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Offensichtlich ist aber die Abweichung vom Gesetz über Mindestlohn nach unten die Regel – 

nicht die Ausnahme

Von whs  

Arbeiterkorrespondenz auf Kommunisten-online vom 4. Juli 2009 – Man muss jetzt schon suchen. Die Apologeten des Imperialismus ziehen sich zurück. Nun weiß ich nicht, ob sie nur mal in den Urlaub gefahren sind, oder ob sie sie zurückgepfiffen wurden. Für Letzteres gibt es immerhin einige Anzeichen. Das würde aber gleichzeitig bedeuten, dass die Bedingungen, unter denen der Klassenkampf geführt wird, verschärft werden. Hoffen wir, dass nur der Urlaub die Ursache ist.

In „Frontal21“ im ZDF ging es wieder mal hoch her. Da wurden die Kapitalisten so richtig vor die Brust genommen. Bloß gut, dass wir das ZDF haben.

Thema in „Frontal21“ war unter anderem der Mindestlohn. Das ZDF tut nun so, als würden alle sich an diesen Mindestlohn halten und ist sehr verwundert, dass es doch diese Abweichungen vom Gesetz gibt. Offensichtlich ist aber die Abweichung vom Gesetz die Regel, nicht die Ausnahme.

ZDF recherchierte in Sachsen. Eine Reinigungsfirma vermittelt Arbeitskräfte an Hotels. Dort dürfen sie putzen, für ca. 2€ pro Zimmer. Dabei kommen diese Frauen auf einen Stundenlohn von 2,40 € bis 4,20 €. Für die Gewerkschaft: „Das ist eine Schweinerei.“ Im Sächsischen hört sich das ja noch ziemlich moderat an, wobei sich dieser Gewerkschaftsfunktionär schon ganz schön weit aus dem Fenster lehnt.  Die Manager der Hotels würden ja handeln, wenn sie nur etwas wüssten. Aber, sie wissen ja nichts. Zwar kommt es mal hier und da, na ja, zu einzelnen Erkenntnissen, aber nun ja, die  ergeben, meines Wissens, nun ja, kein einheitliches Bild. Besser kann man Wissen hinter Nichtwissenwollen nicht verstecken:

- Wir würden handeln, wenn wir es verbindlich wüssten.“

- Unseres Wissens nach gibt es keine Dumppinglöhne.“

Muss dazu noch mehr gesagt werden? Da stehlen sich Verantwortliche aus ihrer Verantwortung gegenüber Menschen und lassen diese in sozialer Wüste zurück, ohne Wasser. Dann kommt noch so ein „Experte“ daher und meint in großen Hotels sollten die Arbeitsbedingungen eigentlich besser sein als in kleinen Hotels. Weiß dieser Besserwisser eigentlich, dass die Eigentümer kleiner Betriebe noch in der Lage sind, sich zu schämen?

Die Großen haben das schon erfolgreich verlernt. Und die Kleinen werden es noch verlernen müssen, sonst können sie keine Großen werden, sondern zu uns, zum Proletariat kommen müssen.

Die Bundesregierung, mit unserem Bundesengelchen an der Spitze, hat ja nun ein wahrhaft schönes Konjunkturpaket aufgelegt. Endlich geht es aufwärts! Da werden Schulen renoviert, Investition in unsere Zukunft. Denkste! Beispiel Brandenburg. Da fließen die Millionen nicht in den Bildungssektor, nein, das Geld erhalten Sportvereine, deren Vorstandsvorsitzende zufällig in der Politik mitmischen, als Finanzminister z. B. In Bayern gibt es kein Geld für die Schule in Waging am See. Dafür erhalten das Eisstadion Inzell 36. Mio. € für eine Überdachung, 16. Mio. das Biathlonzentrumm Ruhpolding und 22. Mio. € die Bobbahn Königssee. Anfragen der Redaktion (von Frontal21) an die entscheidungsfreudigen Politiker bleiben unbeantwortet.

