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Ist
er ein bundesweit gesuchter Urkundenfälscher?
Marx-Schwiegerson
Paul Lafarque (1842 - 1911)
(andere
Schreibweise:Paul Lafargue), |
Haussuchung
bei LabourNet:
Karl
Marx-Schwiegersohn ein bundesweit gesuchter Urkundenfälscher?
Oder
Wie
sich die bundesdeutsche Polizei und Justiz lächerlich macht
von
Günter Ackermann |
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siehe
auch:
Das
Recht auf Faulheit
Widerlegung
des »Rechts auf Arbeit« von 1848
Paul
Lafargue, 1883 mehr
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Sie
haben Gefängniswärter und Richter,
Die
ihr Geld bekommen und zu allem bereit sind.
Ja,
wozu denn?
(Glauben
sie denn, daß sie uns damit kleinkriegen?)
Eh'
sie verschwinden, und das wird bald sein,
Werden
sie gemerkt haben, daß ihnen das alles nichts mehr nützt,
Daß
ihnen das alles nichts mehr nützt.
Bert
Brecht |
Da
gibt es in Bochum einen rechtkundigen Menschen im Dienste es Landes
Nordrhein-Westfalen, den Richter am Amtsgericht Bochum Gerkau, der
unterschrieb einen Durchsuchungsbefehl gegen das linke gewerkschaftliche
Internetportal „LabourNet“.
Die
Räume von Mag Wompel (verantwortliche Chefredakteurin), Wolfgang
Schaumberg (Vorstandsvorsitzender des Trägervereins) und Ralf Pandorf
(Redaktion und Vorstand) wurden durchsucht und sämtliche Computer
(Laptops, Server, Ersatzgeräte), viele CD-ROMs, Disketten und Teile des
archivierten Schriftverkehrs beschlagnahmt.
Der
Grund: Ein gefälschtes Flugblatt, das angeblich von der Arbeitsagentur
Bochum stammte, war 2004 in Umlauf gebracht worden. In diesem Flugblatt
taucht der Name Paul Lafarque mit dem Zusatz „LabourNet“ auf.
Dass
Paul Lafarque der bereits 1911 verstorbene Schwiegersohn von Karl Marx
war (verheiratet mit der Marx-Tochter Laura) fanden auch die Ermittler
mit den Schlapphüten nicht heraus. Der Gesuchte schrieb ca. 1860: „Wenn Arbeit etwas schönes
und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen.“
Es fiel dem gebildeten Herrn in schwarzer Robe nicht auf, dass er
nach einem bereits verstorbenem Linken fahndete. Aus betroffenen Kreise
verlautete, dass es sogar eine bundesweite Fahndung nach dem
Marx-Schwiegersohn gab. Zu finden sind die sterblichen Überreste seit
November 1911 auf dem Friedhof
Pere-Lachaise in Paris.
Dabei
hätte ein Blick ins Internet ausgereicht um zu merken, dass aller
Wahrscheinlichkeit der Text von einem Spaßvogel oder einem Agent
provocateur stammt und sie sich einfach lächerlich machen, wenn sie mit
dieser Geschichte solch eine Aktion starten.
Nicht
beachtet haben die wackeren Schlapphüte vom Verfassungsschutz, die
Spürnasen mit Schulterhalfter und Hundemarke in der Tasche und der Herr
Amtsgerichtsrat,
-
dass in einen 160 Jahre alten Urkundenfälscher nicht nur eine Menge
krimineller Energie, sondern eine noch größere Menge physischer
Energie stecken muss
und
-
dass 1911, als Paul Lafarque in Paris starb, weder Computer noch
Internet erfunden waren. Schon allein diese Tatsache hätten den
wackeren Wächtern über die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu
denken geben müssen, dass er nie und nimmer bei einem Internetportal,
wie Labournet sein kann.
Naja,
es soll ja auch Menschen geben, die meinen, die alten Ägypter hätten
die Glühbirne erfunden.
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Presseerklärung
des Labournet.de e.V. und der Redaktion des Internetportals LabourNet
Germany
Bochum,
den 06.07.2005
Am
Dienstag, dem 05.07.2005 wurde zeitgleich gegen 06:30 Uhr eine
Hausdurchsuchung bei Mag Wompel (verantwortliche Chefredakteurin),
Wolfgang Schaumberg (Vorstandsvorsitzender des Trägervereins) und Ralf
Pandorf (Redaktion und Vorstand), alle wohnhaft in Bochum, durchgeführt.
Es
wurden sämtliche Computer (Laptops, Server, Ersatzgeräte), viele
CD-ROMs, Disketten und Teile des archivierten Schriftverkehrs
beschlagnahmt.
Der
Beschluß der Hausdurchsuchung wurde durch das Amtsgericht in Bochum
(Zuständiger Richter: Gerkau; Aktenzeichen: 64 GS – 3146/05) erlassen
und begründet sich auf den Verdacht der Urkundenfälschung.
Nach
Aussagen eines an der Durchsuchung beteiligten Beamten, wurde offenbar
unter dem Datum des 14.12.2004 ein angebliches Schreiben der
Bundesagentur für Arbeit – Bochum – als Flugblatt verteilt.
Unterschrieben sei es von einem Angestellten des Bochumer Arbeitsamtes
mit gefälschter Unterschrift. Auf dem Flugblatt findet sich angeblich
der Zusatz „Paul Lafarque
– LabourNet“.
Das
Flugblatt liegt uns nicht vor und über den Inhalt können zurzeit keine
Aussagen gemacht werden.
Der
gesamte Vorgang ist uns nicht bekannt, offenbar wurde der Name LabourNet
missbraucht.
Per
Rechtsanwalt drängen wir auf die sofortige Herausgabe der
beschlagnahmten Gegenstände.
Wir
protestieren auf schärfste gegen diese völlig überzogene und unverhältnissmäßige
Aktion und sehen unser Recht auf Freiheit der Presse in höchstem Maße
verletzt.
Nähere
Informationen finden Sie auf unserer Homepage http://www.labournet.de
wo wir alle neuen Nachrichten zu diesem Fall veröffentlichen
werden.
Für
telefonische Rückfragen steht Ihnen Ralf Pandorf unter der Rufnummer
0234-34022 zur Verfügung.
Mag
Wompel
Wolfgang
Schaumberg
Ralf
Pandorf
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