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Katyn
– eine antisowjetische Fälschung
Von
M. Dumow
Quelle:
VKPB
vom 22.05.2010
Auf
Kommunisten-online am 5. Juli 2010 – Seit vorigem Jahr betonen die
Machthaber der Russischen Föderation die Bedeutung des 65. Jahrestages
des Sieges. Aus dem Mund der Herrscher aller Couleur tönt das Thema der
Sorge um die Veteranen bei der Verbesserung der Wohnverhältnissen u.a.m.
Von Zeit zu Zeit – hauptsächlich wegen des Haushaltsplanes –
leuchten die Erinnerungen der Veteranen auf. Es schien so: je näher der
Tag der Sieges rückt, um so mehr spricht man über die Heldentaten des
Volkes, das den Faschismus vernichtet und halb Europa befreite – über
das sowjetische Volk!
Wie
dem auch sei! Die russischen und polnischen Machthaber waren darauf
vorbereitet. Doch sie agierten merkwürdig koordiniert, als es darum
ging, das sowjetische Volk in den Schmutz zu ziehen. Sie finanzierten
gemeinsam den verlogenen und gemeinen Film Andrzej Wajdas. Sie
organisierten ein Treffen der „demokratisch gewählten“ Präsidenten
Rußlands und Polens mit deren zahlreichem Gefolge bei Smolensk. Und als
am 10. April der Präsident Polens L. Kaczynski beim Flugzeugunglück im
Katyner Wald bei Smolensk ums Leben kam, blieb nichts von den russischen
„Demokraten“ übrig als das allgemeine Gejammer über den
„Lieblingspräsidenten" der Polen. Am 18. April zur Beerdigung
Kaczynskis in Kraków
beschuldigte der Präsident der Russischen Föderation D.A.Medwedjew
Stalin persönlich der Massenhinrichtungen im Katyner Wald. Dann sprach
er im Verlauf seiner Reise durch den Skandinavischen Länder über Katyn.
Am 28. April auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen wiederholte
Medwedjew noch einmal seine Anschuldigungen an die Adresse der
Sowjetmacht.
Warum
überschatteten die Katyner Ereignisse vor 67 Jahren den bevorstehenden
65. Jahrestag des Sieges?
Schauen
wir tiefer in die Geschichte hinein.
Die
ersten Mitteilungen über die Ermordung polnischer Offiziere im Katyner
Wald kamen am 13. April 1943 aus Hitlerdeutschland.
Noch
am 9. April schrieb der faschistische Propagandaminister Joseph Goebbels
in sein Tagebuch:
"In
der Nähe von Smolensk sind polnische Massengräber gefunden worden. Die
Bolschewisten haben hier etwa 10.000 polnische Gefangene, unter ihnen
auch Zivilgefangene, Bischöfe, Intellektuelle, Künstler usw., einfach
niedergeknallt und in Massengräbern verscharrt. Über diesen Massengräbern
haben sie Anlagen hergerichtet, um die Spuren ihres frevelhaften Tuns
zum Verschwinden zu bringen. Durch Hinweise der Einwohner ist man hinter
das Geheimnis dieser Erschießungen gekommen, und nun zeigt sich eine
grauenvolle Verwüstung der menschlichen Seele. Ich veranlasse, daß die
polnischen Massengräber von neutralen Journalisten aus Berlin besucht
werden. Sie sollen dort einmal durch eigenen Augenschein davon überzeugt
werden, was ihrer wartet, wenn ihr vielfach gehegter Wunsch, daß die
Deutschen durch die Bolschewisten geschlagen würden, tatsächlich in
Erfüllung ginge".
Gerade
ist in der letzten Phrase dieses Faschisten wird das
wahre Ziel der Goebbelsschen Propaganda deutlich – die
Polen einzuschüchtern, Feindschaft zwischen den polnischen und
sowjetischen Völkern säen und die Polen davon abzuhalten, ein Bündnis
mit der Sowjetunion einzugehen.
Von
da ab waren die sowjetisch-polnischen Beziehungen außerordentlich
gespannt. Der Grund war der unversöhnliche Antisowjetismus und die
offene Russenfeindlichkeit. Sie führten die bürgerliche polnische
Regierung dazu, das Systems der kollektiven Sicherheit in Europa zu
vereiteln, was schließlich den Faschisten bei der Verwirklichung ihrer
Pläne zur Vernichtung der slawischen Zivilisation in die Hände
spielte. Schon gegen Ende 1939 waren von den Deutschen im okkupierten
Polen über 100.000 Menschen vernichtet worden. Das war „die neue
deutsche Ordnung“! Nach dem Ende der Okkupation Polens hatten die
Deutschen etwa 6 Millionen Polen – also 22 % der Bevölkerung –
vernichtet! Das Endziel der Faschisten war die Liquidierung des gesamten
polnischen Volkes bis zum Jahre 1950. Zum Glück existierte für die
Polen die UdSSR und deren Rote Armee.
Im
Kampf gegen den Faschismus ergab sich allmählich die Notwendigkeit, die
Bemühungen der sowjetischen und polnischen Völker zu vereinigen, bis
hin zur polnischen Emigration. Die bürgerliche Regierung hielt sich in
London auf. Die diplomatischen Beziehungen zwischen ihr und der
Regierung der UdSSR wurden am 30. Juli 1941 wiederhergestellt. Das
Abkommen sah die Bildung einer polnischen Armee auf dem Gebiet der UdSSR
vor. Diese Armee sollte aus einer Anzahl ehemaliger polnischer Soldaten
und Offiziere bestehen, die sich nach der Befreiung durch die Rote Armee
in der Westukraine und in Westweißrußland in Gefangenschaft befanden.
Am
25. Dezember 1941 erließ die Regierung der UdSSR die Verordnung „Über
die polnische Armee auf dem Gebiet der UdSSR“. Es wurde mitgeteilt, daß
dieser Armee 96.000 Personen angehörten, die von General Anders
befehligt wurden.
Doch
die Polen hielten ihre Sicherheit durch die UdSSR für schlecht gewährleistet,
und so zogen 80.000 polnische Militärangehörige im September 1942 zu
ihren Verbündeten in den Iran, um dort britische Erdölanlagen zu
sichern. Erst 1944 erschienen sie dann in Italien.
Doch
der schon im März 1943
gegründete Bund polnischer Patrioten formierte unter Führung von
General Z. Berling eine polnische Division namens „Tadeusz Kościuszko“.
Diese Division bestand ihre Feuertaufe in den Kämpfen bei Lenino am 12.
und 13. Oktober 1943 und wuchs später zur polnischen Armee heran.
Die
Faschisten witterten die Festigung der Freundschaft zwischen den Völkern
und das herannahende Ende. Und so erschallte am 13. April 1943 die
deutsche Mitteilung...
