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Vorsicht
Satire
Neuer
Flüchtlingsstrom nach Italien:
Treiben
sie Flüchtlinge aus Portugal die Immobilienpreise in die Höhe?
Von
Gerd Höhne
Kommunisten-online
vom 3. September 2011 – Als ob das geschundene Italien des Silvio
Berlusconi mit den Bootsflüchtlingen aus Afrika nicht schon genug
Probleme hat, jetzt kommen womöglich auch noch Zehntausende aus
Portugal. Und die sind echt Verfolgte, keine Hungerleider vom schwarzen
Kontinent. Sie sollen verfolgt werden von den Finanzbehörden dieses
iberischen Landes.
Die
portugiesische Regierung unter ihren Regierungschef Pedro
Passos Coelho plant nämlich, die wenigen obersten Zehntausend des
Landes ins Elend und nach Italien zu vertreiben. So jedenfalls schreibt
die „Frankfurter Rundschau-online“ am 1. September, dass Portugal
eine Reichensteuer ein zufuhren gedenke und damit die Reichen des Landes
an der Begleichung der Staatsschulden zu beteiligen. Das Land müsse, so
die FR, die Staatsausgaben um ganze 7% senken um so die Bedingungen des
„Rettungsschirms“ zu erfüllen.
Dieses
scheinbar löbliche Ansinnen der portugiesischen Regierung ist
allerdings nicht im Sinne der Erfinder des Rettungsschirms, denn die
wollen, dass die betroffenen Länder die Reichen verschonen, die
Rentner, Lohnabhängigen und andere Geringverdiener die Zeche bezahlen
lassen, die die jeweiligen Regierungen an Rüstungs- und sonstigen
Ausgaben an Schulden angehäuft haben. Auch wollen die Macher des
Schirms nicht, dass die Konzerne ihres Landes in Portugal erhöhte
Steuern zahlen müssen. Es reicht doch schon, wenn sie jetzt 0,00
Prozent dem portugiesischen Fiskus in den Rachen werfen, wenn sie jetzt
0,01 Prozent
zahlen müssen, wäre das für sie eine schlimme Sache. Man male sich
nur mal aus: Die Deutsche Bank, die in den USA wegen ihrer windigen
Immobiliengeschäfte ins Gerede kam und von der US-Regierung in Regress
genommen werden soll, muss jetzt auf einmal auch noch einen Batzen von,
na sagen wir mal, eine Million € Sondersteuer zahlen. Der arme Josef
Ackermann bekommt nicht nur schlaflose Nächte, sondern auch schwere Schäden
an seiner zarten Bankerpsyche.
Und
genau das droht der Deutschen Bank, wird diese Reichensteuer
Wirklichkeit. Mal sehen, was dazu die Super-Angie aus Berlin und ihr
Polit-Lover Nicolas
Sarkozy aus Paris, sagen.
Und
dann, Aus reiner Klassensolidarität, werden es die reichen Brüder und
Schwestern in Deutschland und Frankreich, auch nicht die ehrbaren Banken
und Großunternehmen, klaglos hinnehmen, dass die portugiesische
Regierung in die kommunistische Mottenkiste greift und sie, die die
Reichtümer des Landes zwar nicht erarbeiten, jedoch besitzen, Teile
ihrer Bankkonten, Aktienpakete, Goldbarren usw, beraubt,
Wenn
sie diesem schweren Schicksal entgehen wollen, müssen spie nach Italien
gehen, wo ihr Freund und reiche Bruder Silvio Berlusconi regiert. Der
macht es richtig und greift den Armen in die Tasche und schont die
Reichen. Klar, Silvio Berlusconi gehört ja zu den reichsten Italienern.
Aber
gemach: Der Regierungschef aus Lissabon greift eigentlich – gerecht
wie er ist – nicht nur den Reichen in die Tasche. Die Einkommen der
Staatsangestellten sollen zwei Jahre eingefroren werden. Er meint
allerdings nicht in erster Linie der Minister, sondern die Straßenbauer,
Eisenbahner, Müllfahrer usw. Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.
Die
Banken sollen entschuldet werden. Prima, das dürfte bedeuten, dass sie
mittels Staatsknete ihre Schulden los werden und schließlich soll die
Privatisierung des Staatseigentums voran getrieben werden. Es soll also
das Tafelsilber verscherbelt werden. Ich kann mir vorstellen, dass hier
die Deutsche Bank und andere bereits ihre Rechenmaschinen heiß laufen
lassen, um die Gewinne zu errechnen, wenn sie für nen Appel und nen Ei
sich z.B. Bodenschätze, Energienetze usw. unter den Nagel reißen.
G.H.
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