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„DIE BRITEN VERARMEN UND MÜSSEN SICH AUF SCHLIMMES ELEND GEFAßT MACHEN“

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Havanna, 22. Mai 2011, Cubadebate. (auf Kommunisten-online am 25. Mai 2011) –   Die Briten werden infolge der Finanzkrise ärmer und sollen auf eine Phase des langsamen Wachstums hoffen, äußerte der britische Wirtschaftsminister Vince Cable in einem Interview des The Guardian von heute.

Cable rief die Politiker des Landes dazu auf, die Öffentlichkeit besser auf die schwierige Zukunft vorzubereiten. Er meinte auch, dass die Briten sich der Schwere der wirtschaftlichen Lage ihres Landes nicht bewusst seien.

Die Öffentlichkeit müsse „das Schmerzliche“ begreifen, welches in naher Zukunft auf sie zukommt. Großbritannien sieht sich einem Haushaltsdefizit in Höhe von 10% seines BIP und einer Schuldenlast von über einer Milliarde Pfund (ca. 1,5 Mrd. Euro) ausgesetzt.

„Dies ist für uns eine Herausforderung, die wir besser kommunizieren müssen. Ich glaube nicht, dass begriffen wird, dass die britische Wirtschaft um 6 oder 7% schrumpfte und jetzt 10% unter dem Trend liegt“, unterstrich Cable im Interview.

„Wir sind demzufolge ein ärmeres Land, und zwar vor allem wegen des Zusammenbruchs des Banksystems, der darauf folgenden Rezession und teils wegen dem Druck durch die Veränderungen des Kräfteverhältnisses in der Weltwirtschaft.“

Wir versuchen derzeit nicht, das Haushaltsgleichgewicht zu halten, was auch immer passieren möge. Wenn die Wirtschaft sich verlangsamt, wird das Defizit zeitweilig wachsen, um den zyklischen Veränderungen zu begegnen. Die Flexibilität ist in Erwägung zu ziehen.“

Als der Minister darauf verwies, dass „die politische Klasse in ihren vollen Umfang die Öffentlichkeit gegenwärtig nicht darauf vorbereitet, die massive Reichweite des Problems zu verstehen“, beschuldigte er zugleich die Vorgängerregierung der Labor Party, für den schlechten Zustand der Wirtschaft die Verantwortung zu tragen.

(Mit Information von DPA)

Quelle:

http://www.cubadebate.cu//

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