Am
19. April 1943 veröffentlichte
die Zeitung „Prawda" einen Artikel „Die polnischen Komplizen
Hitlers“, wo Beispiele angeführt waren, wie die Faschisten schon
mehrfach die von ihnen begangenen Massenmorde als Spuren
„bolschewistischen Terrors“ ausgegeben hatten, und es wurde gesagt:
„Wie
nunmehr völlig klar ist, haben die Deutschen die ehemaligen polnischen
Kriegsgefangenen ergriffen, die sich 1941 zu Bauarbeiten in den Bezirken
westlich von Smolensk aufhielten, und die im Sommer 1941 nach dem Rückzug
der sowjetischen Armeen aus dem Bezirk Smolensk zusammen mit vielen
sowjetischen Menschen, den Bewohnern des Smolensker Gebiets, in die Hände
der faschistischen Henker gerieten. Die Deutschen haben die ehemaligen
polnischen Kriegsgefangenen und viele sowjetische Menschen viehisch
ermordet, und wollen jetzt die Spuren ihrer Verbrechen verwischen. In
der Hoffnung leichtgläubige Menschen zu finden, versuchen sie, ihre
ungeheuren Verbrechen mit neuerlichen schändlichen Hirngespinsten zu überdecken“.
Als
„Henker" der Polen bei Katyn nannte die faschistische Propaganda
„die GPU-Komissare“ Lew Rybak, Abraham Borisowitsch, Paul Brodinski
und Chaim Finberg. Bis jetzt wurden von niemandem und nirgendwo die Spuren dieser geheimnisvollen „Komissare"
gefunden, weil es solche nämlich nicht gibt. Das ist die Wahrheit der
Geschichte.
Ist
das den Führern Polens und Rußlands nicht bekannt? Wissen sie das,
oder gehören sie zu jenen „leichtgläubigen Leuten“? Wozu dient
dann die Showveranstaltung um „Katyn“? Der
Sozialismus ist ihnen verhaßt, und sie tun alles, um das sowjetische
Volk und seine führende Kraft – die Partei der Bolschewiki unter der
Führung Stalins anzuschwärzen. Ohne Führung sind Armee und
Volk nur eine Menschenmenge. Und eine Menschenmenge kann den Kampf gegen
den stärksten und tückischsten Feind, wie es der deutsche Faschismus
war, nicht gewinnen. Das bedeutet: Die
Kraft lag bei den Bolschewiki, und sie lag in der sozialistischen
Ordnung! Dies alles hassen die neu aufgetauchten „Herren"
der Betriebe, der Zeitungen und der Dampfer Rußlands und Polens und
wollen es aus dem Bewußtsein der Völker ausrotten. Dafür werden zur
Schau gestellte Leiden organisiert – als „Opfer des
Totalitarismus“. Und die russischen Präsidenten bereuen und
bereuen...
Die
sowjetischen Menschen haben nichts zu bereuen.
Im
Laufe der berüchtigten „Gorbastroika“ hat der Präsident Polens W.
Jaruzelski auf der Grundlage der Angaben polnischer Historiker erneut
bestätigt, daß die Tragödie bei Katyn ein Verbrechen der deutschen
Faschisten war, eine von den Nazis veranstaltete Provokation. Kaum hatte
die antisowjetische Provokation angefangen, war sie auch schon wieder
verstummt – vorläufig. Doch nach dem konterrevolutionären, bürgerlichen
Umschwung in der UdSSR 1991-1993 brachten die „Demokraten" die
Welle der Verleumdung wieder in Gang...
Im
Jahre 1992 wurde im Archiv des Präsidenten der Russischen Föderation
„zufällig“ das „geschlossene Paket №1“ entdeckt, in dem
sich angeblich der Beschluß des Politbüros des ZK der Allunions-KP (B)
vom 5. März 1940, ein Brief Berijas an Stalin und ein Brief Scheljepins
an Chrustschow vom 3. März 1959 etc., befunden haben sollen – das
sind also die „unwiderlegbaren" Beweise der Schuld der UdSSR. Doch die Originaldokumente sind für die Forschung bis jetzt nicht zugänglich.
Nach den Forschungen vieler gewissenhafter Historiker und Spezialisten
ist jedoch schon jetzt bewiesen, daß diese und andere
„Dokumente" aus dem Archiv des Präsidenten Fälschungen sind.
Im
Jahre 1943 arbeitete eine Kommission zur Feststellung und Untersuchung
der Umstände der Erschießung der Kriegsgefangenen polnischen Offiziere
durch die faschistischen Eroberer im Katyner Wald. Diese Kommission
wurde geleitet vom Präsidenten der Akademie der medizinischen
Wissenschaften Nikolai Pawlowitsch Burdenko. Die Mitglieder der
Kommission waren Schriftsteller, Geistliche und Persönlichkeiten des öffentlichen
Lebens. Es lagen Beweise dafür vor, daß es bis zur Ankunft der
Deutschen im Katyner Wald kein Lager für polnische Kriegsgefangene gab,
und daß der Tod der polnischen Kriegsgefangenen im Jahre 1941 geschah,
und nicht schon 1940, wie die Nazis behaupteten. Im Bericht der
Kommission, der in der „Prawda" am 26. Januar 1944 veröffentlicht
worden war, wurde festgestellt:
„…2.
Im Katyner Wald wurden im Herbst 1941 von der deutschen Besatzungsmacht
Massenerschießungen von polnischen Kriegsgefangenen … durchgeführt;
…
4. Im Zusammenhang mit der Verschlechterung der allgemeinen militärpolitischen
Situation für Deutschland Anfang 1943 haben die deutschen Besatzer zu
provokatorischen Zwecken eine Reihe von Maßnahmen unternommen, um zum
Streit der Russen mit den Polen ihre eigenen Verbrechen den Organen der
Sowjetmacht zuzuschreiben...“
Darüber
hinaus haben die, in das noch von den Deutschen okkupierte Smolensker
Gebiet entsandten internationalen Experten, obwohl sie auf Anordnung
Hitlers handelten, in den Leichen der Ermordeten deutsche
Geschosse der Marke „GECO“, der Serie „D“ vom Kaliber 7,65 mm
gefunden. Am 8. Mai 1943 notierte Goebbels verärgert: „Leider
hat man in den Gräbern Katyns deutsche Munition entdeckt.“ Solche
Tatsachen, wie die Erschießung der Polen durch den
deutsch-faschistischen Abschaum, gibt es viele. Nach dem Krieg
studierten polnische Historiker diese Tragödie und auch sie konnten
eine Mitwirkung „des totalitären Regimes" nicht
feststellen. Die Frage wurde von beiden Seiten eindeutig entschieden –
die
Deutschen sind schuldig.
