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Die
PR-Show der Polit-Promis ging daneben
Die
Menschen aus Duisburg boykottierten einfach die heuchlerische
Selbstdarstellungs-Show von Wulff, Merkel, Westerwelle
Von
Günter Ackermann (Duisburg)
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Promi-Selbstdarstellung
zur Gedenkfeier war ein Flop:
Keiner
kam! |
Die
PR-Show der Polit-Promis ging daneben
Die
Menschen aus Duisburg boykottierten einfach die heuchlerische
Selbstdarstellungs-Show von Wulff, Merkel, Westerwelle
Von
Günter Ackermann (Duisburg)
Kommunisten-online
vom 31. Juli 2010 – Sie
alle waren „betroffen“ über den Tod der 21 jungen Menschen bei der
Love Parade in Duisburg. Es ging den hohem Damen und Herren nur um PR.
So, wie die Merkel bei Fußballspielen als optische Umweltverschmutzung
eingeblendet wird, so wollte sie auch einige Krokodilstränen vergie0en
und das im Fernsehen ausgestrahlt
haben.
Heute
sollte die offizielle Trauerfeier in der Salvadorkirche stattfinden. Die
gesamte Politprominenz aus Bund und Land – aus Duisburg erschien aber
nur der Stadtdirektor Gräulich (Grüne). Keiner der Bürgermeister,
vier an der Zahl, rechnet man den Oberbürgermeister dazu, war
erschienen. Dabei haben SPD, CDU und „Die Linke“ je einen Bürgermeister,
die CDU dann noch den OB.
Die
Salvadorkirche – erbaut im Mittelalter im gotischen Stil – befindet
sich direkt neben dem Rathaus. Der gemeinsame Vorplatz war weiträumig
gesperrt – man wollte die Menschen vom Rathaus fern halten. Der WDR
meldet dann auch:
„Starke
Polizeikräfte sorgten für einen angemessenen Verlauf des Gedenkens. Es
wurde nicht ausgeschlossen, dass empörte Bürger ihrem Zorn über die
Behörden Luft machen wollten. Seit der Katastrophe schieben sich
Veranstalter und staatliche Stellen gegenseitig die Schuld an dem Unglück
zu.“
Deshalb
wurde das gemeine Volk aus der Innenstadt raus an den Stadtrand, ins
Wedaustadion geschickt. Das fasst 25.000 Zuschauer, da der Andrang enorm
werden sollte, waren alle Parkplätze gesperrt und auch da sollte auf
eine Großleinwand – genau wie im Stadion – die Trauerfeier übertragen
werden.
Fürchtete
man, die aufgebrachten Duisburger stürmten das Rathaus und hängen
dann, finden sie den OB da drin, diesen zum Fenster raus?
Es
wurde vorher, was den Besucherandrang betrifft, von 100.000 Menschen
geredet, dann von mehreren Zehntausend. Die Verkehrsbetriebe sollten
Sonderfahrpläne bekommen, die Bahn zusätzliche Züge bereit stellen.
Ich
wollte mir das nicht antun, diese Show der Selbstdarsteller, im
Fernsehen über mich ergehen zu lassen, Samstag gehört seit Jahren
meinen Enkeln, warum sollte ich es diesmal anders machen?
Die
Enkelin hatte bei uns geschlafen Am Morgen hörte ich noch das Gebimmel
der Glocken, die den Gedenkgottesdienst eröffnen sollten und sah den
Beginn der Übertragung der
Feier Was ich sah, war kein volles Stadion, es war gähnende
Leere zu sehen . Später sprach man von 2,500 im Stadion, draußen
aber, außer der Polizei, niemand. Die Duisburger boykottierten ganz
einfach die Herrschaften in der Salvadorkirche.
Daue
hatten die Kirchen ihre Oberpriester aufgeboten, der Rheinische Landespräses
der Evangelen, der Ruhrbischof von den Katholen, der Bundespräsident,
Frau Merkel, der smarte Weesterwelle und so weiter und so fort.
Es
waren auch Hinterbliebene der Toten dabei, Helfer vom Tag des Unheils im
Todestunnel und Verletzte.
Aber
selbst die Angehörigen der Toten erschienen nicht alle. Sie wollten
wohl nicht, dass ihre Trauer ummi ihre Sohn, Tochter, Schwester, Bruder,
Freud und Freundin usw. von den politischen Selbstdarstellern
missbraucht wird.
Ich
dachte am Morgen noch, dass es noch mehr werden könnten und rechnete,
mit Gedränge in der U-Bahn und im Zug. Aber nichts dergleichen. Mir
erschienen es sogar, als ich das Haus verließ um zur U- Bahn
zu gehen, dass es ruhiger auf der Straße wäre, als sonst an
Samstagen. Die Duisburger Verkehrsbetriebe wollten bekanntlich
Sonderwagen einsetzten, aber es erschien die planmäßige Bahn – wie
immer verspätet – und brachte mich und die Kleine zum Hauptbahnhof.
Auch
da kein Gedränge, eher sehr
wenig Betrieb auf dem Bahnsteig. Als die S-Bahn aus Düsseldorf einfuhr,
in ihr hätte ja ein Teil der 100.000 Besucher sein
müssen. ein leerer Zug, nur wenige stiegen in Duisburg aus.
In
Essen sah ich dann so einen zusätzlichen Zug: Einen erst vor wenigen
Monaten aus dem Verkehr
gezogenen alten S-Bahnzug. Der stand da auf dem Bahnsteig – absolut
leer.
Die
Menschen hatten der Selbstdarstellungsshow der Merkel und ihrem Gesindel
einfach mit Nichtbeachten begegnet. Die Selbstdarstellung geriet zum
Flop. Die Ruhrkumpel haben eben ein feines Gespür für Heuchelei und
sind immer noch getragen vom Stolz der Arbeiterklasse, sie durchschauen
das Gehabe der Regierenden und wissen:
Vor oben kommt nie was Gutes.
Noch
eine Anmerkung zur neuen Ministerpräsidentin unseres Landes, Hannelore
Kraft.
Gestern
sah ich im WDR-Fernsehen, wie sie sich einer Frau annahm, deren Tochter
am 24. Juli zu Tode getrampelt wurde. Man konnte sagen, na ja,
wenigstens die.
Aber:
Die Mutter der Toten lebt von Hartz IV und wusste nicht, wie sie ihre
Tochter würdig unter die Erde bekommen soll. Man berichtete im
WDR-Fernsehen nichts davon, dass Frau Kraft einen Fonds der Ministerpräsidentin
aufgemacht habe, dass sie aus der SPD-Kasse der Frau für die
Trauerfeier Geld überweisen wolle und auch nicht, dass sie ihre eigene
Geldbörse ihres sicher nicht geringen Landesmutter-Einkommens zu öffnen
bereits gewesen wäre. Erst, nach dem diese Sendung ausgestrahlt worden
war, erklärte sich die Stadt Duisburg bereit, die Beerdigungskosten zu
übernehmen.
G.A.
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