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Solidarität mit uns:

Die MLPD-Führung hat übrigens mit der Bundesparteiführung der „K“PÖ gar nicht so wenig gemeinsam: Sie biedert sich opportunistisch an, wo sie gerade einen Strohhalm für ihre Selbstdarstellung sieht, sie hat ein vereinnahmend taktisches Verhältnis zu außerparlamentarischen Bewegungen und sie trägt autokratische und autoritatäre Züge. (siehe)

Solidarität mit kommunisten-online!

23.08.2005, 23:24

Beitrag von: Otto

Quelle: Kominform Wien

Die Internetplattform www.kommunisten-online.de ist heftigen juristischen Drohgebärden der MLPD (der sog. „Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands“) ausgesetzt. Kommunisten-online und ihr Webmaster Günter Ackermann haben sich von Beginn an mit kominform.at solidarisiert, als die Klagsflut der „K“PÖ über uns hereinbrach.

Wir sind sicher: Sollte sich auch die MLPD zu einer Klage gegen kommunisten-online versteigen, wird die Solidaritätsbewegung über die deutschen Grenzen hinaus wachsen, und die gebührende Anwort geben.

Die MLPD-Führung hat übrigens mit der Bundesparteiführung der „K“PÖ gar nicht so wenig gemeinsam: Sie biedert sich opportunistisch an, wo sie gerade einen Strohhalm für ihre Selbstdarstellung sieht, sie hat ein vereinnahmend taktisches Verhältnis zu außerparlamentarischen Bewegungen und sie trägt autokratische und autoritatäre Züge.

Fehleinschätzungen in Bezug auf die ArbeiterInnenklasse charakterisieren beide Parteiführungen, wenn auch sehr unterschiedliche: Spricht die MLPD permanent von einer „Arbeiteroffensive“, so befindet sich die „K“PÖ-Führung auf der permanenten Suche nach dem neuen zivilgesellschaftlichen Subjekt der Geschichte.

Näheres zur Auseinandersetzung von kommunisten-online mit der MLPD siehe: www.kommunisten-online.de

Interessant auch die Kritik von „Neue Einheit“:

www.neue-einheit.com

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„In diesem Fall handelt es sich aber gar nicht um eine Meinungsverschiedenheit, sondern um einen demokratiepolitischen Akt.“

Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe GenossenInnen!

Mit großer Verwunderung entnehme ich der Homepage von Genossen Günter Ackermann, dass ihr ihm mit juristischem Vorgehen droht, sollte er das anonyme Flugblatt "Rote Garde" nicht von seiner Homepage nehmen. Dies ist für mich aus mehreren Gründen vollkommen unverständlich. Dem Namen eurer Partei entnehme ich, dass ihr euch Marxisten, Leninisten(MLPD) nennt. Aufgrund dieser Bezeichnung ist zumindest von meiner Seite davon auszugehen, dass es sich um Genossen handelt. Ich finde nur, dass man gegenüber anders denkenden Genossen etwas einfühlsamer umgehen sollte. Für Kommunisten muss es selbstverständlich sein, verschiedene Standpunkte zu vertreten. Meinungsverschiedenheiten müssen daher unter Kommunisten als selbstverständlich betrachtet werden.

In diesem Fall handelt es sich aber gar nicht um eine Meinungsverschiedenheit, sondern um einen demokratiepolitischen Akt. Genosse Ackermann veröffentlicht auf seiner Homepage ein Flugblatt, von dem er sich persönlich distanziert. Aus demokratie-politischen Gründen sieht er es aber für notwendig an, dies trotzdem zu veröffentlichen. Er kommt somit seiner kommunistischen Pflicht nach, alles in Frage zu stellen und einer öffentlichen Diskussion zu unterstellen. Wir Kommunisten verschmähen es unsere Standpunkte zu verheimlichen! So steht es am Ende des kommunistischen Manifest von Marx und Engels.

Genosse Ackermann geht davon aus, dass es sich bei diesem Flugblatt um eine Fälschung handelt, dennoch erachtet er es für Notwendig es nicht einer Zäsur zu unterziehen. Gleichzeitig hat sich Genosse Ackermann steht’s von diesem Flugblatt distanziert!

