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Geschichtsfälschung beim Obama-Besuch in Buchenwald.

Gab es im KZ-Buchenwald keine Kommunisten?

Von Günter Ackermann

Kommunisten-online vom 5. Juni 2009 – Um gegen Kommunisten zu hetzen und um die Geschichte zu fälschen, ist der imperialistischen Presse nichts heilig. Obama und die Dame Merkel besuchten heute das Gelände des KZ-Buchenwald. Dieses KZ hat eine ganz besondere Rolle gespielt: Es gab im Lager eine sehr aktive Widerstandsbewegung, der es gelang, sich Waffen zu verschaffen und im April 1945 – die alliierten Truppen der Amerikaner waren noch weit weg – sich selbst zu befreien.

Soweit, so gut. Wenn der amerikanische Präsident nach Buchenwald gereist wäre um dies zu ehren, um der Opfer des faschistischen Terrors zu gedenken, wäre das in Ordnung und zu begrüßen gewesen – selbst wenn die Dame Merkel sich im Schlepptau befindet.

Aber das ganze wurde dazu benutzt, dem Bundesengelchen Merkel einen Wahlkampfauftritt zu verschaffen. Da ginge es ja nicht an, wenn die Berichterstattung wahrheitsgemäß darüber berichtet hätte, zu was des KZ Buchenwald für einen Zweck gehabt hat: zur Vernichtung der antifaschistischen Opoitionellen gegen die Nazis und vor allem deren aktivster Teil, der Arbeiterbewegung, allen voran die Kommunisten.

Laut der Berichterstattung der bürgerlichen Medien waren da eingekerkert:

- Juden,

- Homosexuelle und

- politisch Andersdenkende.

Das war’s dann.

Ich war schon oft in Buchenwald – mehrfach zu DDR-Zeiten und einmal danach. Dort, wo ich aufwuchs, konnte man vom Küchenfenster meiner Mutter in der Ferne, bei guter Sicht, den Ettersberg sehen. Auf diesem Berg befand sich das Nazikonzentrationslager Buchenwald.

Es war ein „ganz normales“ KZ. Kein Vernichtungslager wie Auschwitz-Birkenau, dort wurden „nur“ Menschen hinter Stacheldraht eingesperrt, „nur“ gefoltert, „nur“ ermordet. Ermordet nicht, wie in Auschwitz-Birkenau, mittels Gaskammer, sondern durch alltägliche Verbrechen der SS: Erschlagen, erschossen, sie zu Tode arbeiten lassen, verhungert, erhängt, durch medizinische Experimente ermordet…Es waren insgesamt etwa 56.000 Menschen, darunter 11.000 Juden, die hier ermordet wurden. Ganz normal, keine Gaskammer, nur mittels der Bestialität und Mordlust der SS.

Es gab doch eine Mordmaschine in Buchenwald, das war die Genickschussanlage im „Pferdestall“. Hier wurden sowjetische Kriegsgefangene, die man in den Kriegsgefangenenlagers ausgesondert hatte, mittels Genickschuss ermordet. Es waren insgesamt 8.000 sowjetische Kriegsgefangene, die hier ihr Leben lassen mussten.

Dass in Buchenwald auch Juden eingekerkert waren, ist klar. Sie wurden schlechter behandelt, wie „arische“ Häftlinge, aber eine Mordmaschine, wie die von Auschwitz, gab es nicht für sie. Sie starben „normal“ – wenn man das töten in KZ’s als normal einschätzen kann: durch die alltäglichen Verbrechen der SS eben.

Mit der Zeit gelang es dem politischen Widerstand – vor allem aus Kommunisten – alle wichtigen Häftlingsfunktionen zu übernehmen. Die politischen Funktionshäftlinge ließen sich nicht mehr, wie die vorherigen aus Kreisen der Kriminellen, zu Handlangern der SS-Mörder machen, stahlen nicht mehr ihren Kameraden die Lebensmittel weg, waren nicht käuflich. Da die politischen, nicht nur, aber vor allem Kommunisten, besser dafür sorgten, dass der Alltagsbetrieb besser läuft, konnte ihnen die SS den normalen Betrieb überlassen.

