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Zum Tag des „Mauerfalls“:

Gedenken wir des 9. November und was dann folgte

Von Gerd Höhne

Kommunisten-online vom 9. November 2009 – Man kann das Geschrei schon gar nicht mehr hören. Die ollen Fossilien, die zu Recht vergessen sind, wie den „Liedermacher“ Stephan Krawczyk, der weder damals noch heute Musik machen konnte, dessen Texte zu hören schon damals eine Zumutung war und sich damals schon auf dem Niveau seines neuen – noch nicht geschriebenen Buches – bewegt, das den Nobelpreis verdächtigen Titel „Hemdgeschichten“ trägt. Ein Textbeispiel aus dem Buch, das der Möchtegern-Goethe vorab auf seiner Internetseite veröffentlichte: Wenn ich eine kleinere Nase hätte,/ denkt Antonio,/ dann wäre einiges einfacher./ Wie recht er hat!“

Ist das nicht ein wahrer Genuss das zu lesen? Das ist Poesie in Vollendung!

Oder Krawczyks damalige Ehefrau Freya Klier? Sie musste – wie es in ihrer Eigenbiografie heißt – ins Kinderheim, wegen der Verhaftung ihres Vaters. Warum der verhaftet wurde, steht da nicht. Sie hatte dabei Glück – sie lebte in der DDR. Wäre sie in der BRD gewesen, hätte man sie Misshandlungen, Zwangsarbeit, sexuellen Missbrauch ausgesetzt. Sie wäre ohne Schul- und Berufsabschluss als gebrochener Mensch ins Leben entlassen worden.

Da sie aber in der DDR lebte, konnte sie das Abitur machen und erlernte sogar gleichzeitig einen Beruf. So war es im Unrechtssystem des Kommunismus. Selbst die Kinder straffällig Gewordener bekamen eine gute Ausbildung – Sippenhaft gab es nicht. Heute sagt sie zur DDR: „Das Beste an der DDR war ihr Ende.“ Naja, manche begreifen, trotz guter Ausbildung in der DDR, doch nichts. Man sehe nur auf unser Bundesengelchen.

Die Machwerke der Frau Klier heute: „Verschleppt ans Ende der Welt“. In dem Film des WDR lügt sie die deutsche Geschichte um und macht die Naziverbrecher, die nach dem Krieg in der Sowjetunion wegen Kriegsverbrechen Zwangsarbeit leisten mussten, zu Helden und zu Opfern des ach so bösen Kommunismus.

Das waren die Dissis der DDR. Man stilisierte sie damals im Westen hoch und reichte sie herum. Aber schnell merkten die Zuhörer/Zuschauer, dass bei denen nichts dahinter steckt. Auch brauchte man sie ab 1990 nicht mehr, sie gerieten in Vergessenheit – zu Recht.

Aber jetzt, zum 20. Jahrestag des „Mauerfalls“, werden sie aus ihren Löchern des gnädigen Vergessens geholt und erneut vorgeführt. Besser sind sie nicht geworden – nur älter. Und wie damals: kein Hahn kräht nach ihnen, keiner nimmt Notiz von ihnen – wenn man von den Propagandamachern mal absieht.

Machen wir uns nichts vor: 1989/1990 haben wir Kommunisten eine Niederlage erlitten. Verkündete Erich Honecker noch: „Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf“, so waren es dumme Ochsen, die sich vom Westen verführen ließen und Esel, die ihr Hirn ausschalteten. Durch den Verrat Chruschtschows und der Hinwendung der meisten KP’s zum modernen Revisionismus, wurde das sozialistische System ausgehöhlt und morsch und so konnten diese Ochsen und Esel im Auftrag des Imperialismus ihr Werk verrichten. Wir sollten aus dieser Niederlag lernen!

Nach dem Ende der DDR geht wieder Krieg von Deutschland aus. Deutsche Soldaten kämpfen in vielen Teilen der Welt, es sterben von deutschen Waffen wieder überall Menschen.

Ich aber denke am 9. November vor allem an ein anderes Ereignis in der deutschen Geschichte.

An den 9. November 1938.

An dem Tag brannten überall in Deutschland die Synagogen, wurden jüdische Läden geplündert, jüdische Wohnungen ausgeraubt und jüdische Menschen getötet, verschleppt und verletzt. Ich habe von einem Überlenden der Shoa gehört, wie er die Reichspogromnacht 1938 erlebte. Er sah als Kind die Synagoge brennen, seine Mutter weinte und war entsetzt. Aber sein Vater beruhigte die Familie: „Das sind nur Steine, die da brennen.“ Die Mutter: „Wenn diese Steine brennen, brennen bald auch Menschen.“ Sie wurde im Vernichtungslager ermordet.

Hören wir also weg, wenn uns die antikommunistischen Propagandaschreier vom Sieg der Freiheit über das Unrecht vorschwafeln. Die Reichspogromnacht und deren Folgen, der Mord an Millionen Menschen, der mörderischste Krieg aller Zeiten – das alles geht auf das Konto des deutschen Monopolkapitals. Der Staat dieses Kapitals ist die BRD.

Damals – 1938 und danach – bereicherten sie Leute an den Arisierungen, die später zu den Vorzeigeleuten der BRD nach dem Krieg gehörten. So ein Grünzeughändler aus Duisburg-Meiderich. Der arisierte die Kaufhauskette Wertheim und wurde reich, vor allem nach dem Krieg. Sein Name: Helmut Horten.

Auch die Großbanken, die heute noch immer den Ton angeben, mischten im Geschäft mit. Sie verdienten nicht nur an den Arisierungen, sondern auch an der physischen Vernichtung der Juden Europas und letztlich auch und vor allem am 2. Weltkrieg.

Welche Freiheit meinen die Schreihälse? Die Freiheit der Mörder, die ihrer gerechten Strafe entgingen und nach dem Krieg reicher, denn je wurden?

Oder die Freiheit der Kriegshetzer, die junge Deutsche für ihre Interessen und Profite kämpfen und töten lassen? Können wir uns ernsthaft für deren Freiheit einsetzen?

G.H.

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„Wenn diese Steine brennen, brennen bald auch Menschen.“

9. November 1938

Synagoge in Essen

Judenverfolgung in Deutschland | Reichskristallnacht, 8.11.1938 | Synagoge am Oranienburger Tor, Berlin

Synagoge am Oranienburger Tor, Berlin

Ausgebrannte Synagoge in Heidelberg

Chemnitz: Ausgebrannte und zerstörte Synagoge

Nazihetze gegen Juden

Jüdische Geschäfte werden geplündert

Nazis gegen Juden

Nazis gegen Juden

Was dann folgte...
Massenmord!

Juden im Viehwagen auf dem Transport ins Vernichtungslager

Photo: Einfahrt zum Konzentrationslager Auschwitz - Birkenau, 1945

Auschwitz-Birkenau

Lagereinfahrt

Brillen ermoreter Menschen in Auschwitz

Rampe in Birkenau: Selektion

Sofortige Vernichtung durch Gas oder langsame Vernichtung durch Arbeit

erhaltene erste Gaskammer im KZ-Auschwitz 
(Stammlager)

Gaskammer im KZ Stutthof bei Gdansk

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