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Antikommunistischer Hassprediger:

Wofür nicht nur die Fernsehgebühren fließen...

MAL WIEDER LÜGEN VON RAINER EPPELMANN

von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Exklusiv für K-Online, 5. November 2009.-   Es muss ja eine ungeheure Menge Kohle in Deutschland von den politisch und wirtschaftlich Mächtigen locker gemacht worden zu sein, nur um diese derzeitige Hetz- und Verleumdungskampagne gegen die DDR in auch den staatlichen bzw. „öffentlich-rechtlichen“ Medien in dieser Intensität in nahezu aber auch jeder Programmstunde zu führen. Den „kalten Krieg“ hat der Westen offenbar doch bis 1989 gefühlt verloren, dass er meint, ihn nun in einer gigantischen Materialschlacht wenigstens nachträglich am bereits verstorbenen Gegner DDR gewinnen zu müssen. Es wird mit einer Ausdauer gelogen und gebogen, dass unsereins fast die Spucke wegbleibt.

Heute Vormittag zwischen 9 und 10 Uhr nun in der besten Hausfrauen-Sendezeit wurde Rainer Eppelmann im ZDF eine Studio-Bühne vor jungen Zuschauern geboten. Eppelmann, der 2005 nach 15 Jahren CDU-Bundestagsmitgliedschaft nicht mehr für den Bundestag kandidierte, habe sich „aus der Politik seit Jahren zurückgezogen“, so die Einleitungs-Heuchelei des Reporters. Welcher Eppelmann auch gleich das vom Kohl-Regime einst verliehene Ritterkreuz äh Etikett „DDR-Bürgerrechtler“ umhängte, was dem selbstgefälligen Pfaffen sehr gefallen musste. Dabei leitet der die „bundesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“, was bitte mit Politik nichts zu tun hat? Dort dürfen sich von Gnaden des bürgerlichen Parteienstaates an steuerfinanzierten Fleischtöpfen so verdiente Konterrevolutionäre und Handlanger des deutschen Imperialismus wie die „Stasi-Unterlagen-Behörden-Beauftragte“ Marianne Birthler, die vom Kohl-Regime seinerzeit ebenfalls zu „DDR-Bürgerrechtlern“ ernannten DDR-Hasser und -Verleumder Werner Schulz, Marion Seelig, Vera Lengsfeld und Markus Meckel mästen. Wer die Partei Die Linke, einst PDS, so gut kennt wie wir in der Redaktion von K-Online, den kann nicht verwundern, dass Frau Dr. Dagmar Enkelmann von dieser Partei in jenes Leitungsgremium jener konterrevolutionären Stiftung entsandt wurde. Auch „DIE LINKE“ darf bitte konterrevolutionär sein und dafür mit fressen am Katzentisch der Parasiten der bürgerlichen Ordnung. So viel Rechts-Staat ist einfach vorhanden. Und so viel Charakterlosigkeit bei „links“ sich nennenden und link seienden schrägen Vögeln ist einfach vorhanden, sich ausgerechnet in so einem finsteren Milieu mitzumästen. Unsereiner gibt einer Frau Enkelmann die Hand nicht mehr, aus rein hygienischen Gründen.

Die Geschäfte dieser obskuren Stiftung zur Geschichtsfälschung werden vom „ehrenamtlich tätigen Vorstand“ geführt. Ihm gehören in seiner jetzigen Amtszeit seit Mai 2009 u.a. die vom Kohl-Regime zu „DDR-Bürgerrechtlern“ ernannten einstigen Klerikalen Reiner Eppelmann und Gerd Poppe an.

