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Geschichtsfälschung
beim Obama-Besuch in Buchenwald.
Gab
es im KZ-Buchenwald keine Kommunisten?
Von
Günter Ackermann
Kommunisten-online
vom 5. Juni 2009 – Um gegen Kommunisten zu hetzen und um die
Geschichte zu fälschen, ist der imperialistischen Presse nichts heilig.
Obama und die Dame Merkel besuchten heute das Gelände des
KZ-Buchenwald. Dieses KZ hat eine ganz besondere Rolle gespielt: Es gab
im Lager eine sehr aktive Widerstandsbewegung, der es gelang, sich
Waffen zu verschaffen und im April 1945 – die alliierten Truppen der
Amerikaner waren noch weit weg – sich selbst zu befreien.
Soweit,
so gut. Wenn der amerikanische Präsident nach Buchenwald gereist wäre
um dies zu ehren, um der Opfer des faschistischen Terrors zu gedenken, wäre
das in Ordnung und zu begrüßen gewesen – selbst wenn die Dame Merkel
sich im Schlepptau befindet.
Aber
das ganze wurde dazu benutzt, dem Bundesengelchen Merkel einen
Wahlkampfauftritt zu verschaffen. Da ginge es ja nicht an, wenn die
Berichterstattung wahrheitsgemäß darüber berichtet hätte, zu was des
KZ Buchenwald für einen Zweck gehabt hat: zur Vernichtung der
antifaschistischen Opoitionellen gegen die Nazis und vor allem deren
aktivster Teil, der Arbeiterbewegung, allen voran die Kommunisten.
Laut
der Berichterstattung der bürgerlichen Medien waren da eingekerkert:
-
Juden,
-
Homosexuelle und
-
politisch Andersdenkende.
Das
war’s dann.
Ich
war schon oft in Buchenwald – mehrfach zu DDR-Zeiten und einmal
danach. Dort, wo ich aufwuchs, konnte man vom Küchenfenster meiner
Mutter in der Ferne, bei guter Sicht, den Ettersberg sehen. Auf diesem
Berg befand sich das Nazikonzentrationslager Buchenwald.
Es
war ein „ganz normales“ KZ. Kein Vernichtungslager wie
Auschwitz-Birkenau, dort wurden „nur“ Menschen hinter Stacheldraht
eingesperrt, „nur“ gefoltert, „nur“ ermordet. Ermordet nicht,
wie in Auschwitz-Birkenau, mittels Gaskammer, sondern durch alltägliche
Verbrechen der SS: Erschlagen, erschossen, sie zu Tode arbeiten lassen,
verhungert, erhängt, durch medizinische Experimente ermordet…Es waren
insgesamt etwa 56.000 Menschen, darunter 11.000 Juden, die hier
ermordet wurden. Ganz normal, keine Gaskammer, nur mittels der Bestialität
und Mordlust der SS.
Es
gab doch eine Mordmaschine in Buchenwald, das war die Genickschussanlage
im „Pferdestall“. Hier wurden sowjetische Kriegsgefangene, die man
in den Kriegsgefangenenlagers ausgesondert hatte, mittels Genickschuss
ermordet. Es waren insgesamt 8.000 sowjetische Kriegsgefangene, die hier
ihr Leben lassen mussten.
Dass
in Buchenwald auch Juden eingekerkert waren, ist klar. Sie wurden
schlechter behandelt, wie „arische“ Häftlinge, aber eine
Mordmaschine, wie die von Auschwitz, gab es nicht für sie. Sie starben
„normal“ – wenn man das töten in KZ’s als normal einschätzen
kann: durch die alltäglichen Verbrechen der SS eben.
Mit
der Zeit gelang es dem politischen Widerstand – vor allem aus
Kommunisten – alle wichtigen Häftlingsfunktionen zu übernehmen. Die
politischen Funktionshäftlinge ließen sich nicht mehr, wie die
vorherigen aus Kreisen der Kriminellen, zu Handlangern der SS-Mörder
machen, stahlen nicht mehr ihren Kameraden die Lebensmittel weg, waren
nicht käuflich. Da die politischen, nicht nur, aber vor allem
Kommunisten, besser dafür sorgten, dass der Alltagsbetrieb besser läuft,
konnte ihnen die SS den normalen Betrieb überlassen.