Nur ein Beispiel: Im Nebenlage von Buchenwald, Mittelbau-DHra, sollte im März 1945 Häftlinge erhängt werden, weil die Fehlerquote der hier produzierten V2-Raketen zu hoch war und man – zu Recht – annahm, das sei die Folge von bewusstem Pfusch durch die Häftlinge. Die Todeskandidaten wurden unter dem Galgen gestellt, der Kommandant bestimmte den kommunistischen Lagerältesten zum Henker, der aber weigerte sich. Er wollte kein Mordgehilfe der Faschisten sein. Er musste auch unter dem Galgen. Dessen Vertreter wurde dann bestimmt, Henker zu sein, auch er weigerte sich und musste unter die Todeskandidaten. Die SS musste ihr Mordhandwerk selbst verrichten, die beiden Kommunisten starben, sie wurden keine Mordhelfer und das kurz vor der Befreiung.

Und diese politischen Funktionshäftlinge halfen besonders bedrängten Kameraden, sorgten dafür, dass der Besuch im Revier – dem Häftlingskrankenhaus – nicht mehr ein Spiel mit dem Tod war, sondern, dass ihnen hier von Häftlingspflegern und Häftlingsärzten geholfen wurde und, dass man sie dem Zugriff mordlustiger SS-Ärzte entzog.

Die Häftlingsorganisation – genauer ihr bewaffneter Arm – befreite dann a, 11. April 1945 das Lager. Ein amerikanischer Vortrupp näherte sich erst danach dem Lager, die US-Armee erst Tage nach der Selbstbefreiung.

Und in der heutigen Berichterstattung konnte man diese Selbstbefreiung zwar nicht leugnen, spielte sie aber herunter. Aber man überschlug sich in Behauptungen, die DDR habe den Mord an Juden durch die Faschisten verschwiegen.

Das ist blühender Unsinn. Das wurde in der DDR nicht verschwiegen, aber man betonte natürlich den aktiven Widerstand gegen den Faschismus, auch den der Kirchen, aber eben vor allem aus der Arbeiterbewegung. Die aber leistete wirklich die Hauptlast des Widerstands und unter denen waren die aktivsten die Kommunisten – auch im Lager.

In der DDR wurden nach dem Kriege – zunächst durch die sowjetische Besatzungsmacht – alle aktiven Faschisten enteignet und Verbrecher wurden gnadenlos bestraft. Auch Mörder an Juden! Die sowjetischen Speziallager, oft auf dem Gelände ehemaliger Konzentrationslager eingerichtet, dienten zur Inhaftierung derer, die in Verdacht standen, an Naziverbrechen beteiligt gewesen zu sein oder die Nazis an wichtiger Stelle unterstützt zu haben

So war der bekannte Schauspieler Heinrich George im Speziallager Nr.7 (ehem. KZ-Sachsenhausen) interniert. George spielte in dem antijüdischen Hetztfilm Jud Süß die wichtige Rolle des Herzog Karl Alexander von Württemberg und er spielte im Durchhaltefilm „Kolberg“ die Rolle des Joachim Nettelbeck. Dafür war George dann im Speziallager Nr.7 interniert. Er hatte sich aktiv – wenn auch aus Opportunismus – an verbrecherischen Propagandafilmen beteiligt.

Ähnliche Lager hatten auch die westlichen Alliierten in ihren Zonen, aber hier wurden die meisten Naziverbrecher bald laufen gelassen oder mit Hilfe des amerikanischen Geheimdienstes über die „Rattenlinie“ nach Südamerika ausgeschleust. So wurden Adolf Eichmann und der Mordarzt von Auschwitz, Josef Mengele, nach Südamerika geschafft. Das internationale Rote Kreuz und der Vatikan beteiligten sich an der Rettung der Naziverbrecher. Das war die Realität im Westen.

Es wwurde weiter behauptet, die DDR sei antisemitisch gewesen. Vollkommener Unsinn, in der DDR gab es keinen Antisemitismus – jedenfalls keinen messbaren, wie im Westen. Der Staat ging rigoros gegen jede Form des Rassismus vor – und das bis zuletzt.

