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„Ich habe nicht die Absicht,
J.W.Stalin in Schutz zu nehmen. Er bedarf
dessen nicht. Die Geschichte ergibt sich von selbst, und auch das wird
sich klären. Vor dem Hintergrund einer ruinierten russischen
Staatlichkeit, der Blüte der Korruption, der allmächtigen
organisierten Kriminalität und Unterschlagung wird sich sein
Stellenwert und seine Bedeutung für Geschichte unseres Vaterlandes noch
steigern und verstärken.“
Offener
Brief an den Präsidenten der Russischen Föderation D.A. Medwedjew
von
Prof Dr. jur. W.I.Iljuchin
Übersetzung
für K-online: Alexander Niemski (12. Dez. 2010)
Herr
Präsident!
Unlängst
gaben Sie den polnischen Massenmedien ein Interview, in dem Sie neben
anderen Problemen auch die Frage der Vernichtung der polnischen
Kriegsgefangenen in der Nähe von Katyn im Gebiet Smolensk berührten.
Den
Antworten nach zu urteilen, ist Ihnen bekannt, daß es dazu in Rußland
unterschiedliche Positionen über die Schuldigen der Tragödie gibt. Es
gibt die offizielle staatliche Version über die Erschießung der Polen
durch den NKWD der UdSSR im Frühjahr 1940. Sie entstand unter dem
Einfluß polnischen Lobbyisten, die aktiv in Kreml- und
Regierungskreisen wirken, einschließlich der russischer Wissenschafter,
die bis jetzt aus Warschau beträchtliche Beihilfen bekommen, oder
einfacher gesagt: Geld. Aber es gibt auch eine andere Version, nämlich
die, daß die Polen von den Faschisten ermordet wurden, nach deren
Okkupation des Smolensker Gebietes. Je mehr die russischen Bürger in
das Wesen dieses Problems eindringen, desto größeres Verständnis
findet diese letztere Version nicht nur bei uns, sondern auch außerhalb
unseres Landes.
Ein
ausführliches Studium der Umstände der Katyner Tragödie und die
sichere Kenntnis der historischen und rechtlichen Unterlagen ermöglichen
es mir zu erklären, daß viele dieser Dokumente, die sich in der
Strafsache № 159 der Militär-Hauptstaatsanwaltschaft über die
Vernichtung der Polen durch das NKWD befinden, nicht objektiv sind bzw.
gefälscht. Darüber habe ich am 26. November 2010 von der Staatsduma
berichtet. In Ihrer Antwort erklärten Sie, daß dies nicht seriös sei,
es sei nur eine Provokation derjenigen, die die Geschichte und die
Beschaffenheit des Stalin-Regimes nicht zu Kenntnis nehmen wollten. Doch
damit kann ich nicht übereinstimmen.
Sie
wollen natürlich einer offenen Polemik darüber aus dem Wege gehen,
doch nicht nur als Abgeordneter der Staatsduma, sondern in erster Linie
als einer der Leiter der Hauptuntersuchungsverwaltung der
Generalstaatsanwaltschaft der UdSSR, der sich sehr wohl in Theorie und
Praxis der Beweisführung auskennt, möchte ich darauf bestehen. Ich
begann, mich mit den Ereignissen von Katyn zu beschäftigen, als Sie
noch Jurastudent waren. Doch das ist nicht die Hauptsache.
Leider
sind Sie, nicht sehr tief zum Wesen der Sache vorgedrungen. Sie beziehen
sich – wie auch die vorangegangenen russischen Präsidenten – auf
die Goebbelssche Version über die Erschießung der Polen durch den NKWD
der UdSSR vom Frühjahr 1943, die seitdem von den Deutschen weithin
verbreitet wurde.
Ich
habe nicht die Absicht, J.W.Stalin in Schutz zu nehmen. Er bedarf dessen
nicht. Die Geschichte ergibt sich von selbst, und auch das wird sich klären.
