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VOLLER TEXTWORTLAUT DES MENSCHENRECHTSBERICHTES DER USA 2009

Teil I  

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Peking, 12. März 2010 (Xinhua) auf Kommunisten-online am 22. März 2010 – Chinas Informationsbüro des Staatsrates veröffentlichte einen Bericht unter dem Titel „Der Menschenrechtsbericht der USA 2009“ am vergangenen Freitag. Wir bringen den vollen Text:

Das US-Außenministerium veröffentlichte seinen „Länderberichte über Menschenrechtspraxis für 2009“ am 11. März 2010 und spielte sich dabei mal wieder als „Weltrichter der Menschenrechte“ auf. Wie in früheren Jahren sind die einzelnen Länderberichte voller Anschuldigungen wegen der Menschenrechtslage in über 190 Ländern und Regionen einschließlich Chinas. Aber mit blindem Auge wird über die Menschenrechtsverstöße in den USA hinweggesehen. Der Menschenrechtsbericht der USA 2009 ist erstellt worden, um Menschen in aller Welt die wirkliche Menschenrechtslage in den USA verstehen zu helfen.

1. Bezüglich Leben, Eigentum und persönliche Sicherheit

Ein weites Spektrum von Gewaltverbrechen in den USA umfasst Bedrohungen für das Leben, das Eigentum und die persönliche Sicherheit der Menschen in den USA.

Im Jahr 2008 erfuhren Bewohner der USA 4.9 Millionen Gewaltverbrechen, 16.3 Millionen Eigentumsverbrechen und 137.000 persönliche Diebstähle. Die Kriminalitätsrate lag bei 19.3 Opfern pro 1000 Personen im Alter von 12 Jahren oder älter. Diese Angaben stammen aus einem Bericht, welchen das Justizministerium der USA (http://www.ojp.usdoj.gov) veröffentlichte.

Im Jahr 2008 kam es zu mehr als 14 Millionen Festnahmen wegen Gewaltkriminalität (ausgenommen Verkehrsdelikte) in den USA. Die Festnahmerate bei Gewaltverbrechen lag bei 198.2 pro 100.000 Einwohnern (Crime in the United States, 2008, http://www.fbi.gov).

Im Jahr 2009 ereigneten sich 35 häusliche Tötungsverbrechen in Philadelphia, 67% mehr als im Jahr 2008 (New York Times, 30.12.2009). In New York wurden 461 Morde im Jahr 2009 vermerkt, und die Verbrechensrate lag bei 1.151 Fällen pro 100.000 Einwohner. San Antonio in Texas wurde als gefährlichste Stadt unter 25 Großstädten der USA eingeschätzt mit 2.538 erfassten Verbrechen pro 100.000 Einwohner (The China Press, 30.12.2009). Die Mordrate wuchs um 5.5% in Städten mit einer Einwohnerzahl von 10.000 Menschen oder darunter im Jahr 2008 (http://www.usatoday.com, 1.6.2009). Die meisten der 15.000 Morde in den USA ereignen sich in Städten, wo die Bevölkerungsmasse in ärmeren Wohngebieten konzentriert ist (http://www.reuters.com, 7.10.2009).

Die USA sind weltweit an der Spitze im privaten Waffenbesitz. Lt. Daten von FBI und der Behörde für Alkohol, Tabak, Feuerwaffen und Sprengstoffe (ATF) besitzen die 309 Millionen US-Amerikaner mehr als 250 Millionen Feuerwaffen, wobei ein Großteil der Waffenbesitzer über mehrere Feuerwaffen verfügt. US-Amerikaner kaufen jährlich 7 Milliarden Munitionspackungen pro Jahr, und im Jahr 2008 waren es über 9 Milliarden Munitionspackungen (The China Press, 25. September 2009). In den USA wird Flugpassagieren gestattet, ungeladene Waffen nach Deklarierung bei sich zu führen.

In den USA sterben jährlich ca. 30.000 Menschen durch Feuerwaffeneinsatz (The China Press, 6. April 2009). Laut einem FBI-Bericht gab es 14.180 Mordopfer im Jahr 2008 (USA Today, 15.9.2009). Feuerwaffen wurden in 66.9% aller Morde, 43.5% aller Raubstraftaten und 21.4% aller schweren Überfälle benutzt (http://www.thefreelibrary.com).

USA Today berichtete, dass ein Mann namens Michael McLendon 10 Menschen in zwei ländlichen Städten in Alabama tötete, bevor er sich selbst am 11. März 2009 erschoss. Am 29. März schoss ein Mann namens Robert Stewart auf 8 Menschen und tötete sie. Er verletzte drei weitere in einem Pflegeheim in North Carolina (USA Today, 11.März 2009). Am 3. April schoss ein Einwanderer namens Jiverly Wong 13 Menschen nieder und verletzte weitere 4 Menschen in einem Einwanderer-Zentrum inmitten von Binghamton, New York (New York Times, 4. April 2009). 

Im Jahr 2009 schockierte eine Serie von Angriffen auf die Polizei die USA. Am 21. März erschoss ein 26-jähriger arbeitsloser Mann 4 Polizeioffiziere in Oakland, California, bevor er von Polizeischüssen getötet wurde (http://cbs5.com). Am 4. April erschoss ein Mann namens Richard Poplawski 3 Polizeioffiziere in Pittsburgh, Pennsylvania. Am 29. November erschoss ein ehemaliger Strafgefangener namens Maurice Clemmons 4 Polizeioffiziere in einem Coffeeshop in Parkland, Washington (New York Times, 1./2./3. Dezember 2009).

Schulen/Hochschulen sind ein von Gewaltverbrechen wie Amokschützen immer übler betroffenes Gebiet. Die US Heritage Foundation berichtete, dass 11.3% der High School - Studenten in Washington D.C. im Schuljahr 2007/2008 durch Waffen bedroht und verletzt wurden. Im gleichen Zeitraum reagierte die Polizei auf über 900 Anrufe wegen 911 vermerkten Gewaltdelikten an den öffentlichen Bildungseinrichtungen von Washington D.C. (A Report of The Heritage Center for Data Analysis, School Safety in Washington, D.C.: New Data for the 2007-2008 School Year, http://www.heritage.org). In New Jerseys öffentlichen Schulen wurden 17.666 gewaltsame Vorfälle 2007-2008 vermerkt (Annual Report on Violence, Vandalism and Substance Abuse in New Jersey Public Schools by New Jersey Department of Education, October 2009, http://www.state.nj.us). An der Stadt-Universität von New-York ereigneten sich insgesamt 107 schwere Verbrechen an 5 ihrer Standorte zwischen 2006 und 2007 (The New York Post, September 22, 2009).

2. Zu bürgerlichen und politischen Rechten

In den USA werden die bürgerlichen und politischen Rechte der Staatsbürger von der Regierung schwerwiegend eingeschränkt und verletzt.

Die Polizei der USA setzt oft Gewalttätigkeit gegen das Volk ein. Chicago Defender berichtete am 8. Juli 2009, dass insgesamt 315 Polizisten in New York einer internen Ermittlung wegen unverhältnismäßigem Gewalteinsatz bei der Durchsetzung der Beachtung des Rechts unterworfen wurden. Die Zahl im Jahr 2007 betrug dagegen nur 210 solcher Fälle unter den Polizisten. Im Verlauf der letzten beiden Jahre erreichte die Anzahl an Polizisten New Yorks unter Beobachtung wegen zu vielen Beschwerden von Bürgern die Marke von 50% (http://www.chicagodefender.com).

Laut einem am 17.11.2009 veröffentlichten Bericht über abgefeuerte Feuerwaffen des New Yorker Polizei-Dezernats (New York Police Department -NYPD) feuerte die Polizei von New York 588 Kugeln im Jahre 2007 ab und tötete damit 10 Menschen. Im Jahre 2008 waren es 354 Kugeln und der Tod von 13 Menschen (http://gothamist.com, 17.11.2009).

Am 3. September 2009 wurde ein Student der San José State University wiederholt von vier Polizisten aus San José mit Schlagstöcken und einem Taser-Gewehr mehr als 10 mal geschlagen (http://www.mercurynews.com, 27.10.2009). Am 22. September 2009 wurde ein chinesischer Student in Eugen, Oregon, von einem örtlichen Polizisten grundlos zusammengeschlagen (The Oregonian, 23.10.2009, http://blog.oregonlive.com).

Laut Amnesty International töteten Polizisten der USA in den ersten 10 Monaten des Jahres 2009 45 Menschen durch unverhältnismäßigen Einsatz von Taser-Gewehren. Das jüngste Opfer war gerade mal 15 Jahre alt. Von 2001 bis Oktober 2009 starben 389 Menschen durch von Polizisten eingesetzte Taserwaffen (http://theduckshoot.com).

Machtmissbrauch ist alltäglich unter den Durchsetzern des Rechtes der USA. Im Juli 2009 stellte das FBI vier Polizisten im Gebiet Washington unter Ermittlung wegen Schutzgeldgeschäft mit einem Spielerring, welcher oft durch einige der mächtigsten Drogendealer in den letzten beiden Jahren besucht wurde (The Washington Post, 19.07.2009).

Im September 2009 griff ein außerhalb des Dienstes stehender Polizist in Chicago einen Busfahrer an, weil dieser „ihn schnitt im Straßenverkehr“, als er mit dem Fahrrad fuhr (Chicago Tribune, September 2009, http://www.chicagobreakingnews.com). Im gleichen Monat wurden vier Polizisten in Chicago verurteilt wegen Erpressung von fast 500.000 US-Dollar von einem Latino, welcher ein teures Auto ohne im Bundesstaat zugelassenes Kennzeichen fuhr, sowie mutmaßlichen Drogendealern, im Namen der Durchsetzung des Rechts. Die Polizisten boten ihren Vorgesetzten Bestechungsgelder an (Chicago Tribune, 19.09.2009). 

