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Alle
Jahre wieder …
…
kommt ein Bundespräsident oder
Das
Märchen vom bösen Rotkäppchen und dem guten Wulff
Von
Günter Ackermann
Auf
Kommunisten-online am 25. Dezember 2011 – Es entbehrt nicht einer
gewissen Komik was da mit dem Staatsoberhaupt passiert. Jeder diskutiert
über seine Beziehungswirtschaft: Mit günstigen Krediten für den
ministerpräsidentialen Häuslebauer – zunächst gar nicht, dann von
der Gattin (deren dick mit Schminke verklebtes Gesicht über alle Kanäle
flimmerte), schließlich doch auch vom zig Millionen schweren Ehemann
der geschminkten Dame und
schließlich abgelöst von einem Kredit einer Bank. Aber auch das stimmt
nicht. Die Bank gewährte dem hohen
Herrn Sonderkonditionen in
Höhe des Zinssatzes von Darlehn, wie sie Banken an Banken vergeben.
Eine noble Geste an einen Landesvater. Dessen Gegenleistung? Kenne ich
nicht. Aber umsonst macht kein Kapitalist etwas und eine Bank schon gar
nicht, Jedenfalls sparte Herr Wulff – laut Tagesschau,de. – schlappe
154.000 €
„Der
Zinssatz sei dabei variabel und richte sich nach dem Satz, zu dem sich
Banken am Geldmarkt Geld leihen könnten. Die Anwälte des Präsidenten
bestätigten laut Bericht, dass der Zinssatz zwischen 0,9 und 2,1
Prozent gelegen habe. Ein Experte habe jedoch erklärt, dass der
durchschnittliche Bauzins seitdem bei etwa 3,5 Prozent gelegen habe.“
Das
alles kam jetzt raus. Der Kreditnehmer ist inzwischen vom Landesvater
der Provinz Niedersachsen zum gesamtdeutschen Staatsoberhaupt
aufgestiegen. Der also hält uns die salbungsvolle Rede zu Weihnachten
2011.
Solche
Reden waren noch nie sehr interessant, sieht man mal von den von
Heinrich Lübke ab. Bei dem hatte die ganze Nation gespannt auf den nächsten
Verssprecher gewartet („Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe
Neger“) Aber diesmal warteten viele darauf, wie der deutsche Präsident
mit diesem Geldsegen aus dem Jahr 2010 umgehen werde.
Er
ging damit gar nicht um – jedenfalls nicht in seiner Rede neben dem
Weihnachtsbaum. Die hielt er – umgeben von Claqueuren, zu seinen Füßen
süße Kinderlein und redete – Blech.
Oder
meint er bei dem Satz den Geldsegen für sein
Häusle:
„Sie
helfen ihren Mitmenschen und stiften den Zusammenhalt, der unsere
Gesellschaft letztlich trägt. Auf diesen Zusammenhalt wird es auch
weiterhin entscheidend ankommen.“
Recht
hat er. Der Mitmensch und Ministerpräsident aus Hannover benötigte
einen Batzen Geld, der schwerreiche
Mitmensch Egon Geerkens verschaffte es ihm. Ein Schuft.
Wer Böses dabei denkt.
Ebenso die Mitmenschen
bei Wulffs Hausbank. Da die Chefs der Bank nicht verantworten konnten,
wie der Landesvater eines großen Landes obdachlos seine Provinz
regieren musste, gaben sie ihm einen Vorzugskredit, bei dem der
Landesvater mehr als 150.000 € schenkten. Ein Akt der Menschlichkeit
also! Diese solidarische Gesellschaft muss man fördern und nicht bekämpfen!
Weiter Wulff:
„Wir
schulden uns allen Wachsamkeit und die Bereitschaft, für unsere
Demokratie und das Leben und die Freiheit aller Menschen in unserem Land
einzustehen.“
Ach
so, nun, da hat er nicht ganz recht. Er schuldet zunächst 500.000 €
und mit der Demokratie ist das so eine Sache. Die deutsche Regierung
schert sich den Teufel um die demokratischen und sozialen Rechte der
Griechen. Spanier, Portugiesen, Italiener und mischt hat sich unverblümt
in die Inneren Angelegenheiten dieser Länder ein. Demokratische Rechte?
Soziale Rechte? Papperlapap
– wem interessiert es, wenn es im Geld geht. Wenn die Menschen da
nichts mehr zu fressen haben, sollen doch die Griechen ihre Baudenkmäler
versilbern und die anderen mit den Rindern um die Wette Gras fressen.
Menschenrecht – was zählen den
Geldrechten gegenüber.
G.A.
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