Euer Verhalten ihm gegenüber ließ meiner Meinung nach zu wünschen übrig. Ich erinnere an den Artikel "Wer ist Günter Ackermann?" In diesem Artikel habt ihr auch nicht gerade mit Seitenhieben auf Genossen Ackermann gespart. Dennoch wäre Genosse Ackermann nicht auf die Idee gekommen, bürgerliche Gerichte anzurufen. 

Unter Kommunisten muss es möglich sein, verschiedene Standpunkte zu vertreten. Sollte man in einer Diskussion mal der Unterlegene sein, so kann es doch nicht sein, dass man sich bürgerlicher Gerichte bedient. Noch dazu handelt es sich in diesem Fall ja nicht mal um eine Meinungsverschiedenheit, sondern um den Vorwurf einer Veröffentlichung eines nicht genehmen Artikels. 

Ich kann eure Wut, was den Inhalt in diesem Flugblatt betrifft, ja verstehen, ich kann aber nicht verstehen, dass ihr es deshalb auf Jemanden, der dieses Flugblatt nur veröffentlicht hat, abgesehen habt. Er kann keinesfalls was dafür, was in diesem Flugblatt Inhaltlich wieder gegeben wird. Ich bitte euch dies bei euren weiteren Überlegungen zu berücksichtigen.

Weiters bitte ich euch die juristischen Handlungen gegen Genossen Günter Ackermann einzustellen!

Mit kommunistischem Gruß

Oskar Smetana (Akademievertreter)

Villach, Österreich

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Die MLPD-Wahrheitsliebe

MLPD-Pressesprecher Weidemann schreibt:

"Wenn Sie die Homepage kommunisten-online.de kennen, werden sie feststellen, dass dort zahlreiche absurde, peinliche und inhaltlich fragwürdige Kritiken an der MLPD geäußert werden. Die MLPD ist dagegen noch nie mit Rechtsmittel vorgegangen. Sie können daran sehen, dass es uns keineswegs darum geht, die inhaltliche Auseinandersetzung - selbst auf dem auf kommunisten-online praktizierten Niveau - zu unterdrücken." (siehe unten)

(Beispiel des "Vorgehens der MLPD mit Rechtsmitteln" und die Strafanzeige der MLPD vom 15.09.04 - wegen Beleidigung und Verleumdung  bei der Staatsanwaltschaft Leipzig, gegen Wilfried Helbig und Isa Kreft)

Anwort des Pressespechers der MLPD auf den Brief oben

Marxistisch-Leninistische

Partei Deutschlands - MLPD

Zentralkomitee

Schmalhorststr. 1c, 45899 Gelsenkirchen

Tel.: (0209) 95 19 40/Fax: (0209) 951 94 60

Pressesprecher Jörg Weidemann

MLPD, Schmalhorststr. 1c, 45899 Gelsenkirchen

E-Mail: mlpd_zk@mlpd.de                                Internet-Seiten: www.mlpd.de

23. September 2005

Oskar Smetana

Ihr Brief vom 1. September bzgl. Günter Ackermann

Werter Oskar Smetana,

Bitte entschuldigen Sie, dass ich Ihnen erst heute auf Ihre Mail vom 1. September antworte. Inzwischen hat Günter Ackermann die entsprechenden Passagen selbst von seiner Homepage entfernt. Leider war er dazu in einem klärenden Gespräch nicht bereit, weswegen wir auch juristische Schritte eingeleitet haben.

Sie haben völlig Recht, dass Meinungsverschiedenheiten nicht juristisch ausgetragen werden können und sollen. Um eine solche handelt es sich hierbei aber nicht. Vielmehr ging es uns um die in dem gefälschten Flugblatt enthaltenen Verleumdungen, Lügen und unwahren Behauptungen. Nicht zuletzt wird Stefan Engel darin persönlich als drogenabhängig diffamiert. Ich kenne die Gesetze in Österreich nicht, aber in Deutschland können solche Hinweise durchaus vom Staatsapparat genutzt werden, um Hausdurchsuchungen durchzuführen und ähnliches. Dies ist auch Günter Ackermann bekannt. Obwohl er das Blatt selbst für eine Fälschung hält, bestand er aber auf einer weiteren Dokumentation. Warum eigentlich? Er tut auch unschuldiger, als er ist. Er hat das Flugblatt nicht nur dokumentiert, sondern auch an verschiedene ihm bekannte Genossen weitergeleitet - es also weiterverbreitet. Aber auch mit der Tageszeitung »Junge Welt« hat er über das Flugblatt gesprochen.