Im November 2009 wurde ein ehemaliger Polizeichef von der Prince George's County's town of Morningside wegen Verkauf eines gestohlenen Gewehrs an eine Zivilperson angeklagt (The Washington Post, 18.11.2009).

In den größten Städten der USA stoppt, befragt und lässt die Polizei über eine Million Menschen in jedem Jahr herumhüpfen, was eine deutlich höhere Zahl als noch vor wenigen Jahren ist (http://huffingtonpost.com, 8.10.2009).

Strafgefangene in den USA werden mit anderen Haftinsassen in Zellen zusammengepfercht. Laut einem vom Justizministerium der USA am 8. Dezember 2009 herausgebrachten Bericht waren über 7.3 Millionen Menschen Ende 2008 in Gewahrsam in den USA. Die inhaftierte Bevölkerung wuchs um 0,5% im Jahr 2008 an, im Vergleich zum Vorjahr 2007 (http://www.wsws.org).

Ca. 2.3 Millionen Menschen wurden in Gefängnissen und Haftanstalten festgehalten, was einem von 198 Menschen in den USA gleichkommt. Von 2000 bis 2008 wuchs die inhaftierte Bevölkerung in den USA durchschnittlich pro Jahr um 1.8% (http://mensnewsdaily.com, 18. Januar 2010).

Die kalifornische Bundesstaatsregierung schlug sogar vor, zehntausende illegale Einwanderer aus Gefängnissen des Bundesstaates nach Mexiko zu schicken, um die Lage in den überfüllten Haftanstalten zu mildern (http://news.yahoo.com, 26.01.2010).

Die Grundrechte von Gefangenen in den USA sind nicht gut geschützt. Vergewaltigungsfälle gegenüber Haftinsassen durch Gefängnisaufseher werden immer wieder bekannt. Laut US-Justizministerium haben sich die Fälle von sexuellem Fehlverhalten von Gefängnisaufsehern gegenüber Gefängnisinsassen in den 93 Bundesgefängnissen der USA in den letzten acht Jahren verdoppelt. Von den 90 Gefängnisaufsehern, die wegen sexuellem Missbrauch an Strafgefangenen Gegenstand von Strafverfolgung waren, wurden nahezu 40% auch anderer Verbrechen überführt (The Washington Post, 11.09.2009).

Die New York Times berichtete am 24. Juni 2009, dass laut einer US-Befragung von über 63.000 Gefängnisinsassen der US- und Bundesstaatshaftanstalten 4.5% berichteten, mindestens ein Mal in den letzten 12 Monaten sexuell missbraucht worden zu sein. Es wurde geschätzt, dass mindestens 60.000 Vergewaltigungen von Haftinsassen in den USA im gleichen Zeitraum erfolgten (The New York Times, 24.06.2009).

Chaotische Führung der Haftanstalten in den USA führte auch zu weitverbreiteten Krankheiten unter den Gefängnisinsassen. Laut einem Bericht des US-Justizministeriums litten Ende 2008 20.231 männliche und 1.913 weibliche Inhaftierte in den Haftanstalten der USA und ihrer Bundesstaaten erwiesenermaßen unter HIV. Der Prozentanteil von männlichen und weiblichen Inhaftierten mit HIV/AIDS stieg demzufolge von 1.5% auf 1.9% (http://www.news-medical.net, 2.12.2009). Von 2007 bis 2008 stieg die Zahl der HIV/AIDS-Fälle in den Haftanstalten in Kalifornien, Missouri und Florida um 256, 169 und 166. Über 130 Haftinsassen in den USA und ihren Bundesstaaten starben im Zusammenhang mit AIDS im Jahr 2007 (http://thecrimereport.org, 2.12.2009). Ein im März 2009 veröffentlichter Bericht von Human Rights Watch sagte aus, dass obwohl das Gefängnis des Bundesstaates New York die höchste Zahl an Hiev-Erkrankten Inhaftierten in den USA aufweist, dieses Gefängnis nicht die Gefangenen mit Zugang zu Behandlung versorgte, sondern sie sogar getrennt in Einzelhaft wegschloss und ihnen jegliche Behandlungsmöglichkeit versagte (www.hrw.org, 24.03.2009).

Während sich die US-Regierung als „Freiheit der Rede“, „Pressefreiheit“ und „Internetfreiheit“ aufspielt, kontrolliert und schränkt sie zugleich skrupellos die bürgerlichen Freiheitsrechte der Bürger ein, so bald es um ihre eigenen Interessen und Belange geht.

Die Freiheit der US-Bürger auf Zugang und Verteilung von Informationen erfolgt unter strenger Überwachung. Laut Medienberichten hat die Nationale Sicherheitsagentur (NSA) der USA damit begonnen, spezielle Abhörtechniken innerhalb der gesamten USA einzubauen, um den Telefonverkehr, den Faxverkehr, E-Mails und Gespräche in privaten Räumen seit 2001 flächendeckend aufzuzeichnen.

Ursprünglich zielten diese Abhörprogramme auf die arabischstämmigen US-Amerikaner, aber schon rasch wurden andere US-Amerikaner einbezogen. Die NSA installierte über 25 Abhöreinrichtungen in San José, San Diego, Seattle, Los Angeles und Chicago sowie weiteren Städten. Die NSA verkündete auch vor kurzem, dass sie eine gut eine Million Quadratfuß großes Datenspeicherungslager im Camp Williams im Bundesstaat Utah, sowie ein anderes riesiges Datenspeicherungslager in San Antonio für 1.5 Milliarden Dollar als Teil der neuen Cyber-Kommando-Zuständigkeiten der NSA baut. Der Bericht besagt, dass ein Man namens Nacchio in 19 Fällen des Insider-Handels überführt und zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wurde, nachdem er sich weigerte, am Überwachungsprogramm der NSA teilzunehmen  (http://www.onelinejournal.com, 23.11.2009).

Nach dem Angriff vom 11. September gestattete die US-Regierung im Namen der Terrorismusbekämpfung ihren Geheimdienstbehörden das Hacken in die Mail-Kommunikationen ihrer Bürger sowie die Überwachung und Beschaffung jeglicher Informationen, die die nationalen Interessen der USA im Internet durch technische Mittel bedrohen könnten. Das „Patriot Act“ - Dekret gestattete Ermittlungsbehörden, Telefonkontakte, E-Mail-Kommunikationen, medizinische, finanzielle und andere Aufzeichnungen aufzuspüren und erweiterte den Ermessensspielraum der Strafverfolgungs- und Einwanderungsbehörden hinsichtlich der Inhaftierung und Ausweisung ausländischer Personen wegen Verdachts auf Handlungen im Zusammenhang mit Terrorismus. Das Dekret weitete die Definition des Terrorismus aus und vergrößerte damit die Zahl von Aktivitäten, auf welche Ermittlungsbehörden ihre Zuständigkeiten anwenden können.

Am 9. Juli 2008 ging das Zusatzgesetz zur Überwachung Ausländischer Geheimdienste von 2008 durch den Senat. Es gewährt den Telekommunikationskonzernen rechtliche Straffreiheit bei deren Teilnahme an den Abhörprogrammen und gestattet der Regierung, internationale Kommunikationen zwischen den USA und Menschen in Übersee zwecks Terrorismusbekämpfung ohne gerichtliche Zustimmung abzuhören (The New York Times, 10.07.2008).

Die Statistik zeigte, dass von 2002 bis 2006 das FBI Tausende Telefongespräche von US-Bürgern sowie Schriftverkehr aufzeichnete. Im September 2009 richteten die USA eine Internetüberwachungsbehörde ein, was die Bürger in den USA weiter beunruhigte, da die US-Regierung die Internetsicherheit als Ausrede für das Überwachen und Einmischen bei den personenbezogenen Systemen nutzen könnte. Ein Sprecher der US-Regierung sagte der New York Times in einem Interview im April 2009, dass die NSA private Mails und Telefongespräche von US-Amerikanern in den Monaten zuvor in einem Maße abgefangen und behindert hatte, welches weit über die rechtlich gesetzten Grenzen durch den US-Kongress im Jahre zuvor hinausging. Darüber hinaus zeichnete die NSA auch Telefongespräche mit ausländischen Polizei-Einrichtungen, Vertretern internationaler Organisationen und bekannten Journalisten auf (The New York Times, 15.04.2009).

Das Militär der USA beteiligte sich ebenfalls an den Abhörprogrammen. Laut CNN-Berichten war eine in Virginia befindliche Organisation des US-Militärs zur Einschätzung der Risiken des Internets dafür zuständig, offizielle und inoffizielle private Blogs, dienstliche Dokumente, persönliche Kontaktinformationen, Fotos von Waffen und Zugängen zu militärischen Standorten sowie andere Websites, die „die nationale Sicherheit bedrohen könnten“, zu überwachen.

Die sogenannte „Pressefreiheit“ der USA ist faktisch völlig ihren nationalen Interessen untergeordnet und wird von der US-Regierung manipuliert. Laut Medienberichten haben US-Regierung und Pentagon eine Zahl früherer Militäroffiziere angeworben, um Fernseh- und Radionachrichtenkommentatoren zu werden und so „positive Kommentare“ und Einschätzungen als „Militärexperten“ für die Kriege der USA im Irak und Afghanistan zugunsten der Beeinflussung der öffentlichen Meinung, der Kriegsverherrlichung, der Erlangung der Unterstützung der Öffentlichkeit für die Terrorismusbekämpfungs-Ideologie abzugeben (The New York Times, 20.04.2009).

Zum Jahresende 2009 kam ein Gesetz durch den Kongress, welches Strafen gegen etliche arabische Satellitenkanäle wegen Übertragung von US-feindlichen Inhalten und Anstiftung zur Gewalt verhängte (http://blogs.rnw.nl).

