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Gysi/Lafontaine-Truppe:
Tragische
Helden der Kommunistischen Plattform
vs
wackere antikommunistische Recken von Haltern am See hinter dem Walde
Eine
Provinzposse
Von
Günter Ackermann
Kommunisten-online
vom 17. Oktober 2008 – Es ist eine Provinzposse aus der Partei
„Die Linke“: Da stellt der Stadtverband Haltern am See den Antrag,
so quasi die Kommunistische Plattform aus der Partei zu feuern. Die
sollen nämlich das Logo dieser Pseudo-Linken nicht mehr verwenden dürfen
– um Verwechslungen zu vermeiden. (siehe)
Anlass
war ein Irrtum – oder
gewollte Irreführung – der Bildzeitung. Die hatte offenkundig die
Gysi/Lafontaine-Truppe mit den Friedensbewegten der DFG-VK und der
Kommunistischen Plattform gleich gesetzt. Das war den Hinterwäldlern
aus Haltern nun doch zu viel. Da sie, wenn sie schon nicht allzu viel
lesen, zumindest dieses Springer-Blatt konsumieren, ärgerte das sie
mächtig. Wie kann man, müssen sie sich gefragt haben, ihrer Partei
unterstellen, sie sei für Frieden und Abrüstung und sie sei
kommunistisch und für den Sozialismus? Pfui Deiwel! Dem muss ein sofortiger
Riegel vorgeschoben werden.
Da
die DFG-VK nicht das Logo der Gysi/Lafontaine-Truppe verwendet und auch
sonst neben dieser Partei agiert, muss man doch zumindest die
Kommunistische Plattform – obwohl sie eine ordentliche Gliederung
dieser Partei ist – daran hintern, ihr finsteres kommunistische
Treiben fortzusetzen.
Die
Kommunistische Plattform findet das natürlich gar nicht komisch und
zetert. Die tragischen Helden der KPF, die trotz herber Nackenschläge
weiter tonnenweise Kröten schlucken, halten
in Nibelungentreue zur Gysi/Lafontaine-Truppe. Sie wollen doch
mit aller Macht ihre Alibirolle fortsetzen.
Denn
der Gysi/Lafontaine-Truppe schadet es keineswegs, dass sie als
kommunistische verschrien ist – im Gegenteil. Diese Irreführung macht
sie ja erst zur Alternative zur Sozialdemokratie. Das Kapital hat in
„Die Linke“ einen verlässlichen Garanten, dass sich nichts nach
links zu den Kommunisten bewegt und die Arbeiter und Unterprivilegierten
meinen, genau das: ganz links zu sein.
Dass
die KPF nur Feigenblatt der Gysi/Lafontaine-Truppe ist, wollen unsere
tapferen Genossen der KPF nicht wahr haben. Aber so ist es.
Die
Hinterwäldler vom See (Haltern) haben natürlich das keineswegs
begriffen. Deshalb wettern sie gegen die DFG-VK und die KPF in einem
Atemzug. Sie wollen weder, dass ihre Partei als eine Friedenspartei,
noch als eine kommunistische betrachtet wird. Sie sind fern aller
taktischen Winkelzüge und wohl auch aller höherer Einsichten. und
wollen Klarheit schaffen:
Ihre
Partei „Die Linke“ ist weder für den Frieden noch für den
Sozialismus, sie ist für den Kapitalismus mit allen seinen
Konsequenzen. Und dazu gehören nun mal auch Kriege, Arbeitslosigkeit
und Soziaraub.
Und
Recht haben sie, unsere wackeren Halterer vom See hinter dem Walde. Was
richtig ist, ist richtig und soll nicht anders erscheinen. Ihnen gruselt
es beim Gedanken, ihre Partei könnte so missverstanden werden.
Die
taktischen Raffinessen der Parteiführung der Gysi/Lafontaine-Truppe,
sich einen eigenen roten Parteiteufel zu halten, der ein Teufelchen ist,
die KPF und die Einsichten der wackeren vom See sind konträr. Erstere
wissen, dass sie die Halblinken brauchen, was letzteren verborgen
bleibt.
Wir
geben ihnen den Rat: Bevor ihr zum Landesparteitag am 18. Oktober 2008
nach Essen fahrt, macht eine Pilgerfahrt zur Wallfahrtskapelle
und Pilgerkirche St. Anna in Haltern am See und holt euch göttliche
Erleuchtung. Und: Vergesst auch nicht, den Siebenteufelturm in eurer schönen
Stadt in eure Wallfahrt mit ein zu beziehen, man kann ja nie wissen.
G-A
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