Wenn Sie die Homepage kommunisten-online.de kennen, werden sie feststellen, dass dort zahlreiche absurde, peinliche und inhaltlich fragwürdige Kritiken an der MLPD geäußert werden. Die MLPD ist dagegen noch nie mit Rechtsmittel vorgegangen. Sie können daran sehen, dass es uns keineswegs darum geht, die inhaltliche Auseinandersetzung - selbst auf dem auf kommunisten-online praktizierten Niveau - zu unterdrücken. Ich sende Ihnen anbei auch einen Artikel der »Roten Fahne« zum gleichen Thema, der etwas Grundsätzliche auf die Frage von »Rechtsmitteln« in solchen Fällen eingeht.

Sie schreiben es wäre die »kommunistische Pflicht« von Günter Ackermann dieses Flugblatt zu dokumentieren. Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass es »kommunistische Pflicht« sei, Lügen, Diffamierungen und Verleumdungen zur dokumentieren? Was soll daran kommunistisch sein? Sie schreiben im Bezug auf das kommunistische Manifest »Wir Kommunisten verschmähen es unsere Standpunkte zu verheimlichen«. Jetzt müssten sie natürlich Günter Ackermann fragen, ob dieses Flugblatt doch seinem Standpunkt entspricht oder warum er sonst darauf beharrt hat, es zu dokumentieren.

Herzliche Grüße

Jörg Weidemann

„Er soll Klarstellungen anbringen und er soll vorgebrachte Argumente widerlegen, wenn er kann. Das ist offenbar nicht Sache der Partei, die sich durch diese Schrift angegriffen fühlt.“

Es ist doch scheißegal, woher das Flugblatt stammt. Es stehen Argumente drin. Und wenn einem was dazu einfällt, dann soll er sich dazu äußern: Er soll Klarstellungen anbringen und er soll vorgebrachte Argumente widerlegen, wenn er kann. Das ist offenbar nicht Sache der Partei, die sich durch diese Schrift angegriffen fühlt. Als Außenstehender finde ich diese Schrift einigermaßen aufschlußreich. Allerdings weniger hinsichtlich der MLPD wie bezüglich revisionistischen (ML-)Denkens überhaupt. Man könnte auch einfach daran gehen, die Sprüche und Losungen, die jene Partei auf Wahlplakaten und Websites verbreitet, aufgreifen und an ihnen den Nachweis führen, daß diese Partei vom Kapitalismus und dessen Kritik so gut wie nichts versteht. Wie sonst käme sie z.B. auf den Slogan: „30 Stunden bei vollem Lohnausgleich“?

Von plattem Quatsch wie „Zukunft für die Jugend“ ganz zu schweigen. Wenn dann „Kommunisten-online“ eine Diskussion anzettelt, ohne es explizit bös gemeint zu haben, antwortet die Engel-Partei nicht mit Argumenten, sondern mit der Staatsgewalt und schickt einen Rechtsanwalt vor. Das ist noch nicht mal revisionistisch, das ist stinkbürgerlich und einfach lachhaft! Ist Stefan Engel, selber voll auf Personenkult-Trip (siehe seine Website!), ein kleiner Möchtegern-Stalin??? (Wer auf solchem Trip ist, hat es wohl nötig.)

Wolfgang

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Zuschrift eines DKP-Genossen:

von H. (Name ist der Redaktion bekannt)

Liebe Genossinnen und Genossen,

Ich schreibe Euch als aktives DKP Mitglied und als einer, der wahrlich viel Kritik an Eurer Plattform hat, einer, der Eure - wie ich meine – oft sinnentleerten Attacken auf unsere Partei eigentlich nicht mehr lesen will (so geht es vielen in der DKP).