Vor dem Hintergrund einer ruinierten russischen Staatlichkeit, der Blüte
der Korruption, der allmächtigen organisierten Kriminalität und
Unterschlagung wird sich sein Stellenwert und seine Bedeutung für
Geschichte unseres Vaterlandes noch steigern und verstärken. Das ist
eine unbestreitbare Gesetzmäßigkeit, die nicht durch administrative
antistalinistische Maßnahmen, durch Verordnungen, Stellungnahmen und
widerliche Abstimmungen einer willfährigen Kremlmehrheit der
Duma-Abgeordneten oder durch schmutzige Fernseh- und Rundfunksendungen
auszulöschen ist.
Aus
Ihrer Sicht ergibt sich folgendes: in der UdSSR gab es Repressalien, und
folglich führen Sie alles auf Stalin zurück. Ausgerechnet auf ihn –
so als hätten nicht die Faschisten Dutzende von Millionen Menschen
umgebracht. Doch diese pauschale Verunglimpfung diskreditiert nur in
erster Linie das ehrwürdige russische Volk, es gebiert einen Komplex
der Unzulänglichkeit und der eigenen Verkommenheit. Sie haben es auf
die Knie gestellt und fordern darin sogar ewige Buße, für das was es
nicht beging. Eine solche Nation wird nicht fähig sein zu großen
Leistungen.
Sie
haben gesagt: „Für dieses Verbrechen sind Stalin und seine
Helfershelfer verantwortlich.“ Und Sie haben darauf verwiesen, daß
Sie die Dokumente aus der sogenannten „Besonderen Mappe“, die
derzeit auf Internetseiten ausgestellt werden, selbst in Augenschein
genommen haben. An dieser Stelle möchte ich gleich auf Ihren Ausdruck
"Helfershelfer" Bezug nehmen. Ich weiß nicht, wie man Ihre
Umgebung nach dem Ende Ihrer Präsidentschaft genau nennen wird, aber
ich bin davon überzeugt, daß man objektiv, und allein schon deshalb
viel schärfer urteilen wird, weil der Mörder von Krasnodar, Zapok, bei
Ihrer Amtseinführung im Kreml zur Delegation des Landes gehörte.
Als
alter Kriminalist bleibe ich dabei, daß man tiefgründige und
unstrittige Schlußfolgerungen ziehen kann, daß man sich die Dokumente
nicht nur ansehen, sondern sie studieren muß. Natürlich lehrt das
nicht das römische Recht, für welches Sie sich begeistern.
Meine
Kollegen, namhafte Wissenschaftler, Fachleute führten vielfältige
Argumente an, die von einer Verlogenheit der Dokumente der „Besonderen
Mappe“ sprechen, darunter anhand von Expertengutachten.
Vielleicht
ist es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, daß der Auszug aus einem Beschluß
des Politbüros des ZK der Allunions-KP (B) vom 5. März 1940 stammt. Er
trägt keine Unterschrift und auf ihr befindet sich ein Stempel des ZK
der KPdSU. Hat man Ihnen nicht gesagt, daß die Bezeichnung „KPdSU“
erst zwölf Jahre nach dem Jahre 1940 eingeführt wurde, und auf dem
Dokument zum Zeitpunkt seiner Herausgabe ein Stempelabdruck „ZK der
KPdSU“ nicht stehen konnte. Nach unseren Angaben wurde das Schriftstück
Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts von der Umgebung Jelzins,
oder – wie Sie sich auszudrücken beliebten – von seinen
„Helfershelfern“ gefälscht.
Ist
Ihnen denn nicht aufgefallen, daß in diesem Schriftstück (sogar im gefälschten)
vermerkt ist: „Dem NKWD vorschlagen, die Sache der kriegsgefangenen
Polen zu untersuchen…“, doch in den Materialien der Strafsache und
in anderen Quellen gibt es keine Nachrichten über eine Untersuchung der
Sache, über das tatsächliche Schicksal dieser „27.000 Polen“,
welche im Schriftstück erwähnt sind. Es ist alles vorhanden, einschließlich
über die Umsiedelung der Gefangenen, über die Eskorte, über die Ernährung,
über vieles andere, doch es gibt keine Nachricht über die Erfüllung
der Beschlüsse, der Urteile. So etwas konnte es in der Arbeit des NKWD
der UdSSR nicht geben, wurde doch in dieser Organisation alles bis hin
zu Kleinigkeiten dokumentiert. Und hier findet die Erschießung einer so
großen Anzahl von Menschen statt, doch in den Dokumenten steht davon
kein Wort. Das gibt einem doch zu denken.
