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von
Gerd Höhne
Das
Zentralorgan der MLPD „Rote“ Fahne brachte in ihrer Ausgabe Nr.46/04
11.11.2004 einen Artikel eines „gis“ mit dem Titel:
„Genügt
noch ein Tritt, damit der Kapitalismus zusammenbricht?“
Darin setzt sich die MLPD-Postille mit einem Aufruf auseinander, in dem
recht abenteuerliche Thesen vertreten werden. So sollen die Empfänger
von Arbeitslosengeld II ihre Anträge verspätetet abgeben, grundsätzlich
Widerspruch gegen den Bescheid einlegen usw. Allein diese verrückte
Position hätte eigentlich den Schreiber des RF-Artikels hellhörig
machen müssen. Aber nichts da. Die nehmen sie als Anlass, ihre Partei
als Alternative anzupreisen.
Quelle
dieses dubiosen Aufrufes ist allerdings keine etwas schräge Gruppe aus
der halblinken oder linken Bewegung, sondern ein dubioses
„Sozialistisches Büro Bernburg“, dass seinerseits nur ein anderer
Name einer „Kampagne
„Keine Agenda 2010“ des Nationalen und Sozialen Aktionsbündnisses
Mitteldeutschlands (NSAM)“ ist.
Diese
„Kampagne“ vertritt nämlich die abenteuerliche These, mit solchen
Verweigerungen könne man den Kapitalismus zum Zusammenbruch bringen.
Und genau mit dieser verrückten Ansicht befasst sich ganz ernsthaft –
wenn auch kritisch – das Zentralorgan einer Partei, die sich
marxistisch und leninistisch nennt. Dabei
hätten bei den MLPDlern die Alarmsirenen heulen müssen – das taten
sie aber nicht.
Immerhin
drängt sich doch der Verdacht auf, wenn diese Typen des
„Sozialistisches
Büro Bernburg“ nicht
Spinner sind, sind es Agent provovateur. Mit denen aber setzt man sich
dann auch nicht solidarisch auseinander. Die MLPD tut es!
„Übersehen“
hat der RF-Schreiber auch, dass diese Kampagne sich den „Kampf
gegen den Liberalkapitalismus und hin zur
sozialistischen Volksgemeinschaft der Deutschen!“
zur Aufgabe gemacht hat. Auch sonst findet man auf der Internetseite
dieser Kämpfer für „zur sozialistischen Volksgemeinschaft der
Deutschen“ massenhaft Hinweise, dass es sich um Neonazis handelt.
Nur absolut Bescheuerte oder Blinde können das übersehen.
So
z.B. die Seite mit den Links. Einige Beispiele, für wen diese von der
MLPD als Sozialisten angesehenen Anhänger der „Volksgemeinschaft“
werben:
|
Die
Linken nach MLPD-"Rote" Fahne
(nur
eine kleine Auswahl der Links) |
|
Textbeispiel:
„Deutsches
Wetterleuchten in Sachsen: NPD zieht mit 9,2 Prozent erstmals
seit 1968 wieder in ein Landesparlament ein. Der
nationale Geist ist aus der Flasche, und er läßt sich nicht
mehr zurückzwingen.“ |
|
Textbeispiel:
„Wir gedenken aller der Toten, die in den offiziellen
Gedenkfeiern nicht vorkommen und beglückwünschen die jungen
Deutschen, die solche Zeichen setzen!“
|
|
Eine
„Mecklenburgische Aktionsfront“ (siehe links) wirbt mit dem Bild unten für
ein Denkmal für die Soldaten des 2. Weltkrieges
|
|
Ein
Beispiel links:
der
Link auf eine „Pommersche Aktionsfront“ führt zu
einer Homepage, in der Bilder eines Gedenkmarsches für den
Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess zu sehen sind.
|
Ich
glaube, das sind genug Beispiele, wir wollen die Leser ja nicht
unbedingt zum Kotzen bringen.
Und
mit denen, die diesen Dreck vertreten, befasst sich ganz ernsthaft und
solidarisch die MLPD.