Trotzdem verdient Ihr an diesem einen Punkt meine Solidarität (und wie ich meine die aller Kommunisten) nämlich  gegen die Versuche der MLPD, Euch mit bürgerlicher Gerichtsbarkeit zu drohen. Nicht dass es verwunderlich wäre, so was von diesem Haufen zu erleben, wer seinen kleinbürgerlichen Antikommunismus nie überwunden hat, der wird auch die Institutionen des bürgerlichen Staates bemühen.

Kommunisten haben mit so was rein gar nichts am Hut-.

Kommunistischen Gruß

H.

Name ist der Redaktion bekannt

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Revisionisten

MLPD droht Kommunisten-online

Offener Brief an den MLPD-Parteigeschäftsführer Wolfgang Göller 

von Günter Ackermann (20. August 2005)

"...noch nie habe ich mich ins Bockshorn jagen lassen. Noch nicht einmal durch politische Verfolgung. 1971 wurde ich wegen meiner Gesinnung zu 15 Tagen Haft verurteilt und in den Kölner Knast eingesperrt. Aber die Solidarität zwang die Justiz mich nach drei Tagen frei zu lassen. Später anerkannte sogar ein Gericht, dass die Verhaftung nicht rechtens war. (...)

Ja glaubst du, lieber Genosse Göller, da lasse ich mich von deinen lächerlichen kleinbürgerlichen Drohgebärden ins Bockshorn jagen? Das kannst du doch nicht ernsthaft glauben."

Er versuchte uns einzuschüchtern: 

Wolfgang Göller, Parteigeschäftsführer

O-Ton MLPD: Wurde 1950 in Stuttgart geboren und ist von Beruf Programmierer. Er hat 15 Jahre bei Daimler/Chrysler gearbeitet und in verschiedensten Funktionen der IG Metall eine positive Gewerkschaftsarbeit verwirklicht. Die Stärkung der Arbeiterbewegung und das Eintreten für Gewerkschaften als Kampforganisationen sind ihm seither ein besonderes Anliegen. Er setzt sich dafür ein, dass eine Politik im Interesse der einfachen Menschen auch von den einfachen Menschen selbst finanziert wird. Er schätzt das Wandern in der freien Natur und treibt gerne Sport."

Offener Brief an den MLPD-Parteigeschäftsführer Wolfgang Göller 

von Günter Ackermann (20. August 2005)

Lieber Genosse Göller,

deine Mail vom 18. August 2005 (siehe)

es widerspricht unseren Gepflogenheit, Menschen die sich politisch in einer kommunistisch und/oder sozialistisch sich nennenden Organisation betätigen, mit Herr oder Frau und ohne höfliche Anrede anzuschreiben. Das gilt auch für jene, mit denen wir nicht politisch übereinstimmen –  also auch bei der MLPD.

Die Anrede Herr/Frau wird aber in revisionistischen und sozialdemokratischen Parteiungen häufig verwendet. Ich muss also annehmen, dass ihr euch eher diesem Spektrum verbunden fühlt.

Diese Annahme wird auch bestätigt, indem ihr schreibt:

Die MLPD nimmt ihre bürgerlich-demokratischen Rechte und Freiheiten wahr...“  Ach so, es gibt also die bürgerlichen Freiheiten für die MLPD. So schön klassenneutral oder dünkt sich die MLPD schon offen im bürgerlichen Lager?

Als Kommunist dachte ich bisher:
 „Meine Untersuchung mündete in dem Ergebnis, dass Rechtsverhältnisse wie Staatsformen ... in den materiellen Lebensverhältnissen wurzeln ...

In der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte, notwendige, von ihrem Willen unabhängige Verhältnisse ein, Produktionsverhältnisse, die einer bestimmten Entwicklungsstufe ihrer materiellen Produktivkräfte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt ... Die Produktionsweise des materiellen Lebens bedingt den sozialen, politischen und geistigen Lebensprozess überhaupt.“ K. Marx, Kritik der politischen Ökonomie, MEW 13, 8f.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Das stammt von Karl Marx! 

Das M in eurem Parteinamen erinnert daran, dass ihr euch ja auch zu Marx bekennt – wie auch die SPD noch bis zum Godesberger Programm. 

Marx und Marxismus mag bei euren „echten“ Sozialismus und eurer Anbiederung an Oskar Lafontaine allerdings entsorgt worden sein.

