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Mauern,
Tote und Lügen
Von
Jorge Cadima
Quelle:
(Organ der Kommunistischen Partei Portugals (PCP) vom
19. November 2009
Auf
Kommunisten-online am 6. Dezember 2009 – «Der Abschied vom
Kommunismus? Er hat eine Million Tote gekostet». Der Titel stammt
nicht von einer kommunistischen Schrift. Er stand im Bericht einer
Zeitung des italienischen Grosskapitals über eine Untersuchung von
Professoren von Oxford und Cambridge, welche in der britischen
Medizinzeitschrift The Lancet veröffentlicht worden war. Gestützt
auf die Daten der UNICEF von 1989 bis 2002
bestätigen die Autoren laut Corriere della Sera (23.1.09),
dass «die Politiken der massenhaften Privatisierung in der
Sowjetunion und in Osteuropa die Sterblichkeit um 12,8% erhöht […],
oder anders gesagt den vorzeitigen Tod von einer Million Personen
verursacht haben. […] Am meisten wurde dort gestorben, wo
Schocktherapien angewendet wurden: zwischen 1991 und 1994 fiel die
Lebenserwartung in Russland um 5 Jahre». Die Schlussfolgerungen aus
vorangegangen Studien waren noch schlimmer. Wie der Corriere della
Sera schreibt, «zählte die Agentur der UNO
für Entwicklung, die UNDP, im Jahre 1999 10
Millionen Personen, durch den irdischen Regimewechsel verschwundene
Personen, und die UNICEF selbst sprach von über
3 Millionen Opfern.» Um diese grossartigen Resultate zu feiern, hat
sich der Generalstab des Imperialismus in Berlin, mit Glanz und Gloria
und nicht enden wollenden Fernsehübertragungen, zu einer Gedenkfeier für
das 20-jährige Regime der Konterrevolution im Osten versammelt.
Die
Bilanz der kapitalistischen Restauration ist noch schlimmer. Auch ohne
vom Leiden der im Osten Lebenden zu sprechen – die Verbreitung der
extremen Armut, der Obdachlosigkeit, der Prostitution, der Drogenabhängigkeit
oder der Massenauswanderung um zu überleben – machten sich die
Auswirkungen der Konterrevolutionen von 1989-91 auf dem ganzen Planeten
bemerkbar. Die «Schocktherapien» eines triumphierenden und nach
Wiedereroberung der im 20. Jahrhundert verlorenen Positionen gierigen
Imperialismus haben sich in eine weltweite und todbringende Wirklichkeit
verwandelt, und erhielten 2008 ihre unvermeidliche Zugabe: die grösste
Krise des Kapitalismus seit den 30er Jahren. Eine Eskalade von tödlichen
Kriegen wurde zur gleichen Zeit entfesselt, von einem Imperialismus, der
von einem Gegengewicht der sozialistischen Staaten befreit ist. Viele
Hunderttausende von Toten (650’000 allein im Irak, nach einer anderen,
in der Lancet veröffentlichten Studie) sind die Frucht des «Berliner
Mauerfalls», im Golf, in Jugoslawien, in Afghanistan, im Irak, im
Libanon, in Palästina, und nun in Pakistan, um nicht von den «kleineren»
Aggressionen zu sprechen. Und wurden durch den «Gulag» der Geheimgefängnisse
geführt, die über der ganzen Welt verteilt sind, in welchem Tausende
von Personen verschwinden, entführt und gefoltert von einem Unterdrückungssystem,
das oberhalb jeglicher Kontrolle steht. Die Führer der «freien Welt»
die, stolz, in Berlin zusammenkamen, sind alle verantwortlich für
dieses Blutbad und diese Unterdrückung. Sie mögen ein sympathisches
Gesicht aufsetzen und einander freundschaftlich mit Hillary, Angela,
Nicolas, Bill, Tony oder auch «Porreiro Pà»1.
Aber von ihren Händen trieft Blut und Leiden von Millionen Personen in
der ganzen Welt – von Peshawar bis Guantánamo (das weiterhin geöffnet
ist), von Abu Ghraib bis Honduras (das nach wie vor unter Kontrolle der
Putschisten und unter der Gleichgültigkeit der «demokratischen»
gesellschaftlichen Kommunikation steht), von den mexikanischen «Maquiladoras»
bis zu den palästinensischen Flüchtlingslagern (die nach wie vor –
seit 60 Jahren -auf ihren Staat warten).