Im September 2009 nutzten protestierende Menschen das soziale Netzwerk Twitter und SMS zur Organisierung von etlichen Demonstrationen und Zusammenstößen mit der Polizei in Pittsburgh, wo die Gruppe der 20 ihren Gipfel abhielt. Elliot Madison, 41, wurde später beschuldigt, die Festnahme der Demonstranten durch das Internet behindert zu haben. Die Polizei durchsuchte auch seine Wohnstätte (http://www.nytimes.com, 5.10.2009). Vic Walczak als rechtmäßiger Leiter der Amerikanischen Bürgerfreiheiten-Union von Pennsylvania sagte dazu, dasselbe staatliche Verhalten in anderen Ländern würde Menschenrechtsverletzung genannt werden, aber in den USA wurde es notwendige Verbrechenskontrolle genannt.

3. Zu wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten

Armut, Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit sind große Probleme in den USA, wo die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte der Arbeiter nicht gewährleistet werden konnten.

Die Arbeitslosenrate in den USA im Jahr 2009 war die höchste in der US-Geschichte seit 26 Jahren. Die Zahl von Geschäftspleiten und individuellen Insolvenzen steigt infolge der Finanzkrise immer weiter an. AP berichtete im April 2009, dass fast 1.2 Millionen Firmen und Einzelpersonen wegen Insolvenz in den letzten 12 Monaten vermerkt wurden, das sind 4 Insolvenzen pro 1000 Menschen und somit eine zweimal höhere Rate als jene von 2006 (http://www.floridabankruptcyblog.com).

Am 4. Dezember 2009 wurden insgesamt 130 US-Banken zur Schließung innerhalb des Kalenderjahres wegen der Finanzkrise gezwungen (Chicago Tribune, 4.12.2009).

Vom US-Arbeitsministerium am 6. November 2009 veröffentlichte Statistiken zeigten eine Arbeitslosenrate für Oktober 2009 von 10.2%, was die höchste Arbeitslosenrate der USA seit 1983 ist (The New York Times, 7.11.2009). Nahezu 16 Millionen Menschen waren arbeitslos. Darunter 5.6 Millionen Menschen oder 35.6% aller Arbeitslosen mit einer Langzeitarbeitslosigkeit von mehr als einem halben Jahr ohne Arbeit (The New York Times, 13.11.2009). Im September waren rund 1.6 Millionen junge Arbeiter, die rund 25% der Gesamtzahl der Arbeitslosen ausmachten, ohne Arbeit. Dies ist die höchste Zahl seit 1948, jenem Jahr, als die Statistik begonnen wurde (The Washington Post, 7.09.2009). In der am 7. März 2009 endenden Woche war die Zahl der weiterhin sich arbeitslos Meldenden in den USA mit 5.47 Millionen höher als jene 5.29 Millionen aus der Woche zuvor  (http://247wallst.com, 19.03.2009).

Der Bevölkerungsanteil in Armut war der höchste in 11 Jahren. Die Washington Post berichtet am 10. September 2009, dass insgesamt 39.8 Millionen US-Amerikaner Ende 2008 in Armut lebten, ein Anstieg um 2.6 Millionen von der Zahl von 2007. Die Armutsrate 2008 betrug 13.2% und war somit die höchste seit 1998.

Die Zahl der Menschen im Alter von 18 bis 64 und Leben in Armut war 2008 auf 22.1 Millionen Menschen gestiegen. Das waren 170.000 Menschen mehr als 2007. Bis zu 8.1 Millionen Familien steckten in Armut, was 10.3% aller Familien ausmacht (The Washington Post, 11.09.2009).

Laut einem Bericht der New York Times vom 29. September 2009 betrug die Armutsrate in New York City 2008 18.2%. Nahezu 28% der Einwohner in der Bronx lebten 2008 in Armut (The New York Times, September 29, 2009). Von August 2008 bis August 2009 erlitten über 90.000 Haushalte in Kalifornien Abschaltungen bei der Strom- und Gasversorgung. Ein 93 Jahre alter Mann erfror in seiner Wohnung  (http://www.msnbc.msn.com).

Armut führte zu einem starken Anstieg der Zahl von Selbstmorden in den USA. Es wird berichtet, dass es rund 32.000 Selbstmorde in den USA in jedem Jahr gibt. Was nahezu doppelt soviel wäre wie die Zahl an Morden, welche 18.000 ausmacht  (http://www.time.com).

Das Büro des Leichenschauhauses von Los Angeles berichtete, dass die schwache Wirtschaft sich auch im Sterben zeigen würde, weil immer mehr Leichen von den Familien gar nicht gemeldet werden, denn die Familien könnten die Beerdigungskosten nicht mehr aufbringen. Insgesamt 712 Leichen im Leichenschauhaus von Los Angeles wurden auf der Grundlage von Steuergeldern 2008 verbrannt. Dies ist ein Anstieg um 36% gegenüber dem Vorjahr (The Los Angeles Times, 21.07.2009).

Der Bevölkerungsanteil im Hunger erreichte seinen höchsten Wert seit 14 Jahren. Das US-Landwirtschaftsministerium berichtete am 16. November 2009, dass 49.1 Millionen US-Amerikaner in 17 Millionen Haushalten oder 14.6% aller US-amerikanischen Familien keinen dauerhaften Zugang zu ausreichend Nahrungsmitteln 2008 hatten. Bis zu 32% aus 13 Millionen Haushalten oder 11.1% aller US-amerikanischen Familien entbehrten stabile und ausreichende Nahrungsversorgung 2007, was der höchste Wert seit Erfassung von „Nahrungsunsicherheit“ durch Regierungsbehörden 1995 ist (The New York Times, 17.11.2009; 14.6% of Americans Could Not Afford Enough Food in 2008, http://business.theatlantic.com).

Die Zahl von Menschen, die „Nahrungssicherheit“ entbehrten, stieg von 4.7 Millionen 2007 auf 6.7 Millionen 2008 (http://www.livescience.com, 26.11.2009). Rund 15% aller Familien haben mal gerade so hinreichend Nahrung und Kleidung  (The Associated Press, 27.11.2009).

Die Statistik zeigte 36.5 Millionen US-Amerikaner oder jeden 8. US-Amerikaner als Teilnehmer am „food stamp program“, dem Suppenküchenprogramm, im August 2009. Bis da hinauf war die Zahl von einem Wert von 7.1 Millionen 2008 angestiegen. Die Stempelscheine für die Beteiligung am Suppenküchenprogramm erhielten gegenwärtig nur zwei von drei Berechtigten (http://www.associatedcontent.com).

Die Rechte der Arbeiter wurden schwerwiegend verletzt. Die New York Times berichtete am 2. September 2009, dass 68% der 4.387 Niedriglohnarbeiter in einer Befragung aussagten, dass sie Lohnsenkungen hinnehmen mussten. Und 76% von denen, die Überstunden gearbeitet hatten, wurden nicht dementsprechend bezahlt. 57% der Befragte hatten keine Lohnbescheinigungen erhalten und damit keine Sicherheit, inwiefern die Lohnzahlung rechtmäßig und zutreffend war.

Nur 8% von denen, die schwerwiegende Arbeitsunfälle erlitten, wurden für Entschädigung vermerkt. Bis zu 26% der Befragten wurde weniger als der US-Mindestlohn ausgezahlt. Unter denen, die über Lohn und Behandlung klagten, hatten 43% eine Vergeltungsmaßnahme oder Entlassung erlitten (The New York Times, 2.09.2009).

Laut einem Bericht von USA Today am 20. Juli 2009 verstarben insgesamt 5.657 Menschen am Arbeitsplatz in den USA im Jahr 2007, was ungefähr 17 am Arbeitsplatz Sterbende pro Tag ausmacht. Rund 200.000 Arbeiter im Bundesstaat New York erlitten Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten am Arbeitsplatz alljährlich (USA Today, 20.07.2009).

Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung stieg in den letzten acht Jahren ständig weiter an. Die vom Statistikamt der USA am 10. September 2009 veröffentlichten Daten weisen 46.3 Millionen US-Amerikaner ohne Krankenversicherung für 2008 aus. Dies entspricht 15.4% der Gesamtbevölkerung. 2007 waren 45.7 Millionen US-Amerikaner ohne Krankenversicherung. So steigt deren Prozentanteil schon das achte Jahr in Folge.

Rund 20.3% der US-Amerikaner im Alter von 18 bis 64 Jahren verfügten über keine Krankenversicherung 2008, was über den 19.6% von 2007 liegt (http://www.census.gov). Eine vom Commonwealth Fund veröffentlichte Studie zeigt, wie die Krankenversicherungszahl der Erwachsenen im Alter von 18 bis 64 Jahren in 31 US-Bundesstaaten von 2007 bis 2009 sank (Reuters, 8.10.2009).

Die Anzahl von Bundesstaaten der USA mit einer extrem hohen Zahl von Erwachsenen, die keinen Krankenversicherungsschutz haben, stieg von zwei 1999 auf neun 2009. Mehr als einer von vier Menschen im US-Bundesstaat Texas ist nicht krankenversichert, was die höchste Prozentzahl unter den US-Bundesstaaten ist (http://www.ncpa.org). Houston had 40.1 percent of its residents uninsured (http://www.msnbc.msn.com).

2008 verstarben insgesamt 2.266 US-Kriegsveteranen im Alter von weniger als 65 Jahren, weil sie nicht krankenversichert waren oder keine medizinische Hilfe in Anspruch nehmen konnten. Ihre Zahl ist 14-mal höher als der Blutzoll der US-Militärs in Afghanistan in jenem Jahr (AFP, 11.11.2009).

Ein Bericht von Consumer International wies 34% der US-Familien mit Jahreseinkommen von unter 50.000 US-Dollar aus. Ferner 21% der Haushalte mit Jahreseinkommen über 100.000 US-Dollar, welche ihren Krankenversicherungsschutz verloren oder wesentliche Einschränkungen bei ihrer Krankenversicherung für 2009 erfuhren. Hinzu kommt, Zweidrittel aller Haushalte mit Jahreseinkommen unter 50.000 US-Dollars und ein Drittel aller Haushalte mit Jahreseinkommen über 100.000 US-Dollar kürzten ihre medizinischen Ausgaben im vorigen Jahr.