Nach
rechts offen
Dass
die MLPD recht vielseitig ist, was ihre politische Farbgebung betrifft,
weiß jeder, der sie schon einmal erlebt hat.
Es
gibt eine Vielzahl von Organisationen, bei denen nicht MLPD drauf steht,
aber MLPD drin ist. Erwähnt sei nur „Solidarität International“,
Frauenorganisation Courage, aber auch in der Friedensbewegung versucht
sie – mit mäßigem Erfolg – rein zukommen. Auch in der
Montagsdemo-Bewegung gegen Hartz IV mischte die MLPD mit. Es gelang ihr
sogar die Spaltung der Bewegung.
Nie
tritt sie in diesen Bewegung mit originär linken oder gar
kommunistischen Positionen auf. Es genügt ihr, wenn eine verwaschene
Formulierung in die Aufrufe kommt, aus der sie dann das Recht ableitet,
für alle ihre Unterorganisationen einen Redner zu haben, was dann dazu
führt, dass die MLPD auf einmal vier oder fünf Redner stellt. Aber die
sagen auch nichts Revolutionäres.
Bei
den Kommunalwahlen in NRW trat die MLPD als Partei nicht an. Sie nannte
sich „AUF“. Diese AUF ist bis zur Unkenntlichkeit auf bürgerlich
getarnt. Selbst die Bösartigsten hätten AUF nicht unterstellen können,
es mache sozialistische, geschweige kommunistische, Politik – nein,
stinkbürgerliches Gesülze mit leichtem Einschlag zu „Sozialer
Gerechtigkeit“.
Die
PDS, trotz ihrer klar sozialdemokratischen Praxis in der
Kommunalpolitik, wirkt gegen AUF linksradikal. Insofern wird in
Gelsenkirchen die Ratsarbeit von AUF eher links beeinflusst werden. Dort
bildet AUF/MLPD eine gemeinsame Ratsfraktion mit der PDS. Das kann
allerdings daran liegen, dass Fraktionen mit nicht unerheblichen
Geldmitteln (bis an die Zehntausend Euro im Monat) ausgestattet werden.
Das können dann beide Parteien mitnehmen und sich teilen.
Je
nach Bedarf gibt sich die MLPD mal kommunistisch, mal antikommunistisch,
mal sozialdemokratisch-reformistisch, mal rechts, mal links, mal mitte.
Ein wahres Chamäleon also. Rot kommt dabei recht selten vor.
Muster
des AUF ist Gelsenkirchen, wo die Zentrale der MLPD ist. Monika Gärtner-Engel,
die Frau des MLPD-Führers Stefan Engel, führt hier AUF an und
kandidierte hier sogar für das Amt des Oberbürgermeisters.
Besonders
hervor getan hat sich Monika Gärtner-Engel als Umweltschützerin. Sie
ist Chefin einer „Initiative für Kryo-Recycling“.
Auch
hier tummeln sich Rechte: Diese „Initiative“ wird neben der MLPD getragen
von den Rechts-Grünen der ÖDP. Also einer Partei, die eher rechts
gestrickt ist.
Der
Kreis schließt sich
Oben
habe ich dargelegt, dass sich die Zentralpostille kritisch-solidarisch
mit eine Nazi-Gruppe befasste. Ob Zufall oder nicht, Dummheit oder
bewusstes Kalkül, muss offen bleiben. Aber diese „Dummheiten“ und
„Zufälle“ häufen sich, ich mag es nicht mehr so recht glauben. Schon
allein deshalb, weil der Nazi-Charakter dieses „Sozialistischen Büros
Bernburg“ unübersehbar ist. Die vertretenen Thesen sind so abenteuerlich
und provokativ, dass jedem tiefstes Misstrauen erfassen musste. Nicht
aber die MLPD! Sie empfiehlt sich als Alternative:
„Wenn
jetzt viele Kolleginnen und Kollegen Mitglied in der MLPD werden, dann
ist dies ein entscheidender Schritt, um dieser Zukunft näher zu kommen.
