auch befürworte.

Als Herr Matussek nicht weiter wusste, musste dann der Kosovo herhalten. Vom Massaker der Serben an den Kosovaren hatte er noch gehört. Das anschließende Massaker der UCK an den Serben entzog sich dann aber seiner Kenntnis. Zumindest wusste er davon nichts zu berichten.

Herr Matussek konnte aber auch vorher schon für Lacher sorgen, als er erklärte, dass es in Deutschland eine Tradition der Ablehnung von Armee und Uniformen gäbe. Ehrlich gesagt hatte ich das vorher auch nie feststellen können, aber jetzt, wo Herr Matussek das sagt…[1]

Auch sonst ist er ja der Meinung, dass seine Werte überall dort verteidigt werden müssen, wo er sie nicht durchgesetzt sieht, egal, ob das Volk die haben will oder nicht. Da ist Herr Matussek eigen. Also fragt er die Afghanen erst gar nicht, ob sie seine Freiheit haben wollen, sie haben sie zu nehmen, basta.

Und Herr Niebel, ja unser Entwicklungsministerchen  war auch da, tutete natürlich ins gleiche Horn, schließlich ist man Hauptmann der Reserve. Nach Herrn Niebel wurden den Taliban die Flügel gestutzt, die (O-Ton Herr Dirk Niebel) „Afghanistan als Flugzeugträger für Angriffe auf die ganze Welt genutzt“ hätten. Nun hätte ich von Herrn Niebel gern mal gewusst, wen die Taliban denn eigentlich angegriffen haben, auf die Schnelle fällt mir da nichts ein, Herrn Niebel wohl auch nicht.

Die Taliban haben nie jemand außerhalb des Staatsgebietes Afghanistans angegriffen, auch nicht, als sie noch im Solde der CIA standen. Und danach haben sie sich auch nicht über Afghanistans Grenzen hinausbewegt, wenn man von den gemeinsamen Siedlungsgebieten der Pashtunen diesseits und jenseits der afghanisch-pakistanischen Grenze absieht. Aber auch in diesem Falle blieb es der CIA-gesteuerten pakistanischen Regierung vorbehalten, die Taliban anzugreifen.

Aber so ist es halt mit Herrn Niebel, er weiß nichts genau, aber alles besser, muss demzufolge jedem in die Rede quatschen, sich aber dergleichen Unfug von anderen strikt verbitten. Ja, so kennen wir unsere gottgleichen Vertreter der gottgleichen Bourgeoisie. Immer einen Schritt weiter als sie sollen, sozusagen im vorauseilenden Gehorsam. Und da muss sich ja die FDP besonders anstrengen, soll sie in der Gunst der Bourgeoisie noch etwas steigen, damit sie auch in der nächsten Legislaturperiode im „Hohen Haus“ sitzen darf. Vielleicht gibt es ja einen neuen Kriegseinsatz zu beschließen.

Zum Schluss meiner Betrachtung noch ein kleines Bonmot. Herr Niebel betonte immer sehr, wie doch die Regierung von Schwarz-Gelb für die Soldaten eintritt, damit die entsprechend ihrer Verdienste für den Profit behandelt werden. Dem entgegen steht allerdings, dass auch heute noch ehemalige Soldaten mit posttraumatischen Störungen gegen die Bundesregierung klagen müssen, damit ihnen wenigstens ein klein wenig Gerechtigkeit widerfährt. Auch hier gilt der Spruch: „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.“

Die „Mohren“ werden allerdings nicht alle, wie die Dummen nicht alle werden. Solange sich Menschen für Geld hergeben, gegen andere Menschen Krieg für Geld zu führen, muss man sich darüber auch nicht wundern. Wie sprach damals Kaiser Wilhelm als Vertreter der deutschen Bourgeoisie? Er sagte: „Die Welt wird sich über unsere Undankbarkeit noch wundern.“

Nein, wir Kommunisten wundern uns nicht. Wir wissen woran wir sind. Da können Herr Niebel und Herr Matussek noch so viel Schlafsand streuen. Eines Tages werden wir den Herrschaften die Rechnung präsentieren, auf Heller und Pfennig. Und wehe sie können nicht heraus geben.