Rund 28% der US-Amerikaner entschieden sich, keinen Arzt aufzusuchen, wenn sie sich krank fühlten. Ein Viertel von ihnen konnte keine Arztrechnung zahlen. 22% verschoben medizinische Behandlung. Ein Fünftel kaufte nicht die vom Arzt verschriebene Medizin oder ließ medizinische Untersuchungen weg. 15% nahmen Medikamente mit abgelaufenem Verfallsdatum oder folgte nicht den ärztlichen Anweisungen, die Medikamente pünktlich einzunehmen, nur um Geld zu sparen (http://www.oregonlive.com).

Laut einem Bericht der OECD vom 8. Dezember 2009 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung bei US-Amerikanern 78.1 Jahre 2007, was Platz 4 von unten bei den OECD-Mitgliedsstaaten ausmacht. Die durchschnittliche Lebenserwartung der OECD-Mitgliedsstaaten in jenem Jahr betrug 79.1 Jahre (http://www.msnbc.msn.com).

Die Obdachlosenzahl ist immer weiter angestiegen. Statistiken zeigen, dass im September 2008 eine auf 1.6 Millionen obdachloser Menschen in den USA angestiegene Zahl eine Notunterkunft erhielten. Ihre Zahl in Gestalt ganzer Familien wuchs von 473.000 im Jahr 2007 auf 517.000 im Jahr 2008  (USA Today, 9.7.2009).

Seit 2009 waren die Zahlen registrierter Obdachloser in den sechs Bezirken des Gebietes Chicago gestiegen. Der größte Anstieg erfolgte im McHenry County mit einer Steigerung von 125% im Vergleich zum Vorjahr (Chicago Tribune, 28.11.2009).

Diese obdachlosen Menschen konnten nur an schäbigen Plätzen wie Wagenburgen leben. Im März 2009 kam es zu einer ausufernden Zeltstadt in Sacramento, Kalifornien, wo hunderte Obdachloser sich zusammenfanden. Die Polizei in Santa Monica im südlichen Kalifornien setzt regelmäßig Gewalt ein, um die Obdachlosen aus der Stadt zu vertreiben  (www.truthalyzer.com).

Im Oktober leiteten tausende Obdachlose in Detroit einen Kampf ein, weil sie befürchteten, dass sie von der Regierung keine Notunterkunft-Unterstützung bekommen würden (USA Today, October 8, 2009). Im Dezember gab es 6.975 obdachlose erwachsene Einzelpersonen in Notunterkünften in New York City.

Nicht eingerechnet sind die Kriegsveteranen, die dauerhaft Obdachlosen und die 30.698 Menschen in kurzzeitigen Unterkünften für obdachlose Familien (The New York Times, 10.12.2009).

Die Houston Chronicle berichtete am 16. März 2009, dass große Zahlen von Häusern in Galveston vom Hurrikan Ike im September 2008 zerstört wurden und dabei Tausende Menschen obdachlos wurden. Rund 1.700 Haushalte erhielten keinerlei Hilfe, die meisten von ihnen haben keine festen Wohnstätten mehr (Houston Chronicle, 16.03.2009).

4. Zu Rassendiskriminierung

Rassendiskriminierung ist noch immer ein ständiges Problem in den USA.

Menschen mit schwarzer Hautfarbe und andere Minderheiten sind die am meisten verarmten Gruppen in den USA. Laut einem vom Statistischen Amt der USA erstellten Bericht lag das reale Durchschnittseinkommen für US-amerikanische Haushalte 2008 bei 50.303 US-Dollar. Jenes der nicht-lateinamerikanischen Haushalte von US-Amerikanern weißer Hautfarbe betrug 55.530 US-Dollars, während das durchschnittliche Jahreseinkommen bei Haushalten von US-Amerikanern lateinamerikanischer Hautfarbe bei 37.913 US-Dollar lag und bei den Haushalten von US-Amerikanern schwarzer Hautfarbe nur 34.218 US-Dollar betrug.

Daraus ergibt sich, dass das Durchschnittseinkommen der Hispano-Amerikaner nur 68% und der Afro-Amerikaner nur 61.6% dessen ausmachte, was die nichthispanischen Haushalte der Weißfarbigen aufwiesen. Das mittlere Einkommen von Minderheitengruppen lag bei rund 60% bis 80% dessen der Mehrheitsgruppen. Dies bei gleichen Bildungschancen und beruflichen Fähigkeiten (The Wall Street Journal, 11.09.2009; USA Today, 11.09.2009).

Laut Statistischem Amt der USA machte der Armutsanteil der nichthispanischen Weißhäutigen 8.6% im Jahr 2008 aus. Jener der Afro-Amerikaner und Hispano-Amerikaner lag bei 24.7% und 23.2%, d.h. dreimal höher als bei den Weißhäutigen in den USA  (The New York Times, 29.09.2009).

Rund ein Viertel der US-amerikanischen Indianer lebte unterhalb der Armutsgrenze. 2008 lebten 30.7% der Hispano-Amerikaner, 19.1% der Afro-Amerikaner und 14.5% der nichthispanischen weißhäutigen US-Amerikaner ohne Krankenversicherung (Income, Poverty, and Health Insurance Coverage in the United States: 2008, www.census.gov).

Laut einem vom US-Ministerium für Wohn- und Siedlungswesen erstellten Bericht wurde 2008 ein Rekord von 10.552 Beschwerden wegen Diskriminierung bei der Wohnungsvergabe vermerkt, von denen 35% Rassendiskriminierung anprangerten  (The Washington Post, 10.06.2009).

Die US-Zentren für Krankheitskontrolle und Vorbeugung berichteten, dass während Afro-Amerikaner 12% der US-Bevölkerung ausmachten sie zugleich nahezu die Hälfte aller Neu-Infizierungen mit HIV und der alljährlichen AIDS-Toten aufweisen (The Wall Street Journal, 8.4.2009; revised statistics released by the Centers for Disease Control and Prevention).

Die Diskriminierung gegenüber Minderheitengruppen im Bereich von Arbeit und Beschäftigung ist sehr schwerwiegend. Die Minderheitengruppen tragen die Hauptlast der Massenarbeitslosigkeit in den USA. Laut neuen Berichten lag die Arbeitslosenrate im Oktober 2009 bei 10.2%. Die Arbeitslosenrate der Afro-Amerikaner stieg auf 15.7%, jene der Hispano-Amerikaner auf 13.1%. Während die der Weißhäutigen bei 9.5% lag (USA Today, 6.11.2009).

Die Arbeitslosenrate der Schwarzhäutigen im Alter von 16 bis 24 Jahren erlebte ein Rekordhoch von 34.5% und lag damit um das Dreifache über dem Durchschnitt. Die Arbeitslosenrate unter den Afroamerikanern in Städten wie Detroit und Milwaukee hatte 20% erreicht (The Washington Post, 10.12.2009).

In einigen US-amerikanischen Indianersiedlungen lag die Arbeitslosenrate bei 80% (The China Press, 6.11.2009). Laut dem US-Amt für Arbeitsstatistik ist die Arbeitslosenrate unter den schwarzhäutigen männlichen College-Absolventen im Alter von ab 25 Jahren 2009 zweimal so hoch gewesen wie bei den weißhäutigen männlichen College-Absolventen, d.h. 8.4% im Vergleich zu 4.4%  (The New York Times, 1.12.2009). 2008 gab eine Rekordzahl von Arbeitern Beschwerden über berufliche Diskriminierung ab, wobei der Hinweis auf Rassendiskriminierung den größten Anteil mit mehr als einem Drittel dieser insgesamt 95.000 Beschwerden ausmachte  (AP, 27.4.2009).

Laut einer Untersuchung der Beruflichen Gleichstellungskommission der USA erhielt ein in Houston ansässiger Öl- und Gasverarbeitungskonzern fünf Beschwerden wegen rassisch bedingter Belästigung und Diskriminierung (AP, 18.11.2009). Laut einem Nachrichtenbericht von Ende Mai 2009 machen die schwarzhäutigen und hispanischen Bevölkerungsgruppen jeweils 27% der Stadtbevölkerung von New York City aus. Aber nur 3% der 11.529 Feuerwerker waren schwarzhäutig und rund 6% hispanisch, seit die New Yorker Feuerwehr auf unfaire Art hunderte qualifizierte Menschen wegen ihrer Hautfarbe von dieser Dienstmöglichkeit ausgeschlossen hatte (The New York Times, 23.07.2009).

Die Minderheitsgruppen in den USA sehen sich auch der Diskriminierung im Bildungswesen ausgesetzt. Laut einem vom Statistischen Amt der USA erstellten Bericht haben 33% der nichthispanischen Weißhäutigen einen College-Abschluss, bei den Schwarzhäutigen liegt der Anteil lediglich bei 20% und bei den Hispano-Amerikanern bei 13% (US Bureau of Census, 27.4.2009, www.census.gov).

Laut einem Bericht wurden zwischen 2003 und 2008 61% der schwarzhäutigen und 46% der mexikanischstämmigen US-amerikanischen Bewerber an allen Jura-Bildungseinrichtungen der USA abgelehnt, wo sie ihre Bewerbungen einbrachten. Dieser Zahl stehen 34% der weißhäutigen Bewerber gegenüber  (The New York Times, 7.1.2010).

Afroamerikanische Kinder machen nur 17% der Studenten an den öffentlichen Schulen der USA aus. Zugleich liegt ihre Prozentzahl bei 32% derer, die dieser Schulen verwiesen werden. Laut einer Untersuchung der Universität von North Carolina und der Michigan State University glaubten die meisten schwarzhäutigen Jugendlichen, dass sie Opfer von Rassendiskriminierung waren (Science Daily, 29.4.2009).