Im Westen aber hatten die ehemaligen Nazis, die inzwischen in der BRD nach oben gekommen waren, ihren Antisemitismus gegen Philosemitismus getauscht. Auch das ist eine Form des Rassismus. Aus Feinden von Juden wurden auf einmal Freunde Israels, die die Zionisten mit all dem belieferten, was Israel für seine Kriege brauchte und sie deckelten es propagandistisch ab. Die Gleichstellung: Juden gleich Zionisten stammt von ihnen und von der zionistischen Propaganda. Bis heute wird die Gegnerschaft zum rassistischen Zionismus als Antisemitismus verunglimpft. Da die DDR sich gegen den Zionismus stellte, war sie eben antisemitisch.

Ach so: Ein Opfer konnte selbst diese verlogene Berichterstattung nicht verschweigen: Ernst Thälmann, Vorsitzender der KPD, wurde hier im Jahre 1944 ermordet. Sein Mörder, obwohl den Ermittlungsbehörden bekannt, wurde nie verurteilt. Ungewollt wurde dem Kommunisten nun doch eine Ehrung erteilt: Thälmann, der Kommunist, war folglich der Vorsitzende der „politisch Andersdenkenden“, also der Führer des Widerstands gegen den Faschismus. Ja, das war er wirklich.

G.A.

Leserbrief hierzu von OW:

Bei aller Anerkennung für Barack Obama, einen „dicken Hals“ habe ich nach seinem Besuch im KZ-Buchenwald!
Da sind die Hände in seinen Taschen, während er über den ehemaligen Apellplatz schlürfte, der kleinste Grund!
Viel empörter bin ich über die Berichterstattung die abermals nichts ausgelassen hat, um die Rolle der DDR in den Dreck zu ziehen!
Die schämen sich nicht ein Stück weit, deutsche und internationale Kommunisten zu schmähen, selbst am Ort des Verbrechens.
Völlig unwahr die Unterstellung, „die DDR hätte den Mord am jüdischen Volk nur unzureichend zu verurteilen gewusst“. „Die Aufarbeitung hätte angeblich erst in der BRD nach 1990 erfolgt.“ Ph, dass ich nicht lache! Ausgerechnet diejenigen die sich mit der Aufarbeitung von Naziverbrechen immer schwer getan haben und bis heute die Urteile von Nazirichtern aufrecht erhalten möchten, sind um Aufklärung bemüht?
Was für ein Schlag ins Gesicht derer, denen Barack Obama im KZ-Buchenwald gedenken wollte.

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Wenn den Herrschenden die Lüge nützt, ist sie wahr:

Die Rechten und die Linken machten angeblich der „Demokratie“ in der Weimarer Republik den Garaus

Von whs

Kommunisten-online vom 7. Juni 2009 – Eigentlich wollte ich diese Woche nichts bei Dir abliefern, da ganz einfach nicht die Zeit da war, um alle Ereignisse intensiv zu verfolgen. Aber der Obama-Besuch hat mich doch eines Besseren belehrt. Nun fand ich heute in der Info Deinen Artikel sowie den Leserbrief von O.W. Dazu muß nicht mehr viel gesagt werden. Nur dies.

Das die imperialistischen Medien verdrehen, totschweigen und dreist lügen, ist bekannt. Dass unsere Politiker auch immer mehr zu dreisten Lügnern werden, ist genauso bekannt. Da macht auch unser Bundesengelchen keine Ausnahme, obwohl sie ja als ehemaliger FDJ-Funktionär für Agit-Prop etwas genauer Bescheid wissen müßte. Aber na ja, die Leute sind vergesslich. Und was für einen FDJ-Macher noch richtig ist, ist eben für einen Bundeskanzler falsch. Soviel zur Relativität der Wahrheit. Oder war sie doch absolut? Fragen wir mal unser Engelchen, als Physikerin müsste sie sich mit der Wahrheit eigentlich auskennen. Nun weiß ich aber nicht, ob physikalische und philosophische Wahrheit konform gehen können. Schon wieder tut sich hier ein Konfliktfeld auf. Aber da müßte unser Engelchen eigentlich nur ihr Vorbild Adenauer befragen. Erinnern wir uns noch? Das ist der, der sagte: „Wahr ist, was mir nützt.“ Zu gut deutsch; wenn mir die Lüge nützt, ist sie wahr. Deshalb waren auch Globke, Lübke, Kiesinger und andere keine Nazis, nein, Gott bewahre, sondern wahre Demokraten, sie nutzten dem Alten aus Köln.