Rot Front

Werner


[1]  Anmerkung Roter Webmaster: In den 50er Jahren wollten allerdings die meisten Deutschen keine Wiederaufrüstung. Aber Adenauer setzte sich darüber hinweg. Die KPD, die bewussteste Kraft der antimilitaristischen Bewegung, ließ Adenauer kurzerhand verbieten und durch seine Justiz verfolgen. Die BRD wurde zur Speerspitze des Kalten Krieges gegen das sozialistische Lager. Ob Herr Matussek diese Bewegung meint?

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Die Linke und der Kommunismus

Von whs

Arbeiterkorrespondenz auf Kommunisten-online vom 19. Januar 2011 Ja, man macht sich ernsthaft Gedanken in diesem Staate, zumindest darüber, wie man unliebsame Leute und Parteien diffamieren kann. In Ermangelung ernsthafterer Feinde beschäftigt man sich in den Kreisen der deutschen Bourgeoisie damit, Angehörige der eigenen Klasse zu rufmorden.

„Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, der Papst und der Zar, Metternich und Guizot, französische Radikale und deutsche Polizisten.“ Dies schrieben Karl MARX und Friedrich ENGELS im „Manifest der Kommunistischen Partei“ im Jahre 1848. Es hat sich gegenüber dieser Zeit noch nicht viel geändert.

Metternich und Guizot sind tot, den Papst gibt es noch, den Zaren vielleicht, aber alles andere ist noch da. Auch die Angst der Bourgeoisie ist noch da, ja sie ist sogar noch größer geworden. Denn in den zurückliegenden Jahren hatte es sich gezeigt, dass ein Leben ohne Bourgeoisie möglich ist. Da diese Bourgeoisie das Gespenst des Kommunismus nicht tot kriegt (welches Gespenst kann man schon töten), muss es verteufelt werden, muss aus der Sehnsucht der Menschheit ein Moloch gemacht werden.

Man kann zu den sowjetischen Revisionisten und Opportunisten stehen wie man will, die schlimmsten waren Chruschtschow und seine Clique, die das Zerstörungswerk begannen und dazu das Lebenswerk von Millionen Menschen in den Dreck traten. Nicht nur das, die Heldentaten des Sowjetvolkes im II. Weltkrieg wurde auf das schlimmste besudelt. Aber nur so gelang es, die kommunistische Idee langfristig zu diskreditieren. Möchtegern-Rechthabern wie Ulbricht, Mielke, Honecker konnte es egal sein, Bürokraten wie Mittag, Schürer, Hermann erst recht. Hauptsache, die Zahlen stimmten und wenn nicht, wurden sie stimmend gemacht.

Dass dies alles mit Sozialismus nicht viel und mit Kommunismus rein gar nichts zu tun hat, ficht unsere Bourgeoisie aber schon gar nicht an. Im Gegenteil, die gemachten Fehler werden den „Kommunisten“ genauso angelastet, wie die Verbrechen, die die Bourgeoisie im Interesse der Destabilisierung der DDR begehen ließ. Wenn schon die „Kommunisten“ keine Verbrechen begingen, muss man ihnen wenigsten welche in die Schuhe schieben.