Den
Sowjetfeinden wird es gemeinsam mit emporgekommenen Herren nicht
gelingen, sich der wachsenden Hinwendung des Volkes zur Stabilität des
Sowjetzeit, der Hinwendung zu Stalin, entgegenzustellen, und so
versuchen sie es mit einem schmutzigen Stalin-feindlichen
„Kreuzzug“. Ein bösartiger, unzureichend hinter der Maske von der
„Freiheit des Wortes“ und der „historischen Wahrheit“ verdeckter
Antisowjetismus beschäftigt die
Spitzen der Russischen Föderation und Polens. Für
die Befreiung Polens von den faschistischen Eroberern haben mehr 600.000
(!) sowjetische Soldaten ihr Leben geopfert. Aber darüber
schweigen sowohl russische, wie auch
polnische Präsidenten. Sie schweigen genauso zur
Massenvernichtung der Rotarmisten durch Polen im Jahre 1921 (nach dem mißlungenen
Gegenschlag der Roten Armee auf Warschau starben in
polnischen Lagern 60.000 von den 130.000 russischen Kriegsgefangenen).
Im Terminkalender „unserer" Präsidenten gab es weder eine Ehrung
der Stalingrader Schlacht, der Kursker Schlacht, noch der Befreiung
Warschaus. Dafür flogen sie zu den Feiern anläßlich der Eröffnung
der zweiten Front nach Europa wie die Fliegen auf den Honig. Warum rufen
einige Tausend umgekommener Polen bei Katyn so ein Meer von Ergüssen
hervor?
Das
Volk nennt es Verrat.
Die
zynische und freche Lüge über Katyn der bürgerlichen
„Wahrheitsfanatiker“ ist vor allem berechnet auf die Beschränktheit
der Spießbürger und die Unwissenheit der Jugend über die Geschichte.
Ein solches Herangehen ist typisch für die bürgerliche Propaganda.
Teilweise gelingt es, damit das gesellschaftliche Bewußtsein zu
vergiften. Aber die Mythen und die Lügengebäude der Geschichte werden
unvermeidlich einstürzen, und für den Verrat des sowjetischen Volkes
muß unvermeidlich gezahlt werden. Das oberste Gericht – das Gericht
der Werktätigen einer erneuerten UdSSR – wird sein Verdikt
aussprechen.
M.Dumow
Quelle:
http://www.vkpb.ru/
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Wahrheit
und Lüge über Katyn
Die
Sowjetfeinde entlarven … sich selber
„Mein
Gott! Wieviel Wahrheit ist doch in den Augen der Staatlichen Nutten!“
Jurij
Schewtschuk (ddt)
Wladimir
Kowaltschuk (Arbeiter), Moskau
Übersetzung
NN
Kommunisten-online
vom 6. Juli 2010 – Zum 65. Jahrestag des Sieges des sowjetischen
Volkes, seiner kommunistischen Partei und der Roten Armee im Grossen
Vaterländischen Krieg über die imperialistischen Aggressoren, über
das faschistische Deutschland und seine Verbündeten – zum 65.
Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkriegs rottet sich der
profaschistische bürgerliche Mob wieder zusammen und erhebt sein Geheul
gegen die Sowjetunion, gegen die Erinnerung an unsere redlichen
Vorfahren und gegen unsere Zukunft.
Dieser
giftige Bodensatz wurde von den antikommunistischen Kräften in Europa
und von den derzeitigen Machthabern der Russischer Föderation aufgewühlt
und von deren Speichelleckern in der „Katyner Sache“ der Erschießung
der kriegsgefangenen polnischen Offiziere ringsherum aufgegriffen. Die
Livree von Lakaien ist ihnen schon von hinten anzusehen.
Die
Lügen der Nazis werden weiterverbreitet
Die
von Goebbels nach der Niederlage bei Stalingrad zubereitete Fälschung
wiederkäuend, spucken die Machthaber der Russischen Föderation im
Namen Putins in die Vergangenheit. Sie unterminieren damit die Zukunft,
was die „Europäer“ unseres Landes nicht einmal bemerken. Vor dem
„zivilisierten" Westen haben sie bereut und sich entschuldigt –
und die Russen haben es nun auszulöffeln und zu bezahlen. Eine
Verbeugung vor den Nachkommen derer, die sich Hitler, seinen Verbündeten,
den Okkupanten unterwarfen, die jene faschistischen Horden fütterten
und ausrüsteten. Die polnischen Pans haben die Klage an Rußland über
eine Summe von mehr als 4 Milliarden Dollars, zuzüglich der
aufgelaufenen Zinsen, schon vorbereitet. Mit Hilfe NATO werden sie das
auch einfordern, geringer geht es nicht – und die Putinisten und der
Rest der Bande in Europa werden ihr Gebäck mit Konfitüre fressen.
Was
geschah nach 1939 wirklich?
Es
ist eine historische Tatsache, daß im September-Oktober 1939, nachdem
Westweißrußlands und Westlicher Ukraine ihren Beitritt zur UdSSR erklärt
hatten, etwa 10.000 Offiziere der polnischen Armee, und ebenso viele
Polizisten und andere „Amtspersonen“ interniert und später als
Kriegsgefangene inhaftiert wurden. Sie wurden 1940 in 3 Kategorien
untergeteilt:
1)
besonders gefährliche Verbrecher, Mörder, die
Diversanten und Spione. Sie wurden zur Erschießung verurteilt. Das
betraf etwa Tausend Personen.
2)
polnische Offiziere, die für die Bildung der polnischen
Armee des Generals Anders auf dem Territorien der UdSSR für den Kampf
gegen die faschistischen Besatzer freigelassen wurden (400 Personen).
3)
Potentiell gefährliche Personen, die man nicht freilassen
konnte. Sie waren in einem Arbeitslager westlich von Smolensk
inhaftiert. Zu Beginn des Krieges gelang es nicht mehr, sie zu
evakuieren. Und zu Fuß bis weit hinein in das Gebiet der UdSSR zu
marschieren, lehnten sie ab.
So
gerieten sie in die Hände der Deutschen, die sie dann im Herbst 1941
entsprechend dem Befehl Hitlers zur Beseitigung des „polnischen
Problems“ erschossen haben: „Die Polen sollen nur einen Herrn –
den Deutschen haben. Es können und dürfen nicht zwei Herren
nebeneinander existieren, deshalb müssen alle Vertreter der polnischen
Intelligenz vernichtet werden. Nur auf diese Weise können wir das uns
zustehende Gebiet beherrschen.“
Und
das sind die Beweise:
a)
Die Geschosse und die Patronenhülsen, die man in den Gräbern
der Ermordeten fand, waren in Deutschland hergestellt worden;
b)
Bei dem Teil der Leichen hatte man die Hände mit
Papierschnur gefesselt, welche bis zu Beginn des Krieges in der UdSSR
nicht herstellt wurde;
c)
Nach dem Gutachten der gerichtsmedizinischen Experten
(einschließlich dessen, das von der Kommission nach Exhumierung der
Leichen im Jahre 1943 erstellt wurde), befanden sich die Ermordeten
nicht länger als anderthalb Jahre unter der Erde;
d)
Nach dem Gutachten der speziellen sowjetischen Kommission
unter Leitung von Akademiemitglied N. Burdenko war die Art und Weise der
Erschießung der sowjetischen Bürger in Orjol und Woronesch mit der
Methode der Hinrichtung der polnischen Offiziere identisch;
e)
Wie konnten die „blutrünstigen Bolschwiken“ heimlich
12.000 Menschen in Katyn erschießen, wenn sich dort bis zum Kriege ein
Pionierlager befand? Wenn das so gewesen wäre, dann hätte sich sicher
ein geeigneterer Platz dafür gefunden;
f)
Die „Entdeckung" der Massengräber durch die
Faschisten erfolgte nach der Niederlage bei Stalingrad, als der ganze
Zweite Weltkrieg zu scheitern drohte. Mit einer solchen demonstrativen
Schau der Opfer „unmenschlichen bolschewistischen Regimes“
beabsichtigte Deutschland die Koalition der Verbündeten – die UdSSR,
die USA, Großbritannien und die Länder Europas zu spalten und den
schnellen Vormarsch der sowjetischen Armeen zu verhindern;
g)
Und, schließlich – die überflüssigen Fälschungen und
die gefälschten Dokumente: Darauf werden wir ausführlicher eingehen.
