black Channel

Wichtige Rubriken und Beiträge

+++Neu+++

Newsletter bestellen

zur Homepage

Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Kampf den ideologischen Diversanten

Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands

Gegen den imperialistischen Krieg

Black Channel

Betrieb&Gewerkschaft

Bildung, Kultur & Wissen

Wider den Block der
Rechten und Trotzkisten

zur Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wissenschaftlicher Sozialismus

Aus den Ländern

Links

Impressum

Archiv

Intern

Proletarischer Internationalismus

zurück

In Memoriam

Zum Tod eines Autorasers

Von Gerd Höhne, 13. Oktober 2008 – Er war bekannter Liebhaber von schnellen Autos und vom rücksichtslosen Rasens mit seinen Karoassen, er tanzte auf tausend Hochzeiten, machte politisch Karriere. Sein faschistisch-populistisches loses Maul machte ihm berüchtigt in aller Welt.

In der Nacht zum Samstag, am 11. Oktober 2008, raste mit seinem VW-Phaeton mit überhöhter Geschwindigkeit – von einer Party kommend – durch den kleinen Ort von 343 Einwohnern, Lambichl (Ilovje). Bei erlaubten 70 km/h breitere er mit 140 km/h durch den Ort, überholte eine Autofahrerin, knallte gegen ein Verkehrsschild, überschlug sich und – ex.

Trauer um einen Großen? Die Presse verkauft es uns. Es wird ein Kerzenmeer gezeigt, nicht endende Schlangen in Klagenfurt um sich ins Kondolenzbuch für den Raser einzutragen, ja sogar verweinte Gesichter. Wie traurig! Österreichs Politgrößen aller Couleur betonen eifrig ihre Betroffenheit wegen des toten Autorasers.

Sich selbst ums Leben gebrachtist Jörg Haider, der Rechtsausleger der Österreichischen Politik, der das aussprach und in die Tat umsetzte, was andere nur dachten. An seiner Trauerfeier werden SS-Veteranen teilnehmen und auch den Führer der franzosischen rechtsextremen Front National, Jean-Marie Le Pen, Umberto Bossi aus Italien (Lega Nord), die Enkelin des italienischen faschistischen Diktators Mussolini, Alessandra usw.

Die Politgrößen Österreichs sind voll der Lobhudelei für den toten Autoraser und Rechtsausleger:

Bundespräsident Fischer: Menschliche Tragödie;

ÖVP[1]-Chef Pröll: betroffen;

Bundesparteivorsitzender der SPÖ Faymann: „Ausnahmepolitiker“

So geht es weiter. Fehlt nur noch, dass sie ähnlich über den anderen großen österreichischen „Ausnahmepolitiker“, den 1889 in Braunau am In geborenen Adolf Schicklgruber alias Hitler reden.

links:

Diözesanbischof von Gurk (Kärnten),

Alois Schwarz, 

bei der Trauerfeier für Jörg Haider

Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, was der Gurker Diözesanbischof Alois Schwarz von sich gab: „Angesichts des Todes des Landeshauptmanns stelle sich für viele die Frage, „wie Gott das zulassen kann“. Aber Gott sei nicht verantwortlich für den Tod eines Menschen, sondern der Glaube an Gott biete Halt und Orientierung, unterstrich der Bischof. Christen seien vom Glauben getragen, „dass der Tod nicht Ende des Lebens ist, sondern den Menschen in eine andere Lebensrealität führt,“[2]

Ob das als Drohung ins Jenseits zu verstehen ist? Oder wie oder was?

Aber, wie heißt es so schön: Der Fühler ist tot, es lebe der Führer.

Die österreichische Rechtspartei, deren Chef Haider war, die BZÖ, nominierte bereits am 12. Oktober 2008 dessen Nachfolger. Haiders Leiche war noch nicht kalt.

Trauer? Ich empfinde keine, warum auch. Ich trauerte um Otto Langer, den Widerstandskämpfe gegen den Faschismus und Kommunisten. Aber Haider hat Trauer nicht verdient. Der hat sich selbst umgebracht, weil er wie ein Irrer mit seinem Auto fuhr, in Kauf nahm, andere in Gefahr zu bringen. Dass nichts weiter passiert ist, ist nicht Haiders Verdienst.

G-H-


[1]  Entspricht der deutschen CDU

zurück

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62360100430433407436., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage 
(Bitte eMail-Adresse und Verwendungszweck immer angeben!)

  Bitte immer angeben!