Zum Schluss noch ein Schnäppchen. Herr Raupach, Ex-Vorstand der Sachsen-LB (verantwortet 360 Mio. € Schaden) ist jetzt Vorstand der Helaba. Hessen und Thüringer, rettet Eure Spareinlagen in den Sparkassen! Die Stuttgarter Richter bescheinigten Raupach, dass seine Jahresabschlüsse von 2004, 2005 und 2006 nichtig seien. Der Helaba-Vorstand hat keine Erkenntnis, dass irgendwelche Vorwürfe gegen Her5n Raupach existieren. Diesen Bankern können wir weiterhin blind vertrauen. Sie werden goldenen Zeiten entgegenführen. Das Schöne an der ganzen Sache aber ist, dass wir Steuerzahlen diesen Ignoranten unsere Groschen in den Hals werfen dürfen, für Schäden, die sie angerichtet haben. Für diese Schäden ist bis heute kein einziger dieser Zocker zur Verantwortung gezogen worden. Aber dem tumben Volk wird schon wieder Sand in die Augen gestreut.

Bleiben wir wachsam.

Rot Front

W.

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Putsch in Honduras

Unsere Medien sind so „unabhängig“, dass sie absolute Funkstille halten

Von whs  

Arbeiterkorrespondenz auf Kommunisten-online vom 10. Juli 2009 – Diese Woche hatte ich leider nicht die Zeit, um mich ausführlicher mit dem internationalen politischen Geschehen zu beschäftigen. Da war mir „kommunisten-online“ eine willkommene Informationsquelle. In der heutigen Ausgabe stieß ich auf den Artikel von german-foreign-policy.  Das, was ich da lesen durfte, verstärkt meine Befürchtungen.

Von der Bundesregierung ist überhaupt nichts zu hören. Niemand spricht sich weder für noch gegen den Putsch aus. Die Medien halten eine ebenfalls seltsame Zurückhaltung. Heute konnte ich kein Wort zu den Ereignissen in Honduras lesen oder hören. Man könnte meinen, da war gar nichts. Und das bei Medien, die auf ihre Unabhängigkeit so wichtig tun! Irgendeine Schweinerei seitens der Regierung ist im Busch. Und unsere Medien sind so „unabhängig“, dass sie absolute Funkstille halten.

Die FDP kommt mir zur Zeit wie die Deutschnationalen in der Weimarer Republik vor. Allerdings sind da keine Braunen, die an die Macht wollen, das heißt, da sind schon welche, an die Macht kommen möchten sie auch gern, aber vor dem wollen und kommen ist das können, und da hapert´s ja etwas. Trotzdem sollten wir diese gelb-blaue Blase im Auge behalten. So gerne Westerwelle selbst König sein würde, gäbe er mindestens ein Bein, um sich als Hofnarr dauerhaft zu etablieren. Und solche Leute sind kreuzgefährlich. Sie haben selbst nur ein dünnes Mäntelchen als politische Gesinnung und hängen dann selbiges stets nach dem Winde. Wobei man sich als Königsmörder dann sofort dem neuen Herrn andienen kann.

Die Geschichte geht nie zweimal den gleichen Weg. Aber das Ergebnis kann schon das gleiche sein. Deshalb, wehret den Anfängen! Haltet die Augen offen, Genossen! Wer hier durch will, muss an uns vorbei. Wir sind zwar nur wenige, aber wir werden täglich mehr. Und denkt immer an das Solidaritätslied von Bert Brecht, das unser unvergessener Genosse Ernst Busch sang: „Vorwärts und nicht vergessen, worin unsere Stärke besteht, beim Hungern und beim Essen, vorwärts und nicht vergessen, die Solidarität.“

Unsre Solidarität dem heldenhaften Volk von Honduras! Unsre Solidarität dem aufopferungsvollen Kampf des palästinensischen Volkes um Unabhängigkeit und politische und ökonomische Unabhängigkeit! Unsre Solidarität allen um ihre Freiheit kämpfenden Völkern!

Rot Front

Werner

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