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Polizei
duldet Naziüberfall gegen junge Gewerkschafter
– aber Strafverfahren gegen die Opfer
Nazi-Überfall
auf Gewerkschaftsjugend - Polizei assistiert
Quelle:
Ziel und Weg der
DKP Niederlausitz vom 20. November 2005
Wie
das alternative Infoportal Indymedia berichtet, haben gestern Abend etwa
20 gewaltbereite Neonazis eine Informationsveranstaltung der DGB-Jugend in
Hamburg-Wandsbek zum Thema Rechtsextremismus gesprengt. Die Nazis, unter
denen sich der örtliche Kreisvorsitzende der NPD befunden haben soll,
waren gegen 19.30 Uhr vor dem Bürgerhaus Wandsbek erscheinen, in dem die
Veranstaltung stattfand. Am Eingang machte ein Hinweisschild deutlich:
„Neonazis und Angehörige der rechtsextremistischen NPD, DVU und der
'Kameradschaften' haben keinen Zutritt“. Dennoch versuchten sich die
Nazis mit Faustschlägen und Fußtritten Zutritt zu verschaffen. Mit Mühe
gelang es, diesen Angriff zunächst abzuwehren.
Zwar
klärte zunächst die Polizei die Lage, doch dann erklärte dem Bericht
zufolge der Einsatzleiter den Gewerkschaftern, sie müssten die Nazis
reinlassen oder die Veranstaltung absagen. Daraufhin sah sich der DGB
gezwungen, die Veranstaltung abzusagen. Unter dem Gegröle der Nazis
mussten die Veranstaltungsteilnehmer nach Hause gehen. Vier
Gewerkschafter, die den Nazi-Angriff abgewehrt hatten, wurden von der
Polizei festgenommen. Einer DPA-Meldung zufolge müssen sie mit einer
Anzeige rechnen, da sie Pfefferspray eingesetzt haben sollen.
Quelle:
redglobe |