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Papst:
Jeder
kann Märtyrer werden – selbst Putschisten
Erstellt
von Redaktion Kirchensumpf
(Februar 2008)
Die
katholische Kirche hat am 28.10.2007 in Rom 498 Kirchenanhänger als
„Märtyrer” einer „religiösen Verfolgung” in der Spanischen
Republik selig gesprochen,
die von deren Verteidigern getötet wurden. Bei der größten
Massenseligsprechung der Geschichte fällt auf, dass niemand diese Ehre
erhielt, der von den Putschisten ermordet wurde. Die katholische Kirche
war eng mit der Franco-Diktatur verbunden. Nach Francos Sieg sendete
Papst Pius XII. eine Grußbotschaft: „Wir erheben unsere Herzen zu
Gott, wir bedanken uns aufrichtig bei Eurer Exzellenz für den Sieg des
katholischen Spanien.” Noch immer scheint die spanische Kirche ihr
Land als jene „von Gott erwählte Nation” zu verstehen, als die sie
1939, nach Francos Sieg im Bürgerkrieg, von Papst Pius XII. bezeichnet
wurde.
Zitat
von SoWhy in seinem Blog:
„Der
Vatikan ist offensichtlich bis heute der Meinung, dass diese Feinde der
Republik in der katholischen Kirche, die aktiv einen faschistischen
Putsch unterstützt haben und dafür ihr Leben ließen, zu verehren
seien, denn im Nachhinein sieht sich die Kirche als Opfer des Bürgerkriegs
(ähnlich wie beim NS-Regime in Deutschland, dass sie nach dem Krieg
viel vehementer abgelehnt haben will als ihre Handlungen in dieser Zeit
es belegen).“
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