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Nokia
bekommt Ärger mit rumänischem Fiskus
Wo
ist man mehr korrupt?
Von
Günter Ackermann
Kommunisten-online
am 14. November 2012 – Handyhersteller Nokia bekommt Ärger in Rumänien:
Die Hany-Firma hatte aus China, Taiwan und
den USA fertige Teile, wie Ladegeräte, importiert und dafür keine
Zollgebühren entrichtet. Nach EU-Recht aber sind nur Komponenten
vom Zoll befreit uncd Komponenten
sind solche Teile, die am
Bestimmungsort in andere Geräte eingebaut werden, nicht aber für
bereits gefertigte Teile. Nokia aaber
hatte die als Komponenten falsch deklariert. So entstand dem rumänischen
Staat ein Schaden von 10 Millionen US-Dollar.
Hinzu
kommt, dass Nokia bereits jetzt, nach zwei Jahren, die Bude in Rumänien
wieder schließen und 2200 Arbeiter n die Luft setzen will. Sie hatten
aber von Rumänien als Investitionshilfen in mir nicht bekannter Höhe
bekommen. Die Investionen von 2008 im rumänischen Industriepark Jucu,
sollen runde 60 Mio € gekostet haben. Juétzt fordert Rumänien von
den Subventionen 220 Millionen zurück,
Die
Zollbehörden gingen rigoros vor und beschlagnahmten kurzerhand die
Nokia-Immobilie.
Wenn
ich mich recht erinnere, hatten sie das Spiel mit den Subventionen
bereits in Bochum gemacht, Da hatte Nokia zunächst satte Staatsknete
als Subventionen kassiert und sollte in Bochum 286o Dauerarbeitsplätze
einrichten. Das aber geschah nie. In Wirklichkeit waren es nie mehr als
2300. Deswegen hatte sich bereits die Staatsanwaltschaft und das
damalige Landeswirtschaftsministerium schaltete sich ein. Aber alles
ging aus wie das Hpmberger Schießen. Nokia
machte die Bude dicht und verlagerte
nach Rumänien. Dort aber will man jetz, eben mal drei Jahre nach
der Verlagerung, auch wieder schließen.
Hier
in Deutschland fand die Politik nur salbungsvolle Worte – mehr nicht.
Es erschien kein Gerichtsvollzieher und klebte einen Kuckuck auf das
Werk.
Außerdem
verstieß N okia in Rumänien mit seinem Schmuggel gegen EU-Recht. Das
gilt auch in Deutschland. Es ist anzunehmen, dass auch hier die gleiche
Schmuggelpraxis gefahren wurde. Aber hier kein Gerichtsvollzieher, keine
Pfändung, keine Beschlagnahme.
Wie
hat das der finnische Konzern geschafft? Nun, er hat sicher keine Wunder
vollbracht und ist sauber geblieben, sondern ist den üblichen Weg
gegangen:
-
man kennt sich,
-
man hat Beziehungen zu Behörden und zur Politik und
-
einem Großunternehmen pfändet man nicht einfach die Bude in
Deutschland.
In
Rumänien scheint man da weniger Hemmungen zu haben.
Unsere
Politiker und die Medien versuchen uns weis zu machen, in Deutschland
sei Korruption kein Thema. Deutsche Amtsstuben seien sauber.
Am
Balkan, so machen uns die gleichen weis, sei aber Korruption überall
auf der Tagesordnung. Das Vorgehen des rumänischen Fiskus gegen den
Handykonzern relativiert das allerdings.
Informierte
Menschen aber haben das eh nie angenommen. Kapitalismus und Korruption
sind untrennbar und Korruption ist total normal.
G.A,
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