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MLPD-Satrapenorganisation
AUF in Dresden stellt sich mit Reaktionäre in eine Reihe
von
Günter Ackermann
Am
17. Juni eines jeden Jahres hören wir von den reaktionärsten
Politikern der bürgerlichen Parteien salbungsvolle Reden vom
„Volksaufstand“ in der „Ostzone“ (gemeint ist die DDR). Da
sprach schon mal ein waschechter Möchtergern-Kaiser, der Otto von
Habsburg, dessen Großvater vom Proletariat Österreich-Ungans weg gejagt
wurde, weil sie das Morden des 1. Weltkrieges
satt hatten. Das wiederum hinderte den Enkel dieses Monarchen an
der Thronbesteigung und das wiederum kreidete er – wohl nicht ganz
unberechtigt – den Kommunisten an.
Aber
auch Willy Brandt, Herbert Wehner, Helmut Schmidt ect. verdingten sich
als Redner dieses ehemaligen „Tages der Deutschen Einheit“. Berühmt
ist die Rede des Bundespräsidenten Lübke in Helmstedt, der nicht
wusste, wo er war und es ihm erst die Zuhören sagen mussten. (siehe)
Nach
der Einverleibung der DDR durch die BRD traten dann im Osten die Nazis
an diesem Tag auf und versuchten, diesen Tag zu ihrem Tag zu machen.
Auch hier meine ich, dass sie eine gewisse Berechtigung haben, denn
dieser 17. Juni 1953 war auch nicht unerheblich in der DDR von jenen Kräften
geprägt, die in die Zeit von vor 1945 zurück wollten. Ich will sagen:
Faschistische Elemente drehten an dem mit, was dann hier im Westen
„Volksaufstand“ genannt wurde, mit.
Jetzt
hängt sich jetzt auch die MLPD dran. In Dresden erblödete sich deren
Satrapenorganisation für Kommunalpolitik AUF damit, dass sie gemeinsam
mit Faschisten, bürgerlichen Politikern usw. am Denkmal für den 17.
Juni 1953 ein Blumengebinde ablegte,
das mit der dem Text versehen war: „Nie wieder Hammer, Zirkel und Ährenkranz“,
also analog der Parole „Nie wieder Faschismus“.
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Dresden:
Das
Blumengebinde der MLPD-Satrape AUF zum 17. Juni
Fotos:
Daniel Weigelt |
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Ich
will jetzt keine Analyse der Ereignisse von 1953 hier liefern. Nur dies:
Einerseits waren die Westmächte, allen voran die USA, immer bestrebt,
die Sowjetunion und den Sozialismus zu destabilisieren. Das versuchten
sie seit der Oktoberrevolution und das taten sie bis zum Ende der
Sowjetunion. Und auch heute nach sind die USA bestrebt, jeden
aufkeimenden Widerstand gegen ihre imperialistische Politik zu
ersticken: siehe Cuba, Venezuela, Bolivien usw. In der Sowjetunion
scheiterten sie unter Lenins und Stalins Führung, aber sie gaben die
Versuche nie auf.
Nach
dem 2. Weltkrieg wollte die Sowjetunion aus ganz Deutschland einen
antifaschistisch-demokratischen Staat machen. Aber das gelang nicht,
denn sowohl die Sozialdemokraten und anderen bürgerlichen Parteien im
Westen stemmten sich dagegen und auch die Westmächte brauchten das
Potential Deutschlands zur Kriegsvorbereitung gegen das sich bildende
sozialistische Lager. Mit Konrad Adenauer hatten sie einen erfahrenen
Spalter gefunden. Der hatte schon in den 20er Jahren im Rheinland einen
Separatstaat gründen wollen, der den imperialistischen Interessen der
französischen Bourgeoisie dienen sollte. Damals scheiterten die
Separatisten am Widerstand des Volkes.
Nach
dem 2. Weltkrieg wähnte Adenauer ein leichtes Spiel zu haben. Diesmal
hatte er nicht allein Frankreich auf seiner Seite, sondern auch die USA
und England. Diese imperialistischen Mächte bedienten sich Adenauer um
in den Westzonen eine Speerspitze gegen den Osten aufzubauen. Sie
spalteten Deutschland und gründeten die BRD.