Im Moment scheint ihr bei den „bürgerlich-demokratischen Rechte und Freiheiten“ zu sein, die ihr wahrzunehmen gedenkt. Darunter versteht ihr aber nicht, dass ihr euch nicht in die Belange einer von euch unabhängigen Redaktion einzumischen habt. Ihr versteht das genaue Gegenteil darunter. Diese „bürgerlich-demokratischen Rechte und Freiheiten“ sind für euch, dass ihr mit der „bürgerlich-demokratischen Justiz“  eure vermeintlichen Rechte in dieser freiheitlich-demokratischen Grundordnung einzuklagen beginnt. Politische Auseinandersetzungen finden bei euch nicht in Presseorganen und im Meinungsstreit statt, sondern vor den Schranken der bürgerlichen Justiz. Ein beredtes Zeichen eurer wahren Gesinnung und Degenerierung zu Revisionisten.

Ihr verlangt von uns:

1. Wir sollen das „Phantomflugblatt“ der Roten Garde von unserer Homepage nehmen und

2. Wir sollen uns bei euch entschuldigen.

Zu 1. und 2.: Wir denken nicht im Traum daran, beides zu tun.

Aber konkreter:

Zu 1.:

Polemik gegen bürgerliche und kleinbürgerliche Ideologien und unsere Auseinandersetzung mit der MLPD

Kommunisten-online versteht sich in der Tradition diverser Schriften von Marx, Engels, Lenin und Stalin, die sich hart und auch polemisch, aber nichts desto trotz sachlich und inhaltlich, mit den diversen bürgerlich-reaktionären, revisionistischen und reformistischen Strömungen innerhalb der Arbeiterbewegung auseinander setzten. Ich erinnere nur an die „Kritik des Gothaer Programms“ von Karl Marx[1], Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft (Anti-Dühring") von Friedrich Engels[2], Was tun? Brennende Fragen unserer Bewegung, von W.I. Lenin[3] oder Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (Bolschewiki) - Kurzer Lehrgang[4] von Stalin.

Mir ist nichts davon bekannt, dass einer der damals attackierten auf die Idee kam, die bürgerliche Justiz zu bemühen. Selbst die Opportunisten damals besaßen noch soviel Charakter, dass sie nicht die Justiz der Bourgeoisie darüber entscheiden ließen, wer Recht hat. Lassalle, Eugen Dühring, die Menschewiki, Ökonomisten und Volkstümler, ja selbst die Trotzkisten bemühten nicht die Justiz eines bürgerlichen Staates. Erst ihr brecht dieses Tabu. Kürzlich taten das auch  die Herren Baier und Graber von der KPÖ-Führung gegen kommunistische Kritiker in Österreich. Schon allein das zeigt, wo ihr politisch steht.

Natürlich wurden auch die Angriffe der Opportunisten gegen die Marx, Engels, Lenin und Stalin nicht vor Gerichten eines kapitalistischen Staates ausgetragen und gar mit der Polizei durchgesetzt.

Auseinandersetzung und Polemik waren von Beginn an Wesensmerkmal der Schriften der Klassiker. Man sehe sich das „Manifest der Kommunistischen Partei“ an. Das ganze Kapitel III befasst sich damit – in zum Teil recht polemischen – Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen sozialistischen Strömungen.

Nur eine Leseprobe: Den proletarischen Bettelsack schwenkten sie als Fahne in der Hand, um das Volk hinter sich her zu versammeln. Sooft es ihnen aber folgte, erblickte es auf ihrem Hintern die alten feudalen Wappen und verlief sich mit lautem und unehrerbietigem Gelächter.“[5] Keine sehr schmeichelhafte Formulieren – aber zutreffend.

Die MLPD aber fühlt sich beleidigt! Warum eigentlich? Diese Möchtegern-Arbeiterpartei mit ihrem kleinbürgerlichen Klüngel an der Parteispitze ärgert sich ganz einfach, weil wir sie mit unserer Kritik ins Mark trafen. Wir rissen ihnen die rotlackierte Maske vom Gesicht. Dahinter werden eitle und spießige Kleinbürgervisagen sichtbar, bar jeder marxistisch-leninistischen Inhalte.

