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Kinderschänder
und Freund von Papst Johannes Paul II.
Marcial
Maciel Degollado |
Katholische
Kirche
Seligsprechung
als Massenware
Ein
Wunder muss ja sein …
Quelle;
Kirchensumpf
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Katholische
Kirche
Seligsprechung
als Massenware
Ein
Wunder muss ja sein …
Quelle;
Kirchensumpf
Auf
Kommunisten-online am 26. Oktober 2011 – Wenige Tage vor der
Seligsprechung von Johannes Paul II. haben prominente Theologen,
Politiker und kirchliche Gruppen Vorwürfe
gegen den verstorbenen Papst erhoben. Die Kritik richtet
sich besonders um das Verhalten des Pontifex gegenüber den
Befreiungstheologen Lateinamerikas. In dem ökumenischen Aufruf, den
auch der Theologe Hans Küng und CDU-Politiker Heiner Geißler
unterzeichnet haben, heißt es, Romero habe 1979 bei einer Papst-Audienz
kein Gehör gefunden. 1980 wurde er während einer Messe durch einen
Killer der sogenannten Todesschwadronen erschossen. Die Unterzeichner
rufen daher dazu auf, am 1. Mai nicht den verstorbenen Papst zu
verehren, sondern Romero. Nach Ansicht von Geißler habe Johannes Paul
II. die Armen Lateinamerikas durch seine fehlende Unterstützung für
Romero “regelrecht verraten”. Der Antikommunismus des früheren
Papstes habe zwar zum Fall des Ostblocks beigetragen, doch habe er den
Pontifex auch verblendet. Johannes Paul habe “dauernd die Falschen zu
Heiligen ernannt”, etwa den wegen seiner Kontakte zu Militärdiktatoren
umstrittenen Opus-Dei-Gründer Josemaría Escrivá. Johannes Paul habe
«ein autoritäres Lehramt ausgeübt» und «die Menschenrechte von
Frauen und Theologen unterdrückt», sagte der Kirchenkritiker und
Theologe Hans Küng der «Frankfurter Rundschau». Diese dunklen Seiten
seien im Seligsprechungsprozess
unberücksichtigt geblieben. Der polnische Papst sei «intolerant und
unwillig zum Dialog» gewesen. Küng äusserte scharfe Kritik am
Vorgehen von Papst Benedikt XVI., der die Seligsprechung seines Vorgängers
in Rekordzeit vorangetrieben hatte: «Der Nachfolger spricht den Vorgänger
selig? Da geht es doch in Rom zu wie zu den Zeiten der Cäsaren, die den
jeweils vorangegangenen Kaiser zum Gott erhoben.» Küng schrieb
Johannes Paul II. und seinem damaligen Kardinal Joseph Ratzinger, dem
jetzigen Papst, auch eine systematische Vertuschung des Skandals um
tausendfachen sexuellen Missbrauch von Kindern durch katholische
Priester zu. Persönlich habe Johannes Paul II. mit dem Ordensgründer
Marcial Maciel Degollado einen “notorischen Kinderschänder” geschützt.
Der Gründer der Kongregation der Legionäre Christi soll mehrere
Seminaristen sexuell missbraucht haben. Johannes Paul II. galt als ein
großer Förderer des Ordens. Der Vatikan sieht die Vorwürfe als
erwiesen an.
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