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Ich habe nicht die Absicht, J.W.Stalin in Schutz zu nehmen. Er bedarf dessen nicht. Die Geschichte ergibt sich von selbst, und auch das wird sich klären. Vor dem Hintergrund einer ruinierten russischen Staatlichkeit, der Blüte der Korruption, der allmächtigen organisierten Kriminalität und Unterschlagung wird sich sein Stellenwert und seine Bedeutung für Geschichte unseres Vaterlandes noch steigern und verstärken.“

Offener Brief an den Präsidenten der Russischen Föderation D.A. Medwedjew

von Prof Dr. jur. W.I.Iljuchin

Übersetzung für K-online: Alexander Niemski (12. Dez. 2010)

Herr Präsident!

Unlängst gaben Sie den polnischen Massenmedien ein Interview, in dem Sie neben anderen Problemen auch die Frage der Vernichtung der polnischen Kriegsgefangenen in der Nähe von Katyn im Gebiet Smolensk berührten.

Den Antworten nach zu urteilen, ist Ihnen bekannt, daß es dazu in Rußland unterschiedliche Positionen über die Schuldigen der Tragödie gibt. Es gibt die offizielle staatliche Version über die Erschießung der Polen durch den NKWD der UdSSR im Frühjahr 1940. Sie entstand unter dem Einfluß polnischen Lobbyisten, die aktiv in Kreml- und Regierungskreisen wirken, einschließlich der russischer Wissenschafter, die bis jetzt aus Warschau beträchtliche Beihilfen bekommen, oder einfacher gesagt: Geld. Aber es gibt auch eine andere Version, nämlich die, daß die Polen von den Faschisten ermordet wurden, nach deren Okkupation des Smolensker Gebietes. Je mehr die russischen Bürger in das Wesen dieses Problems eindringen, desto größeres Verständnis findet diese letztere Version nicht nur bei uns, sondern auch außerhalb unseres Landes.

Ein ausführliches Studium der Umstände der Katyner Tragödie und die sichere Kenntnis der historischen und rechtlichen Unterlagen ermöglichen es mir zu erklären, daß viele dieser Dokumente, die sich in der Strafsache № 159 der Militär-Hauptstaatsanwaltschaft über die Vernichtung der Polen durch das NKWD befinden, nicht objektiv sind bzw. gefälscht. Darüber habe ich am 26. November 2010 von der Staatsduma berichtet. In Ihrer Antwort erklärten Sie, daß dies nicht seriös sei, es sei nur eine Provokation derjenigen, die die Geschichte und die Beschaffenheit des Stalin-Regimes nicht zu Kenntnis nehmen wollten. Doch damit kann ich nicht übereinstimmen.

Sie wollen natürlich einer offenen Polemik darüber aus dem Wege gehen, doch nicht nur als Abgeordneter der Staatsduma, sondern in erster Linie als einer der Leiter der Hauptuntersuchungsverwaltung der Generalstaatsanwaltschaft der UdSSR, der sich sehr wohl in Theorie und Praxis der Beweisführung auskennt, möchte ich darauf bestehen. Ich begann, mich mit den Ereignissen von Katyn zu beschäftigen, als Sie noch Jurastudent waren. Doch das ist nicht die Hauptsache.

Leider sind Sie, nicht sehr tief zum Wesen der Sache vorgedrungen. Sie beziehen sich – wie auch die vorangegangenen russischen Präsidenten – auf die Goebbelssche Version über die Erschießung der Polen durch den NKWD der UdSSR vom Frühjahr 1943, die seitdem von den Deutschen weithin verbreitet wurde.

Ich habe nicht die Absicht, J.W.Stalin in Schutz zu nehmen. Er bedarf dessen nicht. Die Geschichte ergibt sich von selbst, und auch das wird sich klären. Vor dem Hintergrund einer ruinierten russischen Staatlichkeit, der Blüte der Korruption, der allmächtigen organisierten Kriminalität und Unterschlagung wird sich sein Stellenwert und seine Bedeutung für Geschichte unseres Vaterlandes noch steigern und verstärken. Das ist eine unbestreitbare Gesetzmäßigkeit, die nicht durch administrative antistalinistische Maßnahmen, durch Verordnungen, Stellungnahmen und widerliche Abstimmungen einer willfährigen Kremlmehrheit der Duma-Abgeordneten oder durch schmutzige Fernseh- und Rundfunksendungen auszulöschen ist.