Und nun meinen die Herrschaften aus der MLPD-Zentrale uns in Bockhorn jagen zu können.

Ach, lieber Genosse Wolfgang Göller,

noch nie habe ich mich ins Bockshorn jagen lassen. Noch nicht einmal durch politische Verfolgung. 1971 wurde ich wegen meiner Gesinnung zu 15 Tagen Haft verurteilt und in den Kölner Knast eingesperrt. Aber die Solidarität zwang die Justiz mich nach drei Tagen frei zu lassen. Später anerkannte sogar ein Gericht, dass die Verhaftung nicht rechtens war.

Oder Maßregelungen im Betrieb wegen meiner politischen Arbeit unter den Kollegen. Zuletzt 1973 bedrohte mich der Mannesmann-Konzern mit Entlassung. Ich hatte führend an einem Streik mitgemacht und die Frechheit besessen, ein Buch über den Streik zu schreiben, das auch der Gewerkschaftsführung nicht gefiel. Die Solidarität meiner Kollegen verhinderte meine Entlassung. Ich saß bereits im Büro des Arbeitsdirektors um die fristlose Entlassung zu bekommen, als ihm telefonisch mitgeteilt wurde, dass meine Kollegen, ich arbeitete in einem der zentralen Betriebe der Mannesmann-Hütte (heute HKM) – dem Profilwalzwerk –  mit Streik drohten, sollte ich nicht innerhalb einer halben Stunde am Arbeitsplatz sein.

Im Jahr 2000 habe ich als linker Kommunalpolitiker gegen die Abschiebung einer Roma- Familie  durch die Stadt Duisburg protestiert (siehe). Hauptakteur der Abschiebung war der damalige Stadtdirektor und SPD-Dezernent für Recht, Migration und Entsorgung Brandt. Dieser begann vor allem gegen mich, aber auch andere an der Aktion beteiligte Genossinnen und Genossen Strafverfahren einzuleiten. Das Ergebnis war eine breite Solidarisierung, bis hinein in bürgerliche Kreise. (siehe) Die MLPD allerdings sah ich damals nicht.

Ja glaubst du, lieber Genosse Göller, da lasse ich mich von deinen lächerlichen kleinbürgerlichen Drohgebärden ins Bockshorn jagen? Das kannst du doch nicht ernsthaft glauben.

Zu 2.: Bei euch entschuldigen.

Wozu eigentlich? Dass auf Kommunisten-online die MLPD als rechtsopportunistisch eingestuft wurde? Das korrigiere ich gern. Ihr seid Revisionisten, nicht „nur“ rechte Opportunisten. Euer Revisionismus ist gepaart mit Antikommunismus, ihr seid Gegner der proletarischen Revolution, ihr seid ein Trojanisches Pferd in den Reihen der revolutionären Bewegung. Ich werde mich zu gegebener Zeit damit genauer beschäftigen. Nur so viel: Euer negatives Wirken beim Zerschlag der Bewegung gegen den Sozialraub der Regierenden hat eure wahre Funktion für das Kapital offen gelegt. Euer Handeln hat nicht zum geringen Teil dazu geführt, dass sich die Bewegung um die Montagsdemonstrationen nahezu atomisiert hat. (siehe) Ihr geht sogar so weit, in eurer Postille Neonazis eine Plattform zu geben.[6]

Ich verstehe schon, wie die Forderung nach Entschuldigung gemeint war: Weil wir euch seit einiger Zeit die Maske von Gesicht reißen und das revisionistische Wesen eurer Politik bloßlegen, weil diese Angriffe euch entlarven, versucht ihr mittels Verleumdungen – wir hätten angeblich das Phantomflugblatt der Roten Garde in die Welt gesetzt –  uns zu verunglimpfen. Ihr versucht im Internet mit Leuten, die weder wissen wer wir sind und noch nicht einmal unsere Homepage kennen, Stimmung zu machen gegen uns.

Der Nutzen allerdings ist gering. Die Seiten bei uns, die sich kritisch mit euch beschäftigen, verzeichnen hohe Zugriffszahlen. Sogar im Ausland werden Kommentare hierzu veröffentlich mit Verweisen auf Kommunisten-online.