Nun, Altnazis sind nicht mehr allzu viele da. Aber es laufen ja eine Menge neue herum. Die könnte unser Engelchen eigentlich zu ihrem Nutzen einsetzen. Dann ließe sich die Rolle der Kommunisten im „Dritten Reich“ noch weiter herunterspielen. Dass die Kommunisten als heimliche Steigbügelhalter der Nazis gelten, ist ja kein Geheimnis mehr. Denn die Rechten und die Linken machten ja angeblich der „Demokratie“ in der Weimarer Republik den Garaus. Woher die Bourgeoisie diese Erkenntnis holte, ist auch kein Geheimnis, aus der Lügenkiste.

Damit wären wir wieder beim Anfang. Die Lüge ist ein systemimmanenter Bestandteil des imperialistischen Systems. Nur so kann der Imperialismus seine Devise „teile und herrsche“ durchsetzen. Dabei ist dann jedes Mittel recht. Ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis wir wieder beim politischen Mord (Karl und Rosa. Teddy) angekommen sind. Der politische Rufmord jedesfalls ist schon lange wieder in dieser unheiligen deutschen Republik salonfähig.

Was war sonst noch? Wenig. Maischberger und Illner widmeten sich diese Woche weniger schwer wiegenden Themen, um die Gehirne der Bundesdeutschen nicht zu überfordern. Frau Maischberger stellte die Religionen vor, so dass man sich leichter eine aussuchen kann, von der man sich das Hirn noch weiter vernebeln lässt. Neu ist nur, dass nun auch indianische Religionen zu ihrem Recht kommen, schließlich besuchte der amerikanische Präsident die BRD. Von der Handhabe bietet die indianische Religion gerade für den deutschen Selfmademan mehr Betätigungsfreiheit als die althergebrachten Religionen, die fest in der Hand von Funktionären sind. Von daher dürfte die Vorstellung von Manitu Sinn machen. Frau Maischberger sei Dank für die Moderation, der Ard sei Dank für die Ausstrahlung.

Rot Front Werner

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Zum Besuch Obamas im KZ-Buchenwald:

Uns ist auch egal, ob dein Hintern nun weiß oder dunkel ausschaut, denn wir küssen keine Ärsche.

Wir treten jeden Lügner deines Schlages gerne ins Gesäß

Leserbrief von J.T.B. vom 6. Juni 2009

Guten Morgen, Roter Webmaster,

zwischen 1984 und 1988 besuchte ich ca. ein Dutzend Male die Gedenkstätte auf dem Gelände des einstigen KZ Buchenwald bei Weimar, schon weil ich seinerzeit ausländische Gäste des DDR-Verbandes der Genossenschaftsbauern und -gärtner, der VdgB, in ihrem Besuchsprogramm in der DDR betreute. Damals traf der Besucher der Gedenkstätte stets auf ehemalige Häftlinge, die gerne Fragen beantworteten oder Erläuterungen gaben. In der Ausstellung wurden ganz klar die Täter und die Opfer gezeigt und benannt.

1992 erlebte ich die Gedenkstätte Buchenwald völlig verändert. Die Ausstellung dort verklärte die Gräueltaten des einstigen KZ-Alltages zu einer Periode der Finsternis. Es wurde vermittelt, dass kraft Naturgewalt eben auch dunkle und finstere Perioden mysteriöserweise die unschuldige Menschheit befallen. Alles Schicksal?

Mit wurde kotzübel (verzeih' mir bitte diesen barschen, aber zutreffenden Ausdruck!). Ich hatte zwei junge Frauen dabei, die Buchenwald einfach mal sehen wollten und ursprünglich aus Marokko bzw. Rumänien stammten. Um uns herum erlebten wir eine Gruppe von jugendlichen Neonazis, zu der irgendwo auch eine Sozialarbeiterin gehörte: „Denen ging's noch viel zu gut, soviel Platz wie die in den Zellen hatten.“ Solche Kommentare wurden von diesen kleinen Produkten der „Wende“ abgelassen. An jenem Ort, wo Antifaschisten wie Ernst Thälmann in Isolierhaft und Todeszellen drangsaliert wurden.