Sie
beschuldigen „Stalin und seine Helfershelfer“ des Mordes an einigen
Zehntausenden Polen, doch man sollte wissen, daß nach einer 14-jährigen
Untersuchung der Angelegenheit die Hauptmilitärstaatsanwaltschaft keine
Schuldigen an der Vernichtung von Kriegsgefangenen in der Nähe von
Katyn festgestellt und diesbezüglich auch kein Urteil gefällt hat.
Darüber
schweigt man sich auch in der Staatsduma aus. Deshalb wich das oberste
russische Machtorgan, welches das selbst nicht bemerkte, auf den Pfad
der politischen Repressalien aus. Und Sie und Ihre Amtsvorgänger
entschuldigten sich bis zum Abschluß der Untersuchungen vor den Polen für
die Vernichtung ihrer Mitbürger, wobei man den politischen Willen des
Staatsoberhauptes nur noch in eine rechtliche Form einzukleiden
brauchte, nachdem man anerkannt hatte, daß der NKWD der UdSSR an der
Vernichtung der Kriegsgefangenen schuld gewesen sei. Ein anderes
Ergebnis war nicht zu erwarten, selbst wenn die Untersuchung dann zu
anderen Schlußfolgerungen führte.
Sie
sollten in der so komplizierten Frage, die von internationaler Bedeutung
ist, detaillierte Informationen fordern. Sollten Ihnen dieselben jedoch
vorenthalten werden, so ist vor leichtfertigen Helfern und Beratern zu
warnen.
Offenbar
wurde Ihnen nicht berichtet, daß Polen für die Untersuchungsführer
Listen mit einer großen Anzahl von bei Katyn Umgekommenen aufgestellt
hat, und sie ohne sorgfältige Prüfung übernommen wurden. Deshalb
begannen sie, nach dem Krieg 1941-1945 lebende Personen von dieser Liste
für tot zu erklären.
Hat
man Ihnen auch nicht berichtet, daß die Untersuchungsführer Ihre
dienstliche Lage dazu mißbrauchten, um zur Erholung nach Polen zu
fahren. Für sie wurde aufgetafelt, sie bekamen Geschenke und schließlich
wurden alle mit polnischen staatlichen Auszeichnungen belohnt. Allein
schon deshalb muß man die Ergebnisse der Untersuchungsführer über die
Vernichtung der polnischen Gefangenen nach internationalem Recht und
Praxis für ungültig erklären, da sie keiner rechtlichen Prüfung
standhalten.
Man
beschuldigt die Sowjetunion der Erschießung von Zehntausenden Polen,
aber bei der vorangegangenen Untersuchung wurden nur 1.803 polnische
Leichen exhumiert, doch die Umstände ihres Todes und vieles andere
wurde nicht bis zum Ende geklärt. Wo es keine Leichen gibt, kann es
auch keine Mordanklage geben.
Offenbar
hat man Ihnen auch nicht berichtet, daß alle polnischen Offiziere in
der Nähe von Katyn mit deutschen Geschossen aus deutscher Waffe
ermordet wurden.
In
den Dokumenten des Nürnberger Tribunals gibt es überzeugende Beweise,
welche von der sowjetischen Kommission unter Leitung von N.Burdenko
vorgestellt wurden, über die Erschießung der Polen durch die
Deutschen, die das Tribunal nicht freisprach, und für deren Schandtaten
auch nicht der UdSSR die Verantwortung anlastete.
Das,
was jetzt geschieht, ist schon ein frecher Versuch der Revision der
Geschichte, der Revision des Urteils des Tribunals. In seinen Dokumenten
sind auch die Aussagen des Lagerleiters W.M.Wetoschnikow, die wenige
Stunden vor der Okkupation durch die Deutschen in die Stadt Smolensk
gefahren war und darum gebeten hatte, ihm 75 Wagons für den Transport
der Polen in die Tiefe des Hinterlandes bereitzustellen. Wegen der
Schwierigkeiten der Lage wurden ihm die Wagons nicht zur Verfügung
gestellt, und er selbst konnte auch nicht mehr ins Lager zurückkehren.
