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Mit
dem Segen der Kirche:
Sprengstoff-Anschlag
auf Lenindenkmal in St. Petersburg (Leningrad)
Das
Oberhaupt der Synode der Russisch-Orthodoxen Kirche nannte die Schandtat
der Leute, die das Lenin-Denkmal in Puschkin sprengten, eine „gute
Sache, die davon zeugt, daß Rußland noch eine Zukunft hat…“
Von
Alexander Frolow
Übersetzung
für K-Online: Iwan Komaroff
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Mittels
Sprengstoffanschlag beschädigtes Denkmal W.I.Lenins im
Leningrader Stadtteil Puschkin |
Mit
dem Segen der Kirche:
Sprengstoff-Anschlag
auf Lenindenkmal in St. Petersburg (Leningrad)
Das
Oberhaupt der Synode der Russisch-Orthodoxen Kirche nannte die Schandtat
der Leute, die das Lenin-Denkmal in Puschkin sprengten, eine „gute
Sache, die davon zeugt, daß Rußland noch eine Zukunft hat…“
Von
Alexander Frolow
Übersetzung
für K-Online: Iwan Komaroff
www.sovruss.ru
11.12.2010 (auf Kommunisten-online am 15. Dezember 2010) –
„Natürlich
sind solche Handlungen junger Menschen, die sich entscheiden, ein
Denkmal eines Blutsäufers zu zerstören, vollkommen gesetzlich. Ich bin
im allgemeinen sehr froh darüber, daß wir solche jungen Leute haben,
die gegen die kommunistischen Idole kämpfen. Das bedeutet, Rußland hat
noch eine Zukunft“ sagte das Oberhaupt der Synode der
Russisch-Orthodoxen Kirche, Dimitri Smirnow, in einem Interview für die
Zeitung „Die russische Linie“ über das Zusammenwirken mit den
Streitkräften und den rechtschützenden Institutionen, eine Mitteilung
der Massenmedien kommentierend, in der es heißt, daß in einem Vorort
von St. Petersburg, in Puschkin (Zarskoje Selo), das Denkmal Lenins
gesprengt wurde.
Im
Frühling 1995 hatte eine Kommission des Bürgermeisters von St.
Petersburg den Beschluß über die Demontage der Lenin-Denkmäler in
Puschkin und beim Warschauer Bahnhof gefaßt. Doch dieser Beschluß war
bis bislang nicht umgesetzt worden. Im April 2004 hatte dann eine Gruppe
Unbekannter das Lenin-Denkmal in Puschkin zerstört. An gleicher Stelle
war daraufhin mit den Bauarbeiten zur Wiederherstellung des
Jekaterinen-Kathedrale begonnen worden, deren Einweihung unlängst der
„heilige Patriarch Kyrill“ persönlich vornahm. Das Lenin-Denkmal
hatte man dann an anderer Stelle wieder aufgestellt – in einem
Viertel, wo es früher stand. Am Abend des 6. Dezember 2010 wurde das
Denkmal erneut gesprengt.
„Ich
bin überzeugt, daß es in St. Petersburg viele gleichgesinnte, großartige
junge Menschen gibt, wie diese, die das begangen haben. Das ist
unbedingt eine gute Sache. Gott sei Dank! Ja, und der Staat hätte sich
längst damit befassen sollen und nicht warten, bis die Leute selbst
etwas unternehmen. Es ist seit langem höchste Zeit, daß dieser Unrat
schnellstens vom Heiligen Rußland entfernt und vergessen wird,“
betonte Vater Dimitri.
Dabei
bemerkte das Oberhaupt der
Synode: „Wenn jemand das möchte, so kann man eine Art Museum des
Kommunismus lassen, doch besser wäre es, das alles zu beseitigen und zu
vergessen.“ – „Verstehen Sie, ich war jetzt zum Beispiel gerade im
Historischen Museum, dort wo erst das Lenin-Museum gewesen ist. Jetzt
gibt es dort eine schöne Ausstellung über Napoleon. Das heißt im
Zentrum Moskaus muß man nur noch diese Mumie auf dem Roten Platz
entfernen. Wozu brauchen wir sie hier noch?! Ja, und in St. Petersburg
auch! Mich erfreut sehr, daß unsere Jungen trotzdem nicht nur trinken,
rauchen und sich mit Drogen beschäftigen, sondern auch solche guten
Taten vollbringen,“ sagte der Pope abschließend.
Doch
darum braucht sich dieser Pfaffe keine Gedanken zu machen. Auch unter
den Kommunisten gibt es Jugendliche, die sich nicht nur mit Drogen
befassen, sondern die auch gute Taten vollbringen. Aber vielleicht
werden die Jugendlichen wird die Worte dieses Kirchenmannes auch als
offene Kriegserklärung verstehen – nicht nur als persönliches Geschwätz,
sondern im Namen der ganzen Russisch-Orthodoxen Kirche. Und sie werden
in ganz Rußland damit beginnen, eine Kathedrale der Russisch-Orthodoxen
Kirche nach der anderen in die Luft zu sprengen … Obwohl einige von
ihnen durchaus einen kulturhistorischen Wert darstellen und ein solches
Schicksal nicht verdienen. Und wer wird schuld daran sein? Der zügellose
Dunkelmann Vater Dimitri.
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