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Europarat-Sonderermittler Dick Marty enthüllt die Mafia-Strukturen im Kosovo

Deutsches Protektorat Kosovo:

Die Mafia regiert das Land im Auftrag der Besatzer

Von Gerd Höhne  

Deutsches Protektorat Kosovo:

Die Mafia regiert das Land im Auftrag der Besatzer

Von Gerd Höhne

Kommunisten-online vom 17. Dezember 2010 – Wir schrieben schon 2008: „Dass die einheimische „Regierung“ des Kosovo mitten drin in mafiösen Strukturen ist, wissen wir seit langem.“[1]

Dass die UCK identisch mit der Kosovo-Mafia ist,  war denen in Berlin seit langem bekannt. Ja das war die Voraussetzung um sie als einheimische Statthalter der Imperialisten einzusetzen.

Schon im Jugoslawienkrieg 1999 sorgte die UCK für den Kriegsgrund. Das Vorgehen der Drogenbande UCK: Mit Rauschgifthandel in großem Maßstab finanziert, überzog sie das Kosovo mit Terror, vor allem gegen den serbischen Bevölkerungsteil. Unsere Medien machten uns aber weiß, dass die serbische Armee ethnisch das Land von Albernern säubere. Also erfand der deutsche Kriegsminister und heutige oberste deutsche Radfahrer, Rudolf Scharping (SPD) – gemeinsam mit Außenminister Joschka Fischer (Die Grünen) – den Hufeisenplan als Begründung des Krieges. Während die NATO Jugoslawien aus der Luft angriffen, war es die Drogenbande UCK und deren bewaffnete Kräfte, die die Bodentruppen stellten. Also enge Zusammenarbeit der Banditen der NATO mit denen der UCK und die deutsche Regierung (damals die von Schröder) ganz vorn dran.

Während dieses Krieges durften sie ungestört und unbehelligt von deutscher Polizei und Justiz Kosovo-Albanern Kämpfer rekrutieren und auch Kriegssteuern von hier lebenden Landsleuten eintreiben. Beides ist in Deutschland verboten. Aber hier sah die angeblich unabhängige und blinde Justiz einfach weg.

Damals schon war es jedem, der sich informieren wollte, ohne Zweifel klar, dass die UCK eine Mafia-Truppe ist, eine Truppe der organisierten Kriminalität. Eine der Paten der Kosovo-Mafia: Hashim Thaçi.

Vor einiger Zeit, setzte der Eurorat einen Sonderberichterstatter des Europarates ein; den ehemaligen Staatsanwalt und Parlamentarier des Kantons Tessin, Dick Marty. Marty war im November 2005 vom Europarat schon mal beauftragt worden, zu den CIA-Entführungen und den CIA-Geheimgefängnisse in Europa zu ermitteln und hatte die CIA-Verbrechen  enthüllt.

Zuletzt untersuchte er die Entwicklung im Kosovo. Er fand nichts Neues heraus, aber er benannte es offen:

„Thaci und andere ehemalige Führer der kosovarischen Befreiungsarmee UCK sollen nach dem Kosovo-Krieg Ende der 90er-Jahre in einen Handel mit Organen von vorher getöteter serbischen Gefangenen und in Drogengeschäfte verwickelt gewesen sein.

Die EU, die USA und die UNO hätten von den Verbrechen der UCK gewusst, jedoch aus Sorge um die kurzfristige Stabilität Kosovos die Augen verschlossen. Deshalb seien sie mitschuldig. Dies schreibt Dick Marty in seinem Bericht, der am Donnerstag in Paris den Medien vorgestellt wurde.

Laut dem Sonderberichterstatter des Europarats hat die diplomatische und politische Unterstützung der USA und anderer westlicher Länder dem Regierungschef des Kosovo, Hashim Thaci, nach dem Kosovokrieg den Eindruck gegeben, „unberührbar“ zu sein.“[2]

Die Berliner Regierung und die USA, stehen unerschütterlich hinter dem Verbrecher der übelsten Art, Hashim Thaçi und das nur allein deshalb, weil er ein willfähriger Vertreter ihrer Politik ist.

