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Ausländerpolitik
der Grünen in Hamburg:
Ab
ins Lager
Von
Thomas Immanuel Steinberg
Quelle:
Steinberg
Recherche vom 17. September 2008
Das
Kapital plündert Afrika. Dafür braucht es ein paar Kompradoren,
billige Arbeitskräfte und ein Heer von Arbeitslosen, die den Lohn drücken.
Millionen Menschen sind vor dem wirtschaftlichen und politischen Elend
aus Afrika nach Europa geflüchtet. Der Hamburger Senat schiebt sie ab,
sobald er ihre Nationalität kennt.
Deshalb,
und auch, weil ihre Nationalität oft gar nicht feststeht, holt sich der
Senat Helfer aus den vermeintlichen Ursprungsländern der Flüchtlinge:
Verwaltungsbeamte und Diplomaten, zum Beispiel aus Sierra Leone und
Guinea.
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Von
der Hamburger Innenbehörde zu den Grünen |
Die
afrikanischen und die Hamburger Beamten für "Zentrale Ausländer-,
Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten, Rückführungen -E3 -" im
Einwohner-Zentralamt der Behörde für Inneres veranstalteten unter früheren
SPD-grünen Senaten gemeinsam sogenannte Abschiebeanhörungen mit den Flüchtlingen,
um deren Nationalität festzulegen und sie dann in das jeweilige Land
abzuschieben.
So
dient Afrika immer mehr als Lager für Menschen, die das Kapital nicht
braucht.
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Wer
kein Hamburger Eingeborener ist, wird abgeschoben. Protestierer
in der Burchardstraße |
Flüchtlinge
und halbwegs liberal gesonnenen Hamburger Eingeborene protestierten
gegen die Abschiebungen. Die Anhörungen wurden deshalb unter der CDU
ausgesetzt. Nun aber, da die Hamburger Grünen mit dem Namen Grün-Alternative
Liste (GAL) mitregieren, werden die Anhörungen fortgeführt: und zwar
in der Wandsbeker Witthöftstraße. Praktischerweise liegt die
Witthöftstraße fern aller herkömmlichen Demonstrationsrouten und verfügt
im Haus Nr. 5 über eine Polizeiwache.
Die
Sierra Leone Union Hamburg, Guinée Solidaire, der Flüchtlingsrat
Hamburg und das Café Exil halten deshalb bis Freitag, 19. September
2008 täglich von 8 bis 15 Uhr eine Mahnwache in der Witthöftstraße am
U-Bahnhof Wandsbek-Markt ab.
Am
Mittwoch, dem 17. September 2008 gegen 17 Uhr protestierten die Anhörungs-
und Abschiebegegner im Hamburger Kontorhausviertel vor dem Fritz-Höger-Bau
der Innenbehörde am Johanneswall und anschließend vor Haus Nr. 21 in
der Burchardstraße, dem Sitz der Landesgeschäftsstelle der Hamburger
Grünen seit August 2008.
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Die
blauen Schützer grüner Abschiebepraxis im Einsatz vor der
Burchardstraße 21 (Eingang unter caissa), Ecke Kattrepel |
Weder
eine grüne Politikerin, noch Geschäftführer Mirko Seffzig oder die
Mitarbeiterinnen Veronika Baur, Silke Lipphardt und Holger Koslowski
unterbrachen ihre Abschiebebeihilfe. Wer der Kapitalmacht dient, braucht
sich nicht zu rechtfertigen – bis er selber ins Lager der Arbeitslosen
abgeschoben wird.
Alle
Fotos: tofoto. T:I:S, 17. September 2008
Mehr
über die Hamburger Mainstream-Gemeinheit unter Flüchtlingsrat
Hamburg und im Bericht von Kai
von Appen
http://www.steinbergrecherche.com/08diegruenen.htm#Lager |