Die
Fälschungen im Russischen Staatsarchiv
Welche
Geheimnisse enthält nun die sogenannte „Besondere Mappe №1“
des Politbüros des ZK der KPdSU? Nach ausführlicher Begutachtung eines
Schriftsatzes von L. Berijas an das Politbüro mit dem Vorschlag, mehr
als 25.000 Polen zu erschießen, sowie des zustimmenden Beschlusses des
Politbüros des ZK der Allunions-KP (B) zu dieser Frage durch Historiker
und Wissenschaftler, und nach der von Kriminalisten erstellten Expertise
wurde festgestellt, daß ein Originals dieses "Beschlusses"
nicht existiert, und daß der Schriftsatz L. Berijas gefälscht wurde!
Die erste, zweite und die dritte Seite dieser Mitteilung Berijas wurde
auf einer Schreibmaschine angefertigt, die vierte auf einer anderen.
In
Mai 2010 wandte sich einer der Haupthersteller dieser Fälschungen an
den Abgeordneten der Staatsduma der Russischen Föderation W. Iljuchin.
Nach seinen Aussagen folgte, daß Anfang der 90er Jahre des vorigen
Jahrhunderts eine Gruppe hochrangiger Spezialisten zur Fälschung der
Archivdokumente, die wichtige Ereignisse der Sowjetzeit betreffen,
geschaffen wurde. Diese Gruppe arbeitete im Apparat des
Sicherheitsdienstes des russischen Präsidenten B. Jelzin. Er teilte u.a.
mit, daß der oben erwähnte Schriftsatz L. Berijas vom März 1940 von
ihnen hergestellt worden sei. In einer solchem Position arbeiteten mit
den Archivdokumenten auch Mitarbeiter des 6. Institutes des
Generalstabes der Streitkräfte der Russischer Föderation. Er
behauptete, daß in die russischen Archive für diesen Zeitabschnitt
Hunderte falscher historischen Dokumente eingefügt worden, und ebenso
viele gefälscht worden seien.
Die
Frage der Klärung der „Katyner Sache“ ist mit dem Ziel verbunden,
wieder einmal Stalin und die Partei der Bolschewiki zu diskreditieren.
Dieses Ziel wird nicht aufgehen, Ihr Herren Fälscher! Ihr seid auf der
ganzen Strecke hereingefallen!
Wladimir
Kowaltschuk (Arbeiter), Moskau
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Publikationen
in den Printausgaben der Wochenzeitungen
„Sowerschenno Sekretno“, „Versia“ und „Moj Rajon“ zur
Erklärung W.I.Iljuchins über die Fälschung der Katyner
Dokumente
Waren
die Dokumente über die Katyner Erschießung gefälscht?
Ruslan
Gorewoj
Übersetzung:
Wolfgang Seidel
Kommunisten-online
vom 08.06.2010 – Die Sonderkommission aus Abgeordneten der
Staatsduma und Historikerexperten unter Leitung von Wiktor Iljuchin
studierte die bisher unbekannten Geheimdokumente, welche möglicherweise
Licht in die sogenannte Katyner Erschießung der polnischen Offiziere
bringen werden.
Laut
der offiziellen sowjetischen Version, die 1944 bekannt gemacht wurde,
waren die polnischen Militärangehörigen 1941 bei Smolensk von den
deutschen Okkupationsarmeen erschossen worden. Diese Schlußfolgerung
beruhte auf dem Gutachten der Kommission unter dem Vorsitz von
Akademiemitglied Nikolai Burdenko. Der Kommission gehörten weiterhin
an: der Schriftsteller Alexej Tolstoj, der Metropolit Nikolai, der
Volkskommissar für Aufklärung Wladimir Potjomkin, sowie hochrangige
Vertreter von Armee und NKWD. IIm Jahre 1990 hat man diese Schlußfolgerungen
revidiert: die Führung der UdSSR anerkannte die Verantwortung des
NKWD für die Erschießung der gefangenen Polen, und diese Version
gibt bis jetzt Nahrung für zahlreiche Spekulationen und Anschuldigungen
an die Adresse Rußlands. Wie sich jetzt aufklärt, wurden sie
vermutlich auf Anweisung des Mitglieds des ZK der KPdSU Alexander
Jakowlew verfälscht."
Ein
Zufall hat die Entdeckung der Fälschung ermöglicht. Ein ehemaliger
Mitarbeiter der Sonderdienste hatte sich an den Abgeordneten der
Staatsduma der KPRF Wiktor Iljuchin gewandt und die dokumentarische Bestätigung
dafür erbracht, daß eine ganze Reihe von Dokumenten über Katyn,
einschließlich des berüchtigten „Briefes von Berija №
794/B“, in dem vorgeschlagen wird, mehr 20.000 polnische
Kriegsgefangenen zu erschießen, zu Anfang der 90er Jahre im Auftrag
„eines gewissen Mitglieds des Zentralkomitees der Partei“
hergestellt wurden. Wiktor Iljuchin, in der Vergangenheit oberster
Mitarbeiter des Generalstaatsanwaltes der UdSSR, hat den Zeugen mit
Voreingenommenheit befragt und geklärt, daß die Fälschungen vor 20
Jahren mit dem Ziel hergestellt wurden, um Stalin zu diskreditieren:
„Das wurde im Zuge jener zügellosen Propagandakampagne der
Verunglimpfung der sowjetischen Führung gemacht, die besonders zynisch
und offen geführt wurde zu Anfang der 90er Jahre des vorigen
Jahrhunderts.“
Diese
Mitteilungen von der Kommission unter Leitung Iljuchins sind nicht
einfach nur sensationell – wenn die Authentizität aller den
Abgeordneten übergebenen Dokumente bewiesen sein wird, werden nicht nur
die Ereignisse der 40er Jahre, sondern auch einige Umstände aus Zeiten
der späten Umgestaltung in einem anderem Licht erscheinen. Eine Bestätigung
dessen, daß die Dokumente, aufgrund derer das Gutachten über die
Beteiligung des NKWD an der Erschießung der gefangenen Polen
hergestellt wurde, gefälscht wurden, wird unvermeidlich dazu zwingen,
nach dem Auftraggeber dieser Unterstellungen zu suchen. Derzeit kann es
darüber nur Vermutungen geben. „Sobald wir in unserer Objektivität
uns gründlich sicher sind, werden wir diese Frage sowohl dem Präsidenten,
als auch dem Untersuchungskomitee und der Generalstaatsanwaltschaft
vorlegen,“ erklärte Wiktor Iljuchin. „Wir rechnen damit, daß das
Gründe dafür sind, eine Strafsache anzuregen, weil man ohne Anregung
einer Strafsache keine ernsthafte Expertenuntersuchungen durchführen
kann.“ Außer den Katyn verbundenen Dokumenten, ist erforderlich, die
Authentizität der Materialien über die Zusammenarbeit unserer
Sicherheitsorgane mit den Organen der Reichssicherheit Deutschlands zu
überprüfen: Es existieren gewichtige Beweise, daß auch sie gefälscht
wurden, „um den Faschismus und den Stalinismus auf eine Ebene zu
stellen“.