Aber Hashim Thaçi ist nicht nur ein gemeiner Bandit der schlimmsten Art, er ist auch ein politischer Terrorist und Mörder. Seine Milizen zerstörten serbische Dörfer im Kosovo und ermordeten deren Bewohner, und sie weideten serbische Gefangene wie Weihnachtsgänse aus und verschoben deren Organe an reiche Nord- und Westeuropäer und Amerikaner.

All das machte ihn eigentlich reif für den Knast. Aber Hashim Thaçi erdreistet sich jetzt sogar, den Schweizer Sonderermittler anzudrohen, ihn juristisch zu belangen. Das kann elf nur tun, weil er sich sicher ist, dass ihn die Regierungen der EU und Nato nicht fallen lassen. Noch haben sie keinen Ersatz für ihn –  er wird nach wie vor aus Washington und Berlin gestützt – das obwohl er ganz offenkundig die kürzlichen Wahlen im Kosovo gefälscht hat.

G.H.


[1]  Frauenhandel im Kosovo: Deutsche Regierung und die Bundeswehr die Komplizen?, Frauen- und Mädchen werden auf offener Straße in Autos gezerrt und in Bordelle verschleppt, Von Günter Ackermann/09. März 2008 siehe

[2]  Dick Marty geißelt internationale Untätigkeit, swissinfo,ch

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Kosovo-Regierungschef und Mafia Boss Hashim Thaçi

Kosovo:

Teil des Westens geworden

PRISTINA/BERLIN

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german-foreign-policy vom  16.12.2010 Zum wiederholten Male werden schwerste Vorwürfe gegen das von Berlin unterstützte Sezessionsregime im Kosovo laut. Wie der Sonderberichterstatter der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Dick Marty, in einer soeben veröffentlichten Untersuchung schreibt, ist der gegenwärtige Premierminister des Kosovo, Hashim Thaçi, nicht nur seit über zehn Jahren an führender Stelle in den Schmuggel von Waffen und Rauschgift involviert. Thaçi steht laut Marty darüber hinaus im Verdacht, am Handel mit menschlichen Organen beteiligt zu sein. Zu den Empfängern der Organe sollen auch Deutsche gehört haben. Als Verdächtiger wird zudem der Arzt Shaip Muja benannt, ein enger Berater von Thaçi. Beide waren bereits im Frühjahr 1999 gemeinsam in der Führung der UÇK-Miliz aktiv, als diese während des NATO-Überfalls auf Jugoslawien als Bodentruppe des westlichen Kriegsbündnisses operierte. Martys Bericht wirft nicht nur ein grelles Licht auf die inzwischen mehr als elfjährige Protektoratsherrschaft des Westens über das Kosovo, bei der Berlin eine zentrale Stellung innehat. Peinlich für die Bundesregierung ist auch, dass der Sonderberichterstatter sich auf ausführliche Quellen stützen kann, die ihr schon seit Jahren bekannt sind, ohne dass Konsequenzen gezogen worden wären – detaillierte Berichte der deutschen Auslandsspionage.

Organhandel

Auslöser der Untersuchung, mit der die Parlamentarische Versammlung des Europarates vor zwei Jahren den Schweizer Abgeordneten Dick Marty beauftragt hat, war eine Buchveröffentlichung der ehemaligen Chefanklägerin für das Internationale Jugoslawien-Tribunal Carla del Ponte. Del Ponte beschrieb in ihrem Buch, wie sie schon Anfang 2001 über glaubhafte Hinweise in Kenntnis gesetzt worden war, denen zufolge im Sommer 1999 nach der Besetzung des Kosovo durch die NATO zwischen 100 und 300 Menschen aus der serbischen Provinz in den Norden Albaniens verschleppt worden seien. Dort hätten ihnen Ärzte Organe entnommen. Die Organe seien über einen Flughafen nahe der albanischen Hauptstadt Tirana ins Ausland geschmuggelt, die Opfer ermordet worden.[1] Del Ponte gibt an, damals Untersuchungen aufgenommen zu haben, allerdings stets auf eine Mauer des Schweigens gestoßen zu sein – und dies nicht nur bei den Behörden in Tirana und bei Albanern im Kosovo, sondern auch bei den westlichen Besatzern. Das trifft auch auf die Jahre 2002 bis 2003 zu, als der jetzige Sonderbeauftragte der Bundesregierung für Afghanistan und Pakistan, Michael Steiner, als Chef der UN-Verwaltung im Kosovo (UNMIK) firmierte.