Die MLPD setzt sich mit all ihren Kräften für die Vorbereitung der
internationalen Revolution ein - und braucht dafür noch viele tausend
Mitstreiterinnen und Mitstreiter!“
Können
wir demnächst mit einer Namensänderung in National
Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands rechnen? Dass dieser Name
ein Widerspruch an sich ist, wird Stefan Engel und seinen Mitstreitern
sicher kein Hinderungsgrund sein, denn marxistisch-leninistisch ist
seine Partei schon lange nicht mehr – wenn sie es denn je war.
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|
Warum
geht die "Rote Fahne" auf ein sog. "Sozialistisches Büro
Bernburg" ein, verliert dabei aber kein Wort darüber, daß es
Propaganda der Neonazis verbreitet ?
Quelle:
www.neue-einheit.com
In
"Rote Fahne" der MLPD Nr.46/04 vom 11.11.04 gibt es einen
Artikel, der sich unter dem Titel "Genügt noch ein Tritt, damit
der Kapitalismus zusammenbricht?" mit einem Aufruf eines sog.
"Sozialistischen Büros Bernburg" auseinandersetzt. Deren
"Ratschläge" zu den Anträgen auf ALG II werden als
abenteuerlich verworfen, und die These "Die BRD ist jetzt schon am
Ende, der Kapitalismus siecht langsam aber sicher dahin. Ein Tritt noch,
und der tönernde Riese fällt auf die Schnauze" wird als falsch
kritisiert.
Das
Wesentliche an diesem sog. "Sozialistischen Büro Bernburg"
ist allerdings etwas ganz anderes, nämlich daß es die Propaganda der
Neonazis verbreitet, und zwar des sog. "Nationalen und Sozialen
Aktionsbündnis Mitteldeutschlands" (NSAM). Darüber erfährt man
in dem ganzen Artikel der Rote Fahne rein gar nichts, obwohl das
eigentlich nicht zu übersehen ist, wenn man sich damit
auseinandersetzt.
Diese
Mail des sog. "SBB", mit der sich der Artikel der "Rote
Fahne" auseinandersetzt, ging am 26.10.04 auch über Mailinglisten
z.B. "[BI Widerstand gegen Ungleichbehandlung]" und hatte den
Betreff "Hartz IV muß weg!". Gleich im ersten Satz heißt es
darin:
"Die
unabhängige Arbeitsgruppe "Keine Agenda 2010" (www. keine-
agenda2010) fordert alle Arbeitslosen auf, ihre Anträge auf
Arbeitslosengeld II (ALG II) erst Mitte Dezember abzugeben (Anlage). Das
Sozialistische Büro Bernburg (SBB) unterstützt diesen Aufruf."
Auch
im weiteren Text der Mail geht es um diesen Aufruf und wird dazu
aufgefordert, diesen weiterzuverbreiten. Schaut man sich dann den als
Anlage mitgeschickten Aufruf an, kann man schon sehen, daß das eine
Sache der NSAM ist, denn das steht unübersehbar am Ende des Aufrufs,
der damit beginnt:
"AUFRUF
AN ALLE ARBEITSLOSEN Wir, die Initiative "Keine-Agenda2010"
fordern alle arbeitslosen Landsleute auf, ihre Anträge auf
Arbeitslosengeld II (ALG II) erst Mitte Dezember 2004 abzugeben!"
und
der damit endet:
"Das
wäre ein erster kleiner Sieg im Kampf gegen den Liberalkapitalismus und
hin zur sozialistischen Volksgemeinschaft der Deutschen!"
Was
wohl deutlich genug zeigt, wer hier Propaganda macht. Dann aber steht
unten noch in einem großen fetten schwarzem Balken, wirklich unübersehbar:
"-
www. keine-agenda2010 - Eine Kampagne des Nationalen und Sozialen
Aktionsbündnis Mitteldeutschlands"
Darüber
verliert der Artikel in der "Rote Fahne" nicht ein Wort.
Stattdessen behandeln er diese Kräfte und setzt sich mit ihnen
auseinander, als wären das Kräfte wie viele andere in der derzeitigen
sozialen Bewegung auch und keine Neonazis. Das passt durchaus dazu, daß
neonazistische Kräfte zur Zeit aus den etablierten Parteien heraus, wie
in Sachsen oder Brandenburg, eine Aufwertung erfahren.