Ihr habt, wie man so treffend sagt, durch die unqualifizierten Angriffe gegen uns, richtig „in die Scheiße gefasst“. Die einzige Rettung aus der Misere scheint euch, uns einzuschüchtern und zu versuchen, uns ins Bockshorn zu jagen. Dazu bedient ihr euch der Drohung mit der bürgerlichen Justiz. Vergeblich, wie ihr inzwischen gemerkt habt.

Ihr wisst ganz genau, dass das „Phantomflugblatt“ der Roten Garde bei uns nur den Zweck hatte, als Dokument für einen redaktionellen Beitrag zu dienen, der sich kritisch mit euren primitiven Angriffen gegen mich befasste. Das geht klar aus meinen Artikel hervor. Die Veröffentlichung des Rote-Garde-Textes dient rein der Dokumentation zu meinen Artikel, ebenso auch euer Rote Fahne-Text mit seinen dümmlichen Angriffen gegen mich Dokumentation ist.

Wir wollen nämlich, dass unsere Leser nicht Fertigsuppen vorgesetzt bekommen, sondern wissen sollen, wie wir zu unseren Schlüssen kommen. Aus diesem Grunde – und nur deshalb – ist das „Phantomflugblatt“ auf unserer Homepage. Ihr werdet unschwer festgestelt haben, dass sowohl euer Angriff gegen mich aus der Roten Fahne wie auch das Phantomflugblatt in keinem Inhaltverzeichnis stehen und folglich auch nicht verlinkt sind. Nur an der Stelle, wo es erforderlich ist, ist ein Link zu eurem Artikel „Wer ist Günter Ackermann?“ wie auch zum Text der „Roten Garde“.

Es steht klipp und klar in meinem Beitrag: „Wir erklären hier klar und unmissverständlich, dass wir die „Rote Garde“ – bis zum Beweis des Gegenteils – für suspekt und das Flugblatt für eine Fälschung halten.“

Wenn ihr das für Heuchelei haltet, so ist das eure Einschätzung, die uns nicht zu interessieren braucht. Wir sind keinem Revisionistenverein verpflichtet, sondern der Sache des Kommunismus.

Wer hat den Text der angeblichen „Roten Garde“ in die Welt gesetzt?

Das entzieht sich unserer Kenntnis. Wir haben die Autoren per Mail (die Mail-Adresse ist auf dem Flugblatt veröffentlicht) aufgefordert, offen aufzutreten. Sie aber antworteten: „Einige von uns sind in relevanten Positionen in der Partei so dass wir noch keine Namen nennen werden ehe nicht unser gemeinsames Treffen weitere strategische Schritte beschliesst.“ (Fehler im Original)

Auf die erneute Aufforderung offen aufzutreten, schrieben sie wieder: „Günter, deine Reaktion ist getragen von Unverständnis und Effekthascherei. Wir können nicht mal so eben Namen nennen wenn die Diskussion in der Partei gerade erst losgebrochen ist. Da haben andere Genossen mehr Verständnis gezeigt als du.“

Damit war die Angelegenheit für uns ad acta gelegt. Aber die MLPD selbst war es, die diese Geschichte so richtig hochkochte.

Ich stelle fest: Die inhaltlichen Angriffe gegen die MLPD und ihren Vorsitzenden sind so offenkundig falsch, dass ich es als Nichtmitglied der MLPD sogar durch meine Kontakte überprüfen konnte. Und die politischen Inhalte sind schlichtweg primitiv und nicht begründet.

Auf der anderen Seite aber kam die MLPD ins Gerede. Es gelang ihr gleich zweimal in die PDS-Zeitung „Neues Deutschland“ zu kommen und die jungeWelt brachte sogar ein Interview mit Monika Gärtner-Engel.