Laut einer anderen Studie unter 5.000 Kindern in Birmingham, Ala, Houston und Los Angeles berichteten 20% der Schwarzhäutigen und 15% der Hispano-Amerikaner über Vorurteile. Die Studie zeigte, dass Rassendiskriminierung eine wichtige Ursache für die mentalen gesundheitlichen Probleme der Kinder verschiedener Rassen war. Hispanoamerikanische Kinder, die von Rassismus berichteten, hatten mehr als dreimal so häufig Symptome von Depression wie vergleichsweise andere Kinder, schwarzhäutige Kinder doppelt so viele wie vergleichsweise andere Kinder (USA Today, May 5, 2009).

Rassendiskriminierung im Justizwesen und den Ermittlungsbehörden ist sehr ausgeprägt. Laut dem US-Justizministerium waren Ende 2008 3.161 Männer und 149 Frauen pro 100.000 Menschen beim schwarzhäutigen Bevölkerungsanteil der USA inhaftiert (www.ojp.usdoj.gov).

Die Zahl lebenslanger Inhaftierung ohne Hafturlaub liegt bei jungen Afro-Amerikanern um das Zehnfache höher als bei jungen weißhäutigen Inhaftierten in 25 Bundesstaaten. In Kalifornien beträgt der Faktor das Achtzehnfache.

In US-Großstädten wurden mehr als eine Million Menschen von Polizisten auf der Straße angehalten und befragt, nahezu 90% davon waren Männer aus Minderheitsgruppen. Unter diesen Befragten waren 50% Afro-Amerikaner und 30% Hispano-Amerikaner. Nur 10% waren weißhäutige US-Amerikaner  (The China Press, 9.10.2009).

Ein von der New Yorker Polizei veröffentlichter Bericht über in Schießereien der Polizei verwickelte Menschen mit ethnischer Identifizierung von 2008 besagte, dass 75% von ihnen schwarzhäutig, 22% hispanisch und 3% weißhäutig waren  (The New York Times, 17.11.2009).

Laut einem Bericht von Human Right Watch betrug die Rate der von 1980 bis 2007 wegen Drogendeals inhaftiert gewesenen Afro-Amerikaner in den USA das 2.8 bis 5.5fache dessen der weißhäutigen US-Amerikaner  (www.hrw.org, 2.3.2009).

Seit dem Ereignis vom 11. September steigt die Diskriminierung gegen Muslime an. Nahezu 58% der US-Amerikaner denken, dass Muslime „einer Menge“ an Diskriminierung unterworfen sind. Dies laut zwei kombinierten Befragungen, die das Pew Research Center veröffentlichte. Rund 73% der jungen Menschen im Alter von 18 bis 29 Jahren gaben sogar an, dass Muslime die am meisten diskriminierte Gruppe in den USA waren (http://www.washingtontimes.com, 10.9.2009).

Einwanderer leben im Elend

Laut einem Bericht von Amnesty International USA wurden über 300.000 illegale Einwanderer von den US-Einwanderungsbehörden jedes Jahr inhaftiert, und die Zahl inhaftierter illegaler Einwanderer übersteigt die 30.000 an jedem einzelnen Tag  (World Journal, 26.3.2009).

Gleichzeitig wurden alljährlich Hunderte legaler Einwanderer inhaftiert, wurde ihnen die Einreise verwehrt oder sie sogar unter Polizeigewalt abgeschoben (Sing Tao Daily, 13.4.2009).

Ein von Constitution Project und Human Right Watch veröffentlichter Bericht enthüllte, dass von 1999 bis 2008 rund 1.4 Millionen inhaftierte Einwanderer ausgewiesen wurden. Zehntausende von langjährigen Einwohnern solcher Städte wie Los Angeles und Philadelphia wurden mit behördlicher Gewalt in Einwanderungshaftanstalten in Texas oder Louisiana verbracht  (The New York Times, 2.11.2009).

Die Anwaltskammer von New York City erhielt eine alarmierende Petition im Oktober 2008, die von 100 Männern unterzeichnet war, welche allesamt weggeschlossen wurden ohne jegliche Anklage wegen eines Verbrechens in der Haftanstalt in der Varick Street inmitten von Manhattan. Der Brief beschrieb ihre beengten und überfüllten Zellen, wo arg benötigte medizinische Bedürfnisse ignoriert wurden und hungrige Gefangene für den Tageslohn von einem US-Dollar zu schuften hatten (The New York Times, 2.11.2009).

Einigen weibliche Inhaftierten, die noch in der Stillperiode waren, wurden Milchpumpen in den Hafteinrichtungen verweigert, so dass sie Fieber bekamen, an Schmerzen litten, an Mastitis erkrankten und letztlich unfähig wurden, weiterhin Muttermilch nach ihrer Entlassung zu geben (www.hrw.org, 16.3.2009). Insgesamt 104 Menschen starben im Gewahrsam der Einwanderungsbehörden und Zollaufsicht seit Oktober 2003  (The Wall Street Journal, 18.8.2009).

Häufig geschehen Verbrechen aus ethnischem Hass. Laut vom Statistischem Amt der USA am 23. November 2009 veröffentlichten Statistiken ereigneten sich 7.783 Verbrechen aus Hass in den USA 2008. 51.3% davon wurden aus Rassendiskriminierung hervorgebracht und  19.5% erfolgten aus religiöser Voreingenommenheit und 11.5% aus nationalen Beweggründen (www.fbi.gov).

Unter jenen Hassverbrechen richteten sich 70% gegen schwarzhäutige Menschen. Im Jahr 2008 betrafen Angriffe gegen schwarzhäutige Menschen 26 von 1.000 Personen und gegen weißhäutige Menschen gerichtete Angriffe 18 von 1.000 Personen  (victim characteristics, 21. Oktober 2009, www.fbi.gov).

Am 10. Juni 2009 erschoss ein weißhäutiger Faschist einen schwarzhäutigen Wachmann des Holocaust-Gedenk-Museums der USA und verletzte zwei weitere Wachleute (The Washington Post, 11.6.2009, The Wall Street Journal, 11.6.2009). Laut einem vom Southern Poverty Law Center erstellten Bericht trug ein Klima rassischer Intoleranz und ethnischen Hasses seitens gegen Einwanderer eingestellter Gruppen und einiger öffentlicher Amtsträger dazu bei, Dutzende Angriffe auf Latinos in Suffolk County im Bundesstaat New York in den letzten zehn Jahren zu erzeugen  (The New York Times, 3.9.2009).

5. Zu Rechten von Frauen und Kindern

Die Lebensbedingungen von Frauen und Kindern in den USA verschlechtern sich. Ihre Rechte werden nicht gewährleistet.

Frauen erfreuen sich keiner sozialen und politischen Gleichheit gegenüber Männern. Frauen machen 51% der US-Bevölkerung aus, aber es gibt nur 92 Frauen bzw. 17% mit Frauen besetzte Sitze im gegenwärtigen 111. US-Kongress. 17 Frauen gehören dem Senat an, 75 dem Repräsentantenhaus (Members of the 111th United States Congress, http://en.wikipedia.org).

Eine Studie zeigt, dass Minderheiten und Frauen nicht in Spitzenpositionen bei großen US-Hilfsorganisationen und im Neon-Profit-Bereich verankert sind. Die Studie enthüllt, dass Frauen 18.8% der Geschäftsführer im Neon-Profit-Bereich stellen, bei den Fortune-500-Konzernen mit gerade mal 3% in Spitzenpositionen vertreten sind. Unter den 400 größten Hilfsorganisationen in den USA wird nicht eine einzige kulturelle, Krankenhaus-, Öffentlichkeitsgruppe, Jüdische Föderation oder andere religiöse Organisation von einer Frau geleitet (The Washington Times, 20.9.2009).

Frauen haben Probleme beim Finden eines Arbeitsplatzes und leiden an niedrigem Einkommen und ärmlichen finanziellen Situationen. Laut Statistiken der US-Kommission für Gleichstellung im Beschäftigungswesen (EEOC) stiegen die Anzeigen bei den Regierungsbehörden wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz auf 94.402 im Steuerjahr 2008, was eine Steigerung von 15% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ausmacht. Eine Anzeige wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz wegen des Geschlechtes des Arbeitsplatzbewerbers stellt dabei einen hohen Anteil dar (www.eeoc.gov, 3.11.2009).

Laut vom Statistischen Amt der USA im September 2009 veröffentlichten Statistiken lagen die durchschnittlichen Einkommen bei weiblichen Vollzeitbeschäftigten 2008 bei 37.745 US-Dollar. Dies macht 77% jener dementsprechenden Einkommen bei Männern aus, denn die vergleichbaren Einkommen bei Männern lagen bei 46.367 US-Dollar. Im Jahr 2007 lag die Vergleichsprozentzahl bei 78%, so dass sich da die Lage der Frauen 2008 weiter verschlechterte  (The Wall Street Journal, 11.09.2009; www.census.gov, 10.09.2009).

Laut AP wurde eine weibliche Drogeriewaren-Fachverkäuferin nach 10 Jahren Arbeit für Walmart 2004 gefeuert, weil sie denselben Lohn forderte wie ihre männlichen Arbeitskollegen (The Associated Press, 5.10.2009).

Ende 2008 waren 4.2 Millionen alleinstehende Frauen oder 28.7% der Familien ohne Mann in Armut (www.census.gov, 10.09.2009). Rund 64 Millionen bzw. 70% der US-amerikanischen Frauen im arbeitsfähigen Alter haben keinen Krankenversicherungsschutz oder nur unzureichenden Schutz, hohe Arztrechnungen oder Schuldenprobleme oder Probleme wegen der Kosten medizinischer Behandlungen  (The China Press, 12.05.2009).

