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1,02
Milliarden Menschen hungern ständig
JACQUES
DIOUF IM HUNGERSTREIK GEGEN HUNGERTOTE AUS NAHRUNGSMANGEL
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Rom,
13. November 2009, Tribuna Popular TP.-
Der Generaldirektor der Welternährungsorganisation
der UNO, Jacques Diouf, begann am vergangenen Freitag einen 24-stündigen
Hungerstreik in Solidarität mit den Unterernährten der Welt. Darüber
informierte die Welternährungsorganisation der UNO.
Diouf
kündigte seinen Entschluss am vergangenen Mittwoch an, als er der
Internationalen Gipfelkonferenz über Nahrungssicherung am Sitz der
UN-Welternährungsorganisation in Rom vom 16. bis 18. November 2009
seinen Bericht vorab präsentierte. Der UNO-Funktionär bat die Bevölkerung,
„einen Hungerstreik gegen den Hunger“ am 14. und 15. November 2009
durchzuführen, um ihre Solidarität mit all jenen zu bekunden, die alltäglich
nicht genug Nahrungsmittel haben.
„Der
Generaldirektor wird 24 Stunden im Hungerstreik sein, von
Freitagnachmittag bis Samstagnachmittag. Wer an dieser Initiative
teilnimmt, kann die Streikdauer auf die Stundenzahl begrenzen, die der
jeweiligen Person zumutbar erscheint“, so eine Pressemitteilung der
UN-Welternährungsorganisation. Darin wird darauf hingewiesen, dass der
Welternährungsgipfel am kommenden Montag beginnen wird und neue Impulse
im Kampf gegen den Hunger und gegen die Unterernährung setzen soll,
weil diese Geißel 1,02 Milliarden Menschenleben gefährdet.
Des
Weiteren wird bestätigt, dass Papst Benedikt XVI auf dem Gipfel
sprechen wird, gefolgt von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und Diouf
selbst. Laut der UN-Welternährungsorganisation werden mehr als 60
Staats- und Regierungschefs sowie hohe politische Funktionäre am Gipfel
teilnehmen.
Es
wurde darüber informiert, dass der Gipfel mit der Absicht einberufen
worden ist, den notwendigen politischen Willen für eine Zunahme der
Investitionen in die Landwirtschaft und eine neue internationale
Anstrengung im Kampf gegen den Hunger herbeizuführen. Wörtlich: „Die
Teilnehmerländer werden eine Erklärung der Gipfelkonferenz am ersten
Beratungstag annehmen.“
Vor
dem Gipfel startete die UN-Welternährungsorganisation im Internet die
Kampagne www.1billionhungry.org/de und hat darin die Weltöffentlichkeit
zu Unterschriften für eine Petition zur Auslöschung des Hungers
aufgerufen.
Quelle:
La Jornada
in:
http://www.pcv-venezuela.org/ |