Aus Ihrer Sicht ergibt sich folgendes: in der UdSSR gab es Repressalien, und folglich führen Sie alles auf Stalin zurück. Ausgerechnet auf ihn – so als hätten nicht die Faschisten Dutzende von Millionen Menschen umgebracht. Doch diese pauschale Verunglimpfung diskreditiert nur in erster Linie das ehrwürdige russische Volk, es gebiert einen Komplex der Unzulänglichkeit und der eigenen Verkommenheit. Sie haben es auf die Knie gestellt und fordern darin sogar ewige Buße, für das was es nicht beging. Eine solche Nation wird nicht fähig sein zu großen Leistungen.

Sie haben gesagt: „Für dieses Verbrechen sind Stalin und seine Helfershelfer verantwortlich.“ Und Sie haben darauf verwiesen, daß Sie die Dokumente aus der sogenannten „Besonderen Mappe“, die derzeit auf Internetseiten ausgestellt werden, selbst in Augenschein genommen haben. An dieser Stelle möchte ich gleich auf Ihren Ausdruck "Helfershelfer" Bezug nehmen. Ich weiß nicht, wie man Ihre Umgebung nach dem Ende Ihrer Präsidentschaft genau nennen wird, aber ich bin davon überzeugt, daß man objektiv, und allein schon deshalb viel schärfer urteilen wird, weil der Mörder von Krasnodar, Zapok, bei Ihrer Amtseinführung im Kreml zur Delegation des Landes gehörte.

Als alter Kriminalist bleibe ich dabei, daß man tiefgründige und unstrittige Schlußfolgerungen ziehen kann, daß man sich die Dokumente nicht nur ansehen, sondern sie studieren muß. Natürlich lehrt das nicht das römische Recht, für welches Sie sich begeistern.

Meine Kollegen, namhafte Wissenschaftler, Fachleute führten vielfältige Argumente an, die von einer Verlogenheit der Dokumente der „Besonderen Mappe“ sprechen, darunter anhand von Expertengutachten.

Vielleicht ist es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, daß der Auszug aus einem Beschluß des Politbüros des ZK der Allunions-KP (B) vom 5. März 1940 stammt. Er trägt keine Unterschrift und auf ihr befindet sich ein Stempel des ZK der KPdSU. Hat man Ihnen nicht gesagt, daß die Bezeichnung „KPdSU“ erst zwölf Jahre nach dem Jahre 1940 eingeführt wurde, und auf dem Dokument zum Zeitpunkt seiner Herausgabe ein Stempelabdruck „ZK der KPdSU“ nicht stehen konnte. Nach unseren Angaben wurde das Schriftstück Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts von der Umgebung Jelzins, oder – wie Sie sich auszudrücken beliebten – von seinen „Helfershelfern“ gefälscht.

Ist Ihnen denn nicht aufgefallen, daß in diesem Schriftstück (sogar im gefälschten) vermerkt ist: „Dem NKWD vorschlagen, die Sache der kriegsgefangenen Polen zu untersuchen…“, doch in den Materialien der Strafsache und in anderen Quellen gibt es keine Nachrichten über eine Untersuchung der Sache, über das tatsächliche Schicksal dieser „27.000 Polen“, welche im Schriftstück erwähnt sind. Es ist alles vorhanden, einschließlich über die Umsiedelung der Gefangenen, über die Eskorte, über die Ernährung, über vieles andere, doch es gibt keine Nachricht über die Erfüllung der Beschlüsse, der Urteile. So etwas konnte es in der Arbeit des NKWD der UdSSR nicht geben, wurde doch in dieser Organisation alles bis hin zu Kleinigkeiten dokumentiert. Und hier findet die Erschießung einer so großen Anzahl von Menschen statt, doch in den Dokumenten steht davon kein Wort. Das gibt einem doch zu denken.

Sie beschuldigen „Stalin und seine Helfershelfer“ des Mordes an einigen Zehntausenden Polen, doch man sollte wissen, daß nach einer 14-jährigen Untersuchung der Angelegenheit die Hauptmilitärstaatsanwaltschaft keine Schuldigen an der Vernichtung von Kriegsgefangenen in der Nähe von Katyn festgestellt und diesbezüglich auch kein Urteil gefällt hat.

