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Autor
Muntazer al Zaidi warf einst Schuhe auf US-Präsident Bush“
BUCH
ÜBER IRAKISCHES LEID DURCH IMPERIALISTISCHEN RAUBKRIEG“
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke“
Havanna,
19. Dezember 2010, Cubadebate. (auf Kommunisten-online vom 21. Dezember
2010) – Der irakische Journalist Muntazar al Zaidi wurde weltberühmt,
als er vor zwei Jahren vor laufenden Kameras seine Schuhe auf US-Präsident
Bush warf. Jetzt hat er ein Buch im Libanon veröffentlicht, „um das
Leiden des irakischen Volkes aufzuzeigen“. So seine eigenen Worte.“
Das
Buch trägt den Titel „Der letzte Gruß an Präsident George Bush“.
Darin prangert der 28 Jahre alte Autor die Zerstörung seines
Heimatlandes an, welche mit der imperialistischen Blockade gegen die
Regierung von Saddam Hussein 1991 als Repressalie nach der irakischen
Invasion in Kuwait ihren Anfang nahm.“
„Die
US-Amerikaner brachten Massaker und Plünderungen“ im Gefolge ihrer
Invasion 2003 in den Irak, äußerte Al Zaidi gegenüber EFE. Während
des Interviews sitzt er in einem Restaurant im südlichen Teil von
Beirut und raucht Wasserpfeife.“
„Das
Weiße Haus führte einen Krieg gegen unser Volk und nicht gegen das
Regime“, unterstreicht der Journalist. Und er fügt hinzu, dass er
seit 11 Jahren Zeuge der andauernden Bombardements auf Einrichtungen der
Infrastruktur ist und miterlebte, wie Menschen aus dem irakischen Volk
wegen der US-Wirtschaftsblockade den Hungertod starben.“
Bekleidet
mit einem leichten schwarzen Anzug und glänzenden schwarzen
Lederschuhen erklärt er, dass die Erlöse aus dem Verkauf dieses in der
vergangenen Woche vorgestellten und immer noch schwer in libanesischen
Buchhandlungen erhältlichen Buchs der Stiftung „Al Zaidi“ zufließen
werden. Diese Stiftung ist von ihm selbst gegründet worden und hat
ihren Sitz in Genf. Sie widmet sich „der Betreuung der Opfer der
US-Besatzung“.“
Das
Werfen seiner Schuhe, die laut ihm auf Weisung des Weißen Hauses zerstört
worden waren, um nicht zum Symbol gegen die Besatzung zu werden, öffnete
ihm viele Türen, auch wenn es ihm in seinem Land neun Monate Haft und
Folterungen einbrachte.“
Psychische
Folgen? „Das Rauchen der Wasserpfeife“, antwortet er unter Lachen.
Und dann hebt er hervor, dass sie ihm die Nase gebrochen hatten, er
immer noch Probleme mit seinen Beinen und Narben auf seinem Rücken hat.
Dies sind die Folgen der Misshandlungen.“
Nach
Verbüßung der Haftstrafe und einer Rundreise durch etliche Länder hat
sich Al Zaidi jetzt zumindest zeitweilig in Beirut eingerichtet. Beirut
„ist eine offene Stadt, in der es Freiheit gibt, in der man arbeiten
kann, ohne in Schubladen gesteckt zu werden“. Das sind einige
Eigenschaften, „die mir erleichtern, der Welt mitzuteilen, wie das
irakische Volk leidet“.“
Al
Zaidi arbeitet in Beirut als Medienberater beim Fernsehkanal New TV.
Diese Tätigkeit steht im Einklang mit den Konferenzen, an denen er in
etlichen Ländern teilnimmt, um die Lage in seinem Heimatland
anzuprangern.“
Ruhig,
ernsthaft und mit Überzeugung von der Sache, für die er kämpft, erklärt
er, dass er weiterhin für den Irak „kämpfen“ wird. Dies trotz der
Bedrohungen, denen er alltäglich ausgesetzt ist: „Ich werde den Kampf
für mein Heimatland fortsetzen. Meine Sicherheit ist meine letzte
Sorge.“„
Al
Zaidi steht in Auseinandersetzung mit dem irakischen Premierminister
Nuri al Maliki und dem irakischen Geheimdienstchef Samir Hada. Er
beharrt jedoch darauf, bald in sein Heimatland zurückzukehren.“
Dabei
versichert er, dass wenn er zurückkehrt, er eine Kampagne zur Sammlung
von Unterschriften starten wird, um zu fordern, dass George Bush der
Prozess wegen dessen Verantwortung für den Tod von hunderttausenden
Irakern gemacht wird.“
Er
fügt hinzu, dass außer Bush auch der ehemalige britische
Premierminister Tony Blair Verantwortung für die elendigliche Situation
trägt, in der der Irak lebt. Sowie auch jene, die die Invasion
rechtfertigten, beispielsweise die Regierung von José Maria Aznar in
Spanien und auch irakische Politiker, die er anprangert, korrupt zu
sein.“
„Ich
spüre, dass mein Volk mich braucht. Und ich bin verpflichtet, bei ihm
zu sein. Mein Leben läuft dort ab. Das ist mein Land. Ich kann es nicht
verlassen. Und ich werde es nicht verlassen, nicht für alle Schlösser
der Welt“, bekennt der Journalist, welcher das Werfen von Schuhen auf
politische Führungspersonen als neue Protestform etablierte.“
(Mit
Information von EFE)“
Quelle:“
http://www.cubadebate.cu/n
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