Nur
ein Beispiel: Im Nebenlage von Buchenwald, Mittelbau-DHra, sollte im März
1945 Häftlinge erhängt werden, weil die Fehlerquote der hier
produzierten V2-Raketen zu hoch war und man – zu Recht – annahm, das
sei die Folge von bewusstem Pfusch durch die Häftlinge. Die
Todeskandidaten wurden unter dem Galgen gestellt, der Kommandant
bestimmte den kommunistischen Lagerältesten zum Henker, der aber
weigerte sich. Er wollte kein Mordgehilfe der Faschisten sein. Er musste
auch unter dem Galgen. Dessen Vertreter wurde dann bestimmt, Henker zu
sein, auch er weigerte sich und musste unter die Todeskandidaten. Die SS
musste ihr Mordhandwerk selbst verrichten, die beiden Kommunisten
starben, sie wurden keine Mordhelfer und das kurz vor der Befreiung.
Und
diese politischen Funktionshäftlinge halfen besonders bedrängten
Kameraden, sorgten dafür, dass der Besuch im Revier – dem Häftlingskrankenhaus
– nicht mehr ein Spiel mit dem Tod war, sondern, dass ihnen hier von Häftlingspflegern
und Häftlingsärzten geholfen wurde und, dass man sie dem Zugriff
mordlustiger SS-Ärzte entzog.
Die
Häftlingsorganisation – genauer ihr bewaffneter Arm – befreite dann
a, 11. April 1945 das Lager. Ein amerikanischer Vortrupp näherte sich
erst danach dem Lager, die US-Armee erst Tage nach der Selbstbefreiung.
Und
in der heutigen Berichterstattung konnte man diese Selbstbefreiung zwar
nicht leugnen, spielte sie aber herunter. Aber man überschlug sich in
Behauptungen, die DDR habe den Mord an Juden durch die Faschisten
verschwiegen.
Das
ist blühender Unsinn. Das wurde in der DDR nicht verschwiegen, aber man
betonte natürlich den aktiven Widerstand gegen den Faschismus, auch den
der Kirchen, aber eben vor allem aus der Arbeiterbewegung. Die aber
leistete wirklich die Hauptlast des Widerstands und unter denen waren
die aktivsten die Kommunisten – auch im Lager.
In
der DDR wurden nach dem Kriege – zunächst durch die sowjetische
Besatzungsmacht – alle aktiven Faschisten enteignet und Verbrecher
wurden gnadenlos bestraft. Auch Mörder an Juden! Die sowjetischen
Speziallager, oft auf dem Gelände ehemaliger Konzentrationslager
eingerichtet, dienten zur Inhaftierung derer, die in Verdacht standen,
an Naziverbrechen beteiligt gewesen zu sein oder die Nazis an wichtiger
Stelle unterstützt zu haben
So
war der bekannte Schauspieler Heinrich George im Speziallager Nr.7
(ehem. KZ-Sachsenhausen) interniert. George spielte in dem antijüdischen
Hetztfilm Jud Süß die wichtige Rolle des Herzog Karl Alexander von Württemberg
und er spielte im Durchhaltefilm „Kolberg“ die Rolle des Joachim
Nettelbeck. Dafür war George dann im Speziallager Nr.7 interniert. Er
hatte sich aktiv – wenn auch aus Opportunismus – an verbrecherischen
Propagandafilmen beteiligt.
Ähnliche
Lager hatten auch die westlichen Alliierten in ihren Zonen, aber hier
wurden die meisten Naziverbrecher bald laufen gelassen oder mit Hilfe
des amerikanischen Geheimdienstes über die „Rattenlinie“ nach Südamerika
ausgeschleust. So wurden Adolf Eichmann und der Mordarzt von Auschwitz,
Josef Mengele, nach Südamerika geschafft. Das internationale Rote Kreuz
und der Vatikan beteiligten sich an der Rettung der Naziverbrecher. Das
war die Realität im Westen.
Es
wwurde weiter behauptet, die DDR sei antisemitisch gewesen. Vollkommener
Unsinn, in der DDR gab es keinen Antisemitismus – jedenfalls keinen
messbaren, wie im Westen. Der Staat ging rigoros gegen jede Form des
Rassismus vor – und das bis zuletzt.