Vor
kurzem haben sich Vertreter von „Memorial“ an Dmitrij Medwedjew mit
der Bitte gewandt, die Qualität der Untersuchungen der Hauptmilitärstaatsanwaltschaft
über die Umstände der Katyner Erschießung zu überprüfen. Die Bürgerrechtler
forderten, „die Stalinsche Führung der UdSSR“ der Beschlußfassung
über die Massenerschießungen zu überführen, doch jetzt spricht man
dazu passend von der Revision aller dokumentarischen Grundlagen über
Katyn. Die Wahrheit werden wir schon sehr schnell erkennen.
Wiktor
Iljuchin: „In Rußland wurde heimlich die Geschichte gefälscht.“
Der
Abgeordnete der Staatsduma von der KPRF mit einer sensationellen
Videoaufzeichnung in die Öffentlichkeit. In Zusammenhang mit dem Geständnis
des Geheimdienstmitarbeiters, der sich während der Regierungszeit B.N.
Jelzins mit der Massenproduktion falscher Dokumente und mit ihrer
nachfolgenden fälschenden Einfügung in die staatlichen Archive beschäftigte,
und anderen Umständen gab der Abgeordnete der Staatsduma W.I. Iljuchin
eine offizielle Erklärung ab
(siehe
Video: http://www.youtube.com/watch?v=jRJzkIAKarQ&feature=player_embedded
).
Der
Abgeordnete teilte mit, daß ihn am 25. Mai 2010 ein unbekannter Mann
angerufen und um ein Treffen gebeten hat. Dabei teilte er mit, daß er
eine Information im Zusammenhang mit der Untersuchung der Erschießung
der polnischen Offiziere in Katyn geben könne. Iljuchin traf sich mit
ihm noch am selben Tag.
„Der
Unbekannte nannte mir seinen Namen, den ich aber zu seiner Sicherheit,
vorerst nicht nennen werde, und er teilte mit, daß er in unmittelbarer
Beziehung zur Herstellung und der Fälschung der Archivdokumente stünde,
einschließlich derer über die Erschießung der gefangenen Polen.
Aus
seiner Aussage folgt, daß Anfang der 90er Jahre des vorigen
Jahrhunderts eine Gruppe hochrangiger Spezialisten geschaffen wurde zum
Zwecke der Fälschung von Archivdokumenten, die wichtige Ereignisse der
sowjetischen Periode betreffen. Diese Gruppe arbeitete in der Struktur
des Sicherheitsdienstes des russischen Präsidenten B. Jelzin. Sie sei
in den ehemaligen Wochenendhäusern der Mitarbeiter des ZK der KPdSU in
der Ortschaft Nagornyj untergebracht gewesen. Die Arbeit der Mitglieder
der Gruppe sei gut bezahlt worden, sie hätten Leistungslohn erhalten.
Er
teilte insbesondere mit, daß durch sie die Aufzeichnungen L. Berijas im
Politbüro der Allunions-KP (B) vom März 1940 hergestellt wurden, worin
vorgeschlagen worden sei, mehr als 20.000 polnische Kriegsgefangene zu
erschießen. Dabei demonstrierte er den Mechanismus der Fälschung der
Unterschriften L. Berijas, J. Stalins (die Kopien der Blätter füge ich
bei). Ich schließe nicht aus, daß ebenso der polnischen Regierung gefälschte
Dokumente der sogenannten Katyner Sache übergeben wurden.
Er
teilte mit, daß von seiner Gruppe die falsche Aufzeichnung Schelepins
auf den Namen Chrustschows vom 3. März 1959 hergestellt worden seien.
An der Herstellung des Textes sei Oberst Klimow unmittelbar beteiligt
gewesen.
Nach
seinen Worten wurde nach Nagornyj die notwendige Bestellung geliefert,
sowie der Text für das Dokument, welches herzustellen bzw. einem
existierenden Archivdokument hinzuzufügen war und die Unterschrift
dieses oder jenes Beamten, die unter oder über einem Text ergänzt
werden sollte.
Nach
seiner Information arbeitete an der inhaltlichen Herstellung der Texte
eine Gruppe von Personen, zu der angeblich der ehemalige Leiter des
Russischen Archivs, Pichoja, gehörte, der dem ersten russischen Präsidenten
M.Poltoranin nahestand. Dabei wurde auch der Name des ersten
Stellvertreters des Leiters des Sicherheitsdienstes des Präsidenten G.
Rogosin genannt.
Die
Gruppe soll bis zum Jahre 1996 in Nagornyj gearbeitet haben und sei dann
in die Siedlung Sarechje versetzt worden.
Es
sei ihm bekannt, daß mit den Archivdokumenten derselben Quelle auch die
Mitarbeiter des 6. Institutes (Moltschanow) des Generalstabes der
Streitkräfte Russischer Föderation arbeiteten,“ teilt Wiktor
Iljuchin mit.
Er
behauptet, daß für diese Periode in den russischen Archiven Hunderte
falscher historischer Dokumente eingefügt worden seien, und ebenso
viele mittels Eintragung von verzerrten Nachrichten und mittels Fälschung
von Unterschriften verfälscht worden seien.
Auf
Video zeigt Iljuchin die leeren Formulare der 40er Jahre des vorigen
Jahrhunderts, Stempelabdrücke, Stempel, Petschaften, die möglicherweise
für die Urkundenfälschung im Namen der kommunistischen Partei, des
NKWD, einschließlich der Unterschriften Stalins und Berijas, verwendet
wurden, eine Mappe mit Geheimen
Dokumenten.
„Kann
man den Dokumenten glauben, die aus den geheimen Archiven der UdSSR in
den letzten Jahren bekannt gemacht wurden? Den sogenannten Geheimen
Vereinbarungen Molotows mit Ribbentrops, den Dokumenten über Katyn usw.