Wenn
man auch noch auf den link zu dieser Seite "keine- agenda2010"
klickt, braucht man auch nicht lange, um feststellen zu können, daß
das eine Seite der NSAM, von Neonazis ist, die noch mit weiteren
vernetzt sind. Sie haben übrigens auch alles mögliche schmarotzerhaft
von der Bewegung gegen die Agenda 2010 und die Hartz-Gesetze kopiert und
propagieren ihre ultarechten, kaum versteckten rassistischen
Vorstellungen in Verbindung damit.
Klas
Ber, 18.11.04 IS 2004-71
verlag@neue-einheit.com
www.neue-einheit.com
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|
Die
Rote Fahne vom 11.11.04
Genügt
noch ein Tritt, damit der Kapitalismus zusammenbricht?
In
vielen Organisationsformen werden zurzeit die Massen aktiv gegen die
herrschenden Zustände - ob beim Frauenpolitischen Ratschlag, bei den
Montagsdemonstrationen, der rebellischen Jugend oder der MLPD.
Unter
der Überschrift "Hartz IV muss weg" fordert das
"Sozialistische Büro Bernburg" am 26.10.04 alle Arbeitslosen
dazu auf, ihre Anträge auf ALG II erst Mitte Dezember abzugeben. Weiter
gelte es, gegen jeden Bescheid Widerspruch einzulegen, keine Termine
wahrzunehmen etc. Das ist ein abenteuerlicher Ratschlag - ausbaden müssten
das diejenigen, die auf das Arbeitslosengeld angewiesen sind. Von einer
Vergrößerung des Chaos verspricht sich das "Sozialistische Büro
Bernburg" nicht nur, dass Hartz IV gekippt würde, sondern gar den
Untergang des Kapitalismus überhaupt: "Die BRD ist jetzt schon
am Ende, der Kapitalismus siecht langsam, aber sicher dahin. Ein Tritt
noch, und der tönerne Riese fällt auf die Schnauze."
Die
inneren Widersprüche des Imperialismus sind tatsächlich unlösbar ...
Die
Vorstellung, das kapitalistische System ersticke buchstäblich an den
Problemen und Widersprüchen, die es selbst hervorbringt, taucht immer
wieder auf. Tatsächlich sind Hartz IV und die ganze Regierungspolitik
ein Beispiel dafür, dass der Kapitalismus mit jeder Maßnahme seine
Probleme vertieft. Es solle endlich wieder mehr gekauft werden,
lamentieren Politiker und Wirtschaftsverbände, damit die Wirtschaft in
Schwung komme. Gleichzeitig wird mit Hartz IV eine weitere Verarmung der
Masse der Bevölkerung vorprogrammiert, eine Erhöhung der
Massenkaufkraft ist also nirgends in Sicht.
Nicht
nur in Deutschland, weltweit stehen stagnierende Märkte im Widerspruch
zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität. Das beschleunigt die erbitterte
Vernichtungsschlacht zwischen den internationalen Monopolen und wird
einen weiteren Schub der massenhaften Vernichtung von Arbeitsplätzen
auslösen. Dies ist nur ein Beispiel für den Widersinn der
kapitalistischen Produktionsverhältnisse. Dass sich eine Handvoll
internationaler Monopole die Früchte der hoch entwickelten
internationalen Produktion von Millionenmassen privat aneignet, stemmt
sich dem gesellschaftlichen Fortschritt für die gesamte Menschheit
entgegen.