Darüber schweigt man sich auch in der Staatsduma aus. Deshalb wich das oberste russische Machtorgan, welches das selbst nicht bemerkte, auf den Pfad der politischen Repressalien aus. Und Sie und Ihre Amtsvorgänger entschuldigten sich bis zum Abschluß der Untersuchungen vor den Polen für die Vernichtung ihrer Mitbürger, wobei man den politischen Willen des Staatsoberhauptes nur noch in eine rechtliche Form einzukleiden brauchte, nachdem man anerkannt hatte, daß der NKWD der UdSSR an der Vernichtung der Kriegsgefangenen schuld gewesen sei. Ein anderes Ergebnis war nicht zu erwarten, selbst wenn die Untersuchung dann zu anderen Schlußfolgerungen führte.

Sie sollten in der so komplizierten Frage, die von internationaler Bedeutung ist, detaillierte Informationen fordern. Sollten Ihnen dieselben jedoch vorenthalten werden, so ist vor leichtfertigen Helfern und Beratern zu warnen.

Offenbar wurde Ihnen nicht berichtet, daß Polen für die Untersuchungsführer Listen mit einer großen Anzahl von bei Katyn Umgekommenen aufgestellt hat, und sie ohne sorgfältige Prüfung übernommen wurden. Deshalb begannen sie, nach dem Krieg 1941-1945 lebende Personen von dieser Liste für tot zu erklären.

Hat man Ihnen auch nicht berichtet, daß die Untersuchungsführer Ihre dienstliche Lage dazu mißbrauchten, um zur Erholung nach Polen zu fahren. Für sie wurde aufgetafelt, sie bekamen Geschenke und schließlich wurden alle mit polnischen staatlichen Auszeichnungen belohnt. Allein schon deshalb muß man die Ergebnisse der Untersuchungsführer über die Vernichtung der polnischen Gefangenen nach internationalem Recht und Praxis für ungültig erklären, da sie keiner rechtlichen Prüfung standhalten.

Man beschuldigt die Sowjetunion der Erschießung von Zehntausenden Polen, aber bei der vorangegangenen Untersuchung wurden nur 1.803 polnische Leichen exhumiert, doch die Umstände ihres Todes und vieles andere wurde nicht bis zum Ende geklärt. Wo es keine Leichen gibt, kann es auch keine Mordanklage geben.

Offenbar hat man Ihnen auch nicht berichtet, daß alle polnischen Offiziere in der Nähe von Katyn mit deutschen Geschossen aus deutscher Waffe ermordet wurden.

In den Dokumenten des Nürnberger Tribunals gibt es überzeugende Beweise, welche von der sowjetischen Kommission unter Leitung von N.Burdenko vorgestellt wurden, über die Erschießung der Polen durch die Deutschen, die das Tribunal nicht freisprach, und für deren Schandtaten auch nicht der UdSSR die Verantwortung anlastete.

Das, was jetzt geschieht, ist schon ein frecher Versuch der Revision der Geschichte, der Revision des Urteils des Tribunals. In seinen Dokumenten sind auch die Aussagen des Lagerleiters W.M.Wetoschnikow, die wenige Stunden vor der Okkupation durch die Deutschen in die Stadt Smolensk gefahren war und darum gebeten hatte, ihm 75 Wagons für den Transport der Polen in die Tiefe des Hinterlandes bereitzustellen. Wegen der Schwierigkeiten der Lage wurden ihm die Wagons nicht zur Verfügung gestellt, und er selbst konnte auch nicht mehr ins Lager zurückkehren.

Das bedeutet, die Polen waren noch am Leben, und sie wurden nicht im Frühling 1940 vom NKWD der UdSSR erschossen, wie jetzt behauptet wird. Es gibt genügend solcher Aussagen, einschließlich derer, die in den Jahren nach dem Krieg von 1941-1945 gesammelt wurden.

In den Dokumenten des Tribunals befinden sich auch die Aussagen von O.A.Michajlowa, Z.P.Konachowskaja, A.N.Alexejewa, die im Herbst 1941 im Lager der Küche der deutschen Gaststätte 537 arbeiteten, als der Bezirk Katyn bei Smolensk okkupiert wurde. Sie erklärten, daß sie Augenzeugen bei der Überführung der gefangenen Polen an diesen Ort und bei ihrer Erschießung durch die Deutschen waren. Nach jeder Erschießung gingen die Faschisten in die Sauna, und später wurden ihnen in der Gaststätte eine erhöhte Lebensmittelration und die doppelte Portion alkoholischer Getränke ausgegeben.