Nach alledem zu urteilen, wurden der Öffentlichkeit geschickt
hergestellte Fälschungen präsentiert, um die Führung der UdSSR und
die sowjetische Staatsmacht zu verleumden,“ teilt die Website der KPRF
mit.
Die
offiziellen Massenmedien ignorieren gegenwärtig die Erklärung des
kommunistischen Duma-Abgeordneten.
Wenn
sich diese Information jedoch bestätigen sollte, so können wir nicht
nur einfach Zeugen eines Skandals werden. Tatsächlich kann es zu einer
Umbewertung vieler historischer Ereignisse aus der Stalinschen und der
Jelzinschen Regierungszeit durch die Gesellschaft kommen. Die
Gesellschaft wird Antworten bekommen auf viele aktuelle Fragen,
einschließlich des Lärms um die Erschießung der Polen in Katyn.
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DIE
STORY DER FÄLSCHER
Elena
Prudnikova
Quelle „Versionen
an der Newa“, Nr.132, 2010 (mit Kürzungen)
Korrigierte
und überarbeitete Übersetzung
aus dem Russischen für K-online: NN
Auf
Kommunisten-online am 2. Oktober 2010 – Vor einem Monat wandte
sich ein unbekannter Mann an den stellvertretenden Vorsitzenden des
Duma-Komitees für
Sicherheit, Viktor Iljuchin. Er erklärte, daß er Anfang der 90er Jahre
an der Fälschung von Archivmaterialien über die Erschießungen in
Katyn teilgenommen habe.
Bekanntlich waren ein
entscheidender Faktor für die Anerkennung der Schuld der UdSSR an der
Erschießung der polnischen Offiziere die in den Archiven des
NKWD, des KBG und des Politbüros entdeckten Dokumente,
in denen auf Vorschlag des Volkskommissars
für innere Angelegenheiten, Lawrentij Berija, und mit Billigung des
Politbüros die Vernichtung von 11.000 Polen beschlossen wurde.
Nach den Worten des Gesprächspartners Iljuchins seien der Auftrag und
die Texte vom Kreml „angeordnet“ worden, und eine Gruppe von Fälschern,
bestehend Vertretern der Sonderdienste und aus Mitarbeitern der Geschäftsleitung
des Präsidenten Jelzin, gewährleistete die technische Seite.
Die
Aufgaben wurden durchgeführt unter Berufung auf den Leiter des
Staatsarchives, Rudolf Pichoja,
den Vorsitzenden der außerordentlichen Kommission für die Aufdeckung
der Dokumente der KPdSU, den Informationsministers der Russischen Föderation,
Michail Poltoranin, und den ersten stellvertretenden Leiter des
Sicherheitsdienstes des Präsidenten der Russischen Föderation, Georgij
Rogozin. In den Jahren von 1991-1996 hielt sich die Gruppe der Fälscher
in der Siedlung Nagornyj bei
Moskau auf, wo sich die Wochenendhäuser des ZK der
KPdSU befanden, dann zogen sie irgendwohin um, und sie arbeiten möglicherweise
bis jetzt. Zur Bestätigung dieser Aussage wurden Blanko-Formulare für
Dokumente des NKWD und des ZK
der WKP (B), Petschaften, Stempel und – was das wesentlichste war –
eine Archivmappe mit den Dokumenten aus dem Spezialarchiv vorgelegt.
Wiktor
Iwanowitsch, warum hat sich dieser Mensch gerade an Sie gewendet?
Ich
kannte ihn noch aus der Zeit meiner Arbeit in der Staatsanwaltschaft, wo
ich mich mit der Kontrolle der Organe der Staatssicherheit beschäftigte.
Haben
Sie ihn wiedergetroffen?
Ja,
regulär. Er erinnerte sich an weitere Details der Arbeit in der Gruppe
der Fälscher. Und ich habe mir angewöhnt, ihn jeden Morgen anzurufen,
um zu klären, ob alles mit ihm in Ordnung ist.
Hat
irgendeiner der Verantwortlichen auf Ihre Veröffentlichungen reagiert?
Bis
heute niemand – außer dem derzeitigen Direktor des Staatsarchiv der
Russischen Föderation, Sergej Mironenko, der erklärte, daß dies eine
krankhafte Einbildung Iljuchins sei, und daß die gefundenen Dokumente
in keinerlei Beziehung zu den Archiven stünden. Ich habe daraufhin
angeboten: Falls er in dieser Mappe kein einziges Dokument finden
sollte, das zur Aufbewahrung in den Archiven berechtigt ist, so bin ich
bereit, mein Mandat als Deputierter abzugeben. Andernfalls soll auch er
sich von seiner Arbeit verabschieden.
Bis
zum heutigen Zeitpunkt wurden ein Vielzahl gröbster Fälschungen mit
Archivnummern veröffentlicht. Und die Archivhaltung ist dermaßen
kompromittiert, daß sie besonders bei
polemischen Fragen in
den Augen seriöser Forscher
oft keinen Wert mehr hat...
Die
Frage der Unversehrtheit der Dokumente in unseren Archiven ist
heute eine der peinlichsten. Wir finden beispielsweise immer mehr Bestätigung
dafür, daß Dmitrij Wolkogonow in seiner Zeit als stellvertretender
Leiter der politischen Verwaltung des Verteidigungsministeriums der
UdSSR Dokumente mit dem Vermerk „Streng geheim“ und „Geheim“ in
die Parlamentsbibliothek der USA ausgeführt hat. Heute sind diese
Dokumente in den USA zugänglicher als in Rußland. Mn hat sie bei uns
auch nicht freigegeben, einige
schon ganz und gar nicht. Es gibt Informationen darüber, daß
Wolkogonow auch an der Zusammenstellung eines Buches teilnahm, das ich
in den Händen hatte. Seinerzeit forderte er Materialien im Militärarchiv
an, und als er eine Absage erhielt, bestand er darauf, einen der Leiter
des Archivs zu entlassen, woraufhin ihm dann einige Kopien erstellt
wurden. Es läßt sich so offenbar auch eine Verbindung dieser Dokumente
zu der mir übergebenen Mappe herstellen.
Haben
Pichoja, Poltoranin und
Rogozin auf Ihre Aktion reagiert?
Rogozin
und Poltoranin schweigen. Pichoja erklärte in der letzten Nummer des
„Ogonjok“, daß in den Archiven Ordnung herrsche, und an
allem die Kommunisten schuldig seien, die sich für ihre Niederlage
revanchieren wollten. Aber wir reden hier ausschließlich über die
objektive Betrachtung unserer Geschichte.
Werden
Sie fordern, daß eine Strafanzeige gegen die Hersteller der Fälschungen
gestellt wir?
Das
Problem besteht darin, daß nach unserem Strafgesetzbuch die Fälscher
historischer Dokumente leider nicht zur Verantwortung gezogen werden können.