Von Eppelmann hörte ich erstmals in meinen Lebenszeiten in Berlin/DDR Ende der 70er Jahre. Meine parteilosen Eltern nannten ihn einen der schlimmsten Hassprediger auf die DDR im Lande. Damals war er Hilfsprediger bzw. Pfarrer sowie zugleich Kreis-Jugendpfarrer in Berlin-Friedrichshain. Mitte der 80er Jahre wohnte ich nahe jener Kirche in Berlin-Friedrichshain, in der Eppelmann predigte. Dass er in der DDR den Dienst mit der Waffe in den 60er Jahren verweigert hatte und deswegen 8 Monate in Haft kam, erfuhr ich erst im ZDF. In der DDR konnte er es immerhin zum gelernten Maurer bringen, nachdem er in Westberlin auf ein Gymnasium gegangen war. Wie die meisten „Bausoldaten“, die ohne Waffe letztlich ihre Wehrpflicht in der DDR ableisteten, so wurde auch Eppelmann Berufspfaffe und studierte Theologie in Berlin.

Ich tat es mir seinerzeit nicht an, gelegentlich mal in die Samariterkirche in der Boxhagener Strasse zu gehen und bei Eppelmann in seine Predigt reinzuhören. Mir waren diese kirchlichen Kreise schon seinerzeit sehr suspekt, sehr verdächtig. Ich hatte Mitschüler kennengelernt, die aus kirchlichen Kreisen stammten. Mal spielte eine niederländische Rockband in einer Kirche, um unsereins anzulocken. Mal gab es Disco in einer kirchlichen Einrichtung. Und wenn ein solches vom Westen gesponserte Rockkonzert nicht stattfinden durfte oder gegen 22 Uhr Volkspolizisten um mehr Ruhe am Veranstaltungsort der kirchlichen Disco baten, wurde dies von den klerikalen Profis stets gerne zum Anlass genommen, um den Jugendlichen klar zu machen, dass es in der DDR staatliche Unterdrückung gegen sie geben würde. Natürlich zahlten die Hassprediger auch gerne das Bußgeld wegen einer Ordnungswidrigkeit, um sich dann noch besser in der Opferrolle sonnen zu können. All zu sehr verfing diese Masche jedoch nicht. Schließlich gab es so einiges an öffentlichen Diskotheken, Jugendklubs und Schüler-Discos. Auf die konterrevolutionären Propaganda-Feste der Kirche war ich als atheistisch erzogener Mensch also auch in jungen Jahren keinesfalls angewiesen. Der damalige Klassengegner scheiterte mit seinen Bestrebungen, unter dem Dach der Kirchen in der DDR eine oppositionelle Massenbewegung aufzubauen. Die kirchlich bemäntelte Opposition in der DDR bestand aus wenigen konterrevolutionären Gruppen, die keinen Masseneinfluss hatten.

Eppelmann verbreitete nun doch tatsächlich heute Morgen im ZDF, dass in der DDR erstmals am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz handgemalte und selbstgefertigte Transparente von den Demonstrationsteilnehmern getragen werden konnten. Dies habe es zuvor nicht gegeben, denn zuvor gab es nur von offiziellen Stellen gefertigte und ausgegebene Transparente bei Demonstrationen, die sich bestenfalls in der Farbe mal etwas unterschieden hätten. Der Reporter machte den eingangs brav klatschenden Jugendlichen klar, dass sie hier aus erster Hand von einem wirklich Betroffenen DDR-Wirklichkeit erfahren könnten. Neben sich hatte er vorab ausgewählte Hansels, die auf seine Suggestivfrage wie gewollt bestätigten, dass sie Ost und West gar nicht mehr unterscheiden würden. Die DDR ist also tot, so wurde unterschwellig damit suggeriert. Aber die üble Leichenfledderei steht dennoch weiter auf der Todesordnung.

Nein, Eppelmann, dies stimmt nicht. 300.000 Menschen demonstrierten von „Unter den Linden“ bis „Alexanderplatz“ 1973 unmittelbar nach dem faschistischen Militärputsch gegen die Regierung der Unidad Popular unter Dr. Salvador Allende in Chile. Ich bastelte mir mein Transparent als Jugendlicher damals selbst zusammen: „Power to the People“ Nun gut, alle 200 Meter fragte mich jemand (und vermutlich jemand von den „auffällig Unauffälligen“), was ich denn damit meinen würde. Ich erklärte es, indem ich einfach übersetzte. Und ich bekam keinerlei Ärger wegen meinem Transparent. Niemand fragte mich nach meinem Namen. Auch andere Leute trugen eigene Transparente, der Protest gegen den faschistischen Militärputsch des Schlächters Pinochet war durchaus bunt und in den Farben des Volkes von ca. 16 Millionen Menschen in der damaligen DDR, zu denen auch die damals 2,3 Millionen SED-Mitglieder und Millionen FDJ-Mitglieder zählten. Wie lasch und unzureichend das MFS damals leider wirkte, zeigt sich daran, dass solche eingefleischten antikommunistischen DDR-Hasser wie Eppelmann im Arbeiter-und-Bauern-Staate eine klerikale Karriere hinlegen konnten, anstatt hinter Schloss und Riegel gesetzt oder ausgebürgert zu werden. Künftige Generationen der kommunistischen Bewegung in Deutschland werden daraus ihre Lehren ziehen müssen.

