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KOLUMBIEN
SETZT GEHEIMDIENST VERSTÄRKT EIN
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Caracas,
22. Juni 2011, Tribuna Popular Nr. 191 / Leitartikel. (auf
Kommunisten-online am 5- Juli 2011) –
Es sei an das 39. Plenum des Zentralkomitees der
Kommunistischen Partei Venezuelas vom November 2011 erinnert. Dort hieß
es: „Die KP Venezuelas versteht sich als
revolutionäre und klassenkämpferische, selbständige, kritische
und zielstrebige Organisation. Sie kämpft gegen die reaktionären Kräfte,
gegen die klassenkompromsslerischen und reformistischen Kräfte sowie
die pseudo-revolutionären Kräfte, die durch ihr Wirken zum
bolivarischen Anliegen und wissenschaftlichen Sozialismus im Widerspruch
stehen.“
Wir
erinnern daran, weil kürzlich im Zusammenhang mit der Verhaftung des
kolumbianischen revolutionären Kampfgenossen Julián Conrado durch die
venezolanische Regierung das Politbüro unserer Partei die Regierung
aufforderte, die Vereinbarungen mit dem kolumbianischen Staat auf dem
Gebiet des Geheimdienstwesens, der Sicherheit und der Verteidigung zu
beenden.
Diese
Forderung stützt sich darauf, dass mit diesen „Vereinbarungen“ die
nationale Souveränität Venezuelas verletzt wird und jede Information
direkt über die kolumbianischen Staatsorgane an die Geheimdienstnetze
des US-Imperialismus und des international agierenden Zionismus geht.
Daher
ist dringend geboten, die Zusammenarbeit des venezolanischen Staates mit
dem kolumbianischen Staat und seinen Organen der fortgesetzten
„demokratischen Sicherheit“ in der Tradition des Uribe-Regimes auf
dem Gebiet der Geheimdienste ergebnislos werden zu lassen.
Bisher
am spektakulärsten ist die Ergreifung und Auslieferung von revolutionären
Kadern an das dem US-Imperialismus unabhängig von der Person des
jeweils eingesetzten Präsidenten dienende Regime der paramilitärischen
Drogenbarone und der kolumbianischen Oligarchie.
Systematisch
bereits vor den kürzlich geschlossenen Vereinbarungen zwischen Caracas
und Bogotá führt der kolumbianische Geheimdienst DIE
geheimdienstlichen Handlungen in unserem Land durch und verletzt dadurch
die Souveränität Venezuelas.
Im
April 2010 verurteilte eine öffentliche Stellungnahme des Innen- und
Justizministeriums Venezuelas, dass der kolumbianische Geheimdienst
einen Stützpunkt in Barinas hat. Im gleichen venezolanischen
Bundesstaat also, in welchem laut von den kolumbianischen Behörden
gegebenen Informationen der aufständische kolumbianische Liedermacher
Julián Conrado festgenommen wird.
Die
unbehelligte Anwesenheit und das freimütige Agieren von Agenten der
kolumbianischen Geheimdienste in Venezuela wird in der Praxis von der
venezolanischen Regierung unterstützt, indem sie sich zum direkten Ausführungsorgan
gemäß der Informationen macht, welche das Nachbarland Kolumbien über
revolutionäre Kämpfer auf unserem Territorium gibt.
Der
kolumbianische Staat steht im Dienst der Interessen des US-Imperialismus
und des international agierenden Zionismus in Lateinamerika, weshalb er
auch Vereinbarungen mit der US-amerikanischen CIA und dem israelischen
Mossad hat.
Jede
Information, die in Venezuela gesammelt wird oder von der Regierung
dorthin weitergegeben wird, gelangt dem US-Geheimdienstwesen und dem des
internationalen Zionismus in die Hände und wird dort verwendet.
Da
sollte sich keine politische und gesellschaftliche Organisation täuschen!
Viele Kräfte und Gruppen, die sich für aufrechte Revolutionäre halten
und zur rechtswidrigen Auslieferung des schwedischen Journalisten Joaquín
Pérez Becerra oder der
Festnahme des Kämpfers Julián Conrado unkritisch applaudierten oder
komplizenhaft schwiegen, verstehen immer noch nicht, dass die
Informationen, die der kolumbianische Staat sammelt, früher oder später
gegen den revolutionären bolivarischen Prozess in Venezuela verwendet
werden.
Daher
fordert die Kommunistische Partei Venezuelas, dass die von einem
terroristischen Staat verfolgten internationalistischen Kämpfer nicht
mit gemeinen Verbrechern, Drogenhändlern oder Paramilitärs auf eine
Stufe gestellt werden dürfen. Dieses Vorgehen entspricht nicht einer in
Veränderung befindlichen ideologischen und politischen Bewertung, es
ist nicht in Übereinstimmung mit den bolivarischen,
antiimperialistischen, revolutionären Werten und noch viel weniger mit
den konsequenten sozialistischen Grundsätzen zu bringen.
Die
KP Venezuelas wacht nicht nur über das unveräußerliche Recht der Völker,
auf Kampfformen zurückzugreifen, zu denen sich die Völker gezwungen
sehen, um sich aus der imperialistischen Herrschaft und der
kapitalistischen Ausbeutung zu befreien.
Die
KP Venezuelas wacht nicht nur über die Auffassung, die die revolutionäre,
antiimperialistische oder kommunistische Weltbewegung hat.
Die
KP Venezuelas wacht auch über die Möglichkeiten und die Notwendigkeit
der Vertiefung der venezolanischen Revolution durch die Einheit der
patriotischen Kräfte, durch einen Block der revolutionären Kräfte,
durch die nationale Befreiung und den Sozialismus.
Quelle:
http://www.tribuna-popular.org/
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