Medicus

Entscheidende Aufschlüsse für die Untersuchung brachte unter anderem ein Vorfall vom November 2008. Damals fiel auf dem Flughafen in der kosovarischen Hauptstadt Priština ein junger Mann aus der Türkei in Ohnmacht. Als Flughafenmitarbeiter ihn zu verarzten suchten, fanden sie auf seinem Unterleib eine frische, auffällige Narbe. Ermittler wurden eingeschaltet; am nächsten Tag entdeckte die Polizei nur wenige Kilometer entfernt eine „Klinik“ mit dem Namen „Medicus“, in der illegale Organentnahmen betrieben wurden. An diesem Dienstag hat in Priština der Prozess in dieser Sache begonnen. Unter den Personen, die von den Organentnahmen profitierten und sich in Priština neue Organe einsetzen ließen, sollen sich auch Deutsche befunden haben. Zu den Angeklagten gehören neben dem Arzt Yusuf Sonmez, den Beobachter als einen der berüchtigtsten Organhändler der Welt bezeichnen, vor allem bekannte Mediziner aus dem Kosovo, daneben ein hochrangiger Beamter aus dem kosovarischen Gesundheitsministerium.[2]

Die „Drenica-Gruppe“

Besondere Brisanz erhält das Verfahren durch den Bericht, den Dick Marty an diesem Donnerstag einem Ausschuss der Parlamentarischen Versammlung des Europarates vorstellen wird. Marty gibt an, über klare Hinweise zu verfügen, dass beide Fälle von Organhandel - der bereits von del Ponte beschriebene Fall vom Sommer 1999 und der Fall „Medicus“ - miteinander zusammenhingen. Den Fall vom Sommer 1999 jedoch bringt Marty mit dem gegenwärtigen Premierminister des Kosovo, Hashim Thaçi, in Verbindung. Zum damaligen Zeitpunkt, berichtet er, stand ein Gefangenenlager der UÇK im albanischen Ort Fushë-Krujë unter der Kontrolle der „Drenica-Gruppe“, einer die UÇK beherrschenden Clique, die als besonders brutal und in verschiedenen Geschäften der Organisierten Kriminalität höchst erfolgreich galt. Dieser Gruppe wurde schon damals unter anderem UÇK-Chef Thaçi zugerechnet. Die Gruppe habe in Fushë-Krujë die Organentnahmen und die anschließenden Morde organisiert und die Organe über den Flughafen der nahe gelegenen albanischen Hauptstadt Tirana abgewickelt, ergibt sich aus dem Marty-Bericht. Ihr gehöre auch der Arzt Dr. Shaip Muja an, der seit mehr als einem Jahrzehnt unter anderem in Organhändler-Netzwerke verstrickt sei. Muja ist heute enger Mitarbeiter von Premierminister Thaçi.[3]

