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Schmierentheater
im Sommerloch
Von
Schäuble und strahlenden Meilern
Von
Günter Ackermann/17. Juli 2007
Schäuble
und Kumpane
Der
Knüppel des Terrorismus hat sich als probates Instrument erwiesen, Bürgerrechte
einzuschränken oder abzubauen, Stimmung für Kriegspolitik zu machen und
– um den Widerstand dagegen vorsorglich zu widerstehen – auch
rechtlich formal dem Staatsterrorismus Vorschub zu leisten.
George
Bush hat es in den USA vorgemacht und die Kriege in Afghanistan und den
Irak angezettelt, das Land mit einer Bespitzelungswelle überzogen und
Milliarden für die Hochrüstung ausgegeben. Der Wahlfälscher von 1999
hat damit eine aggressive Politik im Interesse des US-Monopolkapitals, v.a.
der Erdölkonzerne, betrieben. Bush kam der Anschlag vom 11. September
2001 wie gerufen, sein „Krieg gegen den Terror“ hatte seine Begründung.
Der
deutschen Regierung kamen keine Anschläge wie im WTC zu Hilfe. Sie hatte
alles mit kleineren Brötchen zu backen.
Bereits
und bei Schröder kam ein durchgeknallter Pilot eines
Ultraleichtflugzeuges zu Hilfe, der in Frankfurter Bankenviertel um das
Hochhaus der Deutschen Bank kurvte. Wenn der sich auf dieses Hochhaus gestürzt
hätte, wäre ein Glasschaden entstanden, über den sich noch nicht einmal
die Frankfurter Glaserinnung hätte freuen können. Aber was soll’s?
Fortan sollte die Luftwaffe mit Abschüssen bei Situationen, wie in
Frankfurt, eingesetzt werden. Also Tornados gegen Drachenflieger.
Und
dann bastelten zwei verrückte Libanesen einen Koffer in eine Art Bombe
um, die nie hätte hochgehen können. Das nahm dann Schäuble zum Anlass,
immer verwegenere Vorschläge zur angeblichen Terrorbekämpfung zu machen.
Seine
letzten sind einfach genial verrückt. Da soll bestimmte Leute verboten
bekommen, Handys zu besitzen oder auch Internet-Verbote bekommen. Selbst
dann, wenn ich Schäuble unterstellte, dass er nicht geistig zurechnungsfähig
ist – das unterstelle ich ihm aber nicht – müssten zumindest seine
Mitarbeiter im vollen Besitz ihrer geistigen Kräfte sein und wissen, dass
das eher ein Anreiz ist, Schäubles Behörden vorzuführen, wie
wirkungslos dieses Instrument ist. Es ist also eine reine Luftnummer.
Die
Gründe können sein: Man will, indem man diese abstrusen Vorschläge
macht, den Blick der Öffentlichkeit von anderen Schweinereien ablenken,
also eine Nebelwand legen. Und dann können auch noch alle Befürworter
dieser Schweinereien sich, indem sie sich von solchen hirnrissigen Vorschlägen
distanzieren, wunderbar als die wahren Verfechter der Bürgerrechte
aufspielen. Gleichzeitig können dann hinter dem Rücken der Öffentlichkeit,
diese Schweinereien realisiert werden.
Schäuble
spielt den Buhmann, alle dreschen drauf, die Draufdrescher werden als die
wahren Demokraten gefeiert, die Schweinereien können durchgesetzt
werden und diese Herrschaften können sich grinsend ob ihres gelungenem
Coups selbst gratulieren. Und der echte Rand sieht in Schäuble und seiner
CDU die Wahrer von Ordnung und Sicherheit.
Unbeachtet
von der Öffentlichkeit und verschwiegen von den bürgerlichen Medien, ist
man sich längst einig um den Abbau von Bürgerrechten. Der Schwachsinn
von Handy-Verbot ist eine falsche Spur, auf die wir angesetzt werden
sollen. Wir sollten aber diesen Schwindel nicht mitmachen.
Strahlemann
und Co:
Im
Norden brannte letztens ein Trafo eines Atommeilers um den in den 70er
und 80er gewaltige Schlachten von Gegendemonstrationen wüteten. Zwischenfälle
bei diesen Reaktoren, als sie dann in Betrieb
waren, gab es reichlich – nicht nur bei diesen. Überhaupt ist die
gesamte Atommafia ein einziger Zwischenfall.
