|
Partei
die Linke bootet in Meckpom Linke aus
Wundert
Euch das, Genossen?
Einige
Anmerkungen zum Wahlputsch von Holter und Kumpane in
Mecklenburg-Vorpommern
Von
Günter Ackermann
Kommunisten-online
vom 15. April 2011 – Im Meckpom hat der mit dem Parteivorstand in
Berlin verbandelte rechte Parteiflügel bei der Bestimmung der
Landesliste den Durchmarsch erfolgreich geprobt. Alle, die im Geruch
standen, Linke zu sein, wurden entsorgt, die Parteirechten feiern ihren
Triumph.
Dahinter
steckt unter anderen der berüchtigte ehemaliger Arbeitsminister des
Landes, Helmut Holter. Holter ist in die Affäre um Staatsknete für die Yachthafen-Residenz
Hohe Düne verwickelt. Als das Land die Fördergelder genehmigte, war er
nicht nur Arbeitsminister, sondern auch zuständig für Bau und
Landesentwicklung. Der zuständige Wirtschaftsminister war zwar von der
SPD, aber es dürfte Holter bekannt gewesen sein, dass hier Gelder
flossen. Heute ist das ein Fall
für die Staatsanwaltschaft. Die ermittelt wegen Subventionsbetrug.
Auch
war er als Minister ins Gerede gekommen, weil der begründete Verdacht
bestand, dass er Staatsgelder und Staatsaufträge an Verwandte
verschoben haben soll.
Die
Genossen aus MeckPom, die sich heute zu Recht über den Duschmarsch von
Holter und Kumpane beschweren, sollten sich fragen, ob sie in der
richtigen Partei sind. Die Holters genießen doch die aktive Unterstützung
von Gregor Gysi. Holter selbst, der als Spitzenkandidat antritt, wurde
immerhin mit 106 Delegiertenstimmen als Listenführer gewählt,
sechs stimmten gegen ihn, es gab eine Stimmenthaltung.
Ich
frage die linken Genossen in der rechtssozialdemokratischen Partei die
Linke, was denn ein rechter Landesverband mit Linken anstellen soll, die
in den letzten Jahren alles taten, um überflüssig zu werden. Ihr
werdet von denen nicht mehr gebraucht, so einfach ist das. Noch nicht
einmal als linkes Feigenblatt benötigen sie Euch. Warum also, sollen
sie so gnädig sein und Euch Landtagsmandate verschaffen. Die sind doch
nicht blöd, die wissen genau, was sie machen.
Fragt
Euch doch selbst, ob Ihr Euch in der Vergangenheit nicht von Gysi,
Holter und Kumpane vor deren Karren habt spannen lassen. Ihr seid
willkommen gewesen, als man linke Feigenblätter brauchte. Das ist
offenbar nicht mehr der Fall; also bootet man Euch aus.
Jammert
nicht wegen der undemokratischen Verhaltens der Holters. So sind sie
eben. Das haben die Linken in der SPD nach den Godesberger Parteitag
schmerzhaft erfahren. Damals bereitete sich die SPD vor, für das
Monopolkapital regierungsfähig zu werden. Man warf aale, die links was
bewegen konnten, aus der Partei, man zerrte sie teilweise sogar vor den
Staatsanwalt. So zum Beispiel den Linken Viktor Agartz, gegen den sogar
die Bundesanwaltschaft ermittelte und der sogar im Knast saß. Das macht
Eure Partei nicht, warum auch, sie wollen Euch nicht aufwerten,
Also
nicht jammern, werdet offensiv und fragt Euch ernsthaft, ob die
Holter-Partei überhaupt links ist. Ich meine nämlich, dass der Name
Etikettenschwindel ist um Naive anzulocken und sie vor dem Karren des
Kapitalismus spannen zu können. Gebt Euch dazu nicht mehr her.
G.A.
zurück
|