Westliche Werte

Sowohl Thaçi als auch Muja kooperieren spätestens seit 1999 mit den NATO-Staaten. Muja war im Frühjahr 1999 als Chef der UÇK-Logistik in Tirana tätig; über ihn konnte man damals in deutschen Medien erfahren, in seinem „eleganten, dunklen Anzug“ wirke er „ausgesprochen zivil“, er wolle nichts anderes, als im Kosovo den „westlichen Werten“ Geltung zu verschaffen und ein „Teil des Westens“ zu werden.[4] Thaçi arbeitete nicht nur während des NATO-Angriffs auf Jugoslawien mit den westlichen Kriegsmächten eng zusammen, er bereitete auch seine politische Karriere mit einem Besuch in Berlin vor. Anfang 2006 hielt er sich zu Verhandlungen in der deutschen Hauptstadt auf, unter anderem im Auswärtigen Amt. Eingeladen hatte ihn die Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD). 2007 wurde er zum Premierminister des Kosovo gewählt. Erst letzten Sonntag fanden im Kosovo erneut Wahlen statt, die Thaçis Partei gewonnen haben will. Beobachter verweisen darauf, dass einzelne Wahllokale Wahlbeteiligungen von bis zu 149 Prozent verzeichneten. Treffen Martys Recherchen zu, handelt es sich bei solchen Merkwürdigkeiten jedoch um lächerliche Randerscheinungen.

„Kein Interesse an staatlicher Ordnung“

Über Thaçi kann sich Berlin nicht im Unklaren sein. Bereits im Jahr 2005 wurden Auszüge aus einem Bericht des Bundesnachrichtendienstes bekannt, in dem es hieß, über „Key-Player“ wie ihn bestünden „engste Verflechtungen zwischen Politik, Wirtschaft und international operierenden OK-Strukturen im Kosovo“. Die „dahinter stehenden Netzwerke“ hätten keinerlei „Interesse am Aufbau einer funktionierenden staatlichen Ordnung, durch die ihre florierenden Geschäfte beeinträchtigt werden können.“[5] Zwei Jahre später bestätigte eine im Auftrag der Bundeswehr verfasste Analyse diesen Befund.[6] Dass ein „Key-Player“, dessen „Netzwerken“ kein „Interesse am Aufbau einer funktionierenden staatlichen Ordnung“ nachgesagt wird, auch im Amt des Premierministers von der Bundesrepublik Deutschland unterstützt wird, entbehrt nicht eines gewissen Zynismus: Schließlich gehört Berlin zu den tonangebenden Mächten unter den westlichen Besatzern des Kosovo, die vorgeben, dort staatliche Strukturen aufbauen zu wollen. Zuletzt hat die Bundesregierung dem Kosovo vor zwei Jahren umfangreichere Hilfe versprochen; zugesagt wurden 100 Millionen Euro. Der Nutzen der Finanztransfers bleibt im Dunkel: Die Arbeitslosigkeit im Kosovo ist mit offiziell 45 Prozent die höchste in ganz Europa, fast zwei Fünftel der Bevölkerung leben laut Angaben der Weltbank bis heute in Armut. Selbst das Bundesentwicklungsministerium gibt an, im Kosovo sei „wirtschaftlicher Aufschwung (...) noch nicht zu verzeichnen“.[7]

Weitere Informationen zur deutschen Kosovo-Politik finden Sie hier: Aufs engste verflochten, Politische Freundschaften, Heldenfigur, „Danke, Deutschland!“, Unter deutscher Aufsicht, Organhandel, Willkür an der Macht, Nach NATO-Standards, Der Zauberlehrling, Die Mafia als Staat, Keine Kompromisse, Im dritten Anlauf (I), Die Mafia als Staat (II) und Eine Erfolgsgeschichte.

[1] Carla del Ponte: La Caccia. Io e i Criminali di Guerra, Milano 2008

[2] At family farm, grim claims of organ culling from captured Serb soldiers; www.guardian.co.uk 25.11.2008. Kosovo physicians accused of illegal organs removal racket; www.guardian.co.uk 14.12.2010

[3] Committee on Legal Affairs and Human Rights: Inhuman treatment of people and illicit trafficking in human organs in Kosovo. Draft report, 12 December 2010

[4] „Wir wollen ein Teil des Westens werden“; Tagesspiegel 07.04.1999

[5] Rechtsstaat? Lieber nicht!; Die Weltwoche 43/2005. S. dazu Die Mafia als Staat

[6] s. dazu Aufs engste verflochten

[7] Kosovo: Situation und Zusammenarbeit; www.bmz.de

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