Quelle: http://www.stiftung-aufarbeitung.de/  

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Kommentar aus Havanna / Kuba:

FLEDDEREI AM MAUERFALL - 20 JAHRE DANACH

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

cubadebatte vom 6. November 2009 – Die Presse begeht 20 Jahre Fall der Mauer in Berlin. Die Geschichte wird sich notwendigerweise auf jenes Ereignis als Zerschlagung des europäischen Sozialismus beziehen müssen.

Daher haben die derzeit laufenden Feierlichkeiten in der deutschen Hauptstadt anläßlich jenes Ereignisses mehr medialen Charakter und westliche Euphorie als reale Gründe für ein wirkliches Freudenfest. Laut den Presseverlautbarungen war am herausragendsten die Wiederbegegnung der drei mit jenen Tatsachen verbundenen Persönlichkeiten:

- Michail Gorbatschow, ehemals Präsident der UdSSR

- George Bush sen., ehemals US-Präsident

- Helmut Kohl, ehemals deutscher Bundeskanzler

Gorbatschow war in höchster Verantwortung aus der UdSSR heraus tätig, um auf dem Silberteller das Werk angerichtet zu präsentieren, mit Ecken und Kanten, welches seine Landsleute errichtet hatten, und wofür Millionen von Sowjetbürgern ihre Leben während und nach dem 2. Weltkrieg aufgeopfert hatten.

Jetzt in der Hauptstadt des einstigen Hitlerdeutschlands und Faschismus ergeht das „verdienstvolle“ Gedenken an diese drei ehemaligen Regierungschefs „für die entscheidende Rolle, die sie im politischen Prozeß repräsentierten, der zum Fall der Mauer Berlins führte.“

Helmut Kohl selbst, krank und im Rollstuhl, erklärte auf dem Festakt, dass „wir Deutschen nicht viele Gründe haben, uns stolz in unserer Geschichte zu fühlen (...) Dennoch gibt es für mich nichts besseres, um mich stolz zu fühlen, als die Einheit Deutschlands.“

Und Bush sen. (der zusammen mit Ronald Reagan all jene Jahre am sozialistischen Niedergang teilhatte, bei dem kein Schuß zu hören war,) widmete Worte des Lobes „Michail, welcher in jener Epoche enormen Umgestaltungen und Drücken unterworfen war, aber sich fest im Sattel gehalten hatte“, so sagte es Bush.

Bei so viel Zuspruch seitens des einstigen US-Präsidenten erinnerte Gorbatschow daran, dass „die Ereignisse schneller als erwartet geschahen (...) Ich will nicht übersehen, dass wir alle an jenem Wechsel beteiligt waren. Wir alle leisteten gewissermaßen einen Beitrag. Aber die hauptsächlichen Helden waren das russische und das deutsche Volk.“

Die Rede war sehr ähnlich den Ansprachen aus der Zeit, in welcher er sagte, „ich arbeitete an der Korrektur und Stärkung der sozialistischen Richtung“ in der UdSSR. Dies aber mit dem Unterschied, dass seine Worte in Berlin 20 Jahre nach dem „Kaputtreformieren“ des Werkes aufrichtiger klingen, denn anstelle einer Korrektur landete der Sozialismus auf dem Scheiterhaufen.

Elsón Concepción Pérez

Quelle: http://www.cubadebate.cu/

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