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ZK der Kommunistischen Partei Griechenlands:

Ein ungewöhnlicher Umgang mit der Dokumentenfälschung?

Informationsblatt der Abteilung für internationale Beziehungen des ZK der KP Griechenlands 2010-09-06 21:07

Übersetzung: W.Schmidt

Auf Kommunisten-online am 9. September 2010 – 

Ein Kommentar der Tageszeitung „Risospastis“, Organ des ZK der KP Griechenlands anläßlich eines Antrags des russischen Außenministers Sergej Lawrow zu Katyn

Am 2. September besuchte der Außenminister Rußlands, Sergej Lawrow, Polen, wo er mit seinem polnischen Kollegen Radosław Sikorski zusammentraf. Dort erklärte Lawrow, daß sich Präsident Dmitrij Medwedjew persönlich mit der Frage der Untersuchung der Katyner Sache beschäftige, und er ergänzte, ohne auf Einzelheiten einzugehen: „Der Präsident hat befohlen, auch andere Dokumente geheimzuhalten, deshalb werden die Arbeiten in diesem Zusammenhang weitergeführt“.

Diese Neuigkeit wurde unmittelbar nach der sensationellen Aufdeckung der sich in russischen Archiven befindlichen Dokumente durch den ehemaligen Staatsanwalt und dem Abgeordneten von KPRF, Juri Iljuchin, mitgeteilt. Sie verdeutlicht den Mechanismus der Fälschungen, welche eigens zu dem Zweck veröffentlicht wurden, um die Führung der UdSSR und der kommunistischen Partei der Bolschwiki im Laufe des Zweiten Weltkrieges anzuschwärzen. Von der Tribüne der Staatsduma warf Prof. Iljuchin diese Frage auf, aber er erhielt von der russischen Führung bis heute keine ernstzunehmende Antwort.

Nach diesen Erklärungen Lawrows in Polen stellt sich die Frage: Wird die russische Führung und Präsident Medwedjew persönlich diese Verfahrensweise der Fälschung historischer Dokumente wieder aufnehmen, um die Version über die Ereignisse in Katyn in der Weise zu rechtfertigen, wie sie erstmals von Goebbels dargestellt wurden?

Nach der Huldigung für den polnischen Regisseur Andrzej Wajda, der die nazistische Version der Ereignisse verfilmte, muß man mit allem rechnen.

Die Erklärung Lawrows erfolgte in einer Periode, als das russische Kapital bestrebt war, nach Polen einzudringen und große Teile des europäischen Marktes für sich zu erobern. Indem die polnischen Kapitalisten auf die „energetische Karte“ der EU setzten, waren sie bemüht, denjenigen Teil der Gasleitung des russischen Energiekonzerns GAZPROM unter ihre Kontrolle zu bekommen, der das Territorium Polens überquert.

Man sollte darüber nachdenken:

-        Wie lange wird sich die russische Führung noch mit Speichelleckerei befassen, damit das Kapital seine ökonomischen und politischen Ziele erreicht?

-        Wann ist endlich Schluß mit der Diffamierung, welche die antikommunistische und antisowjetische Hysterie in Europa, in der OSZE, im Europarat und in anderen Instituten fördert, wo immer neue antikommunistische Resolutionen und Memoranden in Umlauf gebracht werden?

Die Position Rußlands in dieser Kampagne trägt dazu bei, daß sich eine breiten antikommunistische Strömung entwickelt, welche sich am Ende gegen Rußland selber wendet. Davon zeugen die Klagen der baltischen Länder, die wegen der angeblichen „sowjetischen Okkupation“ an Rußland finanzielle Ansprüche erheben.

Übersetzung: W.Schmidt

Quelle: http://kprf.ru/international/82241.html

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