Frauen sind häufig Opfer von Gewalt und Vergewaltigung. Es wird berichtet, dass die USA die höchste Vergewaltigungsrate unter allen Ländern haben, welche Statistiken über Vergewaltigungsopfer haben. Die Verbrechensrate bei Vergewaltigungen liegt in den USA 13 mal höher als in England und 20 mal höher als in Japan  (Occurrence of rape, http://www.sa.rochester.edu).

In San Diego ereignete sich eine Reihe ähnlicher Angriffe gegen fünf Frauen, die von einem Einbrecher im März 2009 vergewaltigt wurden (Sing Tao Daily, 14. März 2009).

Laut einem vom Pentagon veröffentlichten Bericht wurden 2.900 Vergewaltigungen beim US-Militär 2008 angezeigt, was einen Anstieg von fast 9% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Und davon kamen nur 292 Fälle vor ein Militärgericht. Der Bericht sagte aus, dass die gegenwärtige Dunkelziffer fünf- bis zehnmal über der angezeigten Zahl liegt (The evening news of the Columbia Broadcasting System, 17.3.2009).

Reuters berichtete, dass aufgrund tiefgehender Befragungen bei 40 weiblichen Militärangehörigen 10 aussagten, dass sie vergewaltigt worden waren, 5 wurden sexuell bedrängt einschließlich versuchter Vergewaltigung und 13 sprachen von sexueller Belästigung  (Reuters, 16.4.2009).

US-amerikanische Kinder leiden an Hunger und Kälte.

Ein Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums zeigte auf, dass im Jahre 2008 16.7 Millionen Kinder bzw. eines von vier Kindern in den USA nicht genug Nahrung hatte (The Washington Post, USA Today, 17.11.2009). Die Nahrungsmittel-Fürsorge-Einrichtung Feeding America sagte in einem Bericht aus, dass über 3.5 Millionen Kinder im Alter von unter 5 Jahren Hunger und Unterernährung ausgesetzt sind Die Zahl bezieht sich auf 17% der US-amerikanischen Kinder im Alter von 5 Jahren und darunter.

In 11 Bundesstaaten der USA waren über 20% aller Kleinkinder dem Hungerrisiko ausgesetzt. Louisiana hielt mit 24.2% die höchste Rate an „Nahrungsunsicherheit“ bei Kindern (www.feedingamerica.org, 7.5.2009).

Kinder im Alter von 18 Jahren und darunter machten ein Drittel der in Armut lebenden US-Amerikaner aus. Zahlen des US-Statistikamtes belegten, dass die Zahl der Kinder im Alter von 18 Jahren und darunter mit einem Leben in Armut von 13.3 Millionen 2007 auf 14.1 Millionen 2008 anstieg  (http://www.census.gov, The Washington Post, 11.9.2009).

Laut Statistiken des US-Zentrums für Familienobdachlosigkeit waren von 2005 bis 2006 über 1.6 Millionen Kinder bzw. eines von jeweils 50 Kindern alljährlich obdachlos in den USA. Unter den obdachlosen Kindern waren 42% unter 6 Jahre alt und die meisten betroffenen Kinder waren Afro-Amerikaner und Indianer  (CNN.com, MSNBUC.com, 10. März 2009).

2008 war eines von 10 Kindern in den USA nicht krankenversichert. Es wurde berichtet, dass rund 7.3 Millionen Kinder bzw. 9.9% aller Kinder in den USA keine Krankenversicherung 2008 hatten. In Nevada waren 20.2% aller Kinder nicht krankenversichert (http://www.census.gov, the Washington Post, 21.09.2009).

Am 13. August 2009 verfügte eine bundesstaatliche Behörde, dass Kalifornien die Krankenversicherung für über 60.000 Kinder am 1. Oktober zu beenden beginnen wird. Das Hilfsprogramm könnte letztlich nur 670.000 Kinder Ende Juni 2010 umfassen (The Los Angeles Times, The China Press, 14.8.2009).

Eine vom John Hopkins Kinderzentrum geleitete Untersuchung zeigte auf, dass der Mangel an Krankenversicherung möglicherweise zu nahezu 17.000 Toten unter den in Krankenhäuser verbrachten Kindern in der Spanne von weniger als zwei Jahrzehnten geführt haben könnte (Journal of Public Health, 30.10.2009).

Der AH1N1-Grippevirus hat rund 8 Millionen Kinder unter 18 Jahren von April bis Oktober 2009 befallen, 540 von ihnen getötet, laut den Zentren für Krankheitskontrolle und Vorbeugung der USA (USA Today, The Wall Street Journal, 13.11.2009).

Kinder sind der Gewalt ausgesetzt und leben in Furcht. Es wird berichtet, dass 1.494 Kinder unter 18 Jahren 2008 in den USA ermordet wurden (USA Today, 8.10.2009). Ein vom Gesundheitsamt in New York City herausgegebener Bericht vom 16.Juni 2009 zeigte auf, dass zwischen 2001 und 2007 die US-weite durchschnittliche Rate an toten Kindern bei 20 von 100.000 Kindern im Alter von 1 bis 12 Jahren lag. Die Selbsttötungsraten waren 1.3 Tote pro 100.000 Kinder in dieser Altersgruppe (http://www.nyc.gov).

Eine vom US-Justizministerium durchgeführte Befragung bei 4.549 Kindern und Jugendlichen im Alter von 17 Jahren und jünger zwischen Januar und Mai 2008 zeigte, dass über 60% der befragten Kinder im letzten Jahr Gewalt ausgesetzt gewesen waren, entweder direkt oder indirekt. Nahezu die Hälfte aller befragten Kinder wurde mindestens ein Mal im letzten Jahr angegriffen, 6% wurden Opfer sexueller Gewalt und 13% berichteten von körperlichen Angriffen im vergangenen Jahr  (The Associated Press, 7.10.2009).

Mindestens 1.227 Kinder starben an Missbrauch oder Vernachlässigung in Texas seit 2002  (The Houston Chronicle, October 22, 2009). Laut einer Untersuchung der in den USA ansässigen Einrichtungen und Medienberichten aus dem öffentlichen Gesundheitswesen prostituiert sich alljährlich in den USA ein Drittel aller weglaufenden oder aus dem Hause gejagten Kinder gegen Nahrung, Drogen und eine Bleibe. Das Justizsystem betrachtet sie nicht länger als junge Opfer, sondern als jugendliche Angreifer  (The China Press, 28.10.2009).

Kinder sind als Landarbeiter in den USA weitverbreitet. Eine dem Schutz der Kinderrechte gewidmete Organisation kam zu dem Schluss, dass schätzungsweise 400.000 Kinder in der US-Landwirtschaft arbeiten. Davis Strauss, Leiter der Gelegenheitsjobprogramme der Landarbeitervereinigung, bemerkte, dass seit Jahrzehnten Kinder im Alter von in einigen Fällen mal gerade acht Jahren auf den Feldern gearbeitet haben, dabei scharfe Werkzeuge benutzen und unter gefährlichsten Pestiziden schuften. Der Vorsitzende der Landarbeitervereinigung, Ernie Flores, sagte, dass Kinder 20% aller tödlichen Arbeitsunfälle in der US-Landwirtschaft ausmachen  (Spain's Uprising newspaper, 14.10.2009).

Ein Gesetz über Arbeitsstandards gestattet einem Kind im Alter von über 13 Jahren für lange Zeit in der Hitze in einer Farm zu arbeiten. Zugleich gestattet es nicht, dass dasselbe Kind in einem klimatisierten Büro arbeitet und verbietet sogar solchen Kindern die Arbeit in einem Fastfoodrestaurant.

Die USA sind das einzige Land in der Welt, welches nicht Schutzsysteme für Minderjährige anwendet. Festnahmen von Jugendlichen sind um 44% zwischen 1985 und 2002 angestiegen. Viele Kinder begingen nur kleinere Straftaten, konnten aber keinen anwaltlichen Beistand erhalten. Viele Staatsanwälte und Richter sind auf den Augen blind hinsichtlich der Missbräuche in den Jugendhaftanstalten.

6. Zu Menschenrechtsverletzungen gegen andere Länder seitens der USA

Die USA haben mit ihrer starken militärischen Macht nach der Weltherrschaft gestrebt. Dabei trampelten sie auf der Souveränität anderer Länder herum und verletzten deren Menschenrechte.

Als größter Waffenverkäufer der Welt haben die Waffenverkäufe der USA die Instabilität in aller Welt in großem Maßstab genährt. Die USA weiteten ihr Militärbudget auch weiter aus, obwohl es bereits das weltweit umfangreichste war, und zwar um 10% im Jahr 2008 auf 607 Milliarden US-Dollars. Dies kommt 42% der weltweiten Rüstungsausgaben gleich (The AP, 9.6.2009).

Laut einem Bericht des US-Kongresses beliefen sich die Waffenverkäufe der USA im Jahr 2008 auf 37.8 Milliarden US-Dollar. Im Jahr zuvor waren es noch 25.4 Milliarden US-Dollar gewesen. Das ergibt eine Zunahme um nahezu 50%, womit die USA einen Anteil von 68.4% am weltweiten Waffenverkauf halten (Reuters, 6.9.2009). Anfang 2010 verkündete die US-Regierung ein Waffenverkaufspaket von 6.4 Milliarden US-Dollars für Taiwan trotz starken Protestes seitens der Regierung und des Volkes von China, denn dieses Geschäft schadete beträchtlich den nationalen Sicherheitsinteressen Chinas und führte zu starker Empörung im chinesischen Volk.

Die Kriege im Irak und in Afghanistan haben dem US-amerikanischen Volk schwere Lasten aufgebürdet und brachten erhebliche Zahlen an Toten und Eigentumsverlusten für die Völker des Irak und Afghanistans. Der Krieg im Irak hat zum Tod von über einer Million irakischen Zivilpersonen geführt und brachte eine gleich hohe Zahl an obdachlos gewordenen Menschen mit sich sowie schwere wirtschaftliche Schäden.