Aber zurück zum Thema, will Die Linke den Kommunismus? Oder ist Frau Lötzsch nur was herausgerutscht, was gar nicht rutschen sollte? Egal, es ist gerutscht. Dadurch kam das deutsche Volk in den Genuss von einigen Auslassungen seiner „Volksvertreter“. Und noch wichtiger, endlich wurde uns mal gesagt, was Kommunismus eigentlich ist. Frau Illner brachte es auf den Punkt: „Die meisten verstehen unter Kommunismus Stasi, Pol Pot und Diktatur.“

Nun Genossen und Freunde dürft Ihr raten, wie viele Anwesende der Diskussionsrunde dieser „Definition“ widersprachen. Richtig, kein einziger. Lediglich Herr Peimann (zu seiner Ehrenrettung sei es erwähnt) sagte später: „Der Sozialismus in der DDR war Spießbürgerdreck und hatte mit Kommunismus nichts zu tun.“

Die Herren von Dohnanyi (ehem. Hamburger Bürgermeister), Schulz (Grüne und Opfer des Stalinismus) und Dobrindt (Generalsekretär der CSU) ließen es sich sogar angelegen sein, Karl LIEBKNECHT und Rosa LUXEMBURG nachträglich nochmals ins Grab zu trampeln. Ihnen reichte die damalige Ermordung nicht. Damit outeten sie sich natürlich auch als gestandene „Demokraten“. Dass sie dies seien, versäumten sie nicht zu erwähnen.

Frau Lötzsch machte in dieser Diskussion keinen Rückzieher, dafür erntet sie meinen Respekt. Sie machte aber auch mehr als deutlich, dass Die Linke nicht gewillt ist, den Kapitalismus zu stürzen. Im Gegenteil, sie wird ganz nach von Dohnanyischer Manier „den Kapitalismus reformieren“, denn „es gibt keine vollkommene Welt“. „Das kommunistische System ist nicht lernfähig. Wir versuchen, unser System durch lernen immer besser zu machen.“ Das, Herr von Dohnanyi, ist Ihnen schon gelungen. Sie haben die sozialen Errungenschaften, die die Arbeiterklasse der Bourgeoisie in Jahrzehnten abtrotzte, in wenigen Jahren geschleift. Die Linke wird sie dabei nach Kräften unterstützen.

Wenn von Dohnanyi noch gemäßigte Töne findet, so zeigt Herr Dobrindt, dass Teile der Großbourgeoisie schon ganz schön aufgeregt sind. Seine Worte sind deutlich: „Ich habe kein Verständnis für eine Zusammenarbeit mit Der Linken. Der Kommunismus ist ein Zwangssystem. Der Artikel 22 unseres Grundgesetzes ist eindeutig, wenn eine Partei dieses System abschaffen will, dann ist sie verfassungswidrig.“ Richtig muss es natürlich heißen: grundgesetzwidrig, Herr Dobrindt, denn die BRD hat keine Verfassung, nur ein Grundgesetz. Um eine Verfassung zu schaffen, war man zu feige.

Ich schweife schon wieder ab, zurück zum Problem. Herr Dobrindt macht klar, dass Teile der Bourgeoisie nichts anbrennen lassen wollen. Was passiert aber, wenn es mal eine Kommunistische Partei geben wird? Ich mache mir heute schon Sorgen um Herrn Dobrindts Blutdruck. Hoffentlich hat er einen guten Arzt und keine verröslerte Krankenversicherung.

Zusammenfassend kann konstatiert werden, dass niemand daran interessiert ist, den Kommunismus objektiv zu definieren. Denn dann kann man ihn nicht mehr diffamieren. Die Diffamierung ist allerdings notwendiges Mittel, um die Ziele der Bourgeoisie besser zu erreichen. Nur wenn man den Menschen die Hoffnung auf eine bessere Gesellschaft nimmt, kann man sie dahin bringen, die gegenwärtige und deren ständige Verschlechterung zu akzeptieren.

Sorgen wir dafür, dass eine Avantegardepartei der Arbeiterklasse die Formung und Schulung der Klasse baldmöglichst übernimmt. Dann und nur dann ist es auch möglich Verleumdungen des Kommunismus entgegen zu treten und unsere wissenschaftliche Weltanschauung auf breiter Front zu verbreiten. Dann wird auch die Befreiung des Volkes von Ausbeutung und Unterdrückung wieder in den Bereich des Möglichen rücken.

Rot Front

Werner

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