Das
bedeutet, die Polen waren noch am Leben, und sie wurden nicht im Frühling
1940 vom NKWD der UdSSR erschossen, wie jetzt behauptet wird. Es gibt
genügend solcher Aussagen, einschließlich derer, die in den Jahren
nach dem Krieg von 1941-1945 gesammelt wurden.
In
den Dokumenten des Tribunals befinden sich auch die Aussagen von
O.A.Michajlowa, Z.P.Konachowskaja, A.N.Alexejewa, die im Herbst 1941 im
Lager der Küche der deutschen Gaststätte 537 arbeiteten, als der
Bezirk Katyn bei Smolensk okkupiert wurde. Sie erklärten, daß sie
Augenzeugen bei der Überführung der gefangenen Polen an diesen Ort und
bei ihrer Erschießung durch die Deutschen waren. Nach jeder Erschießung
gingen die Faschisten in die Sauna, und später wurden ihnen in der
Gaststätte eine erhöhte Lebensmittelration und die doppelte Portion
alkoholischer Getränke ausgegeben.
Es
ist schlecht, wenn Ihnen nicht mitgeteilt wurde, daß der bulgarische
Wissenschaftler M.Markow und tschechische Medizinprofessor F.Gaeks,
nachdem sie 1943 an der Arbeit der Goebbelsschen Kommission zur
Untersuchung der Leichen in der Nähe von Katyn teilgenommen hatten, die
ungeheuerliche Voreingenommenheit der medizinischen Dokumente erklärten,
die von den Deutschen angefertigt worden waren. Und darüber, was noch
in Dezember 1945 zwei Professoren, zwei führende polnische Spezialisten
auf dem Gebiet der Gerichtsmedizin Olbricht und Singilewicz bewiesen, daß
die Deutschen im Herbst 1941 die gefangenen Polen in der Nähe von Katyn
erschossen haben. An ihre Schlußfolgerungen versuchen sie jetzt, sich
nicht mehr zu erinnern.
Hat
man Ihnen nicht mitgeteilt, daß eine Gruppe russischer Wissenschaftler,
die wir für wahre Patrioten halten, im Sommer 2010 eine Bewertung des
Gutachtens vom 2. Februar 1993 in der Strafsache № 159 über die
Erschießung der Polen vorgenommen und seine Schlußfolgerungen vollständig
widerlegt hat, womit später auch die Hauptmilitärstaatsanwaltschaft übereinstimmte.
Ich füge hinzu, daß diese Bewertung von mir persönlich an das Präsidialamt
übergeben wurde.
Teilte
man Ihnen denn nicht mit, daß das Verfassungsgericht der Russischen Föderation
bei der sogenannten Angelegenheit, das Verbot der KPdSU betreffend,
davon Abstand genommen hat, die ihm seitens des Präsidenten vorgelegten
Dokumente über die Katyner Tragödie zu überprüfen – wegen der
Zweifelhaftigkeit ihrer Herkunft.
Man
hat Sie offenbar nicht einmal über die wesentlichsten und wichtigen
Umstände der Vernichtung der polnischen Gefangenen in der Nähe von
Smolensk informiert, insbesondere über Dokumente, welche die Version über
ihre Erschießung durch den NKWD der UdSSR widerlegen.
Sie
verweisen auf den Antrag der Staatsduma über die Schuldigen an der
Katyner Tragödie. Ihnen und der russischen Regierung ist es
wahrscheinlich sehr bequem, daß auch die Gesetzgebungsorgane in die Fälschung
der Geschichte einbezogen werden, auf die man die Verantwortung
abschieben kann. Deshalb wollen Sie auch wissen, daß drei Komitees –
das für Internationale Angelegenheiten (K.Kosatschew), das für
Veteranenangelegenheiten (N.Kowaljow) und das für Angelegenheiten der
Zusammenarbeit unabhängiger Staaten und Verbindungen zu Landsleuten (A.Ostrowski),
die von den Vertretern des „Einheitlichen Rußland“ und LDPR
geleitetet werden, die Anträge und Verordnungen der Staatsduma, wie es
die Geschäftsordnung vorsieht, in ihren Sitzungen besprochen haben.