Für die Fälschung von Personalausweisen oder die Fälschung von
Finanzdokumenten – bitte, aber kein Paragraph läßt sich auf
Hersteller falscher Archivmaterialien anwenden. Doch das ist jetzt nicht
die Hauptsache. Es ist auch nicht so wichtig, wie und von wem die Fälschungen
hergestellt wurden. Wichtig ist, daß sie heute offiziell in
wissenschaftlichen Umlauf gebracht wurden. Auf ihrer Grundlage werden
wissenschaftliche Werke geschrieben, es entstehen die Kunstwerke, die
Menschen nehmen diese Information auf, und infolgedessen bekommen sie
eine ganz verkehrte
Vorstellung von der Geschichte ihres Landes. Fälscher schreiben
die Geschichte Rußlands – das ist das schlimmste!
Werden
ihre Veröffentlichungen irgendwelche Folgen haben?
Es
ist jetzt schon nicht mehr möglich, diese Information zu verschweigen.
Die da oben denken, was machen wir jetzt: Soll man eine Strafsache
daraus machen – sie haben sich nur noch nicht entschieden, ob gegen
mich oder wegen der Tatsache der Entwendung von Geheimdokumenten aus dem
Archiv. Man sagt auch, daß der Auftrag gegeben worden sei, die Akten um
jeden Preis bei mir einzuziehen, um sie in die erforderlichen Hände zurückzugeben.
Ich denke aber, daß der Präsident trotzdem mit einer Prüfung dieser
Sache unter unserer Teilnahme übereinstimmen wird, aber ich schließe
auch irgendwelche Provokation nicht aus. Vor kurzem wurde bekannt, daß
die Militärarchivare davon
Abstand genommen haben, gegen mich eine vernichtende Stellungnahme zu
schreiben. Angeblich hat Valentin Falin (der damalige Leiter der
internationalen Abteilung des ZK der KPdSU, der – laut offiziellen
Angaben – Michael Gorbatschow 1989 über das Vorhandensein der
Katyner Dokumente in den Archiven informierte.
- E.P.) jetzt den Auftrag erhalten, mit einer Gegenerklärung,
unter Hinweis auf irgendwelche Dokumente, aufzutreten... Ich bin
gespannt.
Haben
Sie die Ihnen übergebenen Materialien schon untersucht?
Diese
Mappe liegt vor mir: Spezialarchiv,
Sache Nr. 29, Band 7, 202 Blätter, Schriftwechsel des NKGB –
NKWD der UdSSR mit dem
dem ZK der Allunions-KP (B),
unterliegt keiner Freigabe der Geheimhaltung, ewig aufzubewahren. Darin
gibt es keine Dokumente über Katyn, dafür sind einige andere
verdächtige und offenbar falsche Papiere in ihr enthalten. Die gründliche
Prüfung wird kaum noch einen Monat dauern. Ich denke, daß die Mehrheit
der Dokumente echt ist, weil es keine Notwendigkeit gab, die Berichte
unserer Grenzsoldaten über die Konzentration der deutschen Armeen oder
Dokumente, die mit der schlechten Mobilisationsvorbereitung in Weißrußland
verbunden sind, zu fälschen. Aber es gibt andere Themen. Da sind zum
Beispiel zwei Aufzeichnungen aus dem Generalstab der Roten Armee
enthalten, unterschrieben Timoschenko,
Shukow und Wasilewski als Verfasser.
Der
erste ist ein gewöhnlicher Bericht über die Konzentration
deutscher Truppen an unserer Grenze. Warum sollten beide gefälscht
sein?
Offenbar
wollten die Militärs das Prestige der Armee und des Generalstabes
heben, um die Schuld für die Niederlagen am Anfang des Krieges auf
Stalin abzuschieben: Sehen Sie doch selbst, wir berichteten, wir hatten
sogar Pläne entwickelt, doch Stalin blieb untätig, er unternahm
nichts. Und der zweite Zettel ist eine offensichtliche Provokation. Es
geht darin um die Mitteilung, noch im April des Jahres 1941 eine
Mobilisierung auszurufen und der Armee 8 – 10 Millionen Menschen zuzuführen...
Das
wäre tatsächlich eine Kriegserklärung an Deutschlands!
Eben!
De fakto würde man damit Deutschland den Krieg erklären, um Polen, die
Tschechoslowakei und die Balkanstaaten zu überfallen, um in Europa neue
Grenzen festzulegen, um danach Hitler – falls damit nicht
einverstanden ist – den Todesstoß zu versetzen. Aller
Wahrscheinlichkeit nach ist es das Ziel dieser Provokation, zu beweisen,
daß die UdSSR tatsächlich aggressive Pläne in Bezug auf Hitler gehabt
habe, und jener nur gezwungen gewesen sei, einen Verteidigungsschlag
auszuführen.
Aber
die Mappe ist echt?
Ja
– in sie wurden einige gefälschte Dokumente eingebaut. Ich kann bis
jetzt noch nicht mit voller Gewißheit sagen, welche dieser
Dokumente echt, und welche falsch sind, ebensowenig weiß ich über die
Umstände der Entwendung dieser Dokumente aus dem Archiv. Wir werden das
prüfen.
„Wir
sind genügend stark, um vor Mithelfern unserer Feinde zu krümmen...“
Die
Mappe ist tatsächlich interessant. Außer den schon erwähnten
Militärdokumenten, ist darin ein bemerkenswerter „Bericht über die
nationale Zusammensetzung der Organe des NKWD“ enthalten, mit einer
Resolution Stalins, daß es dort zu viele Juden gäbe. Und es gibt noch
eine weitere offensichtliche Fälschung, die den Kampf gegen die
„Organisation ukrainischer Nationalisten“ (OUN)
in den Westgebieten der Ukraine betrifft, genauer gesagt, die
Beziehungen der ärmeren und mittleren Schichten des Dorfes zu
kapitulierten Banditen und ihren Helfershelfern. Die Beziehungen zu
derartigen Menschen war in der UdSSR traditionell weich – den
Aufständischen wurde verziehen und ihre Mithelfer hielt man für
betrogen, wenn sie nicht offenbar in Verbrechen verwickelt waren, wurden
sie nicht umgesiedelt oder verhafteten, sondern mit Agitationsarbeit
eingeschränkt. Doch plötzlich entscheidet im Verlaufe der
Korrespondenz jemand (anstelle einer Unterschrift nur ein undeutlicher
Schnörkel), bis zum Eingreifen der Tschekisten eine „Resolution
Stalins“ mit folgendem Inhalts durchzuführen (Orthografie und
Punktierung sind übernommen):
„Die
von den Mitarbeitern des UNKWD
und UKGB im Gebiet Rowno (Ukrainische SSR) eingeführte Praxis, den
Mithelfern der Diversanten, Terroristen und Illegalen teilweise
zu verzeihen, ist unzulässig und – gelinde gesagt
– spielt Erneuen und den von
ihnen geführten
umzingelten Zentren in
die Hand. Die Sowjetmacht kann nicht
gut und nachsichtig sein
zu ihren ärgsten Feinden und deren Mithelfern. Der Unterschied
zwischen den Feinden und den Mithelfern besteht darin, daß die einen
gefangen und gerichtet wurden, und die anderen nur darauf vorbereitet
werden...