In Afghanistan gehen die Handlungen der US-Streitkräfte mit dem Töten von unschuldigen Menschen immer noch weiter. Fünf afghanische Bauern wurden bei einem US-Luftangriff getötet, als sie Gurken in einen Van am 5. August 2009 verluden (http://www.rawa.org). Am 8. Juni gab das US-Verteidigungsministerium zu, dass die US-Offensive gegen die Taliban am 5. Mai den Tod von afghanischen Zivilpersonen verursachte, weil das Militär sich nicht an die Regeln hielt. Die afghanischen Behörden hatten 147 zivile Todesopfer identifiziert, darunter Frauen und Kinder. Während ein US-Sprecher die Zahl der Toten mit unter 30 angab (The Philadelphia Inquirer, 9.6.2009).

Misshandlung von Gefangenen ist einer der größten Menschenrechtsskandale der USA. Ein dem 10. Treffen des Menschenrechtsrates der UNO 2009 vorgelegter Bericht seines Sonderberichterstatters für die Förderung und den Schutz der Menschenrechte und grundlegenden Freiheiten setzte sich mit dem Terrorismus auseinander und zeigte dabei auf, dass die USA ein umfassendes Paket von Praktiken einschließlich Sonderdeportation, langfristigen und geheimen Gefangennahmen und Handlungen in Verletzung der UNO-Konvention gegen Folter umsetzten. Der UNO-Sonderberichterstatter sagte auch in einem Bericht an die 64. UN-Vollversammlung, dass die USA und ihre privaten Vertragspartner männliche Muslime folterten, die im Irak und an anderen Orten gefangengenommen worden waren, indem sie nackte Gefangene in Pyramidenformation stapelten, sie zu homosexuellen Verhaltensweisen nötigten und sie völlig entkleideten  (The Washington Post, 7.4.2009).

Die CIA der USA hat Verhöre mit Folter seit 2002 begonnen. Die Anwälte der US-Regierung teilten mit, dass seit 2001 die CIA 92 Videobänder im Zusammenhang mit dem Verhören mutmaßlicher Terroristen vernichtet hat. Auf 12 dieser Videobänder wird auch gefoltert (The Washington Post, 3.3.2009). Die CIA-Ermittler benutzten eine Handfeuerwaffe und einen elektrischen Bohrer, um einen festgenommenen Kommandeur der Al-Quaida einzuschüchtern und ihm Informationen abzuzwingen (The Washington Post, 22.8.2009).

Das US-Justizministerium enthüllte in seinen Papieren, dass die CIA Gefangene 180 Stunden lang gefesselt in stehender Haltung zwingt. Mehr als ein Dutzend Gefangene wurden für mindestens 48 Stunden ihres Schlafes beraubt, drei weitere für über 96 Stunden, und einer für ein Maximum von nahezu acht Tagen. Ein weiterer Gefangener schien unter 11 Tagen Schlafentzug gelitten zu haben, wie in einem Papier stand (http://www.chron.com).

Die CIA-Ermittler benutzten das „waterboarding“ 183 mal gegen den für den 11.9. als Hauptanstifter angeklagten Khalid Sheikh Mohammed und 83 mal gegen den mutmaßlichen Al-Quaida-Anführer Abu Zubaydah (The New York Times, 20. April 2009).

Ein freigelassener Häftling aus Guantánamo sagte aus, dass er die „mittelalterliche“ Folter in Guantánamo Bay und in einem geheimen CIA-Gefängnis in Kabul erlitt (AFP, London, 7.3.2009).

Im Juni 2006 könnten drei Inhaftierte in Guantánamo Bay beim Verhör am gleichen Abend zu Tode erdrosselt worden sein. Und ihre Tode gingen als Selbstmorde durch Erhängen durch. Dies enthüllte eine sechsmonatige Untersuchung für Harpers Magazine und NBC News 2009 (www.guardian.co.uk, 18.1.2010).

Ein somalischer Staatsangehöriger namens Mohamed Saleban Bare war acht Jahre lang in Guantánamo Bay inhaftiert und sagte AFP, dass die Gefangenschaft die „Hölle auf Erden“ war und einige seiner Kollegen die Augen und Gliedmaßen verloren, während andere Kollegen seelisch zerstört endeten (AFP, Hargisa, Somali, 21.12.2009).

Ein 31 Jahre alter jemenitischer Gefangener in Guantánamo Bay, der einen langen Hungerstreik gemacht hatte, beging scheinbar Selbstmord 2009. Seit Beginn 2002 hatten vier weitere Häftlinge in Guantánamo Bay Selbstmord begangen (The New York Times, 3.6.2009).

Die US-Regierung hielt mehr als 600 Gefangene auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram in Afghanistan fest. Einige ehemals dort Gefangene sagten aus, dass sie schwerer Folter unterworfen wurden, darunter sexuellem Missbrauch. Einige Gefangene wurden fünf Jahre lang auf diesem Luftwaffenstützpunkt festgehalten. Es wird auch berichtet, dass einige in Käfige gepfercht wurden, wo dann 15-20 Mann ausharren mussten. Dabei starben zwei Gefangene unter fragwürdigen Umständen im Gewahrsam (IPS, New York, 25.2.2009).

Eine Untersuchung des US-Justizministeriums zeigte, dass 2.000 kapitulierende Talibankämpfer von den afghanischen Streitkräften unter Kontrolle der US Army zu Tode erdrosselt wurden (http://www.yourpolicicsusa.com, 16.7.2009).

Die USA haben ihre Militärstützpunkte um die ganze Welt herum aufgebaut. Fälle der Verletzung der Menschenrechte der Bevölkerung vor Ort sind dabei oft aufgefallen.

Derzeit unterhalten die USA 900 Militärstützpunkte weltweit mit über 190.000 Militärangehörigen und 115.000 dort stationierten Bediensteten. Diese Militärstützpunkte bringen schwerwiegenden Schaden und Umweltvergiftung für die Siedlungen vor Ort. Giftige Substanzen durch Bombenexplosionen fordern ihre Opfer unter den Kindern vor Ort.

Es ist berichtet worden, dass kurz vor Ende der US-Militärstützpunkte in Subic und Clark (Philippinen) immerhin 3.000 Fälle von Vergewaltigung von Frauen vor Ort gegen US-Stützpunktpersonen angezeigt wurden. Aber alle diese Klagen wurden abgewiesen (http://www.lexisnexis.com, 17.5.2009).

Die USA haben ihre wirtschaftliche, finanzielle und Handelsblockade gegen Kuba seit fast 50 Jahren aufrechterhalten. Dieses Embargo hat einen angehäuften direkten wirtschaftlichen Verlust von über 93 Milliarden US-Dollar für Kuba verursacht.

Am 28. Oktober 2009 nahm die 64. UN-Vollversammlung einen Beschluss über die „Notwendigkeit des Beendens des von den USA gegen Kuba verhängten wirtschaftlichen, finanziellen und Handelsembargos“ an. Dabei stimmten 187 Staaten für die Resolution gegen drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Dies verzeichnete so das 18. Jahr in Folge, in welchem die UN-Vollversammlung mit überwältigender Mehrheit die USA dazu aufruft, die Blockade unverzüglich aufzuheben (Overwhelming International Rejection of US Blockade of Cuba at UN, www.cubanews.ain.cu).

7. Die USA drücken derzeit ihre Vorherrschaft unter dem Deckmantel der „Internetfreiheit“ durch.

Die USA monopolisieren die strategischen Möglichkeiten des globalen Internets. Und sie haben einen festen Griff über das Internet schon immer seit seinem ersten Erscheinen beibehalten. Gegenwärtig gibt es 13 Rootserver im Internet weltweit. Und die USA sind der Platz, wo der einzige Hauptrootserver und neun der restlichen 12 Rootserver stehen. Alle Rootserver werden von der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) betrieben, welche kraft US-Regierung für das Betreiben des globalen Robot-Server-Systems, das Domain-Namenssystem und die Internet Protocol address verantwortlich ist.

Die USA haben alle Ersuchen aus anderen Ländern sowie internationalen Organisationen einschließlich der UNO abgelehnt, das US-Monopol über die Robot-Server zu brechen und seine Verfügungsmacht über das Internet zu dezentralisieren. Die USA haben sich in die inneren Angelegenheiten anderer Länder auf verschiedenen Wegen eingemischt und ihren Vorteil aus ihrer Kontrolle über die Internetmöglichkeiten gezogen. Die USA haben eine spezielle Truppe von Hackern, die aus Hackertalenten besteht, welche in aller Welt angeworben worden sind. Als die Unruhen nach der Wahl im Iran im Sommer 2009 ausbrachen, benutzten das zerschlagene reformistische Lager und seine Anwälte solche Internet-Tools wie Twitter, um ihre Mitteilungen zu verbreiten. Das US-Außenministerium bat den Operator von Twitter darum, seine turnusmäßige Wartung zu verschieben, um der Opposition beizustehen beim Schaffen eines günstigen auslösenden Impulses in der Öffentlichkeit. Im Mai 2009 blockierte eine Internetgesellschaft auf Druck der US-Behörden ihren Messenger instant messaging service in fünf Ländern einschließlich Kuba.