Wurde den Abgeordneten denn keinerlei Informationsmaterial über das
besprochene Problem zur Verfügung gestellt. Die Staatsduma stimmte in
„im Dunkeln“ ab. Ich nehme an, es gibt eine größere Anzahl von
Abgeordneten, die für die Erhaltung ihrer Sitze, besonders auf Kommando
aus dem Kreml, einschließlich der Regierung, für einen beliebigen
Beschluß abstimmen wird, selbst wenn er die nationalen Interessen
sprengt. Darüber sagt man landläufig: „eine Mutter, die ihre Kinder
verkauft“. Und in diesem Sinn wurde die Staatsduma für unsere
Gesellschaft und den Staat gefährlich.
Am
meisten beunruhigend ist, daß Sie in Übereinstimmung mit den Fälschern,
aller Wahrscheinlichkeit nach die gesamte sowjetische Periode, welche
ebenso heldenhaft, kreativ wie zugleich auch tragisch war, aus der
Geschichte unseres Vaterlandes ausstreichen wollen. Ich unterstehe mich
zu behaupten, das wird Ihnen nicht gelingen.
In
diesem Zusammenhang erinnere ich Sie an den bekannten Ausspruch
W.Churchills, der gesagt hat, daß jemand, der seiner Vergangenheit den
Krieg erklärt hat, sehr bald feststellen wird, daß er keine Zukunft
hat. Doch Rußland wird eine Zukunft haben.
Ich
schließe meinen Offenen Brief mit der Mitteilung, daß meine
Mitstreiter und ich – bedeutende Wissenschaftler und Forscher des
Katyner Problems, bereit sind zu einer beliebigen Diskussion auf
beliebiger Ebene. Und um die Wahrheit aufzudecken und zu schützen, wäre
es richtig, die Strafsache № 159 der Militär-Hauptstaatsanwaltschaft
des Obersten Gerichts der Russischen Föderation zu übergeben zur öffentlichen
Beurteilung der darin existierenden Beweise unter Teilnahme der Seiten.
Jemandem vorzustellen, der zum Schutz der Interessen Rußlands bereit
ist.
Prof
Dr. jur. W.I.Iljuchin
Verdienter
Jurist der Russischen Föderation
Quelle:
vom Autor der Redaktion zur Verfügung gestellt
7.
Dezember 2010
ZURÜCK |
|

|
|
Открытое
письмо
Президенту
Российской
Федерации
Д.А.
Медведеву
Господин
Президент!
Совсем
недавно Вы
дали
интервью
польским
СМИ, в
котором
наряду с
другими
проблемами
затронули и
вопросы
гибели
польских
военнопленных
под Катынью
Смоленской
области.
Судя
по ответам,
Вам
известно о
том, что в
России
сложилось
неоднозначное
мнение о
виновниках
трагедии.
Есть
официальная
версия
власти о
расстреле
поляков
НКВД СССР
весной 1940
года. Она
сложилась
под
влиянием
польского
лобби,
активно
действующего
в
кремлевских
и
правительственных
кругах, в
том числе и
из
российских
ученых, до
сих пор
получающих
из Варшавы
солидные
гранты, а
проще
говоря,
деньги. И
есть иная
точка
зрения, что
поляки были
уничтожены
фашистами
после
оккупации
ими
Смоленской
области. По
мере того,
как
российские
граждане
вникают в
суть
проблемы,
эта версия
находит все
большее
понимание у
нас в стране,
да и за ее
пределами.
Длительное
изучение
обстоятельств
Катынской
трагедии и
определенное
знание
исторических
и правовых
материалов
позволяют
мне заявить,
что многие
документы,
находящиеся
в уголовном
деле № 159
Главной
военной
прокуратуры
о гибели
поляков от
рук НКВД,
являются
необъективными
или
сфальсифицированными.
С этим я
выступил 26
ноября 2010
года с
трибуны
Государственной
Думы. В
ответ Вы
заявили, что
это не
серьезно,
это чуть ли
ни
провокация
людей,
которые
хотели бы не
замечать
истории и
природы
сталинского
режима, с
чем я не
могу
согласиться.
