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Porno
am Flughafen?
Stripteasescanner
zur Personenkontrolle ist „zukunftsweisend und wird über kurz oder
lang als effektive Kontrollmethode ihren Einsatz finden.“
Von
Günter Ackermann
Kommunisten-online
vom 24. Oktober 2008 – Nein, es ist keine Latrinenparole. Die
Dinger gibt es wirklich: Scanner, die durch die Kleidung durchsehen und
ein komplettes schwaz-weiß-Bild (noch s/w, aber wann kommen die
farbigen?) der menschlichen Körperoberfläche machen, dass dann ein von
Polizeibeamten begutachtet werden. Diese sehen detailliert einfach
alles, auch die primären Geschlechtsmerkmale in der richtigen
Proportion.
Dass
das aus dem Land kommt, das für sich in Anspruch nimmt, das freieste überhaupt
zu sein und das seine „Freiheit“ (nicht ganz) selbstlos auch all
jenen zukommen lässt, die sie nicht zu schätzen wissen. Wenn es sein
muss, auch mittels Krieg. Das freieste aller Ländern, in dem wie in
keinem anderen Land Menschen mittels Giftspritze, Giftgas und
Elektrischer Stuhl vom Leben in den Tod befördert werden. Kurz: Aus dem
Land, das die Welt vor dem bösen Terrorismus retten will.
Wenn
also einer demnächst mit dem Flieger von Düsseldorf nach Berlin reisen
will, solle sich bewusst sein, dass er unter Umstanden etwas
gegen oder für die Libido
– je nach Ausprägung bestimmter Körpereigenschaften – tun kann.
Man muss sich in eine Kabine begeben, die Hände über den Kopf und der
Bundespolizist wenige Meter weiter hat seinen Spaß – oder auch nicht.
Die
EU-Kommission hat diese Geräte bereits genehmigt und die Bundespolizei
will sich demnächst diese Scann er – zu Testzwecken, sagt man –
anschaffen. Die Sicherheit sollen sie erhöhen, denn die mit Lust oder
Frust beglückten Bundespolizisten können jetzt jedes gefährliche Ding
am Körper sehen. Ob Schmuggelgut oder Sexspielzeug, ob Taschen- und
Brotmesser oder Handgranate – alles. Und natürlich auch Körperliche
Details. Ein Journalist der Süddeutschen meint, die Bundespolizei könne
sich für Penislänge oder Brustgröße und Form interessieren. Wobei
festegestellt werden muss, dass die Herrn Wachtmeister der Bundespolizei
ja auch nur Männer sind und die Wachtmeisterinnen auch nur Frauen.
Wer
sich wundert, dass auf deutschen Flughäfen, wenige Meter nach der
Kontrollstelle, Bundespolizisten kichern
und sich auf die Schenkel hauen, braucht keine Sorge zu haben,
dass die wieder mal mehr Geld bekommen. Sie haben eben nur einen Teeny
im Striptease-Scanner
gescannt. Lasst ihnen doch en Spaß.
Behauptet
wird, dass – natürlich – die Gesichter unkenntlich sind und die
Bilder sofort wieder gelöscht werden, der kann bedenkenlos das glauben.
Die Wahrheitsliebe des deutschen Staates ist seit Jahrzehnten sprichwörtlich.
Alles dient ja nur zur Sicherheit der braven Staatsbürger – ein
Schuft, der Böses dabei denkt.
G.A.
„ Der Begriff Libido stammt aus der Psychoanalyse
und bezeichnet jene psychische Energie, die mit den Trieben der
Sexualität verknüpft ist. Als Synonym zu sexueller Lust und
Begehren ist der einstige Fachterminus mittlerweile auch in den
allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen.“ siehe
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