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Wer
sagt, die Westerwelle-Partei sei käuflich?
Die
FDP ist nur dankbar
Von
Günter Ackermann
Kommunisten-online
vom 19, Januar 2010 – Heute geisterte die Meldung durch die
Medien, die Hotelgruppe Möwenpick habe der FDP die Kleinigkeit von über
1 Million Euro als Wahlkampfspende überwiesen. Und: Auf Initiative der
FDP hat die Bundesregierung die Mehrwertsteuer für Hotels von 19% auf
7% reduziert. Zufall?
Natürlich
nicht! Parteichef Westerwelle erklärte mit dem Brustton der Überzeugung,
wer meine, die FDP sei käuflich, behaupte Abwegiges. Und: Man könne da
auch behaupten, die SPD habe Parteispenden von der Autoindustrie
erhalten, weil sie voriges Jahr die Abwrackprämie habe einführen
helfen.
Abwegig
ist beides nicht. Wir kennen doch die Dankbarkeit der Parteien ihren
Auftraggebern in den Konzernspitzen gegenüber. Dass die FDP nicht käuflich
ist, glaube ich Westerwelle sogar – sie ist längst verkauft. Sie gehört
den Spitzen der deutschen
Finanz und erfüllt treu und brav deren Interessen. Das weiß jeder. Es
besteht nur der Zusammenhang zwischen der Möwenpick-Spende und der
Steuersenkung indem wir davon ausgehen müssen, dass das die Besitzer
der FDP als Vorschuss für weitere Steuergeschenke signalisiert werden
soll, die dankbar die Partei auch für das kleinste Milliönchen Parteispende
ist.
Die
Kleinspenden drunter kassiert sie auch zur Not. Aber das überlässt sie
auch gern anderen, zum Beispiel der Linkspartei. Und die ist dann ja
auch sauer und fordert das Verbot von Firmenspenden an Parteien.
Dabei sind das eigentlich nur Kleinigkeiten. Hinter
der müden Million steht nämlich der Baron August von Finck junior, mit
Steuer sparenden Wohnsitz
auf Schloss Weinfelden im Schweizer Kanton Thurgau (siehe Bild). Der
Baron Finck verfügt über ein Vermögen von rund 8,4 Milliarden Dollar.
Wenn er da der FDP eine Million überweis, so ist das mal eben aus der
Portokasse bezahlt. Ob Westerwelle so billig
ist? Die Kleinigkeit des Steuersparens durch die
Mehrwertsteuerermäßigung für die Hotels ist ja auch nicht so viel für
Finck. Bei über 8 Milliarden Vermögen? Finck war einfach solidarisch
mit dem Hotelgewerbe und die FDP war ihm für die Kleinigkeit dankbar.
Ist das verboten? Kleine Zuwendungen
kennen wir ja spätestens seit dem Flick-Skandal in den
Achtzigern. Und das steckt Helmut Kohl bis über beide Ohren drin und
der war Bundeskanzler. Also
nicht aufregen, Korruption gehört zum System.
G.A, |