Конечно,
от открытой
полемики Вы
откажетесь,
а я хотел бы
вести ее не
только как
депутат
Госдумы, но,
в первую
очередь, как
один из
руководителей
Главного
следственного
управления
Генеральной
прокуратуры
Союза ССР,
хорошо
знающий в
юриспруденции
теорию и
практику
доказательств.
Событиями,
произошедшими
в Катыни, я
начал
заниматься
в то время,
когда Вы
были еще
студентом
юрфака. Но
не в этом
главное.
К
сожалению и
Вы, глубоко
не изучив
суть
вопроса, как
и
предшествующие
российские
президенты.
скатились
на
геббельсовскую
версию о
расстреле
поляков
НКВД СССР,
которая
широко
стала
распространяться
немцами с
весны 1943 года.
Я
не
собираюсь
защищать И.В.
Сталина. Он
не
нуждается в
этом.
История
сама все
расставит и
уже
расставляет
по своим
местам. На
фоне
разваливающейся
российской
государственности,
расцвета
коррупции,
всесильной
оргпреступности
и
казнокрадства
его
значимость
и весомость
в
отечественной
истории
будут
укрепляться
и
усиливаться.
Это
неоспоримая
закономерность,
которую
невозможно
перечеркнуть
антисталинскими
административными
мерами,
указами,
постановлениями,
отвратительным
голосованием
послушного
Кремлю
большинства
думских
депутатов
или
грязными
теле- и
радиопередачами.
А
встань на
Вашу
позицию, то
получается:
в СССР были
репрессии,
поэтому и
вали все на
Сталина.
Именно на
него, как
будто
фашисты не
уничтожили
десятки
миллионов
людей.
Однако это
огульное
охаивание
лишь
дискредитирует
в первую
очередь
русский,
российский
народ,
порождает
комплекс
неполноценности
и
собственную
ущербность.
Его
поставили
на колени,
требуя
вечного
покаяния
даже и в том,
чего он не
совершал.
Такая нация
будет
неспособной
к великим
созиданиям.
Вы
сказали: «За
это
преступление
отвечает
Сталин и его
приспешники».
Сославшись
на то, что
сами
смотрели
документы
из так
называемой
«Особой
папки»,
которые
сегодня
выставлены
на интернет-сайты.
Хочу сразу
отметить
Ваше
выражение – «приспешники».
Не знаю, как
точно после
окончания
президентских
полномочий
назовут
Ваше
окружение,
но убежден,
что гораздо
резче и
нелицеприятней
уж только
потому, что
краснодарский
душегуб
Цапок
присутствовал
в Кремле на
Вашей
инаугурации
в составе
делегации
края.
Как
старый
криминалист,
утверждаю,
чтобы
сделать
глубокие и
неоспоримые
выводы,
документы
надо не
смотреть, а
изучать.
Конечно,
римское
право,
которым Вы
увлекаетесь,
этому не
учит.
Мои
коллеги,
крупные
ученые,
специалисты
многократно
приводили
аргументы,
говорящие о
подложности
документов
«Особой
папки», в том
числе со
ссылкой на
экспертные
исследования.
Из
Вашего
внимания
ускользнуло
то, что
выписка из
решения
Политбюро
ЦК ВКП(б) от 5
марта 1940г. не
имеет
подписи и на
ней стоит
печать ЦК
КПСС. Вам не
подсказали,
что
название
КПСС
появилось
позже 1940 года
на
двенадцать
лет, и
оттиск
печати ЦК
КПСС на
документе в
момент его
принятия не
мог стоять.
По нашим
данным,
выписка
была
сфальсифицирована
в начале 90-х
годов
прошлого
столетия
ельцинским
окружением
или, как Вы
изволите
выражаться,
приспешниками.
Вы
не заметили,
что в
выписке (даже
фальшивой)
указано: «Предложить
НКВД
рассмотреть
дела на
военнопленных
поляков…»,
однако в
материалах
уголовного
дела, в иных
источниках
нет никаких
сведений об
их
рассмотрении,
о реальной
судьбе тех
самых 27
тысяч
поляков,
упомянутых
в выписке.
Есть все, в
том числе о
перемещении
пленных, о
конвое, о
питании, о
другом,
кроме как
сведений об
исполнении
решений,
приговоров.
