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Ob
die USA Führungsmacht bleiben oder ob China Führungsmacht
wird – was ändert das?
Für
das Proletariat ändert sich nichts
Von
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„Völker
Europas, wahret Eure heiligsten Güter“
(Federlithographie)
Nach
einem Entwurf und nach Skizzen von Kaiser Wilhelm dem Letzten
von Hermann Joseph Wilhelm Knackfuß 1895 angefertigtes Bild
Dargestellt
ist der Erzengel Michael (als Schutzpatron der Deutschen), der,
umgeben von einer Anzahl walkürenhafter Frauen, die die Völker
Europas symbolisieren, der auf einen in dunklen Gewitterwolken
über eine europäische Landschaft aus dem Osten
heranschwebenden Buddha hinweist. |
Arbeiterkorrespondenz
auf Kommunisten-online vom 22. Juni 2009 – „die gelbe
Gefahr“ wurde von Wilhelm, dem großmäuligen letzten Kaiser
Deutschlands, schon an die Wand gemalt. Auch meine Großeltern
vergaßen nie, mir deutlich zu machen, daß der Chinese zum Ende
des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland stehen werde. Nun,
vielleicht glaubten viele an eine neue Hunneninvasion. Aber wie
wir wissen, sind die Hunnen laut Wilhelm II. ja die Deutschen.
Die Hunnen existieren als Volk nicht mehr, und die Chinesen
halten sich mehrheitlich immer noch in China auf.
Die
ehemaligen Kolonien ziehen langsam gleich mit den ehemaligen
Kolonialmächten. England machte diese Erfahrung bereits sehr früh,
als sich die USA selbständig machten. Was damals ein Gebot der
Freiheit war, ist heute natürlich ein gewaltiges Verbrechen am
Kapital. Wie verlogen muss man sein, um so etwas zu behaupten.
Und das tut nicht irgendwer, nein, der amtliche Geheimdienst
eines weltweit (immer noch) geachteten Staates, der
Bundesrepublik Deutschland, haut solche Parolen heraus. Da spürt
man schon die Angst, nicht mehr die zweite Geige spielen zu dürfen.
Vielleicht ist dann das Triangel das Instrument der deutschen
Bourgeoisie im Weltorchester der Ausbeuter. |
Ob
sich das Kräfteverhältnis nach Osten verschiebt oder ob es sich nicht
verschiebt, ob die USA Führungsmacht bleiben, oder ob China Führungsmacht
wird, oder Indien, oder, oder… Was ändert das? Für das Proletariat
ändert sich nichts. Es wird nach wie vor unterdrückt und ausgebeutet.
Vielleicht ändern sich die Bedingungen des Kampfes. Aber das wäre auch
alles, worum sich das Proletariat Sorgen machen müsste. Die ganze
Heulerei ist nur wichtig für die Bourgeoisie. Denn die, die ganz oben
auf der Sahne schwimmen, dürfen natürlicherweise auch die Filetstückchen
herausfischen Alle anderen leben mehr oder weniger vom Abfall von ganz
oben. So ist das nun mal im Kapitalismus.
Uns
Kommunisten kann das nicht jucken. Wir kennen den Feind. Und der steht
zuerst im eigenen Land und später erst, wenn es um den
Internationalismus geht, im Nachbarland. Hier bei uns müssen wir zuerst
aufräumen. Und das ist Sache des deutschen Proletariats. Dabei können
und werden uns unsere Klassengenossen in den Nachbarländern nach Kräften
unterstützen, aber lösen müssen wir die Aufgabe letztendlich selbst.
Deshalb
ist es richtig, wenn Gen. Ackermann sagt, dass es Zeit ist, dass sich
die Kommunisten auf ihre eigentliche Aufgabe besinnen. Die Gründung
einer kommunistischen Partei (die diesen Namen auch verdient) ist in
Deutschland fällig. Die Zeit erfordert eine handlungsfähige
Kommunistische Partei Deutschlands (nicht zu verwechseln mit der z. Zt.
Existierenden).
Rot
Front
W. |