...
er bricht jedoch nicht von alleine zusammen
Lenin
setzte sich auf dem II. Kongress der Kommunistischen Internationale 1920
mit der Vorstellung von der absoluten Ausweglosigkeit des Kapitalismus
auseinander:
"Andererseits
versuchen Revolutionäre zuweilen den Beweis zu führen, daß es absolut
keinen Ausweg aus der Krise gebe. Das ist ein Irrtum. Absolut ausweglose
Lagen gibt es nicht. Die Bourgeoisie benimmt sich wie ein frech
gewordener Räuber, der den Kopf verloren hat, sie macht eine Dummheit
nach der anderen, verschärft die Lage und beschleunigt den eigenen
Untergang. Das ist alles richtig. Aber man kann nicht ,beweisen`, daß
es für die Bourgeoisie absolut keine Möglichkeit gibt, irgendeine
Minderheit der Ausgebeuteten durch irgendwelche kleinen Zugeständnisse
einzulullen, irgendeine Bewegung oder einen Aufstand irgendeines Teils
der Unterdrückten und Ausgebeuteten niederzuschlagen. (...)
Wir müssen jetzt durch die Praxis der revolutionären Parteien
,beweisen`, daß sie genügend Bewußtheit, Organisiertheit, Verbindung
mit den ausgebeuteten Massen, Entschlossenheit und Fähigkeit besitzt,
um diese Krise für eine erfolgreiche, für eine siegreiche Revolution
auszunutzen." (Lenin, Werke, Bd.31, S.215)
Die
vom Imperialismus eingeleitete Neuorganisation der internationalen
Produktion schreit regelrecht nach gesellschaftlichen Verhältnissen,
die diese gewaltige Kraft zum Nutzen der Menschheit einsetzen. Die
internationalen Monopole werden aber, solange sie über die Macht verfügen,
alles tun, um der Destabilisierung ihrer Herrschaft Einhalt zu gebieten
- und Kriege, Massenelend und barbarische Zustände hervorbringen, wenn
ihnen nicht das Handwerk gelegt wird.
Die
Theorie, dass "noch ein Tritt genügt" bis zum
Zusammenbruch, ist falsch. Der Kapitalismus wird nur dann durch eine
neue, höhere Gesellschaftsform abgelöst werden können, wenn die
Massen lernen, sich selbst zu befreien. Viele Menschen suchen heute nach
einer ernsthaften Antwort auf die Frage: "Wie soll das alles
weitergehen?" Und sie wenden sich auch praktisch zunehmend
Methoden und Organisationsformen zu, die im Sozialismus massenhaft
ausreifen und zu einer Säule der neuen Gesellschaft werden: in Bürgerinitiativen,
in Selbstorganisationen, bei demokratischen, öffentlichen
Massendebatten usw. Vor allem müssen immer mehr Menschen es lernen,
sich dauerhaft für ihre Zukunftsinteressen zu organisieren und den
Kampf um eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung zu führen.
Wenn
jetzt viele Kolleginnen und Kollegen Mitglied in der MLPD werden, dann
ist dies ein entscheidender Schritt, um dieser Zukunft näher zu kommen.
Die MLPD setzt sich mit all ihren Kräften für die Vorbereitung der
internationalen Revolution ein - und braucht dafür noch viele tausend
Mitstreiterinnen und Mitstreiter!
(gis) |
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Naziaufruf,
auf dem die MLPD eingeht
|
"Das
wäre ein erster kleiner Sieg im Kampf gegen den
Liberalkapitalismus und hin zur sozialistischen
Volksgemeinschaft der Deutschen!" |
Wir,
die Initiative „Keine-Agenda2010“ fordern alle arbeitslosen
Landsleute auf, ihre Anträge auf Arbeitslosengeld II (ALG II) erst
Mitte Dezember 2004 abzugeben!
Gründe:
Mit
dem Verelendungsprogramm „HIV“ (Hartz IV) strebt das
liberal-kapitalistische System nunmehr die schon lange geplante weitere
Verbilligung der Ware Arbeitskraft an. Die Verwertungsmaschinerie soll
laufen und die Lohnarbeiterschaft optimal ausgebeutet werden. Der Kern
des Hartz-Konzeptes besteht in der Ausweitung der Leiharbeit, durch
Zwang forciert. Bis zu 1.000.000 Arbeitslose sollen so als moderne
"Leihsklaven" vermittelt werden. Unter Druck kommen dann die
noch bestehenden Arbeitsplätze. Lohnkürzungen durch Arbeitszeitverlängerung
wird dann der Regelfall sein, mit dem Ergebnis, daß noch weniger
Personal gebraucht wird. Und bei der Abarbeitung von Großaufträgen
greift man auf das preiswerte Fachpersonal zu, daß Leiharbeitsfirmen
dann gerne „für'n Appel und Ei“ anbieten werden.