Die USA benutzen derzeit ein globales Abhörsystem namens „ECHELON“, um Kommunikation weltweit aufzuzeichnen. Ein Bericht des Europäischen Parlaments führte aus, dass das „ECHELON“-System ein von den USA kontrolliertes Netzwerk für geheimdienstliches Sammeln und Auswerten ist. Das System ist fähig abzuhören und den Inhalt von Telefongesprächen, Fax- und Mailverkehr und andere digitale Informationsformen zu überwachen, die über öffentliche Telefonnetzwerke, Satelliten und Richtfunkverbindungen übertragen werden. Das Europäische Parlament hat die USA wegen der Benutzung ihres „ECHELON“-Systems zum Begehen solcher Verbrechen wie Verletzen der Privatsphäre von Zivilpersonen oder staatlich geleiteter Industriespionage kritisiert. Darunter wird der am meisten skandalöse Fall von Saudi-Arabiens 6-Milliarden-Dollar-Flugzeug-Vertrag (siehe Wikipedia) angeführt. Telefongespräche der britischen Prinzessin Diana wurden abgehört, weil ihre weltweite Kampagne gegen Landminen der US-Politik Probleme bereitete. Die Washington Post berichtete, dass solche von den US-Behörden geleiteten Spionagehandlungen an den Vietnamkrieg erinnern, als die USA Abhören und Überwachung gegenüber US-amerikanischen Anti-Vietnamkriegs-Aktivisten betrieb.

Die USA ignorieren internationale Menschenrechtskonventionen und nehmen eine passive Haltung hinsichtlich internationaler Menschenrechtsverpflichtungen ein. Sie unterschrieben die Internationale Vereinbarung über Wirtschaftliche, Soziale und Kulturelle Rechte vor 32 Jahren und die Konvention über die Beseitigung Aller Formen der Diskriminierungen von Frauen vor 29 Jahren, aber die USA haben nichts davon bisher ratifiziert. Die USA haben nicht einmal die Konvention über die Rechte von Personen mit Behinderung ratifiziert. Am 13. September 2007 stimmte die 61. UN-Vollversammlung für die Annahme der Erklärung über die Rechte der Indigenen Völker, welches das autoritärste und umfassendste Dokument zum Schutz der Rechte der indigenen Völker ist. Die USA weigerten sich auch, diese Erklärung anzuerkennen.

Die oben erwähnten Fakten zeigen, dass die USA nicht nur einen schlechten Stand in Sachen Menschenrechte haben, sondern auch die Hauptquelle vieler menschenrechtlicher Katastrophen rings um die Welt sind. Seit einer langen Zeit haben sie sich selbst über andere Länder gestellt, hielten sich selbst für „weltweite Menschenrechtspolitik“ und ignorierten ihre eigenen schwerwiegenden Menschenrechtsprobleme. Sie veröffentlichen Länderberichte über Menschenrechtspraktiken Jahr für Jahr, um andere Länder zu beschuldigen. Sie nehmen die Menschenrechte als ein politisches Instrument, um sich in die inneren Angelegenheiten von anderen Ländern einzumischen. Sie verleumden das Ansehen anderer Nationen und verfolgen ihre eigenen strategischen Interessen dabei.

Dies zeigt vollauf ihre Doppelstandards in Sachen Menschenrechte und hat unvermeidlich die entschiedene Opposition und starke Ablehnung der Weltöffentlichkeit nach sich gezogen. Zu einer Zeit, wo die Welt gerade eine  schwerwiegende Menschenrechtskatastrophe erleidet, welche von der durch die USA verschuldeten Weltwirtschaftskrise hervorgerufen wurde, ignoriert die US-Regierung noch immer ihre eigenen schweren Menschenrechtsprobleme. Aber sie schwelgt im Anschuldigen anderer Länder. Das ist wirklich ein Trauerspiel.

Wir empfehlen hiermit der US-Regierung, ihre Lektionen aus der Geschichte zu ziehen, sich selbst in die richtige Stellung zu bringen, nach Verbessern ihrer eigenen Menschenrechtsbedingungen zu streben und ihre Handlungen im Bereich der Menschenrechte zu korrigieren.

Quelle: http://news.xinhuanet.com/

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VOLLER TEXTWORTLAUT DES MENSCHENRECHTSBERICHTES DER USA 2009

Teil II  

übersetzt von Jens-Torsten Bo hlke, Brüssel

Peking, 12. März 2010 (Xinhua) auf Kommunisten-online am 24. Mai 2010 –

8. Zu bürgerlichen und politischen Rechten

In den USA werden die bürgerlichen und politischen Rechte der Staatsbürger von der Regierung schwerwiegend eingeschränkt und verletzt.

Die Polizei der USA setzt oft Gewalttätigkeit gegen das Volk ein. Chicago Defender berichtete am 8. Juli 2009, dass insgesamt 315 Polizisten in New York einer internen Ermittlung wegen unverhältnismäßigem Gewalteinsatz bei der Durchsetzung der Beachtung des Rechts unterworfen wurden. Die Zahl im Jahr 2007 betrug dagegen nur 210 solcher Fälle unter den Polizisten. Im Verlauf der letzten beiden Jahre erreichte die Anzahl an Polizisten New Yorks unter Beobachtung wegen zu vielen Beschwerden von Bürgern die Marke von 50% (http://www.chicagodefender.com).

Laut einem am 17.11.2009 veröffentlichten Bericht über abgefeuerte Feuerwaffen des New Yorker Polizei-Dezernats (New York Police Department -NYPD) feuerte die Polizei von New York 588 Kugeln im Jahre 2007 ab und tötete damit 10 Menschen. Im Jahre 2008 waren es 354 Kugeln und der Tod von 13 Menschen (http://gothamist.com, 17.11.2009).

Am 3. September 2009 wurde ein Student der San José State University wiederholt von vier Polizisten aus San José mit Schlagstöcken und einem Taser-Gewehr mehr als 10 mal geschlagen (http://www.mercurynews.com, 27.10.2009). Am 22. September 2009 wurde ein chinesischer Student in Eugen, Oregon, von einem örtlichen Polizisten grundlos zusammengeschlagen (The Oregonian, 23.10.2009, http://blog.oregonlive.com).

Laut Amnesty International töteten Polizisten der USA in den ersten 10 Monaten des Jahres 2009 45 Menschen durch unverhältnismäßigen Einsatz von Taser-Gewehren. Das jüngste Opfer war gerade mal 15 Jahre alt. Von 2001 bis Oktober 2009 starben 389 Menschen durch von Polizisten eingesetzte Taserwaffen (http://theduckshoot.com).

Machtmissbrauch ist alltäglich unter den Durchsetzern des Rechtes der USA. Im Juli 2009 stellte das FBI vier Polizisten im Gebiet Washington unter Ermittlung wegen Schutzgeldgeschäft mit einem Spielerring, welcher oft durch einige der mächtigsten Drogendealer in den letzten beiden Jahren besucht wurde (The Washington Post, 19.07.2009).

Im September 2009 griff ein außerhalb des Dienstes stehender Polizist in Chicago einen Busfahrer an, weil dieser „ihn im Straßenverkehr schnitt“, als er mit dem Fahrrad fuhr (Chicago Tribune, September 2009, http://www.chicagobreakingnews.com). Im gleichen Monat wurden vier Polizisten in Chicago verurteilt wegen Erpressung von fast 500.000 US-Dollar von einem Latino, welcher ein teures Auto ohne im Bundesstaat zugelassenes Kennzeichen fuhr, sowie mutmaßlichen Drogendealern, im Namen der Durchsetzung des Rechts. Die Polizisten boten ihren Vorgesetzten Bestechungsgelder an (Chicago Tribune, 19.09.2009). 

Im November 2009 wurde ein ehemaliger Polizeichef von der Prince George's County's town of Morningside wegen Verkauf eines gestohlenen Gewehrs an eine Zivilperson angeklagt (The Washington Post, 18.11.2009).

In den größten Städten der USA stoppt, befragt und lässt die Polizei über eine Million Menschen in jedem Jahr herumhüpfen, was eine deutlich höhere Zahl als noch vor wenigen Jahren ist (http://huffingtonpost.com, 8.10.2009).

Strafgefangene in den USA werden mit anderen Haftinsassen in Zellen zusammengepfercht. Laut einem vom Justizministerium der USA am 8. Dezember 2009 herausgebrachten Bericht waren über 7.3 Millionen Menschen Ende 2008 in Gewahrsam in den USA. Die inhaftierte Bevölkerung wuchs um 0,5% im Jahr 2008 an, im Vergleich zum Vorjahr 2007 (http://www.wsws.org).

Ca. 2.3 Millionen Menschen wurden in Gefängnissen und Haftanstalten festgehalten, was einem von 198 Menschen in den USA gleichkommt. Von 2000 bis 2008 wuchs die inhaftierte Bevölkerung in den USA durchschnittlich pro Jahr um 1.8% (http://mensnewsdaily.com, 18. Januar 2010).

Die kalifornische Bundesstaatsregierung schlug sogar vor, zehntausende illegale Einwanderer aus Gefängnissen des Bundesstaates nach Mexiko zu schicken, um die Lage in den überfüllten Haftanstalten zu mildern (http://news.yahoo.com, 26.01.2010).

Die Grundrechte von Gefangenen in den USA sind nicht geschützt. Vergewaltigungsfälle gegenüber Haftinsassen durch Gefängnisaufseher werden immer wieder bekannt. Laut US-Justizministerium haben sich die Fälle von sexuellem Fehlverhalten von Gefängnisaufsehern gegenüber Gefängnisinsassen in den 93 Bundesgefängnissen der USA in den letzten acht Jahren verdoppelt. Von den 90 Gefängnisaufsehern, die wegen sexuellem Missbrauch an Strafgefangenen Gegenstand von Strafverfolgung waren, wurden nahezu 40% auch anderer Verbrechen überführt (The Washington Post, 11.09.2009).

Die New York Times berichtete am 24. Juni 2009, dass laut einer US-Befragung von über 63.000 Gefängnisinsassen der US- und Bundesstaatshaftanstalten 4.5% berichteten, mindestens ein Mal in den letzten 12 Monaten sexuell missbraucht worden zu sein. Es wurde geschätzt, dass mindestens 60.000 Vergewaltigungen von Haftinsassen in den USA im gleichen Zeitraum erfolgten (The New York Times, 24.06.2009).

Quelle: http://news.xinhuanet.com/

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