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JAHRE FALL DES ANTIFASCHISTISCHEN SCHUTZWALLS
von
Mikel Koba, Mitglied der KP Venezuelas
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Caracas,
9. November 2009, Sonderteil für Tribuna
Popular.- Im
November 1989 konnte die Kommunistische Partei der Deutschen
Demokratischen Republik (genannt Sozialistische Einheitspartei
Deutschlands - SED) dem Druck von drei Gangsterbanden nicht mehr
widerstehen: dem des deutschen und westlichen Imperialismus, dem der
Verräter an der Macht in Moskau unter Kommando von Gorbatschow, und dem
der inneren Verräter. Die SED kapitulierte.
Sie
befahl die völlige Öffnung des antifaschistischen Schutzwalls, was den
Zusammenbruch der DDR bewerkstelligte, die Schaffung eines mächtigen
imperialistischen deutschen Staates ermöglichte, die Expansion der
deutschen multinationalen Konzerne nach Osten in Gang setzte und einen
brutalen Krieg zur Zerschlagung der jugoslawischen sozialistischen Föderation
mit Hunderttausenden Toten zur Folge hatte.
Die
war eine wirkliche Katastrophe. Nicht nur für das deutsche und europäische
Volk, sondern für alle Völker der Erde.
Die
deutschen Imperialisten und Neonazis schrien SIEG. Und heute, wenn sich
am 9. November 20 Jahre des sogenannten „Mauerfalls von Berlin“
vollenden, versuchen sie weiterhin, die Völker mit der angeblichen Überlegenheit
des Kapitalismus über den Sozialismus zu belügen.
Aber
der Kapitalismus steckt in voller Krise. Die Arbeiter des deutschen
Ostens haben ihre Arbeit und ihre Rechte verloren. Es nimmt die positive
Erinnerung an den ersten deutschen Arbeiter- und Bauernstaat zu.
Für
Lateinamerika war der Fall der DDR eine Tragödie.
Die
DDR war ein solidarischer Staat mit vielen Tausenden Exilbürgern aus
faschistischen Diktaturen unserer Region, mit Tausenden jungen Studenten
und an der Seite der marschierenden Revolutionen, wie der kubanischen
und der nikaraguanischen.
Es
ist kein Zufall, dass der Genosse Erich Honecker als Staatschef der DDR
verurteilt und von den Neonazis gehasst wurde, als er seine letzten Tage
in Chile bei den einstigen Flüchtlingen vor der Pinochet-Diktatur
verbrachte, die die Solidarität jenes demokratischen Deutschlands
genossen hatten, welches getreu dem sozialistischen Grundsatz des
Internationalismus immer seine Arme ausgebreitet hatte.
Heute
wäre die DDR ein treuer Verbündeter der ALBA, während das
„einige“ imperialistische Deutschland ihr perfider Gegner ist,
welcher die Zerstörung unseres Prozesses der Befreiung, der Einheit und
der fortschrittlichen gesellschaftlichen Veränderungen anstrebt.
Viele
venezolanische revolutionäre Arbeiter und ihre Kinder bleiben weiterhin
Mitglieder der KP Venezuelas oder sind derzeit in anderen
Organisationen. Sie kennen von innen her den deutschen sozialistischen
Aufbau und seine großartigen Errungenschaften auf dem Gebiet der
Demokratie, der Rechte der Werktätigen, des Fortschritts in der
Industrie, der Landwirtschaft und der Wissenschaft.
Die
einstige DDR bleibt eine europäische Bastion der demokratischen,
marxistischen und antikapitalistischen Positionen, auch wenn die Macht
in den Händen der Bourgeoisie ist.
Wir
wissen nicht wann, aber gegenüber der vor 20 Jahren mit dem Fall des
antifaschistischen Schutzwalls eingeleiteten konterrevolutionären,
faschistischen und rassistischen Maschinerie entsteht ein demokratischer
Gegenangriff der werktätigen Volksmassen. Es häufen sich immer mehr
die Bedingungen dafür.
Wenn
besagter Gegenangriff startet, wird die Erfahrung der DDR zu studieren
sein mit demselben Interesse, wie heute in unserem Lande die Kampagnen
von Bolívar und der Befreiungsarmee, der Prozess der Befreiung unserer
Länder vom spanischen Joch und die Erfahrung beim Aufbau Groß-Kolumbiens
studiert werden.
Quelle
http://www.pcv-venezuela.org/ |