Aus
festen Stellen werden rasch prekäre Beschäftigungsverhältnisse, wie
es z. B. im Gaststättengewerbe heute schon zu sehen ist. Noch mehr
Unternehmen werden künftig lieber einen Beschäftigten ausleihen statt
ihn anzustellen, wozu viele Großbetrieben jetzt schon übergehen. Der Kündigungsschutz
wird ausgehebelt und Lohndumping macht sich breit. Die geltenden
Tarifverträge werden nicht mehr standhalten können. Der Tagelöhner
feiert dann seine Rückkehr.
Diejenigen,
für die es dann in der kapitalistischen Verwertungsmaschinerie immer
noch kein Platz gibt, müssen dann für den Wert einer Bockwurst
„gemeinnützig“ arbeiten. Diejenigen, die einen Partner haben, der
noch tariflich beschäftigt ist, werden ebenso überhaupt nichts
bekommen, wie diejenigen, die sich etwas „Vermögen“ mühsam
angespart haben. 100.000 Arbeitslose werden ihre Wohnungen aufgeben müssen,
und in Ghettos mit unterstem sozialen Standard ziehen müssen.
Das
wäre ein erster kleiner Sieg im Kampf gegen den Liberalkapitalismus und
hin zur sozialistischen Volksgemeinschaft der Deutschen! |
|
Pro-Nazi-Artikel
inzwischen von der MLPD-Homepage gelöscht!
Ohne
ein Wort der Selbstkritik wurde dieser Artikel hier von der
Homepage der Roten Fahne gelöscht. Kommunisten-online
dokumentiert ihn dennoch!
Der
Rote Webmaster |
Nr.46/04 11.11.2004
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Genügt
noch ein Tritt, damit der Kapitalismus zusammenbricht? |

In vielen Organisationsformen werden zurzeit die Massen
aktiv gegen die herrschenden Zustände - ob beim
Frauenpolitischen Ratschlag, bei den Montagsdemonstrationen, der
rebellischen Jugend oder der MLPD.
Bild: Montagsdemo in Gelsenkirchen. rf-foto
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Unter der Überschrift "Hartz
IV muss weg" fordert das "Sozialistische Büro
Bernburg" am 26.10.04 alle Arbeitslosen dazu auf, ihre Anträge
auf ALG II erst Mitte Dezember abzugeben. Weiter gelte es, gegen
jeden Bescheid Widerspruch einzulegen, keine Termine
wahrzunehmen etc. Das ist ein abenteuerlicher Ratschlag -
ausbaden müssten das diejenigen, die auf das Arbeitslosengeld
angewiesen sind. Von einer Vergrößerung des Chaos verspricht
sich das "Sozialistische Büro Bernburg" nicht nur,
dass Hartz IV gekippt würde, sondern gar den Untergang des
Kapitalismus überhaupt: "Die BRD ist jetzt schon am
Ende, der Kapitalismus siecht langsam, aber sicher dahin. Ein
Tritt noch, und der tönerne Riese fällt auf die
Schnauze."
Die inneren Widersprüche des Imperialismus sind tatsächlich
unlösbar ...
Die Vorstellung, das kapitalistische System ersticke buchstäblich
an den Problemen und Widersprüchen, die es selbst hervorbringt,
taucht immer wieder auf. Tatsächlich sind Hartz IV und die
ganze Regierungspolitik ein Beispiel dafür, dass der
Kapitalismus mit jeder Maßnahme seine Probleme vertieft. Es
solle endlich wieder mehr gekauft werden, lamentieren Politiker
und Wirtschaftsverbände, damit die Wirtschaft in Schwung komme.
Gleichzeitig wird mit Hartz IV eine weitere Verarmung der Masse
der Bevölkerung vorprogrammiert, eine Erhöhung der
Massenkaufkraft ist also nirgends in Sicht.