Im
Westen aber hatten die ehemaligen Nazis, die inzwischen in der BRD nach
oben gekommen waren, ihren Antisemitismus gegen Philosemitismus
getauscht. Auch das ist eine Form des Rassismus. Aus Feinden von Juden
wurden auf einmal Freunde Israels, die die Zionisten mit all dem
belieferten, was Israel für seine Kriege brauchte und sie deckelten es
propagandistisch ab. Die Gleichstellung: Juden gleich Zionisten stammt
von ihnen und von der zionistischen Propaganda. Bis heute wird die
Gegnerschaft zum rassistischen Zionismus als Antisemitismus
verunglimpft. Da die DDR sich gegen den Zionismus stellte, war sie eben
antisemitisch.
Ach
so: Ein Opfer konnte selbst diese verlogene Berichterstattung nicht
verschweigen: Ernst Thälmann, Vorsitzender der KPD, wurde hier im Jahre
1944 ermordet. Sein Mörder, obwohl den Ermittlungsbehörden bekannt,
wurde nie verurteilt. Ungewollt wurde dem Kommunisten nun doch eine
Ehrung erteilt: Thälmann, der Kommunist, war folglich der Vorsitzende
der „politisch Andersdenkenden“, also der Führer des Widerstands
gegen den Faschismus. Ja, das war er wirklich.
G.A. |
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Leserbrief
hierzu von OW:
Bei
aller Anerkennung für Barack Obama, einen „dicken Hals“ habe ich
nach seinem Besuch im KZ-Buchenwald!
Da sind die Hände in seinen Taschen, während er
über den ehemaligen Apellplatz schlürfte, der kleinste Grund!
Viel empörter bin ich über die
Berichterstattung die abermals nichts ausgelassen hat, um die Rolle der
DDR in den Dreck zu ziehen!
Die schämen sich nicht ein Stück weit, deutsche
und internationale Kommunisten zu schmähen, selbst am Ort des
Verbrechens.
Völlig unwahr die Unterstellung, „die DDR hätte
den Mord am jüdischen Volk nur unzureichend zu verurteilen gewusst“.
„Die Aufarbeitung hätte angeblich erst in der BRD nach 1990
erfolgt.“ Ph, dass ich nicht lache! Ausgerechnet diejenigen die sich
mit der Aufarbeitung von Naziverbrechen immer schwer getan haben und bis
heute die Urteile von Nazirichtern aufrecht erhalten möchten, sind um
Aufklärung bemüht?
Was für ein Schlag ins Gesicht derer, denen
Barack Obama im KZ-Buchenwald gedenken wollte.
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Wenn
den Herrschenden die Lüge nützt, ist sie
wahr:
Die
Rechten und die Linken machten angeblich der „Demokratie“ in der
Weimarer Republik den Garaus
Von
igentlich wollte ich diese Woche nichts
bei Dir abliefern, da ganz einfach nicht die Zeit da war, um alle
Ereignisse intensiv zu verfolgen. Aber der Obama-Besuch hat mich doch
eines Besseren belehrt. Nun fand ich heute in der Info Deinen Artikel
sowie den Leserbrief von O.W. Dazu muß nicht mehr viel gesagt werden.
Nur dies.
Das
die imperialistischen Medien verdrehen, totschweigen und dreist lügen,
ist bekannt. Dass unsere Politiker auch immer mehr zu dreisten Lügnern
werden, ist genauso bekannt. Da macht auch unser Bundesengelchen keine
Ausnahme, obwohl sie ja als ehemaliger FDJ-Funktionär für Agit-Prop
etwas genauer Bescheid wissen müßte. Aber na ja, die Leute sind
vergesslich. Und was für einen FDJ-Macher noch richtig ist, ist eben für
einen Bundeskanzler falsch. Soviel zur Relativität der Wahrheit. Oder
war sie doch absolut? Fragen wir mal unser Engelchen, als Physikerin müsste
sie sich mit der Wahrheit eigentlich auskennen. Nun weiß ich aber
nicht, ob physikalische und philosophische Wahrheit konform gehen können.
Schon wieder tut sich hier ein Konfliktfeld auf. Aber da müßte unser
Engelchen eigentlich nur ihr Vorbild Adenauer befragen. Erinnern wir uns
noch? Das ist der, der sagte: „Wahr ist, was mir nützt.“ Zu gut
deutsch; wenn mir die Lüge nützt, ist sie wahr. Deshalb waren auch
Globke, Lübke, Kiesinger und andere keine Nazis, nein, Gott bewahre,
sondern wahre Demokraten, sie nutzten dem Alten aus Köln.