Es ist schlecht, wenn Ihnen nicht mitgeteilt wurde, daß der bulgarische Wissenschaftler M.Markow und tschechische Medizinprofessor F.Gaeks, nachdem sie 1943 an der Arbeit der Goebbelsschen Kommission zur Untersuchung der Leichen in der Nähe von Katyn teilgenommen hatten, die ungeheuerliche Voreingenommenheit der medizinischen Dokumente erklärten, die von den Deutschen angefertigt worden waren. Und darüber, was noch in Dezember 1945 zwei Professoren, zwei führende polnische Spezialisten auf dem Gebiet der Gerichtsmedizin Olbricht und Singilewicz bewiesen, daß die Deutschen im Herbst 1941 die gefangenen Polen in der Nähe von Katyn erschossen haben. An ihre Schlußfolgerungen versuchen sie jetzt, sich nicht mehr zu erinnern.

Hat man Ihnen nicht mitgeteilt, daß eine Gruppe russischer Wissenschaftler, die wir für wahre Patrioten halten, im Sommer 2010 eine Bewertung des Gutachtens vom 2. Februar 1993 in der Strafsache № 159 über die Erschießung der Polen vorgenommen und seine Schlußfolgerungen vollständig widerlegt hat, womit später auch die Hauptmilitärstaatsanwaltschaft übereinstimmte. Ich füge hinzu, daß diese Bewertung von mir persönlich an das Präsidialamt übergeben wurde.

Teilte man Ihnen denn nicht mit, daß das Verfassungsgericht der Russischen Föderation bei der sogenannten Angelegenheit, das Verbot der KPdSU betreffend, davon Abstand genommen hat, die ihm seitens des Präsidenten vorgelegten Dokumente über die Katyner Tragödie zu überprüfen – wegen der Zweifelhaftigkeit ihrer Herkunft.

Man hat Sie offenbar nicht einmal über die wesentlichsten und wichtigen Umstände der Vernichtung der polnischen Gefangenen in der Nähe von Smolensk informiert, insbesondere über Dokumente, welche die Version über ihre Erschießung durch den NKWD der UdSSR widerlegen.

Sie verweisen auf den Antrag der Staatsduma über die Schuldigen an der Katyner Tragödie. Ihnen und der russischen Regierung ist es wahrscheinlich sehr bequem, daß auch die Gesetzgebungsorgane in die Fälschung der Geschichte einbezogen werden, auf die man die Verantwortung abschieben kann. Deshalb wollen Sie auch wissen, daß drei Komitees – das für Internationale Angelegenheiten (K.Kosatschew), das für Veteranenangelegenheiten (N.Kowaljow) und das für Angelegenheiten der Zusammenarbeit unabhängiger Staaten und Verbindungen zu Landsleuten (A.Ostrowski), die von den Vertretern des „Einheitlichen Rußland“ und LDPR geleitetet werden, die Anträge und Verordnungen der Staatsduma, wie es die Geschäftsordnung vorsieht, in ihren Sitzungen besprochen haben. Wurde den Abgeordneten denn keinerlei Informationsmaterial über das besprochene Problem zur Verfügung gestellt. Die Staatsduma stimmte in „im Dunkeln“ ab. Ich nehme an, es gibt eine größere Anzahl von Abgeordneten, die für die Erhaltung ihrer Sitze, besonders auf Kommando aus dem Kreml, einschließlich der Regierung, für einen beliebigen Beschluß abstimmen wird, selbst wenn er die nationalen Interessen sprengt. Darüber sagt man landläufig: „eine Mutter, die ihre Kinder verkauft“. Und in diesem Sinn wurde die Staatsduma für unsere Gesellschaft und den Staat gefährlich.

Am meisten beunruhigend ist, daß Sie in Übereinstimmung mit den Fälschern, aller Wahrscheinlichkeit nach die gesamte sowjetische Periode, welche ebenso heldenhaft, kreativ wie zugleich auch tragisch war, aus der Geschichte unseres Vaterlandes ausstreichen wollen. Ich unterstehe mich zu behaupten, das wird Ihnen nicht gelingen.