Bei
im Bau befindlichen Schnellen Brüter in Kalkar brannte, bei einem
nicht-nuklearen Probebetrieb, das Kühlmittel. Wäre der Reaktor schon im
Betrieb gewesen, ein GAU wäre wahrscheinlich geworden.
Der
Thorium-Hochtemperaturreaktor
(THTR-300) in Hamm-Uentrop,
das Hätschel- und Lieblingskind des damaligen NRW-Landesvater Johannes
Rau, war ein Störfall an sich. Oder bei Koblenz baute man einen Reaktor
direkt auf der Grenze zweier Endplatten (das Flussbett des Rheins markiert
sie), also auf erdbebenintensivem Grund.
Oder
die Skandale um die Hanauer Atomfabriken Nukem und Alkem, die Anfang der
80er Jahre Schlagzeilen machten.
Das
sind nur ein paar Beispiele, die mir auf die Schnelle einfallen.
Niemals
wurde ernsthaft die Zuverlässigkeit der Betreiber infrage gestellt, niemals
wurde von den Politiker der bürgerlichen Parteien und den Ministern der
Entzug der Lizenz für die Betreiber diskutiert.
Wieso
aber jetzt auf einmal bei den Atommeilern Brunsbüttel und Krümmel? Ist
hier Schlimmeres passiert wie vorher, z.B. beim THTR-300
in Hamm-Uentrop? Ich bin kein Spezialist, aber das, was da passierte, ist
doch schon fast der Alltag in der Atombranche: vertuschen, runterspielen,
lügen. Warum also jetzt das Geschrei?
Die
Antwort: Vattenfall ist ein schwedischer Energiekonzern. Sein Name kommt
von ursprünglich „Kungliga Vattenfallstyrelsen“ (dt. königliche
Wasserfallbehörde). Vattenfall war eine staatliche schwedische Behörde,
jetzt eine Aktiengesellschaft und zu 100% im Besitz des schwedischen Staates.
Und
das in einer Zeit, wo in Europa jede Art Staatsbesitz von der Propaganda
als des Teufels beschrieben wird und aller Besitz des Staates, der Länder
und Kommunen Geschäftemachern, möglichst Heuschrecken, in den Rachen
geworfen wird. Sogar Knäste werden privatisiert.
Vattenfall
ist kein Konzern, der sich sozialen Gesichtspunkten besonders hingezogen fühlt.
Der Konzern ist nicht besser, als das RWE, E-on und andere, aber eben
staatlich und das weckt Begehrlichkeiten.
Hier,
so vermute ich, liegt der Grund für das Geschrei um die angebliche Zuverlässigkeit
dieses Atomkraftwerk-Betreibers. Die angeblich falschen und gefährlichen
Dübel, die da verarbeitet worden sein sollen, kennt man seit Jahren. Nie
wurde eine Nachbesserung verlangt. Und die Schlampereien beim Bau hat
nicht Vattenfall zu verantworten, sondern die damaligen Erbauer. Das war
vor allem die Hamburgische Electricitäts-Werke AG
(HEW) zu 66,7% und der Vorgänger von E.ON.
Auch die meisten schweren Zwischenfälle stammen aus dieser Zeit.
Heute
noch sind diese beiden Atomkraftwerke nicht allein im Besitz von
Vattenfall. Am AKW Brunsbüttel ist immer noch zu 33,33% E.ON beteiligt,
an Krümmel gehören sogar 50% dem deutschen E.ON-Konzern. Aber von dem
und dessen Zuverlässigkeit redet niemand.
Also
auch hier wird der Öffentlichkeit Schmierentheater vorgeführt, dabei
stecken handfeste Interessen dahinter. Atomkraftwerke bringen hohe Gewinne
und um den Müll kümmern sich dann andere. Da ist die Vattenfall AB aus
Schweden ein Hecht im
Karpfenteich, den so mancher Strommanager und manche Heuschrecke gern in
seinem Topf schmurgeln und verspeisen möchte. Der schwedische Staat muss
nur animiert werden, den Konzern zu verscherbeln. Da kommen diese
Zwischenfälle als Geschenke des Himmels.
G.A.
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