...
Die Mittäter der Diversanten und diejenigen, die sie verstecken, sind
bis in die letzte Glied zu
verhaften und zu richten. In den Gefängnissen reicht der Platz für
alle. Muß eine schriftliche
Übersicht zu führen jeder, der es nur wagen wird, mit den
Illegalen zu sympathisieren...
...
Nur Strafaktionen und Gewalt – diese zwei Faktoren können das Gebiet
der Ukrainischen und der Weißrussischen SSR
von Diversanten und Terroristen, die sich in den Wäldern
niedergelassen haben und umzingelt haben,
sowie in adäquaten Maße von ihren Familien, die bekannt sind,
von den Freunden, den Freundinnen, und von jedem zu säubern, der ihm
die helfende Hand streckt. Und nichts
anderes. Dieser Kurs soll unveränderlich sein.
Wir
sind genügend stark, um vor
Mithelfern der Feinde der Sowjetmacht zu spielen und zu krümmen
(so im Text! - E.P.).“
Darüber
hinaus ist einzelnen Entwürfen der Hinweis des Volkskommissars
für Innere Angelegenheiten der Ukraine, Meschik, – natürlich
nichts anderes – enthalten, zur Sanktionierung Folterungen anzuwenden!
Bei uns haben diese Schriftstücke bisher keinen so breiten Nachhall
gefunden, doch wenn man in den
heutigen historischen Elaboraten ukrainischer Nationalisten nachgräbt,
denke ich, so wird es dort weitergetragen. So gibt es die bewußte
Abhandlung der Version Viktor Suworows über den erzwungenen
Angriff Hitlers auf die UdSSR, sowie den Versuch die
Nationalpolitik der UdSSR der Stalinzeit zu kompromittieren – und das
ist nur die eine Mappe!
„Versionen
an der Newa“, Nr.132, 2010 (mit Kürzungen)
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Der
Enthüller der antisowjetischen Lüge um
Katyn und der systematischen Fälschungen von Dokumenten seit
Gorbatschow, Prof. Wiktor Iljuchin, starb unter mysteriösen Umstanden.
Ein
seltsamer Todesfall
Zum
Tode von Prof. Wiktor Iljuchin
Von
Tamara Maninskaja
Quelle,
Kommunistische
Partei der Russischen Förderation vom 2011-03-26 22:28
Auf
Kommun issten-online am 28. März 2011 - Was fühlt man gewöhnlich,
wenn ein fremder Mensch stirbt, mit dem man nicht persönlich bekannt
war? Wahrscheinlich ein natürliches Gefühl des Bedauerns und der
Anteilnahme mit den Verwandten, aber nicht mehr. Die Mitteilung davon,
daß im Moskauer Gebiet in der Nacht auf 20. März Wiktor Iljuchin
starb, der Abgeordnete der Russischen Staatsduma der Fraktion von KPRF,
hat auf mich einen solchen Eindruck gemacht, als ob einer meiner nahen
Verwandten gestorben wäre.
Es
ist ein Gefühl eines unersetzlichen Verlustes. Als ich die kurzen
Kommentare zu den Mitteilungen vom Tode Iljuchins las, verstand ich, daß
nicht nur ich dieses Gefühl hatte. Viele, die die KPRF und die
kommunistische Ideologie nicht unterstützen, hatten geschrieben, aber
alle stimmten in der Einschätzung der Persönlichkeit Kommunisten
Iljuchin als eines ehrlichen, sehr anständigen und kompromißlosen
Menschen überein. Dafür mag die Tatsache stehen, daß er wegen der
Anregung einer Strafsache gegen Gorbatschow im Oktober 1991 nach dem
Artikel der Verfassung „Verrat der Heimat“, zwei Tage danach
aus der Staatsanwaltschaft der UdSSR entlassen wurde.
Und
auch in der neueren Geschichte Rußlands hat Iljuchin sich nicht geändert
– er hat sein Gewissen nicht gegen das Geld und Wohlstand ausgetaucht.
Als 1999 in der Staatsduma der Russischen Föderation die Frage über
das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidenten Jelzin aufkam, trat
Iljuchin mit einer Anklagerede auf. Außer der Arbeit in Duma beschäftigte
sich Wictor Iwanowitsch Iljuchin mit Öffentlichkeitsarbeit. Er leitete
die Bewegung „Zur Unterstützung der Armee, der Verteidigungsindustrie
und der Militärwissenschaft“. Zuvor hatte diese Bewegung General
Rochlin* geleitet.
Außerdem
beschäftigte sich Iljuchin seit langem und nicht ergebnislos mit dem
Problem, das mit den Verbrechen in Katyn verbunden ist: Er trat in der
Staatsduma zu dieser Frage auf, wobei der die offizielle Version über
die Schuld der UdSSR und die persönliche Verantwortung Stalins für
diese Erschießungen überzeugend widerlegte. Der Schriftsteller Jurij
Muchin, Autor der Bücher über die Katyner Erschießungen „Das
Verbrechen von Katyn“ und die „Antirussische Verleumdung“ schreibt
im Zusammenhang mit dem Tod Wiktor Iljuchins: „Er fand eine Erklärung
für den technischen Verlauf der Fälschungen, weshalb die Duma und der
russische Präsident die UdSSR des Mordes beschuldigten; er hatte die
Beweisstücke in der Hand, welche die Fälschungen der Katyner Sache
belegen. Er sollte als Hauptzeuge und als einziger Zeuge vor Gericht
auftreten, als einer der die Fälschungen der Katyner Sache bezeugen
konnte. Das ist nun nicht mehr möglich“ …
...
Mein persönlicher Bezug zu Wiktor Iljuchin ist auch noch dadurch
bedingt, daß ich seit 1991 zwanzig Jahre meines Lebens mit der Arbeit
im Forschungsinstitut des Verteidigungskomplexes der UdSSR verbracht
habe, die in den vergangenen Jahren schonungslos und vollständig zerstört
wurde. Und Wiktor Iwanowitsch Iljuchin hatte sich gerade auch mit Fragen
der Armee und der Militärwissenschaft beschäftigt.
Es
gibt bei den Menschen eine Besonderheit – sie sind sterblich, und die
guten Menschen sind viel öfter sterblich, als alle übrigen. Und es
scheint bemerkenswert zu sein, wenn ein bedeutender Mensch aus dem Leben
geht, daß ringsum eine Leere entsteht, und es gibt keinen Ersatz.
Wiktor Iwanowitsch Iljuchin war ebenso alt wie ich – möge er ewig in
unserem Gedächtnis bleiben! Gerade über solche Menschen heißt es im
Lied: „Ohne dich ist die Erde leer...".
*
General Rochlin wurde 1998 ermordet.
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