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Der
Langsamste, der sein Ziel
Nicht aus den Augen verliert,
geht noch immer geschwinder,
als jener, der ohne Ziel umher irrt.
G.
E. Lessing |
Jämmerliche
Schwafelei und Denkfaulheit
–
immer auf die Subjekte achten –
Von
Anna Heinzberger/14. Juli 2007
Wie
manche Friedensbewegte und andere „Links“schwätzer die Sprache
benutzen ist häufig mehr als grauenvoll. Durch die Art und Weise ihrer
Sprachanwendung besorgen sie das Geschäft der herrschenden Klasse und
bemerken es nicht einmal.
Der
Bundesausschuss Friedensratschlag in Kassel verbreitete untenstehende
Einladung zu einer Sommerakademie und die Friedens- und Zukunftswerkstatt
e. V. den Aufruf zur Afghanistan-Demo mit der Bitte um Weiterverbreitung.
Hiermit
verbreiten wir die Informationen und wollen gleichzeitig die Gelegenheit
nutzen am Beispiel die Sprachschlamperei (oder ist es gezielte
Vernebelung?) kurz darzustellen.
Keine
der Aussagen in den Texten enthält ein handelndes lebendiges Subjekt. Der
Schreiber macht durchweg tote unbewegliche Dinge oder Begriffe zu
Subjekten. Die handelnden Menschen, Klassen und deren Interessen
verschwinden spurlos hinter den toten Begriffen.
Einige
Beispiele:
Die globalisierte
Welt wird unfriedlicher
Die
Welt tut von sich aus gar nichts. Der Unfriede in der Welt wird gemacht,
und zwar von den Monopolkapitalisten der verschiedenen imperialistischen Länder.
Einzeln, gemeinsam oder in wechselnden Bündnissen versuchen sie die größten
Beutestücke an sich zu reißen, die Welt neu aufzuteilen, ihre Herrschaft
zu sichern und auszubauen.
Hunger, Armut,
Vertreibung usw. nehmen zu
Die
imperialistischen Regierungen vertreiben und
verarmen im Auftrag ihrer jeweiligen Ausbeuterklasse das
Proletariat des eigenen Landes und das in anderen Ländern.
Der Krieg kostet
Menschen das Leben
Im
Krieg töten Menschen andere Menschen. Sie tun das auf Befehl ihrer
Regierungen. Regierungen befehlen den Massenmord im Auftrag der
herrschenden Ausbeuterklasse.
In den Schubladen
in Washington und Berlin liegen Pläne
Da
liegen sie nun, die Pläne, ganz von alleine. Wer hat sie denn entwickelt
und in die Schubladen gelegt? Gibt es vielleicht auch ein Interesse an
ihrer Ausführung? Wessen Interesse könnte das sein?
Es wird immer
schneller nach dem Militär gerufen
Sind
es die Meier, Müller, Schulze, die nach dem Militär rufen? Die doch wohl
nicht. Warum nur, nennen die Friedensbewegten nicht die Rufer?
usw.
Unfriede,
Hunger, Armut, Vertreibung, Krieg, Pläne existieren und handeln bei
diesem Friedensbewegten sozusagen aus sich selbst, wie ein Naturereignis.
Sie sind einfach da, wie der Berg, der Fluss, der Wald.
Noch
nicht einmal in einer Andeutung fragt er nach den Ursachen, den handelnden
Personen oder Klassen und deren Interessen. Sorgsam vermeidet er die
Nennung von Ross und Reiter.
Wer
sind denn die Akteure? Sie haben Namen und Gesichter.
In
der BRD repräsentieren die Kohls, Schröders, Merkels mit ihrem
jeweiligen Anhang die Diktatur der Bourgeoisie. Sie sind quasi die
Bugfigur der kapitalistischen Galeere.
Dahinter stehen die Flicks, Quandts, Albrechts, Pierers usw. Die
haben das eigentliche Sagen und deren Interessen sind umzusetzen. Sie sind
es die auf der Brücke stehen.
Unter
teurem Zwirn verbergen sich Plünderer, Folterer, Mörder und
Kriegsverbrecher.
Ignoranz
und Schwafelei mancher Friedensbewegten führt folgerichtig dazu, dass sie
in ihren Texten wie die Katze um den heißen Brei herumschleichen, an die
Moral der Banditen appellieren.
Opportunistisch-gelehrt
referieren sie:
„An
Stelle der von wirtschaftlichen Interessen geleiteten militärischen
Machtpolitik müssen Abrüstung, zivile Konfliktregulierung und
diplomatische Verhandlungen treten. Nur so können die gewaltigen Probleme
gelöst werden.“
Manche
Friedensbewegte und „Links“schwätzer tragen wirksame Scheuklappen,
sonst sollten sie mitbekommen, dass die weltweit organisierten
kapitalistischen Verbrecher schon fleißig dabei sind Probleme zu lösen.
Die Verbrecher lösen ihre eigenen gewaltigen Verwertungsprobleme und
nicht Probleme der Menschen in den jeweiligen Ländern.
Sie
lösen ihre Probleme auf die einzige Weise, die dem Kapitalismus möglich
ist. Ausbeutung, Raub, Mord, Krieg sind seine Instrumente, um die Welt neu
aufzuteilen unter die Monopolkapitalisten.
Solche
Friedensbewegte und „Links“schwätzer bestätigen und verstärken mit
ihrem gedankenlosen Geschwätz Propaganda und Lügen der Lohnschreiber und
Propagandisten in den kapitalistischen Medien. Diese tauchen die
Menschheit permanent in ein Meer voll stinkender Jauche aus Desinformation
und Lüge.
Mäßig
erfolgreich versuchen sie bisher den Menschen den Bären aufzubinden, dass
das Militär quasi mit humanitären oder „Demokratieschaffenden“
Aufgaben unterwegs sei.
Die
bunten Schwätzer stellen mit keinem Wort den ökonomisch-politisch-ideologischen
Kern der Kapitalistenpropaganda in Frage, sondern kritisieren nur die
Mittel, die die Ausbeuterklasse anwendet. Sie bestätigen deren Lüge es
ginge um die Lösung von Problemen.
Die
Ausbeuterklasse zieht Extraprofite aus den Problemen, darum schafft sie
solche.
Praktisch
fordern diese Friedensbewegten ausgerechnet die Ausbeuterklasse auf,
Probleme zu beseitigen, von denen diese blendend lebt.
Erst
der Sturz der Ausbeuterklasse markiert den Beginn der Problemlösungsarbeit,
und sonst nichts.
Bewegung
wild und ziellos nutzt nicht viel und schadet häufig, wie das Beispiel
belegt.
Anna
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