Durch
den westlich-demokratischen «Gulag» kam auch Khalid Shaikh Mohammed,
der nun in die USA vor Gericht kommt und
angeklagt wird, der Hauptveranwortliche des 11. September zu sein (aber
war das nicht Bin Laden?) Gemäss der New York Times (15.11.09)
«wurde er 183 Mal der Fast-Erstickungs-Technik, genannt Waterboarding
unterzogen». Die Zeitung behauptet, dass er sich auch «für eine Serie
von Verschwörungen» verantwortlich erklärt hat, wie Mordversuche an
Präsident Bill Clinton, am Papst Johannes Paul II. und für die Bomben
vpn 1993 im World Trade Center». Noch eine simulierte Ertränkung, und
er hätte sich auch seine Schuld für die Erderwärmung oder das
Verschwinden von Don Sebastian2
in Alcácer-Quibir zugegeben. Aber man trachtet dem Angeklagten nach dem
Leben: Pakistaner, in Kuwait aufgewachsen und von einer amerikanischen
Universität diplomiert, reiste er nach seinem Studium «nach Pakistan
und Afghanistan, um sich den Kämpfern der Mujaheddin anzuschliessen,
die in dieser Zeit Millionen von Dollars von der CIA
erhielten, um gegen die sowjetischen Truppen zu kämpfen». (NYT,
15.11.09). Afghanistan, das heute besetzt ist und wo «gemäss
Verantwortlichen der NATO […] ein Drittel
der afghanischen Polizisten sind drogenabhängig». (Sunday Times,
8.11.09) Ein bewundernswerte neue Welt, die der «Mauerfall»
geboren hervorgebracht hat!
Quelle/Original::
Muros,
mortos e mentiras (por Jorge Cadima, Cronica internacional, in:
Jornal «Avante!», Nº 1877, (19. Novembro 2009)
___________
1
“Porreiro, pà!” (port.): etwa wie “cool, man!” – Mit
diesem Wort gratulierte der portugiesische Ministerpräsident Sócrates
dem EU-Kommissionspräsidenten Durão Barroso zu einem Preis, der diesem
mit der Begründung seiner Verdienste um Deutschland, Europa und die
Welt zugesprochen wurde.
2
Der junge portugiesische König soll auf dem Schlachtfeld von Alcácer-Quibir
1578 verschollen sein.
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In
Rumänien verbreitete Umfrage ergab
MOLDAWIER
MEINEN, DASS SIE IN DER UDSSR BESSER LEBTEN
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Chişinău,
10. Dezember 2009, Tribuna Popular TP.-
Der ausgezeichnete Bloq „Ein Vallekaner in Rumänien“
berichtete, dass laut letztem Meinungsbarometer der moldauischen
Regierung (heute in den Händen von Antikommunisten) 68% der Bevölkerung
der Meinung sind, dass die Bevölkerung in den Zeiten der
Sozialistischen Sowjetrepublik Moldawien als Teil der UDSSR besser
lebte.
57%
meinen, dass damals das Lebensniveau gewährleistet war. 55% meinen,
dass es mehr Sicherheit und medizinische Fürsorge gab. 46% würden am
liebsten sofort der UDSSR erneut beitreten.
Die
meist gewählte Partei in den Wahlen von 2010 wird die Partei der
Kommunisten sein, die in Wirklichkeit eine eurokommunistische Partei ist
und auf 38,9% käme. Nach unserer Hypothese würde diese Partei noch
mehr Stimmen erhalten, wenn sie eine marxistisch-leninistische Linie
verfolgt.
Die
Umfrage beweist erneut, was wir immer wieder äußerten. Es gibt eine
sich entwickelnde immer kräftigere Tendenz zur Wiedervereinigung der
sowjetischen Völker, was den Imperialisten und ihren Agenten vor Ort in
Gestalt der georgischen, ukrainischen, moldawischen und baltischen
Faschisten sowie nicht wenigen großrussischen Bourgeois die Haare zu
Berge stehen lässt.
Quelle:
La Conquista de la Civilización Socialista
in:
http://www.pcv-venezuela.org/ |