Diese Publizität ist für eine Partei, die nichts zu bieten hat als die Leerformel vom „echten Sozialismus“ und sonst bürgerliche Waschmittelwerbung betreibt („Neue Politiker braucht das Land“) und meint damit ihren Vorsitzer Engel, der auf seiner Homepage wie folgt angepriesen wird: 

"Deutschlands dienstältester und zukunftsträchtigster Parteivorsitzender" Stefan Engel mit Bruder

Seit 25 Jahren ist er ununterbrochen Parteivorsitzender und damit Deutschlands dienstältester und zukunftsträchtigster Parteivorsitzender!“[7]

Stefan Engel’s Qualifikation – außer 25 Jahre Parteichef: Er ist sportlich aktiv, Fan von Schalke 04 und leidenschaftlicher Fotograf. Er reiste wiederholt in Länder Lateinamerikas und des subindischen Kontinents. Über seine Reisen nach Peru und Argentinien hat er jeweils ein Buch verfasst..“[8]

Ich meine, einer Partei, die solch dümmliche Waschmittelwerbung macht, muss doch solch ein Flugblatt, wie das der Roten Garde, als Geschenk des Himmels erscheinen. Die MLPD ist in der Linken isoliert, sie wird nur mit Skepsis angefasst und nun auf einmal „Neues Deutschland“ und „jungeWelt“.

Wenn man die Sache noch weiter kochen lassen will, dann verhält man sich so, wie die MLPD gegen uns. Nach dem Wilhelm Busch-Motto „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“ pöbelt man rum, macht Unterstellungen und Beschimpfungen und droht gar mit der bürgerlichen Gerichtsbarkeit. Alles um im Gespräch zu bleiben.

Wenn dabei auch noch erreicht wird, dass unliebsame Kritiker eingeschüchtert werden – umso besser!

Aber uns schüchterst du nicht ein, Genosse Wolfgang Göller. Wir sind – im Gegensatz zu euch – Kommunisten. Zwar haben wir kein Parteivermögen von einigen Millionen Euro, aber wir trotzen euch trotzdem.

Wir lassen uns die Unverschämtheit nicht gefallen, dass ihr euch in die internen Belange unserer Redaktion einmischt.

Einen Vorschlag in Güte machen wir euch allerdings:

Schreibt eine Gegendarstellung. Wir garantieren, dass wir sie bringen. Allerdings ggf. kommentieren wir diese Gegendarstellung auch. Aber das ist ja auch unser Recht.

Mit kommunistischen Grüßen

Rotfront

Günter Ackermann


[1]  Falls ihr euch etwas Basiswissen in Marxismus-Leninismus aneignen wollt: siehe

[2]  Falls ihr euch etwas Basiswissen in Marxismus-Leninismus aneignen wollt: siehe

[3]  Falls ihr euch etwas Basiswissen in Marxismus-Leninismus aneignen wollt: siehe

[4]   Falls ihr euch etwas Basiswissen in Marxismus-Leninismus aneignen wollt: siehe

[5]  Manifest der Kommunistischen Partei siehe

[6]  MLPD-Zentralpostille  „Rote“ Fahne adelt Neonazis als Linke, von Gerd Höhne  (siehe) Dies geschah angeblich aus Unkenntnis über den Charakter dieser Neonazigruppe. Auch wir bekamen deren Texte und stuften sie richtig ein. Der MLPD aber fiel das nicht auf. Wirklich? Das war jedoch kaum möglich zu übersehen.

[7]  Homepage von Stefan Engel (siehe)

[8]  MLPD-Homepage (siehe)

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Der Einschüchterungsversuch der MLPD

Folgende Mail erreichte uns:

„Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands

Zentralkomitee / Parteigeschäftsführung

18. August 2005

An Günter Ackermann

kommunisten-online.de (redaktion@kommunisten-online.de)

Herr Ackermann!

Über ihre Homepage „kommunisten-online“ verbreiten Sie weiterhin das gefälschte und anonyme Phantomflugblatt einer angeblichen „Rote Garde“. Ihre Distanzierung ist deshalb reine Heuchelei.

Die MLPD nimmt ihre bürgerlich-demokratischen Rechte und Freiheiten wahr und duldet solche üblen Verleumdungen auf keinen Fall. Wir fordern Sie nachdrücklich auf, dieses Pamphlet unverzüglich zu löschen und sich bei der MLPD für seine Verbreitung zu entschuldigen.  Wir setzen Ihnen dafür eine Frist bis zum 19.8.2005, 8 Uhr.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Göller

Parteigeschäftsführer“

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