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Einfach
nur schäbig
DKP-Chef
zum Rausschmiss von Christel Wegner aus der Landtagsfraktion
Von
Gerd Höhne/20. Februar 2008
Der
DKP-Vorsitzende hat sich endlich zum Rausschmiss des DKP-Mitglieds
Christel Wegner aus der Fraktion der Bisky-Gysi-Lafontaine Truppe,
genannt Partei „Die Linke“, geäußert.
Wer
nun erwartet hat, dass er sich voll hinter sie stellt und den
Rausschmiss und die Distanzierungsorgien der Bisky-Gysi-Lafontaine Truppe verurteilt,
hat sich geirrt.
Steht
geht noch weiter: Er distanziert sich faktisch von dem, was einst die
kommunistische Bewegung als ihre politisch-ideologische Grundlage
betrachtete und auch noch heute betrachten sollte: den ersten Staat der Herrschaft
der Arbeiterklasse, die Sowjetunion Lenins und Stalins.
Er
schreibt:
„Für uns ist nur ein
Sozialismus vorstellbar, der die breitestmögliche Entwicklung von
Demokratie zur Vorraussetzung hat. Je mehr Menschen in lebendige
demokratische Prozesse einbezogen sind, desto überflüssiger wird jede
Form von Gängelung, Repression, Bespitzelung und Bevormundung, die mit
sozialistischer Demokratie nicht zu vereinbaren ist.“ (siehe)
Das
kann doch nur heißen, dass in den
sozialistischen Ländern nicht so war. D.h. also im Umkehrschluss:
Der
unter Lenins und Stalins Führung aufgebaute Sozialismus hatte nicht die „breitestmögliche
Entwicklung von Demokratie zur Vorraussetzung“; Die Menschen
wurden aus den demokratischen Prozessen herausgehalten und es war
ein System der Gängelung, Bevormundung und Bespitzelung. Da das alles
mit Stehrs sozialistischer Demokratie nicht zu vereinbaren ist, gab es
folglich in der UdSSR und den anderen sozialistischen Ländern nie den
Sozialismus.
Wie
z.B. die UZ mit kritischen Leserbriefen umgeht, er weiß, was Stehr
wirklich meint: Alle zur offiziellen Linie der DKP kritischen
Leserbriefe, landen im Papierkorb.
Wer
jedoch auch nur die geringsten Geschichtskenntnisse über die Sowjetunion
hat, der weiß, dass vor allem unter Lenin und Stalin über die
politisch-ideologischen Grundlagen eine ständige und breite Diskussion
geführt wurde. Diskussion unter den MPis des NKWD? Quatsch!
Des
Weiteren zeigt sich Stehr verwundert über die Bisky-Gysi-Lafontaine
Truppe: „Die Linke hat sich der
Staatsdoktrin Antikommunismus gebeugt, doch ohne sich davon zu befreien,
ist ein Politikwechsel nicht zu erreichen.“
Wo,
Genosse Stehr, gab es auch nur das geringste Zeichen, dass sich diese Partei
vor der antikommunistischen Staatsdoktrin nicht zu
beugen gedenkt? Ganz im Gegenteil, sie greift sie freudig auf und
definiert sich danach.
Ich
erinnere an den unsäglichen Gedenkstein für die „Opfer des
Stalinismus“ am Gräberfeld für die Sozialisten in Berlin. Der Stein ist
eine Erfindung dieser Partei „Die
Linke“. Deren Landeschef in
Berlin schlug sogar vor, bei der
Kundgebung zum Gedenken für Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg an
diesem Stein Blumen nieder zu legen. Er wollte wohl auch den Opfern des
Stalinismus gedenken, den deutschen Faschisten, die unter Stalins
Führung von der Roten Armee vernichtend geschlagen wurden.
Oder
die reihenweise Distanzierungen von Parteigrößen der
Bisky-Gysi-Lafontaine Truppe von der DDR, dem Stalinismus, ihre offene
Abkehr von allem, was auf Marx zurück geht usw. zugt doch von ihrem
Antikommunismus. Der jetzige
Europa-Abgeordnete André Brie setzte sogar vor Jahren die DDR in eine
Reihe mit dem Nazireich.
Dass
Stehr die Realität vollkommen falsch darstellt, zeigt auch:
„Bekannter
ist, dass die CDU in Hessen drei Wochen vor der Wahl das
Verfassungsschutzpamphlet „Das wahre Gesicht der Linkspartei“ mit
wahrheitswidrigen Informationen und Verleumdungen über die Partei
„Die Linke“ und die DKP veröffentlicht hat.“ (siehe)
Kann
sich Stehr nicht denken, warum das gemacht wurde? Indem die CDU die
Bisky-Gysi-Lafontaine Truppe als kommunistisch beschimpft, macht sie
diese Partei für viele erst wählbar. Die Menschen wählten in Hessen und
Niedersachsen – wahrscheinlich diese Woche auch in Hamburg – die
Bisky-Gysi-Lafontaine Truppe deshalb, weil sie die SPD nicht mehr wählen
mögen und nach linken Alternativen suchen.
Die Partei des Sozialkahlschlags ist für große Teile es
Proletariats nicht mehr wählbar. Die Wähler suchen nach linken oder gar
kommunistischen Alternativen und meinen, die
Bisky-Gysi-Lafontaine Truppe sei so etwas.
Wenn die CDU
diese Partei geifernd als
kommunistisch beschimpft, dann stößt sie die Wähler direkt mit der
Nase drauf: Das ist die Alternative!
Die CDU Strategen wissen das ganz genau,
dass sie das nicht ist und alles andere im Sinn hat, aber
nicht „Politikwechsel“. Genau das aber unterstellt ihr Stehr.
Anstatt
sich voll hinter Christel Wegner zu stellen, anstatt die
Bisky-Gysi-Lafontaine Truppe als das zu benennen, was sie ist – eine
Agentur der herrschenden Klasse in der Arbeiterbewegung – setzt Stehr
seinen Schmusekurs fort. Sein Ziel ist es, als Juniorpartner ins warme Bettchen
geholt zu werden.
Aber
die drei Herren meinen, sie brauchten Stehr nicht. Sie haben ja in ihrer
Partei die Kommunistische Plattform, die lammfromm alles mit trägt, was
die Parteioberen aushecken. Wenn diese sie treten, bedanken sie sich
für ein Pöstschen im Parteivorstand oder ein Mandatchen im
EU-Parlament. Die Kommunistische Plattform lässt diese Partei als links
erscheinen. Das reicht den Drei an der Spitze der ehemaligen PDS zur Wählertäuschung.
Mir sagte einer: Der Stehr möchte gern in
den
Arsch von Gysi und Lafontaine und beschwert sich, dass die den Schließmuskel
nicht öffnen.
Bisher
ließen sie wenigstens noch die Hosen für Stehr runter. Jetzt aber, nachdem eine
DKP-Genossin über ihre Partei in ein Landesparlament kam, ist das Ende
der Fahnenstange erreicht.
Christel
Wegner ist offenbar bereit, ihre Meinung zu sagen. Stehr lässt ssie nun
im Regen stehen. Dabei lassen Gysi und Lafontaine den
Möchtegern-Satrapen Stehr
nicht einmal mehr in die Nähe des Schließmuskels. Der darf nur
noch an der Hose schnuppern – bei deren Ausdünstungen ist das
keineswegs angenehm.
G.H.
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