Nun,
Altnazis sind nicht mehr allzu viele da. Aber es laufen ja eine Menge
neue herum. Die könnte unser Engelchen eigentlich zu ihrem Nutzen
einsetzen. Dann ließe sich die Rolle der Kommunisten im „Dritten
Reich“ noch weiter herunterspielen. Dass die Kommunisten als heimliche
Steigbügelhalter der Nazis gelten, ist ja kein Geheimnis mehr. Denn die
Rechten und die Linken machten ja angeblich der „Demokratie“
in der Weimarer Republik den Garaus. Woher die Bourgeoisie diese
Erkenntnis holte, ist auch kein Geheimnis, aus der Lügenkiste.
Damit
wären wir wieder beim Anfang. Die Lüge ist ein systemimmanenter
Bestandteil des imperialistischen Systems. Nur so kann der Imperialismus
seine Devise „teile und herrsche“ durchsetzen. Dabei ist dann jedes
Mittel recht. Ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis wir wieder
beim politischen Mord (Karl und Rosa. Teddy) angekommen sind. Der
politische Rufmord jedesfalls ist schon lange wieder in dieser
unheiligen deutschen Republik salonfähig.
Was
war sonst noch? Wenig. Maischberger und Illner widmeten sich diese Woche
weniger schwer wiegenden Themen, um die Gehirne der Bundesdeutschen
nicht zu überfordern. Frau Maischberger stellte die Religionen vor, so
dass man sich leichter eine aussuchen kann, von der man sich das Hirn
noch weiter vernebeln lässt. Neu ist nur, dass nun auch indianische
Religionen zu ihrem Recht kommen, schließlich besuchte der
amerikanische Präsident die BRD. Von der Handhabe bietet die
indianische Religion gerade für den deutschen Selfmademan mehr Betätigungsfreiheit
als die althergebrachten Religionen, die fest in der Hand von Funktionären
sind. Von daher dürfte die Vorstellung von Manitu Sinn machen. Frau
Maischberger sei Dank für die Moderation, der Ard sei Dank für die
Ausstrahlung.
Rot
Front Werner
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Zum
Besuch Obamas im KZ-Buchenwald:
Uns
ist auch egal, ob dein Hintern nun weiß oder dunkel ausschaut, denn wir
küssen keine Ärsche.
Wir
treten jeden Lügner deines Schlages gerne ins Gesäß
Leserbrief
von J.T.B. vom 6. Juni 2009
Guten
Morgen, Roter Webmaster,
zwischen
1984 und 1988 besuchte ich ca. ein Dutzend Male die Gedenkstätte auf
dem Gelände des einstigen KZ Buchenwald bei Weimar, schon weil ich
seinerzeit ausländische Gäste des DDR-Verbandes der
Genossenschaftsbauern und -gärtner, der VdgB, in ihrem Besuchsprogramm
in der DDR betreute. Damals traf der Besucher der Gedenkstätte stets
auf ehemalige Häftlinge, die gerne Fragen beantworteten oder Erläuterungen
gaben. In der Ausstellung wurden ganz klar die Täter und die Opfer
gezeigt und benannt.
1992
erlebte ich die Gedenkstätte Buchenwald völlig verändert. Die
Ausstellung dort verklärte die Gräueltaten des einstigen KZ-Alltages
zu einer Periode der Finsternis. Es wurde vermittelt, dass kraft
Naturgewalt eben auch dunkle und finstere Perioden mysteriöserweise die
unschuldige Menschheit befallen. Alles Schicksal?
Mit
wurde kotzübel (verzeih' mir bitte diesen barschen, aber zutreffenden
Ausdruck!). Ich hatte zwei junge Frauen dabei, die Buchenwald einfach
mal sehen wollten und ursprünglich aus Marokko bzw. Rumänien stammten.
Um uns herum erlebten wir eine Gruppe von jugendlichen Neonazis, zu der
irgendwo auch eine Sozialarbeiterin gehörte: „Denen ging's noch viel
zu gut, soviel Platz wie die in den Zellen hatten.“ Solche Kommentare
wurden von diesen kleinen Produkten der „Wende“ abgelassen. An jenem
Ort, wo Antifaschisten wie Ernst Thälmann in Isolierhaft und
Todeszellen drangsaliert wurden.