Pfeile wiesen dann zu einer Gedenkstätte „Spez.-Lager“, wo Nachfahren und Anhänger der im später auf dem Gelände betriebenen sowjetischen Internierungslager für Naziverbrecher den im Lager verstorbenen einstigen Naziverbrechern Ehren erweisen können. Eine größere Entweihung und Demütigung der Opfer hitlerfaschistischer schlimmster Verbrechen kann es nicht geben, als den Tätern auf dem Boden voll mit dem Blut der Opfer noch so ein Denkmal zu setzen und damit Ehre zu erweisen.

Ich wollte den beiden Frauen damals mal jenen Dokumentarfilm zeigen, in welchem auch einige Originalaufnahmen der Us-army gezeigt werden, die aus den Momenten ihres Eintreffens im selbstbefreiten KZ Buchenwald stammen. Wo der Hinschauende sehen kann, wie dort Haare und Haut und Knochen und Zähne der umgebrachten Häftlinge zu Rohstoffanhäufungen im stofflichen Lager der Tötungsmaschinerie des KZ aufbewahrt wurden. Deutsche Gründlichkeit und Profitmaximierung auch bei der Leichenfledderei!

Diesen Dokumentarfilm konnten wir aber nicht sehen. Er wurde gerade nicht gezeigt, man müsse sich dafür als Gruppe anmelden.

Mir wurde klar, dass die Gedenkstättenleitung ein Maximum an Wahrheit und Zeugnissen einfach so dem normalen Buchenwald-Besucher vorenthielt. Ich kochte vor Wut bei jenem Besuch. Und ich fuhr später mit Aachener VVN-Aktiven dort wieder hin. Die Aachener VVN-Aktiven verhüllten mit blauen Mülltüten protestierend die Stelen, die zum Gedenken an die Naziverbrecher in der parallelen „Gedenkstätte Spez--Lager“ aufgestellt worden waren.

Und nun also der unsägliche Obama-Besuch in Buchenwald, zusammen mit Frau Merkel. Show-Part Buchenwald! Sein Großonkel als „Mitbefreier von Buchenwald“. Dass die US Army erst 1-2 Tage nach der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald durch den gut organisierten Aufstand der Häftlinge im Lager erschienen, verschweigt die bürgerliche Journaille erwartungsgemäß. Es wird ja auch in der Gedenkstätte selbst verschwiegen, seit Ende der DDR. Vom illegalen Lagerkomitee der Häftlinge, welches die kommunistischen Häftlinge im Untergrund im KZ-Alltag mit höchsten Risiken für das Leben der beteiligten Genossen aufgebaut hatten, kann und soll ja in der heutigen Gesellschaft keine Rede mehr sein. Bewusst und vorsätzlich wird Geschichte hier und heute gefälscht.

Und so reduzieren Merkel und Obama und ihre Auftraggeber denn Buchenwalds Gräuel auch auf „die Shoa“, die systematischen rassistischen Massaker der Hitlerfaschisten an Juden. Im Film „Nackt unter Wölfen“ der DDR-Filmproduktionsgesellschaft DEFA aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts wird sehr eindrucksvoll aufgearbeitet, wie sehr die systematischen rassistischen Massaker an Juden auch im konkreten Widerstandskampf insbesondere der kommunistischen Häftlinge in Buchenwald ihren Niederschlag fanden. Dieser Film war Lehrstoff in allen Oberschulen der DDR, solange die DDR bestand. Dies mal einfach als Tatsache zum Thema der angeblichen „Nichtbewältigung einst faschistischer Judendiskriminierung in der DDR“. Eine weitere Tatsache ist, dass in der Bundesrepublik jüdische Friedhofe seit vielen Jahrzehnten immer wieder von Neonazis geschändet werden. Die DDR kannte dies nicht und hätte es auch nie zugelassen, denn dortige Neonazis mussten ihre Gesinnung sehr verstecken und landeten zumeist langjährig im Knast, bis sie im November 1989 raus kamen und kraft massiver logistischer Sofortunterstützung aus der Bundesrepublik sofort aktiv Rote und Punker terrorisieren konnten sowie auch jüdische Friedhofe im Osten dann geschändet wurden.