Такого в
работе НКВД
СССР быть не
могло, ведь
в этой
организации
фиксировалось
все до
мелочей. А
тут
расстрел
стольких
людей, но в
документах
о нем ни
слова. Над
этим стоит
задуматься.
Вы
обвиняете
Сталина и
его
приспешников
в убийстве
нескольких
десятков
тысяч
поляков, но
следовало
бы знать,
что после 14-летнего
расследования
дела
Главная
военная
прокуратура
не признала
их
виновными в
уничтожении
военнопленных
под Катынью
и никакого
решения на
этот счет не
приняла.
Об
этом
умолчали и в
Государственной
Думе.
Поэтому
высшая
российская
власть, не
замечая
того сама,
скатились
на стезю
политических
репрессий.
Ведь Ваши
предшественники
–
президенты
извинялись
перед
поляками за
гибель их
сограждан
до
окончания
следствия,
которому
только и
осталось
облечь
политическую
волю
руководителей
государства
в правовую
форму,
признав
НКВД СССР
виновниками
в гибели
военнопленных.
Иного
решения
здесь быть
не могло,
даже если
следствие и
пришло к
другим
выводам.
Вы
в столь
сложном
вопросе,
имеющем
международное
значение,
должны были
потребовать
исчерпывающую
информацию.
Если скрыли
ее от Вас, то
избавьтесь
от
нерадивых
помощников
и
советников.
Вам
не доложили,
что списки
большинства
погибших
под Катынью
представила
следователям
Польша, и
они
оставлены
без
тщательной
проверки.
Поэтому и
стали
появляться
после войны
1941-1945 годов
живые люди
из числа
объявленных
мертвыми.
Не
доложили и о
том, что
следователи
злоупотребляли
служебным
положением,
выезжали на
отдых в
Польшу, для
них
устраивались
застолья,
они
получали
подарки, а, в
конечном
счете, все
были
награждены
польскими
государственными
наградами.
Только
поэтому,
основываясь
на
международном
праве и
практике,
постановление
следователей
по гибели
польских
пленных
должно быть
объявлено
несостоятельным,
не
порождающим
никаких
правовых
последствий.
Советский
Союз
обвиняют в
расстреле
десятков
тысяч
поляков, но
предварительным
расследованием
проведена
эксгумация
лишь 1803
трупов
поляков, а
обстоятельства
их гибели,
как и других,
так до конца
и не
установлены.
Если нет
трупов, то
не может
быть и
обвинения в
убийстве.
Вам
видимо не
доложили,
что все
польские
офицеры под
Катынью
были убиты
немецкими
пулями из
немецкого
оружия.
В
материалах
Нюрнбергского
трибунала
имеются
убедительные
доказательства,
представленные
советской
комиссией Н.Бурденко
о расстреле
поляков
немцами,
которых
трибунал не
оправдал и
не возложил
ответственности
за эти
злодеяния
на СССР.
То,
что
происходит
сейчас – это
уже наглая
попытка
ревизии
истории,
пересмотра
приговора
трибунала. В
его
материалах
есть
показания
начальника
лагеря
Ветошникова
В.М., который
за
несколько
часов до
оккупации
немцами
Смоленска
прибыл в
город и
просил
выделить
ему 75
вагонов для
вывоза
поляков в
глубь
страны.
Вагонов ему
не выдали из-за
сложности
положения, а
сам он уже
не смог
вернуться в
лагерь.
Значит,
поляки были
еще живы, а
не
расстреляны
НКВД СССР
весной 1940
года, как
утверждается
сейчас. И
таких
показаний
достаточно,
в том числе
собранных и
после войны
1941-1945 годов.
В
материалах
трибунала
есть
показания
Михайловой
О.А.,
Конаховской
З.П.,
Алексеевой
А.Н., которые
осенью 1941
года
работали на
кухне
столовой 537-го
немецкого
полка,
оккупировавшего
район
Катынь под
Смоленском.
Они
пояснили,
что были
очевидцами
доставки в
это
местечко
пленных
поляков и
расстрела
их немцами.
После
каждого
расстрела
фашисты шли
в баню, а
потом в
столовой им
выдавалось
усиленное
питание и
двойные
порции
спиртного.