Pfeile
wiesen dann zu einer Gedenkstätte „Spez.-Lager“, wo Nachfahren und
Anhänger der im später auf dem Gelände betriebenen sowjetischen
Internierungslager für Naziverbrecher den im Lager verstorbenen
einstigen Naziverbrechern Ehren erweisen können. Eine größere
Entweihung und Demütigung der Opfer hitlerfaschistischer schlimmster
Verbrechen kann es nicht geben, als den Tätern auf dem Boden voll mit
dem Blut der Opfer noch so ein Denkmal zu setzen und damit Ehre zu
erweisen.
Ich
wollte den beiden Frauen damals mal jenen Dokumentarfilm zeigen, in
welchem auch einige Originalaufnahmen der Us-army gezeigt werden, die
aus den Momenten ihres Eintreffens im selbstbefreiten KZ Buchenwald
stammen. Wo der Hinschauende sehen kann, wie dort Haare und Haut und
Knochen und Zähne der umgebrachten Häftlinge zu Rohstoffanhäufungen
im stofflichen Lager der Tötungsmaschinerie des KZ aufbewahrt wurden.
Deutsche Gründlichkeit und Profitmaximierung auch bei der
Leichenfledderei!
Diesen
Dokumentarfilm konnten wir aber nicht sehen. Er wurde gerade nicht
gezeigt, man müsse sich dafür als Gruppe anmelden.
Mir
wurde klar, dass die Gedenkstättenleitung ein Maximum an Wahrheit und
Zeugnissen einfach so dem normalen Buchenwald-Besucher vorenthielt. Ich
kochte vor Wut bei jenem Besuch. Und ich fuhr später mit Aachener
VVN-Aktiven dort wieder hin. Die Aachener VVN-Aktiven verhüllten mit
blauen Mülltüten protestierend die Stelen, die zum Gedenken an die
Naziverbrecher in der parallelen „Gedenkstätte Spez--Lager“
aufgestellt worden waren.
Und
nun also der unsägliche Obama-Besuch in Buchenwald, zusammen mit Frau
Merkel. Show-Part Buchenwald! Sein Großonkel als „Mitbefreier von
Buchenwald“. Dass die US Army erst 1-2 Tage nach der Selbstbefreiung
des KZ Buchenwald durch den gut organisierten Aufstand der Häftlinge im
Lager erschienen, verschweigt die bürgerliche Journaille erwartungsgemäß.
Es wird ja auch in der Gedenkstätte selbst verschwiegen, seit Ende der
DDR. Vom illegalen Lagerkomitee der Häftlinge, welches die
kommunistischen Häftlinge im Untergrund im KZ-Alltag mit höchsten
Risiken für das Leben der beteiligten Genossen aufgebaut hatten, kann
und soll ja in der heutigen Gesellschaft keine Rede mehr sein. Bewusst
und vorsätzlich wird Geschichte hier und heute gefälscht.
Und
so reduzieren Merkel und Obama und ihre Auftraggeber denn Buchenwalds Gräuel
auch auf „die Shoa“, die systematischen rassistischen Massaker der
Hitlerfaschisten an Juden. Im Film „Nackt unter Wölfen“ der
DDR-Filmproduktionsgesellschaft DEFA aus den 50er Jahren des vorigen
Jahrhunderts wird sehr eindrucksvoll aufgearbeitet, wie sehr die
systematischen rassistischen Massaker an Juden auch im konkreten
Widerstandskampf insbesondere der kommunistischen Häftlinge in
Buchenwald ihren Niederschlag fanden. Dieser Film war Lehrstoff in allen
Oberschulen der DDR, solange die DDR bestand. Dies mal einfach als
Tatsache zum Thema der angeblichen „Nichtbewältigung einst
faschistischer Judendiskriminierung in der DDR“. Eine weitere Tatsache
ist, dass in der Bundesrepublik jüdische Friedhofe seit vielen
Jahrzehnten immer wieder von Neonazis geschändet werden. Die DDR kannte
dies nicht und hätte es auch nie zugelassen, denn dortige Neonazis
mussten ihre Gesinnung sehr verstecken und landeten zumeist langjährig
im Knast, bis sie im November 1989 raus kamen und kraft massiver
logistischer Sofortunterstützung aus der Bundesrepublik sofort aktiv
Rote und Punker terrorisieren konnten sowie auch jüdische Friedhofe im
Osten dann geschändet wurden.
Beweis?