Beweis? Lest mal die Selbstdarstellung von Ingo Hasselbach! Wir Kommunisten sehen sehr wohl, wer hier was wie bewältigte oder besser vorsätzlich und bewusst gar nicht bewältigt haben wollte und will. Wir Kommunisten lassen uns kein X für ein U vormachen, schon gar nicht von den parfümierten goldigst dekorierten Schmalzgesichtern allabendlich in den bundesdeutschen Glotzen.

Obamas Auftritt bot mal wieder nichts außer Show-Getue. Buchenwald wäre der Ort, wo ein „Yes we can“ prahlender politischer Supermächtiger das sofortige Verbot und Höchststrafen für alle Faschisten weltweit verkünden könnte. Buchenwald wäre der Ort, wo jener angebliche Alleskönner den Schwur von Buchenwald erneuern könnte, „Nie wieder Krieg und Faschismus“, um seine grausame Soldateska mit ihren Massenvernichtungswaffen endlich im Sinne des „Ami go home“ zurück zu befehlen auf das Territorium der USA sowie die Raketenstationierungen bei Warschau und Radare in Tschechien vor Moskaus Toren eben nicht aufzustellen. Buchenwald wäre der Ort, wo dieser Demagoge von der Wall Street verkünden könnte, dass Guantánamo binnen drei Monaten an Kuba zurückgegeben wird sowie Entschädigungen an Kuba für Diversionsverbrechen der letzten Jahrzehnte gezahlt werden würden, um endlich zu gutnachbarlichen Beziehungen auch im Interesse vieler Auslandskubaner zu kommen. Buchenwald wäre der Ort, wo ein US-Präsident sich hätte mit Putin und den Amtskollegen aus Frankreich und Großbritannien treffen können, um Friedensvertragsverhandlungen gegenüber einem wirklich von Faschisten bereinigten Deutschland vorzubereiten.

OK, Mr. President, all dies passierte nicht. Jenen jüdischen Vertreter der einstigen Buchenwald-Häftlinge überhörtest du natürlich, als er in der kurzen ihm zugebilligten Redezeit zu Frieden in aller Welt aufrief. Du willst ja in Afghanistan weitermorden lassen, von deiner Army und weiteren Bluthunden, u.a. auch welchen aus Deutschlands Bundeswehr. Gedeckt aus Steuergeldern werden da Versicherungskonzerne weiterhin hohe Lebensversicherungsgelder an Hinterbliebene von irgendwo an Hindukusch oder bei Kabul umgekommenen imperialistischen Söldnern zahlen, wie eine Art Schweigegeld. Du lässt weiterhin die CIA-Maschinerie gegen Kuba, Venezuela, Russland und China und überhaupt die ganze Welt heißlaufen, denn überall sind US-amerikanisches Geld und Kapital und Eigentum mittlerweile investiert und müssen als Interessen der Imperialisten hinter dir geschützt werden, vom Imperium USA. Im Dienste dieser dreckigen und blutbeschmierten Sache hältst du vor bestellten Jubelchören in deinen Show-Auftritten heuchlerisch deine Sonntagsreden und willst die Weltöffentlichkeit damit beeindrucken.

Sorry, Mr. President Obama, wir Kommunisten durchschauen dich. Wir messen dich an deinen Untaten, nicht an deinem Sunnyboy-Grinsen und deinen vollmundigen Sonntagsreden. Uns würde übel werden, wenn so ein widerlicher Schurke wie du uns die Hand hinhielte oder abknutschen wollte. Uns ist auch egal, ob dein Hintern nun weiß oder dunkel ausschaut, denn wir küssen keine Ärsche. Wir treten jeden Lügner deines Schlages gerne ins Gesäß. Nicht nur ein Mal, nicht nur heute, auch morgen. Mit Schmackes! Fahr zur Hölle, mit der Air Force One!

Rote Grüße,

Jens-Torsten Bohlke aus Brüssel  

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Die Selbstbefreiung der politischen Häftlinge des KZ-Buchenwald 

aus:

Weimar - Tradition und Gegenwart Heft 25, Weimar 1980, geschrieben von Gitta Günther - mit einem Vorwort von Klaus Trostorff, dem damaligen  Direktor der Nationalen Gedenkstätte Buchenwald,  der selbst ein Überlebender des KZ Buchenwald war.

 

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