In diesem Zusammenhang erinnere ich Sie an den bekannten Ausspruch W.Churchills, der gesagt hat, daß jemand, der seiner Vergangenheit den Krieg erklärt hat, sehr bald feststellen wird, daß er keine Zukunft hat. Doch Rußland wird eine Zukunft haben.

Ich schließe meinen Offenen Brief mit der Mitteilung, daß meine Mitstreiter und ich – bedeutende Wissenschaftler und Forscher des Katyner Problems, bereit sind zu einer beliebigen Diskussion auf beliebiger Ebene. Und um die Wahrheit aufzudecken und zu schützen, wäre es richtig, die Strafsache № 159 der Militär-Hauptstaatsanwaltschaft des Obersten Gerichts der Russischen Föderation zu übergeben zur öffentlichen Beurteilung der darin existierenden Beweise unter Teilnahme der Seiten. Jemandem vorzustellen, der zum Schutz der Interessen Rußlands bereit ist.

Prof Dr. jur. W.I.Iljuchin

Verdienter Jurist der Russischen Föderation

Quelle: vom Autor der Redaktion zur Verfügung gestellt

7. Dezember 2010

ZURÜCK

Открытое письмо

Президенту Российской Федерации

Д.А. Медведеву

Господин Президент!

Совсем недавно Вы дали интервью польским СМИ, в котором наряду с другими проблемами затронули и вопросы гибели польских военнопленных под Катынью Смоленской области.

Судя по ответам, Вам известно о том, что в России сложилось неоднозначное мнение о виновниках трагедии. Есть официальная версия власти о расстреле поляков НКВД СССР весной 1940 года. Она сложилась под влиянием польского лобби, активно действующего в кремлевских и правительственных кругах, в том числе и из российских ученых, до сих пор получающих из Варшавы солидные гранты, а проще говоря, деньги. И есть иная точка зрения, что поляки были уничтожены фашистами после оккупации ими Смоленской области. По мере того, как российские граждане вникают в суть проблемы, эта версия находит все большее понимание у нас в стране, да и за ее пределами.

Длительное изучение обстоятельств Катынской трагедии и определенное знание исторических и правовых материалов позволяют мне заявить, что многие документы, находящиеся в уголовном деле № 159 Главной военной прокуратуры о гибели поляков от рук НКВД, являются необъективными или сфальсифицированными. С этим я выступил 26 ноября 2010 года с трибуны Государственной Думы. В ответ Вы заявили, что это не серьезно, это чуть ли ни провокация людей, которые хотели бы не замечать истории и природы сталинского режима, с чем я не могу согласиться.

Конечно, от открытой полемики Вы откажетесь, а я хотел бы вести ее не только как депутат Госдумы, но, в первую очередь, как один из руководителей Главного следственного управления Генеральной прокуратуры Союза ССР, хорошо знающий в юриспруденции теорию и практику доказательств. Событиями, произошедшими в Катыни, я начал заниматься в то время, когда Вы были еще студентом юрфака. Но не в этом главное.

К сожалению и Вы, глубоко не изучив суть вопроса, как и предшествующие российские президенты. скатились на геббельсовскую версию о расстреле поляков НКВД СССР, которая широко стала распространяться немцами с весны 1943 года.

Я не собираюсь защищать И.В. Сталина. Он не нуждается в этом. История сама все расставит и уже расставляет по своим местам. На фоне разваливающейся российской государственности, расцвета коррупции, всесильной оргпреступности и казнокрадства его значимость и весомость в отечественной истории будут укрепляться и усиливаться. Это неоспоримая закономерность, которую невозможно перечеркнуть антисталинскими административными мерами, указами, постановлениями, отвратительным голосованием послушного Кремлю большинства думских депутатов или грязными теле- и радиопередачами.

А встань на Вашу позицию, то получается: в СССР были репрессии, поэтому и вали все на Сталина. Именно на него, как будто фашисты не уничтожили десятки миллионов людей. Однако это огульное охаивание лишь дискредитирует в первую очередь русский, российский народ, порождает комплекс неполноценности и собственную ущербность. Его поставили на колени, требуя вечного покаяния даже и в том, чего он не совершал. Такая нация будет неспособной к великим созиданиям.