Lest mal die Selbstdarstellung von Ingo Hasselbach! Wir Kommunisten
sehen sehr wohl, wer hier was wie bewältigte oder besser vorsätzlich
und bewusst gar nicht bewältigt haben wollte und will. Wir Kommunisten
lassen uns kein X für ein U vormachen, schon gar nicht von den parfümierten
goldigst dekorierten Schmalzgesichtern allabendlich in den
bundesdeutschen Glotzen.
Obamas
Auftritt bot mal wieder nichts außer Show-Getue. Buchenwald wäre der
Ort, wo ein „Yes we can“ prahlender politischer Supermächtiger das
sofortige Verbot und Höchststrafen für alle Faschisten weltweit verkünden
könnte. Buchenwald wäre der Ort, wo jener angebliche Alleskönner den
Schwur von Buchenwald erneuern könnte, „Nie wieder Krieg und
Faschismus“, um seine grausame Soldateska mit ihren
Massenvernichtungswaffen endlich im Sinne des „Ami go home“ zurück
zu befehlen auf das Territorium der USA sowie die Raketenstationierungen
bei Warschau und Radare in Tschechien vor Moskaus Toren eben nicht
aufzustellen. Buchenwald wäre der Ort, wo dieser Demagoge von der Wall
Street verkünden könnte, dass Guantánamo binnen drei Monaten an Kuba
zurückgegeben wird sowie Entschädigungen an Kuba für
Diversionsverbrechen der letzten Jahrzehnte gezahlt werden würden, um
endlich zu gutnachbarlichen Beziehungen auch im Interesse vieler
Auslandskubaner zu kommen. Buchenwald wäre der Ort, wo ein US-Präsident
sich hätte mit Putin und den Amtskollegen aus Frankreich und Großbritannien
treffen können, um Friedensvertragsverhandlungen gegenüber einem
wirklich von Faschisten bereinigten Deutschland vorzubereiten.
OK,
Mr. President, all dies passierte nicht. Jenen jüdischen Vertreter der
einstigen Buchenwald-Häftlinge überhörtest du natürlich, als er in
der kurzen ihm zugebilligten Redezeit zu Frieden in aller Welt aufrief.
Du willst ja in Afghanistan weitermorden lassen, von deiner Army und
weiteren Bluthunden, u.a. auch welchen aus Deutschlands Bundeswehr.
Gedeckt aus Steuergeldern werden da Versicherungskonzerne weiterhin hohe
Lebensversicherungsgelder an Hinterbliebene von irgendwo an Hindukusch
oder bei Kabul umgekommenen imperialistischen Söldnern zahlen, wie eine
Art Schweigegeld. Du lässt weiterhin die CIA-Maschinerie gegen Kuba,
Venezuela, Russland und China und überhaupt die ganze Welt heißlaufen,
denn überall sind US-amerikanisches Geld und Kapital und Eigentum
mittlerweile investiert und müssen als Interessen der Imperialisten
hinter dir geschützt werden, vom Imperium USA. Im Dienste dieser
dreckigen und blutbeschmierten Sache hältst du vor bestellten Jubelchören
in deinen Show-Auftritten heuchlerisch deine Sonntagsreden und willst
die Weltöffentlichkeit damit beeindrucken.
Sorry,
Mr. President Obama, wir Kommunisten durchschauen dich. Wir messen dich
an deinen Untaten, nicht an deinem Sunnyboy-Grinsen und deinen
vollmundigen Sonntagsreden. Uns würde übel werden, wenn so ein
widerlicher Schurke wie du uns die Hand hinhielte oder abknutschen
wollte. Uns ist auch egal, ob dein Hintern nun weiß oder dunkel
ausschaut, denn wir küssen keine Ärsche. Wir treten jeden Lügner
deines Schlages gerne ins Gesäß. Nicht nur ein Mal, nicht nur heute,
auch morgen. Mit Schmackes! Fahr zur Hölle, mit der Air Force One!
Rote
Grüße,
Jens-Torsten
Bohlke aus Brüssel
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Die
Selbstbefreiung der politischen Häftlinge
des KZ-Buchenwald
aus:
Weimar
- Tradition und Gegenwart Heft 25, Weimar 1980, geschrieben von Gitta Günther
- mit einem Vorwort von Klaus Trostorff, dem damaligen Direktor
der Nationalen Gedenkstätte Buchenwald, der selbst ein Überlebender
des KZ Buchenwald war.
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