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Körting beschimpft Linkspartei und ver.di

Berlins Innensenator bezichtigt Gewerkschaft der Zusammenarbeit mit »rotlackierten Faschisten«

Von Wera Richter

Quelle: junge Welt vom 16.07.2010

Ehrhart Körting (SPD) hat wieder zugeschlagen. Gegenüber dem ARD-Magazin »Kontraste«, das am Donnerstag abend ausgestrahlt werden sollte, geht Berlins Innensenator die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und den Koalitionspartner Die Linke frontal an. »Mit Gewalttätern legt man sich nicht ins Bett«, schimpfte er und meinte deren Beteiligung an der Großdemonstration »Wir zahlen nicht für eure Krise« am 12.Juni in Berlin. An dem Tag waren 20.000 Menschen durch die Hauptstadt gezogen, um gegen die Sparpolitik der Regierung zu protestieren.
Wie Körting richtig bemerkt hat, gehörten auch die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) und die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin (ARAB) zu den Unterstützern. »Das sind rot lackierte Faschisten. Sie sind bereit, Menschenleben von Andersdenkenden oder Staatsdienern zu gefährden«, wettert der Innensenator laut einer Vorabmeldung der »Kontraste«-Redaktion. Sie verhielten sich nicht anders als »diejenigen in der schlimmsten Zeit unserer Geschichte«.
ALB und ARAB hatten am 12. Juni mit weiteren Gruppen einen »antikapitalistischen Block« gebildet. Dieser war immer wieder Ziel von Polizeiübergriffen. Wahllos wurden Fahnenstangen und Transparente beschlagnahmt. Die Demonstranten versuchten, die Einsatzkräfte zurückzudrängen. Schließlich detonierten mehrere Sprengkörper. Noch am Abend der Demonstration verurteilte Körting den »Wurf einer Splitterbombe«. 14 Beamte seien durch Glas- und Metallgeschosse verletzt worden. Am Montag drauf titelte Bild: »Bombenanschlag auf Polizisten«. Danach muß Körting völlig abgeschaltet haben, sonst hätte er die Kamelle nun nicht erneut aufwärmen können. Bereits am Dienstag nach der Demonstration dementierte ein Polizeisprecher: Bei dem Sprengsatz sei definitiv kein Metall oder Glas verwendet worden. Am Mittwoch schob die Berliner Staatsanwaltschaft hinterher: Es habe sich nicht um eine Splitterbombe gehandelt.

 

„Die Linke“ nimmt die Unverschämtheiten des Innensenators hin

Anmerkung Roter Webmaster:

Und die Linkspartei schluckt diese Kröte, die ihr der Innensenator aus ihrer Regierung mit der SPD auf den Teller legte. Machterhalt, an den Fleischtöpfen der Regierung bleiben und um den lieben Koalitionsfrieden zu bewahren.

Immerhin sind ihre Senatoren willige Vollstrecker der neoliberalen Politik der verschie3denen Bundesregierungen seit Schröder.

G.A.

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