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Angies großartiges
Geschenk der Steuerentlastung –
Oder
Eine
Hand wäscht die andere
Von Günter Ackermann
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„Guidolein.
Deine
Angie hat ein alternativloses Steuergeschenkchen für
Dich!“ |
,hm,
alternativlos, nicht schlecht! Soll ich jetzt vom Glauben abfallen oder nicht?' |
Angies großartiges Geschenk der
Steuerentlastung –
Oder
Eine
Hand wäscht die andere
Von Günter Ackermann
Kommunisten-online vom 21. Januar 2011
– Ein Witz macht die Runde:
„Weißt du wie eine Hundertstel Sekunde
jetzt genannt wirf?“
„Nein“
„Ein Guido!“
???
„Ein Guido ist die Zeit, die vergeht,
zwischen der Erscheinen von Guido Westerwelle auf dem Bildschirm und dem
Wegschalten auf einen anderen Kanal.“
Westerwelle wirkt auf fast alle Deutschen
als Brechmittel. Im zunehmenden Maße sogar auf die Anhänger seiner
Partei. Diese tummelt sich. laut Umfragen, ganz tief im Keller. Vor
allem die kleineren Einkommensschichten kreiden ihm die Steuergeschenke
an das Hotelgewerbe an.
Dem Krankheitsminister und Stabsarzt der
Bundeswehr Rösler, auch Westerwelle-Partei, verübeln sie die Politik
der Mehrklassen-Medizin: Die Reichen bekommen das Beste, die anderen können
sozialverträglich Frühableben.
Und das Brüderle im Wirtschaftsministerium
ist auch keine intellektuelle und soziale Leuchte. Es war maßgeblich an
der Geldbeschaffungsaktion für das RWE, Wattenfall&Co, also die
Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke, beteiligt.
Kurz: In den Augen der Deutschen ist diese
Partei so überflüssig wie ein Kropf. Eine richtige Erkennten – meine
ich.
Dabei trat sie vor Jahresfrist bei den
Wahlen als Steuersenkungspartei an. Alle – vor allem ihre Klientel,
die oberen Einkommensgruppen – sollten weniger Steuern zahlen. Das ist
in den ganz hohen Einkommensgruppen gar nicht so leicht, zahlen die doch
dank der unzähligen Abschreibemöglichkeiten ehe nur wenig oder gar
keine Steuern. Zahle mal weniger als Null! Steuersubventionen bekommen
die ja eh (siehe oben)
Dabei leistet sich unsere Regierung mehrere
teure Kriege, der teuerste findet in Afghanistan statt. Die Regierung
verschenkt Milliarden, damit in Not geratene Bankiers nicht am
Hungertuch nagen müssen.
All das sind Ausgaben des Staates, auf die
keine der bürgerlichen Parteien verzichten will. Jetzt weniger Steuern
geht nur, wenn die Sozialleistungen, z.B. Hartz IV, weiter gekürzt
werden. Aber das geht auch nicht so einfach.
Die Sozis unter Schröder hinterließen der
jetzigen Regierung die Hartz-Gesetze und Hartz IV ist eine einzige
verworrene Ungerechtigkeit. Das monierte das oberste Gericht und
verlangte, dass das gefälligst nicht so licht zu erkennen sein darf,
also besser kaschiert werden muss. Merkel/Westerwelle mussten da etwas
ändern und auch den Arbeitslosen einen Brocken hinwerfen. Es wurde ein
Bröckchen: schlappe 5 Euro.
Also hier weiter zu kürzen geht derzeit
schlecht, man muss zumindest einige Zeit abwarten. Immerhin sind im Jahr
2011 wichtige Landtagswahlen.
Wie also kann der Westerwelle-Club als
Steuernsenker erscheinen, ohne die Steuern zu senken? Wie kann er aus
dem Image des „große Schnauze, aber nichts dahinter“ und des
Unsozialen heraus kommen?
Auf die altbewährte Art: In dem man auch
den kleineren Einkommen Steuergeschenke macht. Damit die aber auf einmal
nicht in einen Kaufrausch verfallen und damit die Konjunktur überhitzen,
muss das natürlich in Maßen und nicht in Massen geschehen.
Das Gespann Super-Angi und Schwaafel-Guido
aber sind schlau Köpfchen – sehr schlaue: Sie nehmen dem
Finanzminister werbewirksam zwar 300 Millionen
Euro aus der Kasse, die er nicht bei der Rüstung verpulvern
kann, den Steuerzahlern aber „schenken“ sie im Monat höchstens drei
Euronen. Damit das alles glaubwürdig wird, entfacht der Finanzminister
im Vorfeld ein Riesengeschrei, gibt dann aber nach. Ist das nicht
genial?
Und jetzt haben alle was davon; Der
Normalverdiener kann sich im Monat 2 Liter Benzin mehr kaufen (mit einem
Drei-Liter-Auto kann er also 66.6 km weit zusätzlich fahnen), der Staat
spart an Kriegsausgaben, die Angie ist glücklich etwas für die Armen
getan zu haben und Guido sonnt sich im Ruhm des Steuernkürzers – kann
sich also aus dem Umfragetal wieder auf die Höhen seiner Sprüche
begeben.
Ach ja: Die zwei Liter Sprit für die
ersparten Steuern sollte der glückliche Gewinner dieser westerwellschen
Reform lieber nicht ausgeben und
seinen Kleinwagen nicht die 66,6 km zusätzlich fahren: Die werden ihm
vom Parteifreund des smarten Guido, den Minister und Stabsarzt der
Bundeswehr, Philipp Rösler, wieder vom Konto abgebucht – und einiges
mehr: Die Krankenversicherungsbeiträge steigen nämlich.
Ich fürchte, der smarte Guido und seine
Busenfreundin Angie werden Schäuble für eine PR-Kampagne um ein paar
Millionen bitten müssen, die uns verklickern soll, dass das eine
wunderbar soziale Steuerentlastung war. Ob das aber jemand glaubt? Naja,
vielleicht meint Guido und seine Kanzlerin: Die Dummen sterben nicht
aus.
Aber was, wenn doch?
G.A.
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