Вы сказали: «За это преступление отвечает Сталин и его приспешники». Сославшись на то, что сами смотрели документы из так называемой «Особой папки», которые сегодня выставлены на интернет-сайты. Хочу сразу отметить Ваше выражение – «приспешники». Не знаю, как точно после окончания президентских полномочий назовут Ваше окружение, но убежден, что гораздо резче и нелицеприятней уж только потому, что краснодарский душегуб Цапок присутствовал в Кремле на Вашей инаугурации в составе делегации края.

Как старый криминалист, утверждаю, чтобы сделать глубокие и неоспоримые выводы, документы надо не смотреть, а изучать. Конечно, римское право, которым Вы увлекаетесь, этому не учит.

Мои коллеги, крупные ученые, специалисты многократно приводили аргументы, говорящие о подложности документов «Особой папки», в том числе со ссылкой на экспертные исследования.

Из Вашего внимания ускользнуло то, что выписка из решения Политбюро ЦК ВКП(б) от 5 марта 1940г. не имеет подписи и на ней стоит печать ЦК КПСС. Вам не подсказали, что название КПСС появилось позже 1940 года на двенадцать лет, и оттиск печати ЦК КПСС на документе в момент его принятия не мог стоять. По нашим данным, выписка была сфальсифицирована в начале 90-х годов прошлого столетия ельцинским окружением или, как Вы изволите выражаться, приспешниками.

Вы не заметили, что в выписке (даже фальшивой) указано: «Предложить НКВД рассмотреть дела на военнопленных поляков…», однако в материалах уголовного дела, в иных источниках нет никаких сведений об их рассмотрении, о реальной судьбе тех самых 27 тысяч поляков, упомянутых в выписке. Есть все, в том числе о перемещении пленных, о конвое, о питании, о другом, кроме как сведений об исполнении решений, приговоров. Такого в работе НКВД СССР быть не могло, ведь в этой организации фиксировалось все до мелочей. А тут расстрел стольких людей, но в документах о нем ни слова. Над этим стоит задуматься.

Вы обвиняете Сталина и его приспешников в убийстве нескольких десятков тысяч поляков, но следовало бы знать, что после 14-летнего расследования дела Главная военная прокуратура не признала их виновными в уничтожении военнопленных под Катынью и никакого решения на этот счет не приняла.

Об этом умолчали и в Государственной Думе. Поэтому высшая российская власть, не замечая того сама, скатились на стезю политических репрессий. Ведь Ваши предшественники – президенты извинялись перед поляками за гибель их сограждан до окончания следствия, которому только и осталось облечь политическую волю руководителей государства в правовую форму, признав НКВД СССР виновниками в гибели военнопленных. Иного решения здесь быть не могло, даже если следствие и пришло к другим выводам.

Вы в столь сложном вопросе, имеющем международное значение, должны были потребовать исчерпывающую информацию. Если скрыли ее от Вас, то избавьтесь от нерадивых помощников и советников.

Вам не доложили, что списки большинства погибших под Катынью представила следователям Польша, и они оставлены без тщательной проверки. Поэтому и стали появляться после войны 1941-1945 годов живые люди из числа объявленных мертвыми.

Не доложили и о том, что следователи злоупотребляли служебным положением, выезжали на отдых в Польшу, для них устраивались застолья, они получали подарки, а, в конечном счете, все были награждены польскими государственными наградами. Только поэтому, основываясь на международном праве и практике, постановление следователей по гибели польских пленных должно быть объявлено несостоятельным, не порождающим никаких правовых последствий.

Советский Союз обвиняют в расстреле десятков тысяч поляков, но предварительным расследованием проведена эксгумация лишь 1803 трупов поляков, а обстоятельства их гибели, как и других, так до конца и не установлены. Если нет трупов, то не может быть и обвинения в убийстве.

Вам видимо не доложили, что все польские офицеры под Катынью были убиты немецкими пулями из немецкого оружия.

В материалах Нюрнбергского трибунала имеются убедительные доказательства, представленные советской комиссией Н.Бурденко о расстреле поляков немцами, которых трибунал не оправдал и не возложил ответственности за эти злодеяния на СССР.