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![[Abbildung]](wirh.jpg)
Reichskanzler
a.D. Joseph Wirth
1879-1956 |
Das Ziel
der UdSSR war gewesen, eine Deutsche Demokratische Republik als
antifaschistisch-demokratischen Staat in ganz Deutschland
aufzubauen. Diese Idee fand auch im Westen Anhänger und das
nicht nur in der KPD. So der ehemalige Reichskanzler Joseph
Wirth.
Der gründet den
„Bund der Deutschen für Einheit, Frieden und Freiheit“ und
wurde dessen Vorsitzender. Der BdD wendete sich gegen die von den
Westmächten mit Hilfe Konrad Adenauers betriebene Politik der
Spaltung Deutschlands und strebt eine Verständigung mit der
Sowjetunion an.
Die
UdSSR muss also auf die Gründung der BRD reagieren, also wird am 7.
Oktober 1949 in der SBZ die Deutsche Demokratische Republik gegründet.
Die
DDR war zunächst als antifaschistisch-demokratischer Staat gegründet.
Während im Westen alte Nazis in Amt und Würden kamen, ja es
bis zum Kanzleramtschef Adenauers (Globke) oder gar bis zum
Bundespräsidenten brachten (Heinrich Lübke), wurden die Reste
des Faschismus in der DDR konsequent bekämpft. |
Eine
demokratische Bodenreform und eine demokratische Schulreform war bereits direkt nach Kriegsende
durchgeführt worden. Landlose Bauern und Flüchtlinge bekamen Grund und
Boden aus enteignetem Besitz von Junkern und in den Schulen wurden
konsequent die alten Nazi-Lehrer entfernt. Das Eigentum von aktiven
Nazis war auch enteignet worden.
Mit
der Gründung der DDR war das erste Mal die Voraussetzung geschaffen, um
in Deutschland – wenn auch erst nur in einem Teil – die Diktatur des
Proletariats zu errichten. Die Gründung der DDR war nicht nur
unvermeidlich, sondern unbedingt geboten. Ziel der UdSSR und auch der frühen
DDR war es, die Voraussetzungen für Frieden und auch für den Aufbau
des Sozialismus in ganz Europa zu schaffen.
Wenn
die MLPD-Gliederung AUF in Dresden die DDR nun auf eine Stufe mit
Faschismus stellt, so kann ich nicht glauben, dass es sich hier nur um
einen Ausrutscher von subalternen Provinzlern handelt.
Auch
in anderen Bereichen ist die MLPD den Rechten und Nazis gegenüber mehr
als rücksichtsvoll. So brachte die Zentralpostille dieser
„Marxisten-Leninisten“ eine Diskussionsentgegnung
zu „Genossen“ von ganz rechts (siehe
„MLPD-Zentralpostille „Rote“ Fahne adelt Nazis als
Linke“ von Gerd Höhne mehr).
Die
Oberdame der MLPD und Vorsitzende der AUF-Fraktion in Gelsenkirchen,
Monika Gärtner-Engel, ist auch Vorsitzende der „Initiative
für Kryo-Recycling“. Hier arbeitet die Ehefrau des MLPD-Führers
Stefan Engel und Mitglied des ZK der MLPD, Hand in Hand mit der
rechtslastigen ÖDP zusammen.
Wem
wundert es dann, wenn eine MLPD-Gliederung nun die Grenzen zwischen DDR
und Nazireich verwischt und gegen die DDR eine nur leicht abgewandelte
Anti-Nazi-Losung verwendet? Wem wundert es, wenn aus Kreisen der MLPD
der konterrevolutionäre Putschversuch von 1953 glorifiziert wird?
Sicher,
es wäre nicht zu den Unruhen in der DDR gekommen und die Agenten des
RIAS, des Ostbüros der SPD und der anderen Agentenorganisationen des
Westens wären von Anfang an abgeblitzt, wenn die SED nicht wichtige
Fehler gemacht hätte. Aber zu sagen: „Nie wieder Hammer, Zirkel und
Ährenkranz!“ ist Antikommunismus pur, passt also zur MLPD.
siehe
auch
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