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Schickimicki
Girlie beleidigt Kuba
Widerlich
und gehässig
Von
Gerd Höhne/8. Dezember 2006
Da
genoss eine gewisse „aila“,
20-jähriges
modebewusstes Girlie aus bürgerlichem Haus in Berlin, für zwei
Monate die Gastfreundschaft der Menschen „jener
Insel, die mich seit meinem ersten Besuch im letzten Jahr nicht mehr
losgelassen hat.“
Gemeint ist Kuba. Das schnieke Dämchen missbrauchte aber die Gastfreundschaft
der Kubaner und ließ sich in einen gehässigen, widerlichen-arroganten
Artikel über sie aus.
So
schreibt sie über die „Unbefangenheit“ der kubanischen Studenten und
hetzt:
„Es
scheint, Fidel hat sich diese jungen Menschen zur arglosen Geisel gemacht
--- nicht hinterfragen, nicht auf Gerechtigkeit beharren, nicht umstürzen
werden sie dieses System, das sie des Morgens in überfüllte Busse zwängt,
krankheitserregendes Wasser trinken und fortwährend an das Auftreiben von
Geld denken lässt, sondern sie werden wohl folgen, willenlos folgen wie
die Schafsherde ihrem Schäfer – ohne die Anwesenheit des Jagdhundes zu
spüren, der sie treibt.“
Dass
die Herrschenden der USA die kubanische Revolution und das kubanische
Regime hassen, weil die Kubaner „hinterfragen“, auf „Gerechtigkeit
beharren“ und den Völkern ihre Hilfe geben, die ihr System umstürzen
wollen, das sie zu Hunger und der Ausbeutung durch die USA-Konzerne zwingt, ist für den
Girliekopf unserer „aila“ zu schwierig zu begreifen. Wenn die Kubaner,
laut „aila“ wie die Schafsherde sind, dann ist sie entweder
dumm, bösartig oder beides.
Das
famose und bösartige Teenygirlie „aila“ blökt noch deutlicher. Bewaffnete
Konterrevolution sehnt er herbei:
„Mich
wundert, dass die Menschen hier nicht zur Waffe greifen. Vielleicht haben
sie sich an das ewige Warten gewöhnt, vielleicht sehen sie es auch, wie
ein kubanischer Freund sagte, als ihr „Los“ an, so zu leben: „Ser
Latino = ser pobre“ (LateinamerikanerIn zu sein bedeutet, arm zu sein).
Ich will das nicht glauben, denn gibt es etwas Schlimmeres als seinen
eigenen Wert so sehr zu negieren, sich wehrlos unter die Menschen aus den
Ländern des globalen Nordens zu stellen, (…) Dass es einen Grund gibt für
die lähmende Langsamkeit des alltäglichen Geschehens, für die ewigen
Schlangen und den Mangel an Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen, dass
nicht allein das US-Embargo und der Zusammenbruch der Sowjetunion daran
schuld sind… ich habe den Eindruck, ein ganzes Volk wird hier als Geisel
gehalten – mit einem nie versiegenden Lächeln auf den Lippen und
„Viva Fidel“…“
Das
alles erschien in der Berliner Obdachlosenzeitung „Straßenfeger“, die
vom „mob - obdachlose machen mobil e.V.“ heraus gegeben wird.
Es mag ja sein, dass in Kuba die Menschen für
viele Artikel des täglichen Bedarfs Schlange stehen müssen. Aber – im
Gegensatz zu den reichen USA oder den reaktionär regierten Ländern
Lateinamerikas, Asiens und Afrikas – haben alle Kubaner Arbeit und müssen auch nicht
hungern. Die Versorgungslage ist das Ergebnis der Embargo-Politk der USA
und deren Satrapen in Berlin, London und sonst wo. Aber die Kubaner werden
von einem vorbildlichen Gesundheitswesen betreut und das Bildungsniveau
ist vorbildlich. Schulbildung für alle, Chancen für alle und nicht nur für
das Bürgertum – in Kuba seit der Revolution selbstverständlich.
So stellte die nicht eben der
Kommunistenfreundlichkeit verdächtige Organisation „Partnership
for Educational Revitalisation in the Americas“ bereits 2001 fest, dass
das kubanische Schulsystem vorbildlich sei.
Und die UNESCO bestätigt das.
„All
dies gilt aber nicht für Kuba, das schon bei einem unlängst von der
UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) durchgeführten
Test sehr gut abgeschnitten hat. Weit hinter sich ließen kubanische Schüler
der vierten und fünften Klasse gleichaltrige Kinder aus anderen
lateinamerikanischen Staaten vor allem in den Bereichen Mathematik und
Sprachkenntnisse. Selbst das schlechteste Viertel der kubanischen Schüler
erhielt noch immer bessere Noten als der regionale Durchschnitt. Die
besten Schüler aus anderen lateinamerikanischen Staaten waren gerade
einmal so gut wie die schlechtere Hälfte der kubanischen Schüler. Solche
Unterschiede finden sich gemeinhin nur zwischen Entwicklungs- und
Industrieländern.“
Im
Schüler-Lehrer Verhältnis liegt Kuba auf dem Niveau von Schweden, das
bekanntlich in der Pisa-Stundie als vorbildlich betrachtet wurde.
Und:
„Nach dem UNESCO-Education
for All Development Index (2004) gehört Kuba zu den am höchsten
entwickelten Ländern der Welt im Bildungsbereich (neben Kanada, Finnland
und Südkorea). Als Folge davon hat Kuba eine hervorragend ausgebildete
Bevölkerung.“
Und
bekanntlich liegt Finnland, laut PISA-Studie, im Bildungsbereich um Längen
vor Deutschland. Ob sich ein so gut gebildetes und ausgebildetes Volk von
einen üblen und greisen Diktator wie eine Schafherde herumkommandieren lässt?
Eher unwahrscheinlich.
Und
da lästert dieses Girlie dummdreist herum
und sehnt die bewaffnete Konterrevolution in Kuba herbei.
Dass es sich hier um eine 20-Jährige
handelt, ist keine Entschuldigung. Es gibt auch junge Menschen, die solch
dummes und reaktionäres Zeug nicht geschrieben hätten.
Dieser Schandartikel erschien, wie schon erwähnt,
in einer Obdachlosenzeitung. Das erhöht die Widerlichkeit noch einmal.
Der Trägerverein dieser Postille hat seinen Sitz in Prenzlauerberg, im
ehemaligen Ostberlin. Jetzt ein Viertel mit Szenekneipen und hinter den
Fassaden Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit. Die neue Errungenschaften
des Kapitalismus kann man hautnah erleben: Schickimicki-Kneipen und –
Suppenküchen für die Hungernden, die Arbeitslosen, Obdachlosen, die Pauperisierten.
Der Trägerverein unterhält selbst so eine Einrichtung.
Wie kann die Redaktion dieser Zeitung es
wagen, solch einen Hetzartikel über ein Land zu veröffentlichen, das
trotz enormer Schwierigkeiten es geschafft hat, den Hunger,
Analphabetismus, Bildungsprivilegien der Reichen zu beseitigen? Kuba ist
ein Land, das seiner Bevölkerung eine Perspektive gibt.
Wie kann eine Zeitung, für Menschen,
deren Not der Kapitalismus zu verantworten hat, die Menschen Kubas zu
beleidigen, die trotz des Wirtschaftskriegs der USA, ihr Land aufbauen
wollen und aufbauen?
G.H.
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