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OBAMAS
WUT UND HILLARY'S REDEN“
von
Iroel Sánchez, La pupila insomne, Kuba
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke“
Havanna,
21. Februar 2011, Cubadebate. (auf Kommunisten-online am 24. Februar
2011) – Am 12. Februar 2011 enthüllte die New York Times, dass
US-Präsident Barack Obama über die Art und Weise wütend war, mit
welcher das US State Department (Außenministerium der USA) die
US-Positionen während der „Krise in Ägypten“ vertreten hatte. Jene
„Ägyptenkrise“ bereitete der Regierung des seinerzeitigen
US-Vasallen Hosni Mubarak ein Ende.“
Laut
New York Times war Obama verärgert über die Positionen von Mrs.
Clinton und ihrem Gesandten in Ägypten, Frank Wisner. Sie hatten geäußert,
dass Mubarak für einen Übergang unbedingt gehalten werden müsste, und
dies dann auch noch öffentlich kundgetan. Dieses Vorgehen sollte
offenbart haben, dass die USA „nicht völlig mit den Demonstrierenden
übereinstimmte“. Bei all dem haben The Washington Post und andere bürgerliche
Medien den Artikel in der New York Times als Beginn einer Korrektur der
Fehler gesehen, die Obama dahin brachten, „das ägyptische Volk zu
verlieren“.“
Vielleicht
muß man in diesem Zusammenhang die Rede der US-Außenministerin an der
George Washington Universität vom 15. Februar 2011 verstehen, in
welcher sie den ägyptischen Demonstrierenden gegen die Regierung von
Mubarak Beifall zollte und auf Iran als nächstes gewünschtes Opfer der
Volksaufstände zeigte. Wobei sie Iran dasselbe vorwarf, was die
US-Regierung macht: „Sie stehlen Information, um ihre eigenen Menschen
zu identifizieren und zu verfolgen.“ Es gab noch viel mehr Zynismus in
jener Rede der US-Außenministerin, um die weltweite Unterdrückung
gegenüber der Organisation Wikileaks zu untermauern. „Die geschäftlichen
Entscheidungen, welche von den privaten Unternehmen getroffen worden
sein können, um ihre eigenen Werte und ihre eigene Politik gegenüber
Wikileaks durchzusetzen, kamen nicht von der Führung der Regierung
Obama“. Oder, nachdem Vereinbarungen Kubas mit US-Firmen über
Internetzugang blockiert worden waren, beschuldigte Hillary Clinton
Kuba, seinen Bürgern zu verwehren, mehr im Internet aktiv zu werden.“
Mrs.
Clinton weiter: „Wir investieren in Hochtechnologie, weil wir wissen,
dass die Unterdrückung praktizierenden Regierungen ständig ihre
Unterdrückungsmethoden erneuern und wir vorhaben, ihnen voraus zu
sein.“ Diese Bemerkung steht in Zusammenhang mit kürzlichen Ankündigungen,
wonach das Pentagon als oberster Weltgendarm die Fähigkeit haben soll,
den Zugang zum Internet so zu beherrschen, dass dieser Zugang zum
Einmischungsfeld wird und Internetzugänge blockiert werden können. Die
Enthüllungen von Wikileaks selbst haben uns ermöglicht zu wissen, wie
die USA die Technologie nutzen, um massenhaft die Menschenrechte zu
verletzen und unschuldige Menschen zu ermorden.“
Was
als scheinbar hektischer Wirbel zur Schadensausbesserung erscheint und
sich laut Mrs. Clinton am 16. Februar in Gestalt der Eröffnung eines
„strategischen Dialogs mit der Zivilgesellschaft“ in 50 Ländern
zeigte, mit all ihrem Gerede von den „vielen mutigen Menschen, die
heute nicht mit uns sein können, weil sie gerade damit beschäftigt
sind, die Zivilgesellschaft durchzusetzen. Sie kämpfen derzeit für die
Menschenrechte und für die Menschenwürde. In den letzten Wochen haben
wir ihre Stärke in den Straßen von Tunis und auf den Plätzen von
Kairo gesehen.“ Wir wissen nicht, ob Mrs. Clinton die Erklärungen
eines Augenzeugen der Demonstrationen in Tunis kennt, welcher von der
Bewunderung der demonstrierenden Menschen für Fidel Castro berichtete.
In einem anderen Widerspruch in den jüngsten Reden von Hillary Clinton
und Beamten des US State Department heißt es, die „Oppositionellen“
zur Kubanischen Revolution hätten keine Legitimität auf der Insel. Und
sie wären es, die das Publikum in Havanna für den „strategischen
Dialog“ der US-Außenministerium darstellten.“
In
ihrer Rede vom 16. Februar 2011 sagte Hillary Clinton nicht, ob es
US-Organisationen gibt, die mit ihrem „strategischen Dialog mit der
Zivilgesellschaft“ in Verbindung stehen. Aber gerade in den USA tritt
die Zivilgesellschaft immer stärker auf den Straßen und öffentlichen
Plätzen angesichts der Doppelzüngigkeiten ihrer Regierenden in
Erscheinung. Im großen Saal der George Washington Universität wurde
ein US-Kriegsveteran unterdrückt und an seiner Stellungnahme gegen die
Gleichgültigkeit von Mrs. Clinton gehindert. Und in Wisconsin haben öffentliche
Beamte schon seit fünf Tagen mit Protesten ihre gewerkschaftlichen
Rechte verteidigt.“
Vielleicht
ist es an der Zeit für Hillary Clinton, endlich damit aufzuhören, der
Welt Lektionen erteilen zu wollen und den Splitter immer nur im Auge
ihres Nächsten zu suchen. Vielleicht ist es endlich angebracht, dass
sie ihren Blick in den Polizeistaat hinein richtet, zu welchem die USA
gerade werden. Dies wäre die einzig sinnvolle Korrektur für die
Kurzsichtigkeit, mit der sie sich ganz sicher vor einiger Zeit mit ihrem
Gatten, dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton, am jetzt nicht mehr
vorzeigbaren Hosni Mubarak erfreute.“
Quelle:
http://www.cubadebate.cu/ |