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das
verbotene Plakat
Frank
Laubenburg mehr
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Berliner
SPD/PDS-Polizei zensiert antifaschistische Homepage
(Oktober
2003)
Mit
der wohl bescheuertesten Begründung hat die Berliner Polizei – genauer:
Landeskriminalamt – den Versuch unternommen, ein im Internet veröffentlichtes
Plakat zu zensieren: Fahndungsplakate sind Kunst (aha) und Kunst unterliegt dem
Urheberschutz. Somit sind (satirische) Nachahmungen der Polizeikunstwerke
verboten, also raus aus dem Netz. Man muss schon sagen: Den Herren Kommissaren
vom Berliner LKA sollte man einen Karnevalsorden verleihen, sie dokumentieren
hintergründigen Humor.
Erschreckend
ist jedoch der Gehorsam des Providers der 1&1 Internet AG. Brav den Schlapphüten
des Berliner LKA gehorchend drohen sie die Sperrung der Homepage an. Seit wann
ein Fahndungsplakat Kunst ist oder: wenn schon Polizeikunst, warum eine Satire
nicht ein eigenes Kunstwerk ist und sofern nicht zensiert werden darf, der Herr
der 1&1-Rechtsabteilung übernimmt den Standpunkt der Polizei brav
gehorchend.
Wir
Kunden von 1&1 (Kommunisten-online ist auch bei 1&1) sollten zumindest
beim Verantwortlichen eine Protest-Mail schicken. Von solcher Zensur sind wir
alle betroffen. Ob wir unsere HomePages weiterhin bei 1&1 Internet AG als
Provider betreiben oder zu anderen Providern wechseln sollten? Wir sollten es in
Erwägung ziehen.
Auf
jedem Fall schickt dem Absender der Sperrandrohung Protestmails/Faxe, dass ihm
die Mailbox überläuft. Die E-Mail: lorenz.kappei@einsundeins.com
Fax:
0721/91374-226
Wir
wewrden sehen, ob sie auch uns sperren wollen. Das verbotene Plakat ist auf
unserer Homepage einzusehen unter:
http://www.kommunisten-online.de/blackchanel/zensur.htm
Setzt
die PDS-Senatoren und PDS-Mitglieder des Abgeordnetenhauses in Berlin unter
Druck, damit sie ihrem Wahlversprechen nach Kenntzeichnung von Polizeibeamten
mit Namensschild nachkommen und dass alle Zensurmaßnahmen gegen Antifaschisten
eingestellt werden.
Der
Rote Webmaster
Günter
Ackermann
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Originalmail
der Firma 1&1
mit
Schreiben vom 17.10.02 hat uns das LKA Berlin, Friesenstr. 16,
10965 Berlin, zur Sperrung der Inhalte auf dem Verzeichnis
"linkeseite.de/images/mithilfe.jpg"
(Fahndungsplakat) wegen eines
Verstosses gegen § 22 iVm § 33 Kunsturhebergesetz aufgefordert.
Gemäß § 11 des Gesetzes über die Nutzung von Telediensten (TDG) sind
wir als Host-Provider für die Inhalte der von uns zur Nutzung bereitgehaltenen
Seiten verantwortlich. Sofern rechtswidrige Inhalte auf oben genannter
Präsenz vorhanden sind, sind wir verpflichtet, jegliche Webhosting-Leistungen
für Ihre Domain einzustellen. Wir haben Sie daher zur Beseitigung der
rechtswidrigen Inhalte auf linkeseite.de/images/mithilfe.jpg spätestens bis
Freitag, 18.10.02, 12.00 Uhr, aufzufordern. Andernfalls sehen wir uns
gegebenenfalls gezwungen, unverzüglich Ihre Präsenz "linkeseite.de"
zu sperren.
Freundliche Grüße aus Karlsruhe
Lorenz Kappei (Rechtsanwalt)
1&1 Internet AG Tel: 0721/913740
Erbprinzenstraße 4-12 Fax: 0721/91374-226
76133 Karlsruhe
E-Mail: lorenz.kappei@einsundeins.com
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Hallo,
wer
im Rahmen von Demonstrationen Polizeigewalt kennengelernt oder gar am eigenen
Leib zu spüren bekommen hat, weiß, dass es längst überfällig ist: Die
einzelnen PolizistInnen müssen zur juristischen Wiedererkennung Kennzeichen
tragen (gegen Schilder mit Klarnamen wird mit den Persönlichkeitsrechten
der BeamtInnen argumentiert).
Polizeigewalt
greift immer stärker um sich. Längst wird nicht nur bei Atomtransporten geknüppelt
und gekesselt, sondern bei allen möglichen Gelegenheiten.
Die
Berliner Polizei versucht derzeit, die Veröffentlichung eines politischen
Plakats, welches eine Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte fordert, zu
verhindern.
Das Plakat ist eine gelungene Satire auf Fahndungsplakate - und eine
erschreckende Dokumentation Berliner Polizeigewalt.
Eine umfassende Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte ist eine Selbstverständlichkeit.
Auch bundesweit ist ein solcher Schritt, der von der
SPD-PDS-Landesregierung in Berlin angekündigt wurde und nun schnell umgesetzt
werden muss, überfällig.
Wir bitten
um möglichst weite Verbreitung dieses Plakates bzw. dieses Bildes. Berichtet
in Zeitungen und Zeitschriften darüber und bildet es ab, setzt es auf
Internetseiten und verbreitet es in mail-Verteilern. Solidarisiert euch
mit Briefen und eMails an die bedrohten Internetseiten
http://www.antifakok.de/
http://www1.antifa.de/
Aus
Sicherheitsgründen das Plakat nicht im Anhang sondern hier als Abbildung. Falls
es fehlt, kann es eingesehen/geladen werden unter
http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=24691&IDC=5
http://www.nordost.antifa.de/
http://www.jusos-suedwest.de/
http://www.linkeseite.de/Texte/antifatexte/1264doku.htm
Soli-Grüsse
Axel
Köhler-Schnura
Notgemeinschaft
der
Polizeikessel-Betroffenen
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