Плохо,
если Вам не
сообщили,
что
болгарский
ученый М.Марков
и чешский
профессор
медицины Ф.Гаек,
участвовавшие
в 1943 году в
работе
геббелевской
комиссии по
исследованию
трупов под
Катынью,
заявили о
чудовищной
необъективности
медицинских
документов,
составленных
немцами. О
том, что еще
в декабре 1945
года два
профессора,
два ведущих
польских
специалиста
в области
судебной
медицины
Ольбрихт и
Сингилевич
доказали,
что пленных
поляков под
Катынью
расстреляли
немцы
осенью 1941
года. Об их
выводах
сейчас
пытаются не
вспоминать.
Вам
не доложили,
что группа
российских
ученых,
которых мы
считаем
настоящими
патриотами,
летом 2010 года
подготовила
рецензию на
заключение
экспертов
от 2 февраля 1993
года по
уголовному
делу № 159 о
расстреле
поляков и
полностью
опровергла
его выводы,
с чем потом
согласилась
и Главная
военная
прокуратура.
Добавлю, что
эта
рецензия
мною была
передана в
администрацию
президента.
Вас
не
поставили в
известность,
что
Конституционный
суд РФ,
рассматривая
так
называемое
дело о
запрете
КПСС,
отказался
исследовать
документы,
представленные
ему
президентской
стороной по
Катынской
трагедии из-за
сомнительности
их
происхождения.
Вас
не
проинформировали
даже о
наиболее
существенных
и важных
обстоятельствах
гибели
польских
пленных под
Смоленском,
тем более о
материалах,
опровергающих
версию об их
расстреле
НКВД СССР.
Вы
ссылаетесь
на
Заявление
Госдумы о
виновных в
Катынской
трагедии.
Вам и
российскому
правительству
наверное
удобно, что
в
фальсификацию
истории
втянут и
законодательный
орган – есть
на кого
переложить
ответственность.
Поэтому Вы и
не хотите
знать, что
три
комитета –
по
международным
делам (К.Косачев),
по делам
ветеранов (Н.Ковалев)
и по делам
содружества
независимых
государств
и связям с
соотечественниками
(А.Островский),
возглавляемые
представителями
«Единой
России» и
ЛДПР, даже
не обсудили,
как это
положено по
регламенту
работы,
проекты
Заявления и
Постановления
Госдумы на
своих
заседаниях.
Не
представили
депутатам
никаких
информационных
материалов
по
обсуждаемой
проблеме.
Госдума
голосовала
«в темную».
Как я считаю,
в ней есть
большая
группа
депутатов,
которая
ради
сохранения
своих
кресел, тем
более по
команде из
Кремля и из
правительства,
проголосует
за любое
решение, в
том числе и
подрывающее
отечественные
интересы.
Про таких
говорят в
народе – «Мать
родную
продадут». И
в этом
смысле
Госдума
стала
опасной для
нашего
общества и
государства.
Больше
всего
волнует то,
что Вы,
соглашаясь
с
фальсификаторами,
скорее
всего
хотите
вычеркнуть
из истории
нашего
Отечества
весь
советский
период, а он
героический,
созидательный,
хотя
одновременно
и
трагический.
Смею
утверждать,
не
получится.
В
связи с этим,
напомню
известное
высказывание
У.Черчилля,
который
сказал, что
если кто-то
объявил
войну
своему
прошлому, то
он вскоре
обнаружит,
что у него
нет
будущего. У
России
должно быть
будущее.
Заканчивая
свое
открытое
обращение,
сообщаю, что
я и мои
товарищи –
крупные
ученые,
исследователи
Катынской
проблемы,
готовы к
любой
дискуссии
на любом
уровне. А
чтобы
установить
и защитить
истину, было
бы
правильным
направить
уголовное
дело № 159
Главной
военной
прокуратуры
в Верховный
Суд РФ для
публичной
оценки
имеющихся в
нем
доказательств
с участием
сторон. Одну
из них - по
защите
интересов
России
готов
представлять.
Заслуженный
юрист РФ,
доктор
наук,
профессор
В.И.
Илюхин.
7
декабря 2010 г.
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