То, что происходит сейчас – это уже наглая попытка ревизии истории, пересмотра приговора трибунала. В его материалах есть показания начальника лагеря Ветошникова В.М., который за несколько часов до оккупации немцами Смоленска прибыл в город и просил выделить ему 75 вагонов для вывоза поляков в глубь страны. Вагонов ему не выдали из-за сложности положения, а сам он уже не смог вернуться в лагерь.

Значит, поляки были еще живы, а не расстреляны НКВД СССР весной 1940 года, как утверждается сейчас. И таких показаний достаточно, в том числе собранных и после войны 1941-1945 годов.

В материалах трибунала есть показания Михайловой О.А., Конаховской З.П., Алексеевой А.Н., которые осенью 1941 года работали на кухне столовой 537-го немецкого полка, оккупировавшего район Катынь под Смоленском. Они пояснили, что были очевидцами доставки в это местечко пленных поляков и расстрела их немцами. После каждого расстрела фашисты шли в баню, а потом в столовой им выдавалось усиленное питание и двойные порции спиртного.

Плохо, если Вам не сообщили, что болгарский ученый М.Марков и чешский профессор медицины Ф.Гаек, участвовавшие в 1943 году в работе геббелевской комиссии по исследованию трупов под Катынью, заявили о чудовищной необъективности медицинских документов, составленных немцами. О том, что еще в декабре 1945 года два профессора, два ведущих польских специалиста в области судебной медицины Ольбрихт и Сингилевич доказали, что пленных поляков под Катынью расстреляли немцы осенью 1941 года. Об их выводах сейчас пытаются не вспоминать.

Вам не доложили, что группа российских ученых, которых мы считаем настоящими патриотами, летом 2010 года подготовила рецензию на заключение экспертов от 2 февраля 1993 года по уголовному делу № 159 о расстреле поляков и полностью опровергла его выводы, с чем потом согласилась и Главная военная прокуратура. Добавлю, что эта рецензия мною была передана в администрацию президента.

Вас не поставили в известность, что Конституционный суд РФ, рассматривая так называемое дело о запрете КПСС, отказался исследовать документы, представленные ему президентской стороной по Катынской трагедии из-за сомнительности их происхождения.

Вас не проинформировали даже о наиболее существенных и важных обстоятельствах гибели польских пленных под Смоленском, тем более о материалах, опровергающих версию об их расстреле НКВД СССР.

Вы ссылаетесь на Заявление Госдумы о виновных в Катынской трагедии. Вам и российскому правительству наверное удобно, что в фальсификацию истории втянут и законодательный орган – есть на кого переложить ответственность. Поэтому Вы и не хотите знать, что три комитета – по международным делам (К.Косачев), по делам ветеранов (Н.Ковалев) и по делам содружества независимых государств и связям с соотечественниками (А.Островский), возглавляемые представителями «Единой России» и ЛДПР, даже не обсудили, как это положено по регламенту работы, проекты Заявления и Постановления Госдумы на своих заседаниях. Не представили депутатам никаких информационных материалов по обсуждаемой проблеме. Госдума голосовала «в темную». Как я считаю, в ней есть большая группа депутатов, которая ради сохранения своих кресел, тем более по команде из Кремля и из правительства, проголосует за любое решение, в том числе и подрывающее отечественные интересы. Про таких говорят в народе – «Мать родную продадут». И в этом смысле Госдума стала опасной для нашего общества и государства.

Больше всего волнует то, что Вы, соглашаясь с фальсификаторами, скорее всего хотите вычеркнуть из истории нашего Отечества весь советский период, а он героический, созидательный, хотя одновременно и трагический. Смею утверждать, не получится.

В связи с этим, напомню известное высказывание У.Черчилля, который сказал, что если кто-то объявил войну своему прошлому, то он вскоре обнаружит, что у него нет будущего. У России должно быть будущее.

Заканчивая свое открытое обращение, сообщаю, что я и мои товарищи – крупные ученые, исследователи Катынской проблемы, готовы к любой дискуссии на любом уровне. А чтобы установить и защитить истину, было бы правильным направить уголовное дело № 159 Главной военной прокуратуры в Верховный Суд РФ для публичной оценки имеющихся в нем доказательств с участием сторон. Одну из них - по защите интересов России готов представлять.

Заслуженный юрист РФ,

доктор наук, профессор

В.И. Илюхин.

7 декабря 2010 г.  

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