Nicht nur in Deutschland, weltweit stehen stagnierende Märkte
im Widerspruch zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität. Das
beschleunigt die erbitterte Vernichtungsschlacht zwischen den
internationalen Monopolen und wird einen weiteren Schub der
massenhaften Vernichtung von Arbeitsplätzen auslösen. Dies ist
nur ein Beispiel für den Widersinn der kapitalistischen
Produktionsverhältnisse. Dass sich eine Handvoll
internationaler Monopole die Früchte der hoch entwickelten
internationalen Produktion von Millionenmassen privat aneignet,
stemmt sich dem gesellschaftlichen Fortschritt für die gesamte
Menschheit entgegen.
... er bricht jedoch nicht von alleine zusammen
Lenin setzte sich auf dem II. Kongress der Kommunistischen
Internationale 1920 mit der Vorstellung von der absoluten
Ausweglosigkeit des Kapitalismus auseinander:
"Andererseits versuchen Revolutionäre zuweilen den
Beweis zu führen, daß es absolut keinen Ausweg aus der Krise
gebe. Das ist ein Irrtum. Absolut ausweglose Lagen gibt es
nicht. Die Bourgeoisie benimmt sich wie ein frech gewordener Räuber,
der den Kopf verloren hat, sie macht eine Dummheit nach der
anderen, verschärft die Lage und beschleunigt den eigenen
Untergang. Das ist alles richtig. Aber man kann nicht
,beweisen`, daß es für die Bourgeoisie absolut keine Möglichkeit
gibt, irgendeine Minderheit der Ausgebeuteten durch irgendwelche
kleinen Zugeständnisse einzulullen, irgendeine Bewegung oder
einen Aufstand irgendeines Teils der Unterdrückten und
Ausgebeuteten niederzuschlagen. (...) Wir müssen jetzt
durch die Praxis der revolutionären Parteien ,beweisen`, daß
sie genügend Bewußtheit, Organisiertheit, Verbindung mit den
ausgebeuteten Massen, Entschlossenheit und Fähigkeit besitzt,
um diese Krise für eine erfolgreiche, für eine siegreiche
Revolution auszunutzen." (Lenin, Werke, Bd.31, S.215)
Die vom Imperialismus eingeleitete Neuorganisation der
internationalen Produktion schreit regelrecht nach
gesellschaftlichen Verhältnissen, die diese gewaltige Kraft zum
Nutzen der Menschheit einsetzen. Die internationalen Monopole
werden aber, solange sie über die Macht verfügen, alles tun,
um der Destabilisierung ihrer Herrschaft Einhalt zu gebieten -
und Kriege, Massenelend und barbarische Zustände hervorbringen,
wenn ihnen nicht das Handwerk gelegt wird.
Die Theorie, dass "noch ein Tritt genügt" bis
zum Zusammenbruch, ist falsch. Der Kapitalismus wird nur dann
durch eine neue, höhere Gesellschaftsform abgelöst werden können,
wenn die Massen lernen, sich selbst zu befreien. Viele Menschen
suchen heute nach einer ernsthaften Antwort auf die Frage: "Wie
soll das alles weitergehen?" Und sie wenden sich auch
praktisch zunehmend Methoden und Organisationsformen zu, die im
Sozialismus massenhaft ausreifen und zu einer Säule der neuen
Gesellschaft werden: in Bürgerinitiativen, in
Selbstorganisationen, bei demokratischen, öffentlichen
Massendebatten usw. Vor allem müssen immer mehr Menschen es
lernen, sich dauerhaft für ihre Zukunftsinteressen zu
organisieren und den Kampf um eine Gesellschaft ohne Ausbeutung
und Unterdrückung zu führen.
Wenn jetzt viele Kolleginnen und Kollegen Mitglied in der
MLPD werden, dann ist dies ein entscheidender Schritt, um dieser
Zukunft näher zu kommen. Die MLPD setzt sich mit all ihren Kräften
für die Vorbereitung der internationalen Revolution ein - und
braucht dafür noch viele tausend Mitstreiterinnen und
Mitstreiter!
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