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Österreich (Wien)

Einladung zu einem Pressegespräch des AUGUSTIN:

«Der kleine Augustin greift Raiffeisen-Riesen an»

Dienstag, 18. Oktober 2011

in den Räumlichkeiten des Augustin in Wien

1050, Reinprechtsdorfer Straße 31 (im Hof)

Beginn 11:00 Uhr

Die Menschen beginnen zu durchschauen, dass die Banken nicht in erster Linie dazu da sind, um den Einen beim Sparen zu helfen und dem Anderen das Geld vorzustrecken, das er für den Aufbau eines Unternehmens benötigt. Gerade weil diese Funktionen im Spektrum der meist spekulativen Bankenaktivitäten nur noch eine marginale Rolle spielen, ist die Finanzkrise ausgebrochen, die zur Krise des Systems, zur Krise der Demokratie wird. Dort, wo die mächtigsten Banken sitzen – in der Regel bestimmen sie (und nicht der «Souverän»), wer in den USA und in vielen anderen Staaten die Finanz- und Wirtschaftsminister sein dürfen – ist logischerweise auch die große Rebellion gegen die Bankenmacht ausgebrochen: was mit Occupy Wall Street begann, soll mit Occupy the World enden, wünschen Millionen.

Bangster mit Bauern-Image

Die Raiffeisen-Gruppe ist bisher von derart radikaler und massiver Kritik verschont geblieben. Nicht etwa, weil Raiffeisen harmlos wie ein Lagerhaus und anständig wie eine Gruppe Anonymer Alkoholiker ist. Sondern wegen einer cleveren Performance und wegen des Stillschweigens der Medien. Raiffeisen hat sich – heimlich, still und leise – von den Anfängen einer bäuerlichen Selbsthilfe-Organisation nach der Bauernbefreiung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur heute größten Wirtschaftsgruppe unseres Landes entwickelt. In den Spitzenpositionen stehen durchwegs Männer, die ihr rurales Image nicht verbergen und trotz ihrer führenden Stellung in der jeweiligen Branche nicht wie ausgebuffte Manager auftreten.

Die immerwährende Rubrik

Österreich braucht einen Journalismus, der diese Monopolstellung kritisch beobachtet. Einen Journalismus also, der nicht Raiffeisen-Presseaussendungen abdruckt, wenn über Raiffeisen die Rede ist. Im Oktober des Vorjahres spürte die Redaktion der Wiener Straßenzeitung Augustin, dass sie durch ihre Unabhängigkeit dazu prädestiniert sei, diese Verantwortung zu übernehmen. «Ein Mangel von Eisen ist schlecht für den Körper. Das ist allgemein bekannt. Ein Mangel von Raiffeisen wäre demgegenüber gut für die Demokratie. Eine zu hohe Raiffeisenkonzentration ist schädlich für den Staat. Das sollte die Gesellschaft langsam begreifen», in diesem Sinne wurde die ständige Raiffeisen-Watching-Rubrik ins Leben gerufen. Die beiden Journalisten Lutz Holzinger und Clemens Staudinger konnten engagiert werden. Ihr Auftrag: mit der Kontrolle dieses Finanzwirtschaftsgiganten, mit dem Aufräumen der Raiffeisen-Mythen nie mehr aufzuhören, jedenfalls nicht bevor die Finanzgruppe selber an der von  ihr mitverschuldeten Krise erstickt.

Und jetzt auch noch die Augustin TV-Doku!

Seit Oktober 2010 kriegten sie dafür im Augustin in jeder Ausgabe 1 Seite  – und sie werden sie weiterhin bekommen. Der lange Atem ist von den Leser_innen des Augustin bewundert worden, naturgemäß weniger von anderen Medien (Ausnahme: Die - noch? – nicht sehr raiffeisenhältige Kronenzeitung titelte einen Monat nach dem Beginn unserer Serie:  «Kleiner Augustin greift Raiffeisen-Riesen an!»)

Eigentlicher Anlass unserer Einladung zum Pressegespräch ist die Voraus-Präsentation eines Ausschnitts aus der dreiteiligen Film-Dokumentation über die Raiffeisen-Machtstellung, ein Produkt aus der Augustin-TV--Küche. Der erste Teil (je 26 min) wird am Donnerstag, 20. Oktober, um 21:30 Uhr auf dem Kanal Okto gesendet.

Für Ihre Fragen stehen zur Verfügung:

Florian Binder, Augustin TV

Lutz Holzinger, Co-Autor der Raiffeisen-Watching-Seite

Clemens Staudinger, Co-Autor der Raiffeisen-Watching-Seite

Hans Weiss, Autor des Buchs «Schwarzbuch Landwirtschaft»

(Mod) Robert Sommer, Redakteur und Mitbegründer des Augustin

Infos: Tel. (01) 587 87 90 – 10, redaktion@augustin.or.at, www.augustin.or.at

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